Frage: Projektiv und Faktor

Begonnen von RalfAusDrols, Dezember 14, 2012, 09:41:17 VORMITTAG

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RalfAusDrols

Hallo zusammen,

um die Qualität meiner Fotos zu verbessern, da ich noch nicht damit zu frieden bin eh ich sie hier zeige,
beabsichtige ich mir ein Projektiv zu zulegen.

Meine Frage damit ich nichts falssches Kaufe.
Benutze als Okular in den meisten Fällen ein 10x, passend dazu sollte wohl ein MF Projektiv 10:1 sein.
Oder liege ich da falsch? In der Bucht werden MF Projektiv K 6,3:1, MF Projektiv K 8:1 und weitere
angeboten, aber nur selten MF Projektiv 10:1.

Welche Vor- oder Nachteile haben die gegen über einem 10:1? Bildausschnitt, Qualität usw.?
Und in welcher Preisklasse sollte man suchen? Oder andersm wo rauf ist noch zu achten.

Will nicht die DSLR anschließen, sondern eine Canon A520 mit F-Adapter.

In der Suche hier habe ich nicht so wirklich eine Antwort gefunden.   :'(

Gruss
Ralf

reblaus

Hallo Ralf -

bitte gib eine Kurzbeschreibung deines Mikroskopsystems! Was hast du bisher?

Gruß

Rolf

Klaus Henkel

Zitat von: RalfAusDrols in Dezember 14, 2012, 09:41:17 VORMITTAG

Benutze als Okular in den meisten Fällen ein 10x, passend dazu sollte wohl ein MF Projektiv 10:1 sein.
Oder liege ich da falsch? In der Bucht werden MF Projektiv K 6,3:1, MF Projektiv K 8:1 und weitere
angeboten, aber nur selten MF Projektiv 10:1.

Welche Vor- oder Nachteile haben die gegen über einem 10:1? Bildausschnitt, Qualität usw.?
Und in welcher Preisklasse sollte man suchen? Oder andersm wo rauf ist noch zu achten.


Hallo Ralf aus Drols!

1. Ein Projektiv 5:1 wirkt genau so wie ein 10x-Okular usw. Am besten lesen Sie das in der Mikrofibel nach.

2. "Preisklassen" bei Projektiven gibt es nicht, weil seit etwa 30 Jahren keine mehr hergestellt werden. Auch davor war der Markt eng, ich kann mich nur an VEB Zeiss-Jena erinnern, PZO Warschau und Olympus Tokyo. Andere Hersteller haben seit etwa 60 Jahren keine mehr hergestellt.

3. Möglicherweise liegt Ihr Problem ganz woanders. Deshalb wäre es zweckmäßig, wenn Sie hier doch zwei, drei Fotos zeigen würden und dazu angeben, wo Sie darin die unzureichende Qualität sehen. Geben Sie bitte die genauen Bezeichnungen für Ihr Mikroskop, die Objektive und Okulare an und zeigen Sie den gesamten Aufbau, also Mik., Tubus, Kamera im Foto. Sonst wird das alles nur Kaffeesatzleserei und zieht sich meilenweit in die Länge.

MfG
KH

RalfAusDrols

Hallo Rolf,

das wohl Allseits bekannte:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9845.0

Kamera: Canon A520

=> Gewindeaufsatz für 52mm
http://www.ebay.de/itm/250924086540?ssPageName=STRK:MEWNX:IT&_trksid=p3984.m1439.l2649


=> F-Adapter
http://www.ebay.de/itm/400290297859?ssPageName=STRK:MEWNX:IT&_trksid=p3984.m1439.l2649


=> WF 10x (Leider ohne Firmen Angabe)

Der Anschluss ohne Okular der DLSR ist selbst entwickelt und auch OK. Nur soll die A520 die DLSR entlasten.

Gruss
Ralf

Klaus Henkel

OK. Können Sie das im zusammengebauten Zustand fotopgrafieren? Dann kann man beurteilen, ob im Aufbau eine Schwäche liegt.
KH

RalfAusDrols

Hallo,

hier die gewünschten Bilder:



Meine Anmerkung: irgendwie verschwommen oder ist es meine Brille?   ;)



Meine Anmerkung: links soweit OK, rechts nah ja. Obwohl der Schnitt OK zu sein scheint.



Hier noch der Geräteaufbau. Nicht durch den Klebestreifen iritieren lassen,
das ist nur eine Markierung für die DSLR Adaption.

Gruss
Ralf

reblaus

Hallo Ralf -

der Schnitt ist zum Test schlecht geeignet, da zu (ungleich) dick. Es wäre auch noch interessant zu wissen, welchen Ausschnitt aus dem Gesichtsfeld deiner Bino-Okulare das ausmacht. Weitere Frage - ist das Bild parfokal mit dem Bino?

Trotzdem lässt sich erkennen:

a) eine starke Bildfeldkrümmung - könnte vom Objektiv (Achromat?) herrühren, aber auch andere Ursache haben (welcher Okulartyp?). Lässt sich der Rand fokussieren?

b) eine generelle Schieflage

Von der Leistung eines Projektivs, das aus einem anderen System stammt, dürftest du wohl enttäuscht werden, mit K.H. vermute ich, dass zunächst nach anderen Ursachen gesucht werden sollte

Gruß

Rolf

Jürg Braun

Guten Tag

Bei meiner Nikon 5000 darf ich nicht zoomen, sonst werden die Ränder unscharf. Wie sieht es bei der Olympus aus? Wurde gezoomt?

Gruss

Jürg

RalfAusDrols

Hallo Rolf,

Danke für die Hinweise, muss also am ganzen Workflow noch arbeiten (es kommt ja Weihnachten, Gott lob.)

Hallo Jürg,

gezoom wurde nur soweit, das der Bildausschnitt ganz im Sensor zu sehen ist. Es wurde nicht zusaätzlich in das
Bild hinein gezoomt.

Gruss
Ralf

Detlef Kramer

Hallo Ralf,

mal ganz grundsätzlich: ein Projektiv benötigst Du für die Adaption der Kompakten nicht, sondern ein, zu dem Mikroskop passendes Okular. Denn die Kamera mit dem eingebauten Objektiv arbeitet optisch ganz genau, wie das Auge, d. h. das Bild des Okulars liegt im Unendlichen. Du hast dann nur das Problem der Parfokalität. Diese erreichst Du, indem Du eine Fokusserie mit der Kamera und einem GEEIGNETEN Objekt machst. Wenn Du die optimale Einstellung des Feintriebs gefunden hast, stellst Du die Okulare so ein (Dioptrien-Ausgleich), dass das Bild durch diese ebenfalls scharf ist. Dies geht, wie ich gerade sehe nur an dem linken Stutzen. Damit wirst Du zunächst leben müssen.

Als geeignete Objekte empfehle ich Dir ein Objektmikrometer, einen sehr dünnen Mikrotomschnit mit zarten Kontrasten oder ein Diatomeenpräparat.

Viel Erfolg und herzliche Grüße,
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

RalfAusDrols

Hallo Detlef,

SUPER, genau so hatte ich mir eine Klärung gedacht, mit am Besten hat mit gefallen: "ein Projektiv
benötigst Du für die Adaption der Kompakten nicht". Ohne Flacks, das schont die Geldbörse und
wiederlegt einige Beschreibungen im Netz.

Also hier abschalten und das gelernte umsetzten. Hoffe auf gute Bilder für´s Forum.
Auf das Mikrometer hätte ich als Versuchsbild selber kommem können  :-\.

Gruss
Ralf

Klaus Henkel

Zitat von: reblaus in Dezember 14, 2012, 13:08:42 NACHMITTAGS
Hallo Ralf -

der Schnitt ist zum Test schlecht geeignet, da zu (ungleich) dick. Es wäre auch noch interessant zu wissen, welchen Ausschnitt aus dem Gesichtsfeld deiner Bino-Okulare das ausmacht. Weitere Frage - ist das Bild parfokal mit dem Bino?

Ja; zu dick (und deshalb auch) überfärbt.

Trotzdem lässt sich erkennen:

a) eine starke Bildfeldkrümmung - könnte vom Objektiv (Achromat?) herrühren, aber auch andere Ursache haben (welcher Okulartyp?). Lässt sich der Rand fokussieren?

Ja; eine Eigenschaft der älteren Will-Objektive, besonders 10er und 40er. (Habe ich das überhaupt richtig verstanden: Das Mikroskop ist ein Will V 265, nicht das ebenfalls abgebildete Reichert? Wenn Reichert, dann müßten wir die optische Kompatibilität überprüfen. Dazu brauchen wir die genauen (!) Angaben, die auf den Objektiven stehen - Nur im Falle Reichert, weil Reichert mit dem abgebildeten Biovar seit den siebziger Jahren aauch Unendlich-Objektive geliefert hat.)

b) eine generelle Schieflage

Von der Leistung eines Projektivs, das aus einem anderen System stammt, dürftest du wohl enttäuscht werden, mit K.H. vermute ich, dass zunächst nach anderen Ursachen gesucht werden sollte

Gruß
Rolf

Wird spannend.
Gruß KH

RalfAusDrols

Hallo Rolf,

ups und ich dachte der zweite Schnitt wäre mir schon ganz gut gelungen.

Also das Mikroskop ist das abgebildete: Reichert Biovar.
Also Objektiv ist ein Reichert Nr. 487192, S Pl 10/0,25, 160/-  eingeschraubt.
Okular: wie o. geschrieben WF 10x ohne sonstige Angaben.

Hoffe das hilft weiter.

Gruss
Ralf

Rolf-Dieter Müller

Hallo Ralf,

dann will ich mich auch mal in die Tippgeber mit einreihen.

Ich habe fast den Verdacht, das Du die Übereinstimmung von Austrittspupille zu Eintrittspupille nicht erwischt hast.

Wie Du das feststellen kannst, ist hier beschrieben: http://www.juelich-bonn.com/jForum/read.php?11,205038 , die erfolgreiche Einstellung ist zwingend.

Den Focus auf Manuell und Undendlich einzustellen hast Du sicherlich schon berücksichtigt.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter

RalfAusDrols

Hallo Raolf-Dieter,

Danke für den Link, nein den kannte ich noch nicht, war aber sehr Hilfreich.

Anbei ein neues Foto in dem ich alle Tipps versucht habe umzusatzen:




Entstanden:

Objekt: Stänger einer Helleborus
Färbung: W3Asim I, da muss ich noch mal dran wie man sieht.
Eindeckung: Euparal
Kamera: Canon A520, F5.6, 1/100sec, 16mm

Danke für die Hilfe, werde weiter Testen und mich dann melden.

Gruss
Ralf