Autor Thema: Nikon D3 an Biomed Trinokulartubus  (Gelesen 1866 mal)

fraureuter

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Nikon D3 an Biomed Trinokulartubus
« am: März 07, 2009, 18:10:08 Nachmittag »
Hallo liebes Forum,
ich hätte gerne eure Meinung zu meiner theoretischen Adaption einer Nikon D3 an den frischerworbenen Trinokulartubus meines Leitz Biomed:
Zu dem Trino habe ich einen Zwischentubus von WILD erhalten, in das ich ein Okular vom Stereomikroskop meines Sohnes gesteckt habe, da der Zwischentubus eine Aufnahme für 30mm Okulare hat. Ich musste es also von 30,5 auf 30mm abdrehen lassen, das war gestern die schnellste Lösung. Der Junge liegt mit Fieber im Bett und ist noch ahnungslos.
Den Zwischentubus mit dem Okular kann ich im Trino verschieben und mittels Klemmschraube feststellen, wenn die Schärfe in allen drei Okularen gleich ist, was ich auch getan habe. Jetzt kann ich mit Kompaktkameras schon mal ganz flott Fotos machen, wenn ich deren Objektiv auf dem Okular direkt aufliegen lasse - ein großer Schritt für mich!
Das Okular meines Sohnes ist übrigens ein 10X Objektiv aus dem hintersten China, sollte aber für meine Tests ausreichen.
Als nächstes habe ich den Ramsdenschen Kreis ermittelt (Zigarettenpapier im Diarahmen), der etwa 10mm über der Okularkante liegt. Von hier aus sollte eine Entfernung von 125mm bis zum Kamerachip bestehen. Unter Berücksichtigung meines Bajonettadapters und der Tatsache, daß ich das zu ermittelnde "Rohr" großzügig über den Hund-Adapter schieben kann, wo er dann schön aufliegt, komme ich auf eine Gesamtlänge von 141mm. Vom Chip zur Austrittspupille sind es also 125mm und von dort zur Auflagekante des Hund-Adapters noch mal 64mm - macht zusammen 189mm. Minus Kameraauflagenmaß von 46,5mm und Bajonettadapter von 1,5mm ergibt sich das Maß für meinen Fototubus: 141mm Länge. Davon ragen etwa 8mm in den Bajonettadapter, was ich in der Rechnung durchaus berücksichtigt habe, deshalb rechnete ich oben für den Adapter nur 1,5mm.
Habe ich bis hierhin alles richtig gemacht? Ein Testbild mit einer gekürzten Küchenrolle  ergab ein fast brauchbares Foto.
Nun ist das Okular wirklich nicht so toll, darum dachte ich daran, es durch ein Periplan zu ersetzen. Meine beiden Betrachtungsokulare sind 10x Periplane - das Okular im Fototubus ist ebenfalls 10x und deutlich zu "groß", d.h. ich erhalte nur einen dürftigen Bildausschnitt. Ich würde also ein Periplan GW 6,3 oder GW 6,3 M benutzen wollen, um den Ausschnitt zu vergrößern. Ist auch das richtig gedacht? Ich befürchte natürlich, daß sich bei einem anderen Okular die Austrittspupille verschiebt, aber die Rechnung ließe sich ja - falls ich hier keinen Bock geschossen haben - schnell transponieren.
Ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt - und verharre in aufgeregter Erwartung.
Gruß + Danke für eure Antworten
Martin

« Letzte Änderung: März 08, 2009, 13:37:34 Nachmittag von fraureuter »