Autor Thema: Ahornblatt als Laub  (Gelesen 305 mal)

Wutsdorff Peter

  • Member
  • Beiträge: 1295
Ahornblatt als Laub
« am: Februar 17, 2019, 18:45:15 Nachmittag »
Eine dumme Frage an die Experten. Damit ich nicht dumm sterbe:
Wir sind heute im Odenwald gewandert. Am Boden  lagen Buchenbläter (braun), und die Ahornblätter sahen fast weiß (mit einem kleinen Grauton) aus. Warum haben sie diese Farbe?
 Gruß Peter

plaenerdd

  • Member
  • Beiträge: 2390
  • Dresdener (Exilmecklenburger)
Re: Ahornblatt als Laub
« Antwort #1 am: Februar 17, 2019, 20:27:21 Nachmittag »
Hallo Peter,
Buchenlaub zersetzt sich sehr viel langsamer als Ahorn. Warum weiß ich nicht genau. Ich denke das da wohl mehr Gerbsäuren oder andere Substanzen drin sind, die den Pilzen das Leben etwas schwerer machen. Wenn die Blätter zersetzt werden, bleibt das Zellulosegerüst am längsten bestehen und das ist i.d.R. hell.
Beste Grüße
Gerd
Fossilien, Gesteine und Tümpeln mit
Durchlicht: CZJ-Nf mit Phv, Pol, DF, HF; Auflicht: VERTIVAL, Stemi: MBS-10; Inverses: Willovert mit Ph

limno

  • Member
  • Beiträge: 693
Re: Ahornblatt als Laub
« Antwort #2 am: Februar 17, 2019, 20:58:51 Nachmittag »
Guten Abend Gerd und Peter

Buchenlaub enthält mehr Gerbstoffe als Fraßschutz (Tannine = Polyhydroxyphenole) als Ahorn, die sich unter Sauerstoffeinwirkung braun färben (wie bei Schwarzteee z.B. Lung Cheng (= chin. "Drachenbrunnen")). Durch Regenwasser werden diese sozusagen "extrahiert (leaching) Nein, das ist jetzt keine chinesische Teesorte ;D . Danach werden die Blätter z.B. von Regenwürmern verzehrt.
Beste Mikrogrüße
Heinrich