Autor Thema: Parasit im Katzenkot  (Gelesen 7792 mal)

icho_mann

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Parasit im Katzenkot
« am: Juli 10, 2009, 19:07:55 Nachmittag »
Hier erstmal das BIld:

100x + Zoom (Brennweite 15,8)

Meine Frage ist jetzt, ob es sich hier um eine Kokzidie oder ein Wurmei handelt.
Vielleicht auch etwas anderes?
Danke und freundliche Grüße
Jonathan
Mit freundlichen Grüßen
Jonathan
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Re: Parasit im Katzenkot
« Antwort #1 am: Juli 10, 2009, 19:39:45 Nachmittag »
Beitragsinhalt auf Wunsch des Autors gelöscht

Günter

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Re: Parasit im Katzenkot
« Antwort #2 am: Juli 10, 2009, 20:02:28 Nachmittag »
Hallo Jonathan,

vor einiger Zeit bei einer Fasanenkotprobe hatte ich Nichtfachmann mit meiner Vermutung voll daneben gelegen, ich bin daher vorsichtiger geworden.

Vermutlich ist notwendig die Größe des Objektes zu kennen.
Kokzidien-Oozysten bei der Katze gibt es in meiner Literatur von 2 Arten, die haben eine Größe von 45x33 bzw. 26x24 µ im Mittel, und das Bild sieht ähnlich aus. Allerdings gibt es noch eine Vielzahl weiterer Protozoen.
Wurmeier bei kleinen Wiederkäuern zB sind idR größer und eiförmiger.  Die Eier und deren Größe der spezifischen Wurmarten von Katzen sind mir allerdings nicht geläufig.

Grüße
Günter

PS: wie Du auch schon schriebst, es könnte auch noch was anderes sein ...
« Letzte Änderung: Juli 10, 2009, 20:12:24 Nachmittag von Günter »
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icho_mann

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Re: Parasit im Katzenkot
« Antwort #3 am: Juli 10, 2009, 20:21:49 Nachmittag »
So,
jetzt komme ich leider mit ganz anderen Angaben...
Mein Vater hatte mir nur den Objektträger in die Hand gedrückt und gemeint, ich soll doch mal anschauen..
Muss wohl ein Missverständniss gewesen sein.
ALSO:
Es handelt sich hier um Kot eines Hundewelpen, der blutigen Druchfall hatt.
Mein Vater vermutet, dass es sich um Wurmeier handelt, weil das bei Hunden sowieso oft vorkommt und das Aussehen in etwa stimmt.
Kokozidien wären nur eine weiterMöglichkeit...


Grüße
Jonathan
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Detlef Kramer

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Re: Parasit im Katzenkot
« Antwort #4 am: Juli 10, 2009, 21:42:53 Nachmittag »
Lieber Jonathan,

jetzt wissen es endlich Alle: Dein Vater ist Tierarzt. Hat er Dir dies als Prüfungsaufgabe gegeben, oder will er es wirklich von Dir eruiert haben? Spannend!

Grüß Deine Eltern,

Detlef
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Günter

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Re: Parasit im Katzenkot
« Antwort #5 am: Juli 10, 2009, 22:16:07 Nachmittag »
Hallo,

dann brauche ich und andere ja keine Zeit mehr mit nichtsnuztigen Spekulationen zu verplempern, wenn ein Fachmann vor Ort ist.

Wobei ich vemutet hätte, daß bei Kokzidien, die doch den Darm stark schädigen sollen, eher als bei Würmern blutiger Durchfall auftritt (?)

Nachdem nun kompentente Kenner der Materie in der Nähe sind, würde ich mich über Aufklärung des Pseudorätsels freuen,.

Grüße
Günter
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icho_mann

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Re: Parasit im Katzenkot
« Antwort #6 am: Juli 10, 2009, 22:49:39 Nachmittag »
Also mein Vater, der tatsächlich Tierarzt ist, vermutet, das es sich um Wurmeier handelt, da diese von der größe her besser passen.
Er verbindet das jedoch nicht mit dem blutigen Durchfall, der eine andere Quelle haben muss.
Hundewelpen haben wohl öfters mal Würmer/Wurmeier. (Hier spekutliere ich, dass das daran liegt, dass sie ja noch nicht geimpft sind, meine vater schläft sonst hatte ich gleich mal nachgefragt)
Eigentlich sollte ich das untersuchen und auch hier mal nachfragen, weil die Arzthelferin anderer Meinung war, sie ging von Kokzidien aus.
Das es zu 100% Wurmeier sind, steht noch nicht fest...
Ich hab ehier noch ein Buch, mit Skizzen von beiden, die werde ich morgen mal einscannen und präsenteiren.

Grüße
Jonathan
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Jonathan
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Alfons Renz

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Re: Parasit im Katzenkot
« Antwort #7 am: Juli 20, 2009, 21:29:37 Nachmittag »
Hallo Jonathan,

Ohne Angabe der Größe und möglichst weiterer Aufnahmen vergleichbarer Objekte ist die Diagnose schwierig. Jedenfalls für Jemanden wie mich, der sich nicht explizit mit der Mikroskopie von Kotproben bei Hunden beschäftigt.

In der bohnenförmigen Gestalt des Einschlusses wäre durchaus ein (abgestorbener) Nematodenembryo zu erkennen. Allerdings kann es sich kein Parasit erlauben, im (Haupt!-)Wirt nur tote Eilarven zu produzieren. Es sollten also noch weitere mehr oder weniger weit embryonierte und vor allem auch lebenstüchtige Eier und Eilarven in der Kotprobe zu finden sein. Die Form des Eihülle hängt natürlich sehr von der Orientierung ab: Auch ein ovales Ei sieht in der Aufsicht rund aus, vorausgesetzt, die Probe ist dick genug, was bei Kotproben leicht möglich ist.

Ging der Suche ein Anreicherungsverfahren voraus, wie es in der Regel bei der Suche nach Wurmeiern angewandt wird?

Einen weiteren Hinweis liefert der mögliche Therapieerfolg, z.B. mit Nematiciden bei Würmern.

Viel Erfolg bei der weiteren Suche nach Parasiten,

Alfons Renz