Autor Thema: Wollemie - ein pathologischer Versuch  (Gelesen 3208 mal)

koestlfr

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #15 am: März 29, 2018, 17:10:58 Nachmittag »
Lieber Jörg!

Wie Du empfohlen hast, habe ich fixierte Schnitte 4,5 Tage in Chloralhydrat versucht zu bleichen - vergebens! Der Vorteil ist jedoch, das Baumwollblau greift besser.



Bilddaten: Blatt quer 40µm, Baumwollblau, Olympus BX51, U-PlanSApo 10x, Hellfeld, Pentax K3.

Ich habe das Bild dennoch eingestellt, weil ich finde es zeigt, wie die Pflanze versucht den Pilz auszuschliessen - besser sieht man das allerdings bei Fluoreszenz ...



Bilddaten: Blatt quer 40µm, Primulin 1/1000, Olympus BX51, U-PlanSApo 10x, LED 365nm; U-MWU2; Pentax K3.

Resignierendes Resümee: es ist mir nicht gelungen, den Pilz an sich sichtbar zu machen, ich konnte nur nur seine zerstörenden Auswirkungen darstellen.
Liebe Grüße
Franz

reblaus

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #16 am: März 29, 2018, 18:36:39 Nachmittag »
Hallo Franz -

lass Dich nicht entmutigen - das tolle Foto dieser Barrage-Zone war den Aufwand wert!
Meine wenig optimistische Voraussage betr. Pilzhyphen beruhte auf Erfahrungen, die ich im Laufe einiger hauptberuflichen Jahre mit diversen Holz- und Mehltaupilzen gemacht habe und die heute entsprechend veraltet sind. Aber in 10 Jahren Forumslektüre habe ich oft gesehen, dass engagierte Liebhaber im Stande der Unschuld viel bessere Ergebnisse erzielten, als "Experten" deren "angebor'ne Farbe der Entschließung von des Gedankens Blässe angekränkelt" war.

Viele Grüße

Rolf

koestlfr

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #17 am: März 29, 2018, 18:43:01 Nachmittag »
Hallo Rolf!

Herzlichen Dank für die aufmunternden Worte - ich war in dem Glauben, den Pilz ähnlich einfach darstellen zu können, wie z.B. Braunfäule in Fichte. Das sind halt andere Dimensionen ...
Liebe Grüße
Franz

reblaus

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #18 am: März 29, 2018, 20:36:10 Nachmittag »
Hallo Franz -

wenn man bedenkt, wie heterogen das "Pilzreich" ist und wie verschiedenartig seine Bewohner aufgebaut sind, wundert es nicht, dass diese Hyphenfärbungen manchmal gut funktionieren und manchmal überhaupt nicht. Und gerade in der Kampfzone wo sich eine höhere Pflanze mit "Abwehrstoffen" gegen einen parasitischen Pilz wehrt, laufen sehr komplexe chemische Reaktionen ab, wobei die Beträge der beiden Kontrahenten zu diesem Chaos nicht immer gut zu trennen sind. Bei saprophytischen Pilzen ist es übersichtlicher, weil das tote Pflanzenmaterial keinen eigenen Metabolismus  liefert.

Viele Grüße

Rolf

koestlfr

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #19 am: März 29, 2018, 20:48:51 Nachmittag »
Hallo Rolf,

danke für die anschauliche Erklärung!

Ich kann mir auch vorstellen, dass man mit Fluoreszenz an Lebendschnitten bessere Ergebnisse erzielen kann.
Liebe Grüße
Franz

Klaus Herrmann

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #20 am: März 29, 2018, 21:11:01 Nachmittag »
Hallo Franz,

Zitat
Resignierendes Resümee: es ist mir nicht gelungen, den Pilz an sich sichtbar zu machen, ich konnte nur nur seine zerstörenden Auswirkungen darstellen.

Dafür sind dir aber traumhaft schöne Aufnahmen gelungen! Kannst du bitte das Färbeprotokoll der Primulin-Färbung angeben und die Rezeptur für die Farbstofflösung?

Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

koestlfr

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #21 am: März 29, 2018, 21:19:28 Nachmittag »
Hallo Klaus!

Danke für das Lob!

Das Färbeprotokoll ist sehr einfach: Primulin ca. 2min einwirken lassen, dann wie bei W3Asim ... letzte Stufe ein Tropfen TEP, ich decke mit Histokitt ein.

Die Lösung wird mit 1:1000 empfohlen ...
Liebe Grüße
Franz

hebi19

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #22 am: April 12, 2018, 22:05:02 Nachmittag »
Glückwunsch zum Foto des Monats !!!

Auch ich bin von "wissenschaftlichen, emotionalen, färbetechnischen und künstlerischen" Bildinhalt beeindruckt. Aus der rundum interessanten Dokumentation hat die Jury ein tolles Bild ausgewählt.

Martin
Grüße von
Martin alias hebi19

Motic 300, Stereo-Mikroskop noname, div Lomo, Steindorff

koestlfr

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #23 am: April 13, 2018, 09:10:11 Vormittag »
Hallo Jury!

Herzlichen Dank für die Nominierung!

Hallo Martin,

sehr nette Worte! Danke!
Liebe Grüße
Franz

A. Büschlen

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #24 am: April 13, 2018, 11:32:04 Vormittag »
Lieber Franz,

das freut mich für dich. Herzlichen Glückwunsch zum Bild des Monats!

Gruss Arnold

Herbert Dietrich

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #25 am: April 13, 2018, 11:39:46 Vormittag »
Glückwunsch

zum schönen Bild des Monats.

Herzliche Grüße

Herbert

koestlfr

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Re: Wollemie - ein pathologischer Versuch
« Antwort #26 am: April 13, 2018, 16:59:27 Nachmittag »
Lieber Arnold!

Herzlichen Dank! Meine Sujets sind nicht so zart und duftig wie Deine ...

Hallo Herbert,

besten Dank!
Liebe Grüße
Franz