Welches Objektiv für kleiner 2,5x ?

Begonnen von witweb, April 28, 2020, 17:03:31 NACHMITTAGS

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Klaus Herrmann

Hallo Thomas,

Zitatdass auch das 1,25er gelegentlich die Proben-Oberfläche berührte, wenn ich es schnell mal am Revolver umschlagen wollte.

Der "freie AA" also Frontlinse zu Objekt beträgt 4 mm. Ich denke das Problem gibt es da nicht.
Ich habe nur noch die Unendlichvariante in der Schublade rumliegen, das endliche habe ich schon lange verkauft.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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TPL

#16
Zitat von: Klaus Herrmann in April 28, 2020, 22:24:58 NACHMITTAGS(...)Der "freie AA" also Frontlinse zu Objekt beträgt 4 mm. Ich denke das Problem gibt es da nicht.
Ich habe nur noch die Unendlichvariante in der Schublade rumliegen, das endliche habe ich schon lange verkauft.

Hallo Klaus,

der freie Arbeitsabstand ist die Distanz zwischen der letzten physischen Baugruppe und der Objektoberfläche. Was sich wie Erbsenzählerei anhören mag, ist bei diesem Objektiv von praktischer Bedeutung, da nach meiner Erinnerung der Kragen um die Frontlinse nicht nur in z-Richtung, sondern auch im Durchmesser weit über diese hinausragt.

Aber was rede (schreibe) ich da: einmal mit einem Satz parfokaler Objektive umschlagen, und wir wissen mehr... ;)

Ich würde, wenn es einfach um Hellfeld-Übersichtsbilder eines Präparates geht inzwischen immer die Scan-Lösung nutzen. Das funktionierte zuletzt sogar mit einem überaus günstigen Office-Drucker mit Scan-Funktion.

Viele Grüße,
Thomas

Klaus Herrmann

Hallo Thomas

das mit dem freien AA hatte ich auch so verstanden, weil der bei dieser Fragestellung ja nur von Interesse ist. Ich hatte nur im Hinterkopf, dass neulich hier irgendwo über den AA gesprochen wurde und das war - wenn ich es richtig verstanden habe irgend was optisches - nicht so was Einfaches Pratisches wie "wieviel Platz habe ich unterm Objektiv", was Normalos wie mich z. B. interessiert.

Aber dazu:
ZitatAber was rede (schreibe) ich da: einmal am mit einem Satz parfokaler Objektive umschlagen, und wir wissen mehr...
kann ich praktisch nichts beitragen, weil das endliche Plan 1,25 nicht mehr bei mir ist; aber ich wette, dass auch der breite Rand vorne am Objektiv beim Umschlagen nie nicht am OT anschlägt, wenn man davor ein 10er Plan scharf gestellt hat.

Habe gerade nochmal in die CZ-Objektiv-Kiste geschaut und festgestellt dass mein Gedächtnis nachlässt: ich habe das Epiplan-Neofluar, das hat nicht den breiten Kragen. Aber unendlich hat wenigstens gestimmt. Wir brauchen also einen echten Besitzer des endlichen 1,25 für die praktische Überprüfung.

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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witweb

Hi,
interessante Infos! Alles nachvollziehbar, hält mich aber dann doch davon ab, solch ein Teil zu kaufen...
Trotzdem danke an alle.
Viele Grüße
Michael
Dieser Post wurde aus recycelten Elektronen erstellt
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Leitz Orthoplan
Zeiss Standard 18 mit Fluoreszenz-Auflichtkondensor IV FL
Lomo Biolam, Motic SMZ-168
Canon EOS 750D
https://mikrokristalle.net
https://www.youtube.com/@Mikrokristalle

Klaus Herrmann

ZitatAlles nachvollziehbar, hält mich aber dann doch davon ab, solch ein Teil zu kaufen...

Lieber Michael, sehr kluge Entscheidung.

Ich habe nämlich nochmal heftig nachgedacht und in einer anderen Kiste das Plan 1,25 endlich gefunden und natürlich gleich den Test gemacht um dem Thomas triumphierend das offensichtliche Ergebnis zu präsentieren. Aber dabei hat sich mal ein alter Spruch bewährt: erst die Klappe aufreißen, wenn man es tatsächlich probiert hat. Um ein scharfes Bild zu bekommen muss ich nämlich Abstand fast Null machen. So verblüfft war ich schon lange nicht mehr. Vielleicht stimmt mit dem Objektiv irgendwas nicht. Ich nehme also fast alles zurück, was ich dazu gesagt habe und wäre wirklich sehr interessiert ob jemand sein 1,25 mal testen kann.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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witweb

Na ja, Klaus,
das Objektiv ist schon recht breit. Und da der freie AA mit 4 mm angegeben und die erste Linse etwas zurückgesetzt ist, ist das nachvollziehbar...
LG
Michael
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smashIt

ob ein solches objektiv anschlägt oder nicht hängt ja auch vom revolver ab.

ich habe aber keine ahnung wie vielfältig das revolverangebot bei zeiss ist...
MfG,
Chris

Bildung ist das was uns vom Tier unterscheidet.

Funtech.org

Klaus Herrmann

Zitatob ein solches objektiv anschlägt oder nicht hängt ja auch vom revolver ab.

Aber wenn an einem Revolver eine Reihe parfokaler Objektive sitzt und alle funktioniert mit dem zu erwartenden AA und dann kommt eines, das ja auch parfokal sein sollte und  man kommt zum scharf stellen nicht nah genug ans  Objekt ran , dann kann es nicht am Revolver liegen.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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smashIt

dann ist das 1,25er auch nicht abgeglichen?

das ist dann natürlich blöd...
MfG,
Chris

Bildung ist das was uns vom Tier unterscheidet.

Funtech.org

Jürgen Boschert

Hallo Klaus,

nach meinen Unterlagen müsste das 1,25 Planachro abgeglichen sein - im Gegensatz zum 1-er (was auch immer explizit in den Schriften erwähnt ist).

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

Stuessi

Hallo Michael,

für Übersichten nehme ich entweder mein Stereomikroskop Wild M7S mit einer Sony NEX-5n (1. Bild)
oder meinen Makrostand mit ApoRodagon 75mm/4 D-1x bei 5,6 und eine Sony A7MII (2. Bild).

Viele Grüße,
Rolf

Jürgen Boschert

Hallo Rolf,

das ist ja auch alleine wegen der Bildqualität -wie man an Deinen Aufnahmen sehen kann- sinnvoll. Die Planachromaten 1,0 und 1,25 waren ja auch letztlich nur als Suchobjektiv im wesentlichen für den Pathologen gedacht und nicht primär für fotographische Zwecke.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

witweb

#27
Hallo zusammen,

ich will mal kurz sagen, was ich mit Übersichtsaufnahme im konkreten Zusammenhang meine. Ich beschäftige mich z.Z. recht viel mit Mikrokristallen. Dazu mache ich mit verschiedenen Substanzen und Mischungen Versuche und suche nach interessanten bzw. "fotogenen" Motiven. Auf dem OT breitet sich da meist eine Fläche an Kristallen aus, die etwa 12mm im Durchmesser hat (oft auch in der "Badewanne" des OT). Nun ist die Ausbeute an sehenswerten Motiven eher dünn gesät. Oft sind das dann nur 1 mm2 große Flächen, manchmal auch noch kleiner, die eine interessante Struktur zeigen. Ich fotografiere die mit dem 10er, 16er, manchmal auch mit dem 25er Objektiv. Da ich zu den Versuchen ein kleines Protokoll mit Excel führe, mache ich auch zu den "Fehlversuchen" Fotos. Einfach, um später mal zu sehen, was ich schon untersucht habe, oder um darauf später mal aufzusetzen.
Konkret hatte ich ja gerade ein paar Bilder von Bittersalz vorgestellt. Aber das waren nur ein paar Motive, es hat auch ordentlich Ausschuss gegeben. Dazu zählt z.B. eine Mischung von Bittersalz mit Benzoesäure in Ethanol gelöst. Das Bild seht ihr unten. Es hat eine Bildbreite von 4,2 mm. Da aber oft die Strukturen auf verschiedenen Stellen des OT sehr unterschiedlich sind, wäre eben eine größere Übersichtsaufnahme sehr hilfreich. Allerdings, ohne großen zusätzlichen Aufwand. Ich will diese Bilder ja eigentlich gar nicht weiter verwenden. Deshalb die Frage nach dem Planachromat 1,25/0,04 160/-.
Bleibt, ein paar Einzelaufnahmen zu machen. Zum Panorama müsste ich die für diese Zwecke gar nicht mal zusammensetzten.

@ Rolf - Mit meinem Makro-Equipment und Apo Rodagon (N) 2,8/50mm würde das vom Abbildungsmasthab her gut gehen, da habe ich aber kein Durchlicht. Das Stemi hätte zwar Durchlicht, da müsste ich aber die Kamera umbauen...

Viele Grüße
Michael



Bild nur zur Dokumentation, ansonsten aussortiert:
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HCLange

Hallo Michael,

ich habe mein Plan 1,25 mal durchprobiert - es hat Abgleich 45 mm. Das Objekt hat, wenn es scharf abgebildet wird, knapp 4 mm Abstand von der Objektivfassung. Das reicht auch zum Durchschwenken des Objektivrevolvers ohne Kollision.

Herzliche Grüße
Christoph

Stuessi

#29
Zitat von: witweb in April 29, 2020, 18:05:16 NACHMITTAGS
... Das Stemi hätte zwar Durchlicht, da müsste ich aber die Kamera umbauen...

Guten Abend Michael,

inzwischen kann man gute Bilder mit dem Smartphone durch das Okular eines Stemis machen.

Hier mal schnell 2 Beispiele, aus der Hand gemacht.

Viele Grüße,
Rolf