Modulare DIY-Mikrokamera als Weihnachtsbastelei

Begonnen von mwinkler, Dezember 04, 2015, 21:48:40 NACHMITTAGS

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mwinkler

#15
@Hubert:

Ja, Du hast natürlich recht! d.h. Mit dem Rausziehen des Okulars könnte ich die Gesamt-Vergrößerung noch etwas "tunen", aber die schwarze Umrandung ("Umnachtung") wird mir erhalten bleiben.
Heute morgen ist mir das auch klar :-) Danke für den Hinweis.

LG

Matthias

mwinkler


Hmmm, wenn ich es mir nochmal anschaue: Ich bin mir nicht sicher, ob nicht auch Artefakte der jpg-Kompression vorliegen.

Auch wenn ich das Bild in S/W betrachte, dann habe ich immer das Gefühl das die "Kanten" überbetont sind.
So, als ob jemand einen Kanten-Algorithmus darauf angewendet hätte. Seht ihr das auch?



Lupus

Hallo Matthias,

der echte DIY-Bastler entfernt mit dem Cutter auch gleich die Linse der Kamera und setzt sie ohne Okular ans Mikroskop. Nachfokussieren und fertig. Kein runder Bildrand mehr zu sehen. Die fehlende Okularkompensation harmoniert mit der Sensorqualität  ;D

Hubert

LuckyWerner

Hallo Matthias,

von wegen betretenes Schweigen,  aber man muss am SA morgen ja erst mal zu sich kommen.

Wir planen seitens der Mikrogruppe Hamburg / Unterabteilung Mikropalaeontologie / im Mai eine Einfuehrung in die Fotographie der Mikrofossilien.

www.mikrohamburg.de

Frage> Waere es fuer Dich okay, wenn ich Deinen Beitrag inkl. Abbildungen und inkl © Vermerk, zum Einstieg verwende?
Das waere der "just do it" Einstieg zur Motivation.

Viele Gr[-e

Werner

P.S. Windows hat gerade die Tastatur auf US umgestellt / ohne Grund einfach so. I hate microsoft


Orthoplaner, der aber immer mehr mit dem Stemi fremdgeht

mwinkler

#19
Hoi Werner,

klar, kannst Du gerne verwenden. Ich hab' da keine Berührungsängste.

Ich glaube nur Hubert versucht mir gerade durch die Blume zu sagen, dass ich die vermeintliche "Kameraglas" in Schritt 2
nicht hätte entfernen sollen, weil es sich um die Linse handelte. Und während ich an meinen Telefon so aufs lila Silizium blicke beschleicht mich das
Gefühl dass er Recht haben könnte. Stellt sich dann nur die Frage weshalb es trotzdem so gut funktioniert?

Gibts dafür ne Software mit der man Strahlengänge und Linsen simulieren kann?

Vielleicht muss ich Schritt 2 also nochmal überarbeiten ... :-)

LG

Matthias

Oecoprotonucli

Hallo Matthias,

sicher eine gute Idee, die ich auch mal in meine Linkliste unter "Handykameras" aufnehmen werde.

Aber ein wenig habe ich zu mäkeln, angelehnt an Chris' Beitrag:

Zitat von: smashIt in Dezember 04, 2015, 23:09:44 NACHMITTAGS
ich hab garkein schmartfohn und medikamentendose  :D

Ich auch nicht. Und dass ein Phone von 2012 schon als "alt" bezeichnet wird, nun ja, das lasse ich mal unkommentiert.

Ein Medikamentendöschen oder ähnliches findet man sicher. Aber ich bezweifle sehr stark, dass man selbst ein "sooo altes"  ;) Smartphone (das ja sogar noch funktionieren muss) umsonst bekommt ("0 Euro"). Mir kommt da die Assoziation zu diesen Marketingmaschen mit dem kleinen Sternchen (hat man auch oft bei Handytarifen), wo man dann im Kleingedruckten, wenn man Glück hat und alles richtig interpretiert, die wahren Kosten erfährt.

Sorry, die Suppe schmeckt sicher gut, aber mich stört halt das Haar darin trotzdem.

Viele Grüße

Sebastian, der hinter dem Mond wohnt (aber laaaange mit seiner Akkuladung telefonieren kann...  ;) )
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Lupus

Hallo Matthias,

ich glaube nicht dass Du die Linse schon entfernt hast, sonst hättest Du kein scharfes Bild gehabt.  ;) Man kann zwar auch mit dem Okular das Bild direkt auf den nackten Sensor abbilden, dann müsste aber der Abstand Okular-Kamera viel größer sein. Du siehst doch, ob der rechteckige Sensor frei liegt!  ??? Diese Smartphoneobjektive haben oft tatsächlich eine Schutzabdeckung. Aber die muss man normalerweise ja auch nicht zur Adaption an das Mikroskop entfernen.

Rechenprogramme für Optik gibt es, aber was soll das hier?  ???
Das kannst Du im übrigen vergessen, die Smartphoneobjektive sind aus hochgradig aspärischen Linsen zusammengesetzt, ohne Insiderwissen lässt sich nichts damit berechnen.

Hubert

mwinkler

Hoi Sebastian,

ich bin halt als Informatiker und Nerd davon ausgegangen dass man ein heute Smartphone in der Tasche hat. Aber abgegriffene Smartphones gibts auch  günstig gebraucht...
Und ja, 2012 IST für eine Smartphone einfach uralt!

@Werner:

Ich weiss ja nicht welche Mikros ihr habt.
Ich hatte noch andere Mounts gebastelt für ein Bresser Schülermikro und für ein Olympus CX-31.

Für das Olympus hab ich zunächst den Abstand abgemessen und auf die Kalzium-Dose übertragen. Dann einen Kabelbinder auf der Höhe rumgezogen
und mit Sekundekleber fixiert. Jetzt kann man mit der Laubsäge bequem dem Kabelbinder als Führung "nachsägen"...  zum Schluss wird das Gummi des Olympus
Okulars entfernt und die Dose mit einer runde Tesa befestigt:


Für das Bresser hab' ich den Stutzen eine Getränkeflasche abgesägt und plan geschmiergelt. Dann den Ring etwas schräg ansägen. Damit
kann man es auf das Okular klemmen:


Oecoprotonucli

#23
Hallo Matthias,

Zitat von: mwinkler in Dezember 05, 2015, 14:44:38 NACHMITTAGS
ich bin halt als Informatiker und Nerd davon ausgegangen dass man ein heute Smartphone in der Tasche hat.

Du meinst: ZWEI Smartphones. Eines zur Benutzung, und eines, das man "übrig" hat. Oder?

Zitat von: mwinkler in Dezember 05, 2015, 14:44:38 NACHMITTAGS
Und ja, 2012 IST für eine Smartphone einfach uralt!

Ein weiterer Grund, mit der Anschaffung solch leicht verderblicher, aber leider nicht biologisch abbaubarer Güter abzuwarten.

Zitat von: mwinkler in Dezember 05, 2015, 14:44:38 NACHMITTAGS
Aber abgegriffene Smartphones gibts auch  günstig gebraucht...

Das ist schon klar. Falls ich mal Zeit habe, schaue ich mal, was das erwähnte (0-Euro-) Smartphone bei Ebay kosten würde...

Übrigens haben meine zwei alten Handys* auch schon Kameras... das Dritte noch nicht. Aber selbst das dient mir noch als Zweit-Wecker. Damals hatten die Nokias noch richtig schön durchdringende Töne! Und es piept auch ohne Sim-Karte.

Filmen kann man natürlich nicht mit den Kameras und auch die Bildqualität und Datenübertragung ist mir zu schlecht/umständlich. Da benutze ich dann doch lieber eine spezialisierte Lösung für > 0 Euro...

Viele Grüße

Sebastian

(* Seinerzeit natürlich ebenfalls schon gebraucht gekauft)
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Lupus

#24
Hallo,

wem die Bastelei von Matthias zu grazil ist kann es ja solider machen, z.B. aus Holzwerkstoff:





Das habe ich vor einiger Zeit auf die Schnelle für ein paar Jugendliche gemacht. Das Smartphone legt man einfach auf die Platte. Die Schrauben dienen zum Justieren für verschiedene Smartphones. Mit der Okulartubus-Klemmung kann man die Austrittspupillenlage des Okulars anpassen. Jedenfalls sind Smartphones ideal für brauchbare Mikroskopiefotos, wenn man nicht gerade im Fotowettbewerb antreten will.  :)

@Sebastian
Die Kritik am vermeintlich notwendigen Null-€-Smartphone verstehe ich nicht. Man kann jedes vorhandene schadlos nutzen. ??? Und wer keines hat muss das ja nicht kritisieren, mit dem Schicksal muss jeder selbst fertig werden.  ;D

Hubert

PS: Die Bauweise kann man übrigens auch gut mit Karton und Kleber ausführen, mit entsprechenden Verstärkungsrippen und -faltungen. Und die Okularauszug-Befestigung ganz einfach in Form eines angepassten Kartonrohres, das man direkt um den Auszug oder das Okular gewickelt verklebt.

Oecoprotonucli

#25
Hallo Hubert,

Zitat von: Lupus in Dezember 05, 2015, 16:11:12 NACHMITTAGS
@Sebastian
Die Kritik am vermeintlich notwendigen Null-€-Smartphone verstehe ich nicht. Man kann jedes vorhandene schadlos nutzen. ??? Und wer keines hat muss das ja nicht kritisieren, mit dem Schicksal muss jeder selbst fertig werden.  ;D

Kurz nebenbei: Ich werde damit sehr gut fertig, keine Sorge.

Aber darum geht es überhaupt nicht: Es geht um diese "Umsonst"-Lösungen. Ich nehme den Titel einfach wörtlich, das ist alles. Ich finde halt, dass manchmal ein wenig viel damit angegeben wird, wie billig und einfach man doch alles machen kann, jedoch diese Behauptungen bei näherer Betrachtung gar nicht stimmen. Und Werkzeug braucht man ja auch noch... Ein Metallteil mag z.B. auch recht billig sein, jedoch wenn man dann eine Drehbank und spezielle Gewindeschneider (am besten in Top-Qualität) braucht, relativiert sich das doch sehr. Das ist einfach etwas, was mir allgemein hier öfter mal auffällt (oder in irgendwelchen Zeitschriften, wo so etwas auf der Titelseite angepriesen wird, oder in Kochbüchern, wo man die Zutaten aber gar nicht so einfach bekommt etc., etc....)

Übrigens - Themensprung - denke ich, dass der Beitrag in den Technik-Teil gehört und nicht ins Foto-Forum (was Matthias aber wohl noch nicht wissen konnte).

Viele Grüße

Sebastian

P.S. und edit: Was den Lebenszyklus von Smartphones betrifft, kritisiere ich das aber sehr gerne. Ist einfach Verschwendung und Umweltverpestung, und meist unnötig, wenn man mal so schaut, was die Leute damit machen und ob sie das nicht auch anders machen könnten.
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Lupus

Hallo Sebastian,

das ist jetzt doch etwas sehr penibel definiert. Du würdest, wenn Du eine Flasche Wein geschenkt bekommst, anscheinend diese zurückweisen, weil das zum Trinken notwendige Glas nicht dabei war und folglich das Geschenk nicht kostenlos war?  ???  Man kann ja alles zerreden.   :(

Ich hätte jetzt gerne noch eine weitere "kostenlose" Alternative vorgestellt: Man braucht nur ein Holzbrettchen auf ein Fotostativ montieren, z.B. indem man dort ein knapp bemessenes Loch bohrt und es auf das Fotogewinde aufschraubt, dann das Smartphone mit Gummi darauf befestigt, ein weiteres Loch für die Kamera bohrt und das Ganze über dem Okular einjustiert. Hab ich schon ein paar mal praktiziert. Aber dazu braucht man ein Stativ, ein Holzbrettchen, einen Bohrer und einen Gummi. Also keine Bastelei für 0 € und damit ziehe ich diesen Vorschlag wieder zurück.  ;D

Hubert


Oecoprotonucli

Hallo Hubert,

Zitat von: Lupus in Dezember 05, 2015, 17:35:36 NACHMITTAGS
das ist jetzt doch etwas sehr penibel definiert. Du würdest, wenn Du eine Flasche Wein geschenkt bekommst, anscheinend diese zurückweisen, weil das zum Trinken notwendige Glas nicht dabei war und folglich das Geschenk nicht kostenlos war?  ???  Man kann ja alles zerreden.   :(

Nein, nein, ich brauche nicht mehr zu reden, weil ich denke, dass ich meinen Standpunkt jetzt eigentlich deutlich erklärt habe. Dein "Vergleich" zeigt zwar, dass es nicht jeder verstanden hat (oder vielmehr: verstehen will?), aber auch damit komme ich klar.

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

mwinkler

#28
@Sebastian: Ich finde es gut dass Du was zu mäkeln suchst! Ich wollte ja gerne Kritik haben, aber wenn der Titel des Posts Dein Hauptkritikpunkt ist...
Ich hab's nun für Dich geändert. Jetzt können wir unsere ganze Energie auf die Technik konzentrieren! Also?

@Hubert: Hast Du mal ein Foto von dem Stativ-Mount?
Ich hatte mir auch schon überlegt eine kleine Platte darunter zu packen. Die meisten Smartphonkameras sitzen ja nicht mittig und
mit einer Platte dazwischen könnte man Zugkräfte der Gummies gleichmäßiger verteilen.


Oecoprotonucli

Hallo Matthias,

Zitat von: mwinkler in Dezember 05, 2015, 18:00:59 NACHMITTAGS
@Sebastian: Ich finde es gut dass Du was zu mäkeln suchst! Ich wollte ja gerne Kritik haben, aber wenn der Titel des Posts Dein Hauptkritikpunkt ist...
Ich hab's nun für Dich geändert. Jetzt können wir unsere ganze Energie auf die Technik konzentrieren! Also?

keine Einwände, Euer Ehren, Danke. Aber muss ich nun womöglich meine Beiträge hier löschen?  :o

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)