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Klatschmohn-Samen

Begonnen von schuppi, Juli 02, 2012, 18:05:00 NACHMITTAGS

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schuppi

Hallo zusammen,

zur Zeit ist der ausgeblühte Klatschmohn überall zu finden.

Dieses Bild möchte ich euch nicht vorenthalten.



189 Einzelbilder mit Imaging-Source Kamera an Motic BA310, geschärft mit Neat Image, gestacked mit Picolay.

Viele Grüße
Rainer
DFK 72AUC02 an
- Motic BA310 Trino LED
- Motic SMZ-168 Trino LED
Web-Site: http://www.mikroskopie-bilder.de

schuppi

Hallo zusammen,

auch wenn ich hier Feedback vermisst habe, nun ein neues Bild; diesmal sind es 88 Einzelbilder, aber die Beleuchtung war dieses Mal so angebracht, dass sich die Lichtverhältnisse für das Objekt nicht ändern, wenn in den Stapel hineingefahren wird (analog zum Stacking-Gerfät von Herrn Cypionka) :-)



Gruß
Rainer
DFK 72AUC02 an
- Motic BA310 Trino LED
- Motic SMZ-168 Trino LED
Web-Site: http://www.mikroskopie-bilder.de

Holger Adelmann

Sehr eindrucksvolle, schöne & plastische Bilder, Rainer !

Sorry der erste Beitrag ist mir irgendwie durchgegangen.

Herzliche Grüsse
Holger



Kurt Wirz

#3
Hallo Rainer
Dein Bild habe ich auch schon mal an anderer Stelle gesehen
und mich schon damals gefragt, was ist mit diesem Bild los.
Irgend etwas ist ungewöhnlich.
Hast du überschärft, keinen Refrektor für den Blitz verwendet, hat dein Objektiv viel CA?
Die Auflösung ist nicht schlecht, aber das Bild, die Details machen einen
sehr unruhigen Eindruck. Einzelne Pixelgruppen sind zu hell, am Anschlag, ausgefressen.
Betrachte die anderen Mohnsamen in diesem Forum
und du wirst verstehen, was ich meine.
Um einen natürlicheren Eindruck zu erhalten sollte das Licht
viel diffuser sein!

Folgenden Satz habe ich schon öfter gelesen, dem Sinn nach:
"die Beleuchtung war dieses Mal so angebracht, dass sich die Lichtverhältnisse für das Objekt nicht ändern"
Wo hast du das her?
Meine Stacks sind von 1:1 bis etwa 60:1.
Bis jetzt habe ich in den letzen 5 Jahren etwa 2000 Stacks gemacht und mich noch NIE um dieses
"Problem" kümmern müssen.

Gut Stack

Kurt


Rawfoto

Hallo Kurt

Was damit gemeint ist kann ich nachvollziehen:

1.) um su kuerzer die Distanz zwischen der Lichtquelle und dem Objekt ist desto groesser wirken sich Hoehenverschiebungen des Objektes auf die entstehenden Schatten aus. ==> Abhilfe bringt a) den Abstand der Lichquelle zu vergroessern b) die Lichtquelle zu vergroessern und c) die lichtquellen mitzubewegen

2.) um so punktfoermiger die Lichtquelle ist ... (siehe oben) ==> man verliert dabei den Hauptkegel der Lichtquelle ...

Da Du - und nicht nur Du - die Lichtquelle mittels translizentem Objekt stark vergroesserst (Tischtennisball, Zahnbecher, Klebstoffflaschenteil, ...) wirkt auf das Objekt die Halbkugel mit ihren Reflexionen und das Problem wird deutlich gemindert ...

Wuerden wir die eigentlich Lichtquelle und deren direkten Licht verwenden haetten wir das Problem auch. Das ist 1:1 wie im richtigen Studio, nur kleiner ...

Liebe Gruesse nach CH

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

schuppi

#5
Hallo zusammen,

nett, danke erst einmal für die Rückmeldungen!

Zu den Aufnahmen selbst: Sie wurden am Mikroskop mit einem 10* Okular und Imaging Source Kamera erstellt.

Ja, ich beleuchte das Objekt direkt mit einer angebrachten LED. Der erste Versuch war so, dass die Lampe am Mikroskop-Tisch befestigt war, wobei sich dann beim Verschieben des Tisches in die z-Achse die Quelle mitbewegt hat. Beim zweiten Versuch war die Lampe oberhalb des Tubusses befestigt, so dass immer der gleiche Lichteinfall vorhanden war.

Beim ersten Beispiel erkennt man vielleicht auch in einigen Ausbuchtungen des Korns größere, etwas störende Flecken, die von der Bewegung der Lichtquelle herrühren *könnten*.

Hier mal der vorerst letzte Versuch, diesmal ist die Beleuchtung indirekt mittels eines TT-Balles, der von außen angestrahlt wird. Zur Rechten sieht mal leider einen Hotspot. Ich bitte hier auch um die fachkundigen Kommentare der Forumsmitglieder!



Viele Grüße
Rainer
DFK 72AUC02 an
- Motic BA310 Trino LED
- Motic SMZ-168 Trino LED
Web-Site: http://www.mikroskopie-bilder.de

Heribert Cypionka

Lieber Rainer,

vielleicht noch ein Tipp: Stacken Sie einmal mit 'Minimum contrast' = 0. Dann sollten die strukturlosen (= gemittelten) Bereiche eigentlich besser aussehen...

Besten Gruß

Heribert Cypionka

Kurt Wirz

#7
Hallo Gerhard
Da hast du Recht!
Ich versuche immer so diffus wie möglich zu beleuchten,
den höheren Kontrast mache ich bei Bedarf mit der Bildbearbeitung!

Hallo Herr Cypionka
So ist es!
Die besten Stacks erhält man, wenn man in RAW Fotografiert,
den Kontrast NIE erhöht, sondern eher die Lebendigkeit der Farben.

Gut Stack

Kurt

rheinweib

Zitat von: Kurt Wirz in Juli 07, 2012, 19:09:15 NACHMITTAGS
Die besten Stacks erhält man, wenn man in RAW Fotografiert,
den Kontrast NIE erhöht, sondern eher die Lebendigkeit der Farben.

Hallo Kurt,
das hab ich heute versucht, Picolay kann RAW aber nicht verarbeiten, oder ich mach was falsch.

Gruss
Heike

koestlfr

Hallo Heike!

Ja, das ist bei Picolay so, wenn´es könnte, dann sicher das PEF nicht! :-))

Ciao Heike und "jib Jas"

Franz
Liebe Grüße
Franz

Heribert Cypionka

Sorry, lieber Rainer,

jetzt muss ich mich doch noch einmal melden - obwohl es nicht mehr um den Klatschmohn geht.

Aber um PICOLAY und RAW-Dateien!

Also, PICOLAY kann DNG-Dateien lesen, das vom Hersteller unabhängige RAW-Format, außerdem die Formate CR2 (Canon) und NEF (Nikon), falls man die entsprechenden Codecs installiert  hat.

Frage: Braucht man RAW-Dateien zum Stacken?
Antwort: RAW ist sicher das richtige Speicherformat für spezielle Fälle, auch wenn es sehr viel Speicherplatz benötigt und die Bearbeitung verlangsamt. Zum Stacken braucht man es sicher nicht. Während des Stackvorgangs werden alle Bilder verkleinert und gemittelt. Man mache sich bitte klar: Eine Farbänderung um 1/255 eines der RGB-Kanäle, die kleinste Abstufung beim 24 Bit-Format (Rot, Grün und Blau jeweils acht Bit, insgesamt 255^3 = 16,6 Millionen Farben) sieht man mit dem bloßen Auge nicht mehr. Alle Stackingprogramme verkleinern die Bilder oder verwenden nur Teilmengen der Pixel für die Analyse. Dabei gehen feinste Abstufungen verloren. PICOLAY und wahrscheinlich die Konkurrenzprogramme auch wandeln sogar für die Analyse alle Farbwerte in Graustufen um (wobei R, G, und B unterschiedlich gewichtet werden). Es wird auch nicht der Kontrast erhöht, sondern benachbarte Pixel werden sogar gemittelt, um das Rauschen zu unterdrücken.

Hier habe ich einmal diese Mittelung deaktiviert, um zeigen zu können, was sie bewirkt:


Wenn nun das Endergebnis produziert wird, werden natürlich wieder die Originale herangezogen. Aber auch hier werden Anteile verschiedener Bilder gemixt. PICOLAY ist das einzige mir bekannte Programm, das man zwingen kann, jeweils nur das schärfste Orignal-Pixel für das Ergebnis zu verwenden (dazu Minimum contrast und Weighted average = 0 und autoenhance off setzen).


Jetzt noch eine Erklärung zu der Funktion von Minimum contrast: Setzt man den Wert > 0, wird nicht der Kontrast erhöht, sondern Bereiche, die den Wert nicht erreichen, werden gemittelt.  Das verringert das Rauschen, kann helfen, Strukturen freizustellen, kann aber auch schwach ausgeprägte Strukturen weglöschen.

Auch hierzu noch die Demo:


Für die Härchen ist der Minimum-Kontrast sicher hilfreich, aber im Inneren löscht er Strukturen... 

Sorry noch einmal, und allen ein gutes Wochenende!

Heribert Cypionka

koestlfr

Hallo Herr Cipionka!

Danke für die Erläuterungen!

Sie haben aber schon das ":-))" daneben gesehen - das war ein Scherz unter Pentax-Besitzern!

Spaß beiseite, ich fotografiere prinzipiell alles im RAW-Format (bei Pentax PEF) und wandele dann gezielt um.

Liebe Grüße & schönes Wochenende

Franz
Liebe Grüße
Franz

Kurt Wirz

Hallo
Wenn ich diffus schreibe,
dann meine ich das so,
wie unten auf dem Bild.
Mohnsamen mit 20x Objektiv.
Ich verwende Styropor Becher,
deren Innenfläche nicht glänzend ist.
Der Becher ist rund herum um das Objekt
und bewusst nicht zentrisch,
damit sich eine leichte "Schattenbildung"
ergibt.



Gut Licht

Kurt

Lothar Gutjahr

Grüß dich Kurt,

Neugierige Frage: was ist das für eine Mohnsorte die du da zeigst ? Vielleicht ist der noch "grün" ? Mein Körnchen stammt aus dem Vorrat des Bäckers, was die so auf Semmeln streuen und das Tütchen habe ich schon einige Monate hier liegen.

Die feine Narbung in diesen Zellen kann man in dem weißen Material dann noch nicht erkennen.

Lienem Gruß

Lothar

Kurt Wirz

Hallo Lothar
Sieh dich mal hier um:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11897.0
Da waren deine Mohnsamen um einiges mehr strukturiert!

Gut Licht

Kurt