Salicin Kristalle im Pol

Begonnen von Klaus Herrmann, Februar 21, 2014, 11:19:53 VORMITTAG

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Klaus Herrmann

Hallo Poleriker,

beim Durchforsten eines Kastens mit alten Pol-Präparaten habe ich Salicin gefunden, das in schönen Rosetten kristallisiert. Salicin ist das Glucosid des Saligenins und wird aus Weidenrinde durch Extraktion mit heißem Wasser gewonnen. Schon im Altertum wurde der Extrakt der Weidenrinde als Antipyretikum verwendet. Bekannter ist die Salicylsäure, bzw deren Acetylderivat, das Bayer unter anderem in Form von "Aspirin" gute Gewinne verschafft. Salix = die Weide ist der Namensgeber.

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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olaf.med

Hallo Klaus,

beim Betrachten sind auch spontan meine latenten Kopfschmerzen verschwunden. Danke für dieses schöne Therapeutikum!

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Klaus Herrmann

Vielen Dank lieber Olaf,

Zitatbeim Betrachten sind auch spontan meine latenten Kopfschmerzen verschwunden. Danke für dieses schöne Therapeutikum!

Hoffentlich werde ich von Bayer nicht abgemahnt, wenn jetzt die Verkaufszahlen von ASS zurückgehen, weil sich alle nur noch visuell therapieren! ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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the_playstation

Hallo Klaus.

Sehr schönes Bild. Ich habe eine Frage:
Auf dem Bild erkenne Ich eine feine Streifenstruktur quer zur Wachstumsrichtung.
Ähnlich wie bei quergestreiften Muskeln oder einem Schnitt eines Insektenauges im Bereich des Chitinpanzers der Augenelemente.
Gibt es dafür eine Ursache, ...?

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Klaus Herrmann

#4
Danke Jorrit,

dieses Kristallwachstum in Rosetten kann man immer wieder bei verschiedenen Substanzen beobachten. Es beginnt von einem nachher zentral sitzenden Keim. Und es bilden sich dann diese konzentrischen Ringe. Ich vermute, dass die Orientierung der einzelnen Kristalle sich offensichtlich nach einer kurzen Strecke ändert; und dadurch hat man eine andere Interferenzfarbe - das ist, als würde man das Objekt um ein paar Grad drehen.

Die Kristalle in der Mitte sind größer, weil die Schmelze am Beginn noch eine höhere Temperatur hatte und deshalb die Kristalle größer werden konnten. Dann nimmt die Abkühlungsgeschwindigkeit zu und kleinere Kristalle werden gebildet. Wenn man tempern würde mit definiert langsamem Temperaturabfall würde man durchgängig große Kristalle bekommen - so meine Hypothese.

Soweit meine Interpretation, Olaf kann das sicher präzise erklären. Hier noch ein Bild mit höherer Vergrößerung:

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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the_playstation

Danke Klaus.
In der Vergrößerung sieht man die quergestreiften Feinstrukturen im Aussenbereich noch genauer und besser. :)
Erinnert an Wasserwellen aus einem Flugzeug betrachtet.
Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Rawfoto

Hallo Klaus

Das erste Bild sieht toll aus, wunderbare Farben ...

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Klaus Herrmann

Hallo Gerhard,

ZitatDas erste Bild sieht toll aus, wunderbare Farben ...

danke! Das liegt am neuen Spielzeug: ein Orthoplan mit Großfeld - das erschlägt einem, so ein Riesen-Gesichtsfeld!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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olaf.med

Hallo Jorrit, Hallo Klaus,

warum immer ich ???

Tatsächlich ist die Beobachtung von Jorrit sehr gut und die Erklärung nicht trivial. Natürlich handelt es sich um ein gestörtes Wachstum und, soweit ich weiß sind die Kristalle in Wachstumsrichtung gedrillt, das heißt schraubenförmig gedreht. Daher kommt es immer abwechselnd zu Auslöschungsstellungen und Hellstellungen. Besonders schön sieht man diesen Effekt an der Hippursäure, die man hier auch schon bewundern konnte.

Mit herzlichen Grüßen,

Olaf
Gerne per Du!

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... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Heiko

Hallo Klaus,

hast Du die ,,Droge" selbst geköchelt? Ich frage, weil ich dereinst einmal eine ziemliche ,,Zuckerpampe" – vermute ich – aus einem Rindenextrakt (Fraxinus oder Aesculus) erhalten hatte ...

Zum Thema passend: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2666

Viele Grüße,
Heiko

Mila

Lieber Klaus,

ein wunderschönes Bild, aber bitte gestatte mir ein kleine Korrektur:

Zitat von: Klaus Herrmann in Februar 21, 2014, 11:19:53 VORMITTAG
Bekannter ist die Salicylsäure, bzw deren Acetylderivat, das Bayer unter anderem in Form von "Aspirin" gute Gewinne verschafft. Salix = die Weide ist der Namensgeber.

Aspirin ist nach dem Mädesüß = Spirblume benannt, Mädesüß enthält ebenfalls Salicylsäure.
Dazu kam das "A" von der Acetylierung, also A-Spir-in.

Viele Grüße
Mila
Chacun à son goût...

Klaus Herrmann

Hallo Heiko,

Zitatbeim Durchforsten eines Kastens mit alten Pol-Präparaten habe ich Salicin gefunden
Ich habe selbst gefunden nicht geköchelt! Ich bin zwar schon etwas älter, aber das Präparat sicher noch...  ;)

Liebe Mila, danke für dein Lob! Was du allerdings korrigieren willst ist mir nicht ganz ersichtlich? Ich behaupte, dass Salicylsäure bekannter ist als das Salicin. Und sicher noch bekannter ist das Aspirin als Acetylderivat der Salizylsäure, das von Bayer gefunden wurde. Der Namensgeber für Salicylsäure - und ich vermute auch stark für das Salicin - ist sicher Salix die Weide.

Für mich neu - und dafür herzlichen Dank - ist die Namensherkunft des Aspirins. Das gefällt mir! :)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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