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Jansjö-Knechtfuss

Begonnen von rheinweib, Oktober 05, 2012, 15:27:14 NACHMITTAGS

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rheinweib

Hallo zusammen,
heut hab ich 2 Jansjö-Lampen geliefert gekommen und sofort angetestet.
Weberknechtfuss 45x mit Nasentropfenfläschchendiffusor, 45x Projektiv und Lomo-Apo 10x.
Mehr wird die verwendete Optik wohl nicht hergeben, aber kein Vergleich zu meinen
Lomo-Versuchen, oder?





Gruss
Heike

Herne

Hallo Heike,
DAS sieht ja schon ganz prima aus. Der Rest ist Beleuchtungstechnik.
45-fach Projektiv?  Das scheint mir ein wenig stark. Ist das nicht doch eher ein 4,5er?
Und : Wie sieht ein Nasentropfenfläschchendiffusor aus?   :D

m.f.G.
Herbert
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
G. Chr. Lichtenberg

rheinweib

#2
Hallo Herbert,
upps, vertippt, natürlich ist es ein 4,5x Projektiv.

so sieht ein Nasentropfenfläschchendiffusor aus  ;D



passt wie angegossen


Frage: ich hab eben mal, für Spass das 12x Okular aufs 10xApo gesetzt und hatte eigentlich eine höhere
Vergrößerung erwartet (10x12=120x), aber stattdessen war die Vergrößerung kleiner als mit dem 4,5x Projektiv....
kann mir das jemand erklären?
Wohlmöglich hab ich eine viel höhere Vergrößerung mit dem 4,5x Projektiv, als ich dachte, oder? Kann das sein?

Gruss
Heike

Johannes Kropiunig

Hallo Heike,

vielleicht ist das 12x Okular in Wirklichkeit nur ein 1,2x Okular  ???

Viele Grüße,
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Lothar Gutjahr

Liebe Heike,

ja das sieht anders aus. Nur was mich jetzt interessieren würde, ist das Stackingergebnis schon so oder ist das mit Bildbearbeitung zwangsgeschönt ?

Das ist das erste mal, das ich an so einem Krabblerbein "tannennadelähnlichen" Bewuchs sehe. Sei doch so lieb und poste mal eine unbearbeitete  Einzelaufnahme aus dem aufgenommenen Stapel, wo ein Teilbereich dieser Haare scharf ist.

Wenn die dort schon so flach aussehen, kann ich mir nur eine ungünstige Wechselwirkung mit der Beleuchtung und Interferrenzen daraus vorstellen. Es ist natürlich schon zu erwarten, daß mit kleiner werdenden Objekten neue Schwierigkeiten in der Abbildungstreue auftauchen. Nur darf es doch auch nicht sein, daß solche "Kleinigkeiten" per Software geschönt werden und so ganz falsche Vorstellungen entstehen, oder ? Nimm das bitte als positive Kritik und nicht als Ausbruch von Schadensfreude eines geschmähten und somit fachlich nicht anerkannten Mikroskopbastlers. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich den "Lichtdom" größer machen, wenn es am Licht liegt.

Liebe Grüße aus dem fast hochsommerlichen BGL

Lothar

rheinweib

Zitat von: Kropiunig Johannes in Oktober 05, 2012, 16:29:57 NACHMITTAGS
vielleicht ist das 12x Okular in Wirklichkeit nur ein 1,2x Okular  ???

Hallo Johannes,
nee nee, das ist schon ein 12x, ich habs auch mit dem 10x Okular ausprobiert, da müsste es ja dann 100x sein,
der Effekt ist der selbe, wie beim 12x. Auch da ist die Vergrößerung kleiner als mit dem 4,5x Projektiv  ??? ratlos....

am Licht muss ich noch basteln, hab die Lampen ja erst seit heut Mittag.
Das Bild ist "zwangsgeschönt" (was für ein Wort!)
Sorry, aber der Stapel ist schon Geschichte, meine SD-Karte ist nicht die allergrößte, ich brauch Platz für
neue Gemeinheiten  ;D
Habs eben mal mit dem 20x Objektiv versucht, mal sehen, obs vorzeigbar ist.

Gruss
Heike

Klaus Henkel

Zitat von: rheinweib in Oktober 05, 2012, 16:37:01 NACHMITTAGS

nee nee, das ist schon ein 12x, ich habs auch mit dem 10x Okular ausprobiert, da müsste es ja dann 100x sein,
der Effekt ist der selbe, wie beim 12x. Auch da ist die Vergrößerung kleiner als mit dem 4,5x Projektiv  ??? ratlos....


Hallo Heike!

Ein 10faches Okular wirkt wie ein 5faches Projektiv, ein 20faches wie ein 10faches usw.

Möglicherweise liegt hier (ein Teil) des Rätsels Lösung. Näheres dazu steht in der Mikrofibel unter Kapitel 4.4.2.3  Anpassung von Mikroskop und Kamera, Unterkapitel (2.2.4).

Gruß
KH

Rawfoto

Hallo Heike,

Also ich muss bei meinen Projektiven den Tubusfaktor mit in die Berechnung einbeziehen und davon nimmt die Kamera abhaengig vom Cropfaktor einen unterschiedlichen Ausschnitt der verfuegbaren Bilddaten auf ...

Liebe Gruesse

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

rheinweib

Ja wat denn nu?
Hab ich jetzt mit dem Projektiv (4,5x) und dem 10er Objektiv nun eine 45fache oder eine 90fache
Vergrößerung  ??? Ooooooder wie????

ratloser Gruss
Heike

Klaus Henkel

Zitat von: rheinweib in Oktober 05, 2012, 22:06:07 NACHMITTAGS
Ja wat denn nu?
Hab ich jetzt mit dem Projektiv (4,5x) und dem 10er Objektiv nun eine 45fache oder eine 90fache
Vergrößerung  ??? Ooooooder wie????


Hallo Heike!

Wenn es wirklich ein Projektiv ist, sollte es korrekt mit "4,5:1", aber nicht mit "4,5 x", gekennzeichnet sein, denn ein Proj. hat keine "Vergrößerung" wie ein Okular, sondern liefert einen Abbildungsmaßstab von 4,5:1, wenn sich die Bildebene (Chip-Oberfläche z. B.) im korrekten Abstand von 125 mm oberhalb der Austrittspupille des Mikroskops befindet.
Dann ist seine Wirkung gleich der eines 9fachen Okulars, erzeugt also eine Abbildung in der Bildebne von 90:1 mit einem Objektiv mit Abb.maßstab 10:1.

Diese Überlegung stimmt aber nur dann, wenn der Prismentubus den Vergrößerungsfaktor 1,0 hat. Hat er einen höheren, so muß die "90" noch damit multiplizert werden.
Weitere Voraussetzung: Die mechan. Tubuslänge muß eingehalten sein. D. h. die Objektive müssen für die mech. Tubuslänge des Mikroskops berechnet sein.
Und der Fotograf muß "rechtsichtig sein". Ist der Fotograf Brillenträger, so muß mit der Fernbrille fokussiert werden, keinesfalls mit der Lesebrille.

Sind die Bedingungen nicht alle eingehalten, dann gibts gewisse Abweichungen von der obigen Berechnung.

Einen schönen neuen Tag wünscht
KH


rheinweib

#10
Hallo Klaus,
also da steht drauf "PZO" oder Null....und 4,5x und das Ding hat keine Frontlinse wie bei Okularen.

Was ist das denn dann für ein Teil??

Durchgucken geht nicht.

Is das kompliziert....ich werds mal dabei belassen, wenns gut aussieht, dann passts (Fotografendenken)

Gruss
Heike

beamish

Zitat von: Klaus Henkel in Oktober 05, 2012, 23:54:37 NACHMITTAGS
Weitere Voraussetzung: Die mechan. Tubuslänge muß eingehalten sein. D. h. die Objektive müssen für die mech. Tubuslänge des Mikroskops berechnet sein.
Und der Fotograf muß "rechtsichtig sein". Ist der Fotograf Brillenträger, so muß mit der Fernbrille fokussiert werden, keinesfalls mit der Lesebrille.

Lieber Herr Henkel,

plötzlich bin ich hellwach! Treffen die von Ihnen beschriebenen Bedingungen vielleicht auch auf das "bloße" Kalibrieren der Optik per Objektmikrometer zu? Muß hier auch auf die korrekte Brille geachtet werden? Wie groß könnten die Abweichungen sein? Ich z.B. bin kurzsichtig (ca. 2 Dioptrien, auf beiden Augen gleich) und benutze beim Mikroskopieren keine Brille. Natürlich sind meine Okulare dementsprechend eingestellt.

In gespannter Erwartung

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Lothar Gutjahr

Guten Morgen Martin,

deine Frage hat mich auch erst mal aufgeschreckt, weil ich ja bekanntlich nur ganz selten die richtigen Tubuslängen nutze. Nur mit ein wenig nachdenken dazu, wurde mir schnell klar, daß sich der Millimeter auf dem Glasscheibchen unbeeindruckt zeigt. ;D

Selbst wenn man dann damit mal mit und mal ohne Brille ein Okularmikrometer eicht, ist die Auswirkung bestenfalls so, daß dir der abgelesene Bereich, also das für dich sichtbare Abbild um winzige Nuancen größer oder kleiner erscheint. Mit anderthalbfacher Tubuslänge siehst du dann weniger Striche des Objekt-Mikrometers. Aber die abgelesenen 70µm bleiben 70µm, nehmen aber im gesehenen Bild mehr Platz ein, da stärker vergrößert.

Ich denke mal das KH dem nicht widersprechen wird; sonst muß ich echt überlegen, ob ich meine Mikroskopie überhaupt in den Umzug einbeziehe. ;D

Liebe Grüße aus dem herrlichen, heute wieder sonnigen BGL

Lothar

Kurt Wirz

#13
Hallo
Die Tubuslänge kann nur bedingt mit Erfolg verlängert werden.
Beim Luminar LupenObjektiv erhöht sich die Auflösung kontinuierlich,
jedoch bleibt sie massiv unter dem Wert, den man mit einem höher
vergrössernden Objektiv erreichen würde.
Dass die Auflösung zurückgeht habe ich bei Mikroskop Objektiven
fest gestellt.
Z.B. NIKON M Plan, 20/0.4 LWD, 210/0
Vergrösserungsfaktor / Auflösung: Zeiss Auflösungstest-Objekt 3000 in LP/mm
13 / 900
14 / 939
15 / 978
16 / 1017
17 / 1056
18 / 1094
19 / 1133
20 / 1172
21 / 1211
22 / 1250
23 / 1231
24 / 1213
25 / 1194
26 / 1175
27 / 1156
28 / 1138
29 / 1119
30 / 1100
Nicht alle Werte wurden gemessen, sondern z.T. errechnet.
Die Werte sind NICHT Standardisierte Werte, sondern nach eigenem Ermessen,
bei immer vergleichbarer Qualität ermittelt.


NIKON M Plan, 40/0.5 ELWD, 210/0
25 / 1600
30 / 1600
40 / 1600
45 / 1575
50 / 1550
55 / 1525
60 / 1500
Hier zeigt sich klar, dass eine Verlängerung des Tubus, nicht nur
eine leere Vergrösserung bringt, sondern die Auflösung sinkt.

Die Messungen erfolgten OHNE Zwischenlinse.

Gut Licht

Kurt

Klaus Henkel

Zitat von: Kurt Wirz in Oktober 06, 2012, 11:15:14 VORMITTAG

Die Tubuslänge kann nur bedingt mit Erfolg verlängert werden.
Beim Luminar LupenObjektiv erhöht sich die Auflösung kontinuierlich,
jedoch bleibt sie massiv unter dem Wert, den man mit einem höher
vergrössernden Objektiv erreichen würde.
Dass die Auflösung zurückgeht habe ich bei Mikroskop Objektiven
fest gestellt.
Z.B. NIKON M Plan, 20/0.4 LWD, 210/0
Vergrösserungsfaktor / Auflösung: Zeiss Auflösungstest-Objekt 3000 in LP/mm
[...]
Hier zeigt sich klar, dass eine Verlängerung des Tubus, nicht nur
eine leere Vergrösserung bringt, sondern die Auflösung sinkt.


Hallo Herr Wirtz!

Jede Verlängerung des Kameraauszugs vermindert die Apertur bzw. in Fototerminilogie die wirksame Blende. Die Lichtstärke eines Objektivs wird ja ausgedrückt mit dem Verhältnis Brennweite:Durchmesser der Eintrittspupille. Durch Verlängerung des Auszugs mit Balgengerät oder Zwischenringen entfernt man das Objektiv weiter von der Bildebene weg, die Bildebene "sieht" die Eintrittspupille optisch kleiner, obwohl sie mechanisch gleich bleibt. d. h. die Lichtstärke sinkt und damit das Auflösungsvermögen.

Dieser Zusammenhang ist durch die Verwendung automatisch belichtender Kameras mit hoher Lichtempfindlichkeit des Chips ein wenig verloren gegangen. Vor einem Jahrzehnt noch gehörte die Entscheidung des Makrofotografen Größere Abbildung oder schärferes Bild zum täglichen Kampf um die Bildqualität.

Bei Lupenobjektiven wird dieser Effekt deshalb erst bei recht langen Kameraauszügen wahrgenommen, weil sie ihr Auflösungsoptimum bzw. -maximum sowieso erst bei längeren Auszügen erreichen, denn sie sind ja seinerzeit für Balgenkameras mit Bildformaten bis zu 18 x 24 cm optimiert worden.

Luminarische Grüße!
KH