Ringbandleuchte für 10 Euro

Begonnen von mwinkler, Dezember 05, 2015, 22:09:35 NACHMITTAGS

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mwinkler

Hi Guys,

heute ist auch meine LED-Leiste gekommen, welche ich bei ebay gekauft hatte.
http://www.ebay.de/itm/361020707779

Ich habe damit ein Seitenlicht gebaut, dass man nach Bedarf um eine Probe herumlegen kann.
Was meint ihr?

Zu den Kosten:
- die Lampe kostet mit Versand 9,99
- Setzt man die Vebrauchsmaterialen(Lot, etwas Lackdraht) mit 1 Cent an, ist es also eine 10 Euro Lösung.

1. Die neue LED-Leiste im Orginal. An 3 Knöpfen können allerlei Lauf- und Blinklichter Modi durchgeschaltet werden.
Darauf könnte ich gerne verzichten.


2. Aus einer alten Dose schneide ich einen 2cm-hohen Streifen



3. Das LED-Band ist in 6 Segmente a 5cm unterteilt. Die einzelnen LEDs haben einen Abstand von 1,66cm zueinander.
Ich halbiere das Band bei cm 15 und kontaktiere es mit Lackdraht neu. Ich achte dabei darauf, dass die obere LED-Leiste um einen halben LED-Abstand (0,8cm) versetzt wird, um
das Licht so "ambient" wie möglich hinzubekommen.


4. Das LED-Band hat auf der Rückseite einen Klebestreifen. Damit wird es in den aufgeschnittenen Dosenring geklebt.


5. Fertig: Das Band kann jetzt bei Bedarf um das Objekt eingefügt werden.


6. Ein Bild eines Stengels aus Schachtelhalmtee mit dem neuen Seitenlicht abgelichtet.


Insgesamt hat die Bastelei so funktioniert, wie ich mir das dachte, jedoch
könnte die Lichtausbeute wohl noch besser sein.

Evtl könnte ich ein kleines Netzteil direkt an den LED-Ring anschliessen und den nutzlosen Controller
umgehen. Ich geh' gleich mal nach einem Datenblatt für die LED-Leiste schauen. Vielleicht kann man
ja auch noch ein bisschen mehr Helligkeit rauskitzeln.

dumm di dumm....

Matthias

Oecoprotonucli

Hallo Matthias,

ein guter Tipp, denke ich. Kann man dann ja noch mit Jansjö u.a. kombinieren. Vielleicht hast Du auch eine Idee für ein diffuses Durchlicht, so eine Leuchtplatte (von unten, für Stereomikroskope)? Das könnte man ja vielleicht ebenfalls aus solchen Bändern und so etwas wie einem Joghurtbecher machen.

Außerdem würde mich interessieren, ob man mit einfachen Mitteln so etwas wie einen Lichtleiter basteln könnte, z.B. um wiederum das Licht einer Jansjö an/auf ein Objekt zu leiten, auch bei geringem Arbeitsabstand.

Besten Gruß

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Michael L.

Hallo Matthias,

sehr gute Idee werde ich mir auch mal basteln, danke für den Hinweis.

Gruß

Michael

Hugo Halfmann

Hallo Sebastian,

ZitatVielleicht hast Du auch eine Idee für ein diffuses Durchlicht, so eine Leuchtplatte (von unten, für Stereomikroskope)? Das könnte man ja vielleicht ebenfalls aus solchen Bändern und so etwas wie einem Joghurtbecher machen.

Ich hatte sowas mal im Einsatz:
http://www.leds24.com/dimmbare-LED-Einbauleuchte-diffus-flach-warmweiss

Günstiger ging ´s mit Mattscheibe und diesen Clustern:
http://www.leds24.com/80mm-12V-LED-Modul-Cluster-rund-42-x-StrawHat-LEDs-120-gelb
aber die gibt es wohl nicht mehr in weiss. Evtl. lohnt eine Anfrage.

Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Oecoprotonucli

Hallo Hugo,

Danke für die Tipps.

Ich habe ja jetzt ein Labornetzteil. Ich dachte, dass ich damit vielleicht noch so manch unterschiedliches Ding, z.B. weitere LEDs, betreiben könnte.

Obwohl ja das "richtige" Dimmen einer LED nur mit einer Konstanstromquelle geht. Ob es da auch welche gibt, die man für eine ganze Bandbreite von LEDs einsetzen kann, oder ob man für fast jede LED ein passendes Netzteil kaufen muss, weiß ich nicht.

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

mwinkler

Hi Guys,

Also, ich plane schon Version 2:

Als Controller für die Helligkeit wollte ich das nehmen. Ich frage mich übrigens
wie so ein Preis möglich ist. Inklusive Versand! Witzig finde ich dann auch die Bewertungen dazu, wie
"Will Artikel nicht umtauschen". Ich nehme an bei dem Preis schicken die sicher einen
Servicetechniker aus China, der beim Kunden vor Ort die Sache repariert. Binnen 24 Stunden ...

Anyway, von der Spec her passt es:



Als LEDs wollte ich die Ledxon 9009058 nehmen mit 1440 lumen pro Meter.
Der LED-Abstand ist nur 4,1mm. Ich wollte damit einen 15cm Kreis bilden.
Jetzt frage ich mich aber gerade, ob ich so einen engen Kreis noch hinbekommen, wenn die Bauteile
so eng sitzen. Hmm.. die 9009325 haben 8mm Abstand.


Ledxon hat auch LED-Streifen in Doppelreihe =======, die finde ich auch ganz interessant.
Dann gibt es auch noch mit 9009333 mit abklapparen LEDs, die könnte man auf einen Spot
ausrichten. Hier das Programm:
http://www.ledxon.de/pdf/katalog/ledxon_Modulperformance_2014.pdf


Das sollte als Netzteil dicke reichen, ist bis 15Watt angegeben. Ich werde so maximal 3 brauchen:


Was meint Ihr?

Hugo Halfmann

Hallo Sebastian,

ZitatIch habe ja jetzt ein Labornetzteil. Ich dachte, dass ich damit vielleicht noch so manch unterschiedliches Ding, z.B. weitere LEDs, betreiben könnte.

Kannst Du! Du brauchst nur einen passenden Vorwiderstand, den Du leicht hier ausrechnen lassen kannst:
http://www.leds.de/Widerstandsrechner/
oder hier:
http://www.led-rechner.de/
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Werner

Hallo Sebastian!

Lichtleitkabel:
Suche mal bei den großen Elektronikversendern nach "Lichtleitkabel Meterware", da gibt es genügend. Plastikkabel kann man mit dem Messer schneiden und bündeln. Querschnittänderungen z.B. rund-flach sind auch möglich.
Einkoppeln des Lichts der Jansjö über eine zusätzliche langbrennweitige Linse/Optik. Die Apertur am Eingang der Fasern erscheint unverändert am Ausgang.

Gruß   -   Werner


Lupus

Hallo,

Zitat... Einkoppeln des Lichts der Jansjö über eine zusätzliche langbrennweitige Linse/Optik....
nein, eher eine kurzbrennweitige Linse - d.h. mit relativ großem Öffnungs/Brennweitenverhältnis. Die billigen Fasern haben meist eine numerische Apertur von 0.5, also 60° Lichtkegel. Einen ähnlichen Winkel dürfte die Jansjö auch haben. Folglich bringt die zusätzliche Optik eigentlich nichts, man kann genauso direkt mit Kontakt an der Linse der Jansjö oder ähnlichen LED-Lampen einkoppeln. Lichtleitfasern sind wegen des großen Ausleuchtwinkels für eine punktuelle Beleuchtung eigentlich ineffektiv, normalerweise montiert man deshalb an die Enden eine Linse zum Bündeln. Und eine einzelne Faser aus der Meterware mit typisch 0.75 - 1.5 mm Durchmesser überträgt wenig Licht. Da kann man gleich einzelne LEDs aus der Lichtleiste ausschneiden und möglichst nahe an das Objekt heranbringen und hat weniger Verluste. ;)

Hubert

mwinkler

@Hubert: Du hast hier immer den vollen Durchblick :-)

Ich träume davon dass ich mit dem Ring eine Art Dunkelfeld machen kann. Das diffuses LED-Licht mit einem Abstrahlwinkel von 120Grad kann ich jedoch ohne Optik nicht fokussieren...deshalb wird da nichts draus werden, gell?

Reiss' mich mal aus meinen Träumen, bitte!

Werner

Hallo Hubert!

Die Apertur 0,5 ist die maximal übertragbare Apertur, darüber gibt es keine Totalreflexion mehr.
Eine Linse am Ausgang ist platzmäßig schwer drin, wohl eher am Eingang. Eine langbrennweitige Linse, also kleine Apertur; in der Faser trittt theoretisch keine Aperturänderung auf, nur praktisch etwas Streulicht durch gebrochene und nicht perfekte Fasern.
Halte mal ein Lichtleitkabel in die Sonne (wenn vorhanden), der Lichtkegel am Ausgang ist schmal.

Gruß   -   Werner

Lupus

Hallo Werner,

das Problem ist das Einkoppeln des Lichtes einer (von Dir zitierten) Jansjö oder eben einer LED. Die Sonne "hat" natürlich eine sehr kleine n.A., aber nicht die Lampen. Wenn Du eine LED, die nackt ohne Optik als Lambertstrahler immer einen Abstahlwinkel von 120° hat (Abfall auf halbe Intensität), in eine Faser mit kleinerem Durchmesser als der LED-Durchmesser einkoppeln willst, bekommst Du maximal den Anteil eines 60° Lichtkegels rein, also ein Viertel, weiter verringert um das Verhältnis Faserquerschnitt/Leuchtfläche. Und mit einer geringeren Apertur der Adaptionsoptik und 1:1 Abbildung entsprechend weniger, quadratisch mit dem Winkelverhältnis. Anders formuliert: Man bekommt bei z.B. 10° Leuchtwinkel nur wenige Promille des LED Lichtes in die Faser. Günstiger wäre ein dickes Faserbündel bei gleichzeitig vergrößernder Abbildung der Optik, aber dann geht der Vorteil des Lichtleiters verloren.

Hubert

Stuessi

#12
Hallo,

eine Art Dunkelfeld kann man mit solch einem LED-Band machen.

Zunächst ein Bild von Salz + Zucker mit dem Wild Dunkelfeld:



dann mit dem LED-Band:





Grüße,
Rolf

mwinkler

#13
Hallo Rolf,

Ja, genauso hatte ich mir das gedacht. Hast Du auch Vergleiche für Flüssigkeiten?
Besonders Blut mit RBCs würde mich brennend interessieren.

Wieviel Lumen bzw Ampere-Licht macht Dein LED-Ring? Wie dimmst Du?

LG

Matthias

Oecoprotonucli

Zitat von: Hugo Halfmann in Dezember 06, 2015, 21:32:13 NACHMITTAGS
Hallo Sebastian,

ZitatIch habe ja jetzt ein Labornetzteil. Ich dachte, dass ich damit vielleicht noch so manch unterschiedliches Ding, z.B. weitere LEDs, betreiben könnte.

Kannst Du! Du brauchst nur einen passenden Vorwiderstand, den Du leicht hier ausrechnen lassen kannst:
http://www.leds.de/Widerstandsrechner/
oder hier:
http://www.led-rechner.de/

Hallo Hugo,

hm, das verstehe ich wohl noch nicht so richtig - mein Netzteil ist ja sowieso regelbar, wozu also noch zusätzliche Widerstände? Ich dachte halt nur, dass das Dimmen damit vielleicht nicht optimal geht. Es gab ja da mal diese Diskussion mit der Farbtemperatur und dass LEDs eigentlich irgendwie anders als über Spannung und Strom gedimmt werden müssten. Und da fragte ich mich, ob es entprechende Dimmer auch als "Universalgeräte" gibt. Ich müsste mich aber noch mal über LEDs weiterbilden, ansonsten kann ich es auch nicht besser beschreiben.

Vielleicht reicht das Netzteil, das ich habe, ja schon für viele Zwecke und LEDs.

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)