Fluoreszenz mit Olympus BH2

Begonnen von mikropit, August 08, 2020, 16:04:32 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Peter V.

#15
Hallo,

ich habe gerade einmal ein Bild mit einem "alten" Ploemopak am Orthoplan aufgenommen. Objektiv Plan 10 / 0.25. Lichtquelle: Weißlicht LED 4200 K, 1250 mA. Bild durch den Trino mit Strahlenteiler und Variookular. Canon EOS 650 D. Ich komme bei 400 ASA auf eine Belichtungszeit von 0.6 s.
@anne: Wieso hast Du so ein lange Belichtungszeit?

(Da ich keine Lust hatte, das O-Bild für das Forum "kleinzurechnen", hier ein Screenshot vom Monitor)

@micropit: Falls Du nicht weiterkommst und eine Reise - zu wem auch immer - scheust, Du könntest den Auflichtkondensor auch an jemanden zur Überprüfung verschicken, notfalls an mich. Macht halt 2 x ca. 5 - 7 EUR Porto. Oly  BHs sind hier vorhanden.

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter V.

Hallo,

was mir gerade noch einfällt, aber es gibt ja nix, was es nicht gibt: Das Präparat ist auch wirklich geeignet?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

anne

Hallo Peter,
ich korrigiere, die 8 sec sind bei ISO 100.
Bei ISO 400 liege ich bei 1-2 sec für Autofluoreszenz von Algen.

lg
anne

wilfried48

Hallo Anne,

ein bis zwei Sekunden bei ISO 400 ist bei Autofluoreszenz (Primärfluoreszenz) ein sehr guter Wert.
Bei Sekundärfluoreszenz in einem mit Wacker 3A gefärbten Präparat, wie von Peter (Voigt) gezeigt, würdest du da bei Sekundenbruchteilen liegen.
Ich gehe davon aus, dass Peter (mikropit) Sekundärfluoreszenz meint, da er das Präparat ja als Fluoreszenzpräparat gekauft hat und da müssten seine 3 sec Max. Belichtungszeit gut ausreichen.
Eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig, aber wenn das Herausziehen des Anregungsfilters keine Intensität bringt und bei seitlichem
Beleuchten mit derselben Quelle ein zufriedenstellendes Bild erzeugt wird, können  eigentlich weder Anregungs- noch Sperrfilter schuld sein, sondern nur noch der Strahteiler oder ein völlig dejustierter Auflichtstrahlengang.

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

mikropit

Hallo Peter!
Ich habe extra von einem Händler 6 Präparate gekauft. (BW......). Die funktionieren ja bei seitlicher Beleuchtung recht zufriedenstellend.(Aber die Beleuchtung geht nur bis 20 er Objektiv. Beim 40er kann ich den blauen Lichtstrahl nicht mehr "drunterklemmen". Also Präparate ok. Nun mir geht's wie Anne. Mein Bild ist halt schwarz.

Hallo Klaus, das mit Inzigkofen wäre eine Überlegung wert. Was ist da eigentlich los?

danke Peter
mikropit

peter-h

Liebe Fluoreszenzler,

ein kleiner Beitrag und Versuch von mir.
Mit dem Zeiss Auflichtkondensor IV FL und Filtersatz 450-490 , FT 510 , LP 520 und einer LED @455nm bei exakt 500 mA Beriebsstrom, habe ich folgende Werte mit einem weißen Blatt Papier als Objekt erhalten. Kamera Sony NEX 3N bei 200 ASA.

- Zeiss Neofluar 6,3/0,2        0,8 s
- Zeiss Neofluar 16/0,4         0,6 s
- Olympus  E  A10/0,25         0,8 s
- Olympus SPlan 10/0,3         0,5 s
- Olympus SPlanApo 10/0,4   0,4 s
-Olympus NCUVFL  10/0,4     0,4 s

Nach Schäden an wertvollen Präparaten durch lange Beleuchtung mit UV und Blau bin ich sehr vorsichtig geworden.  :(

Grüße
Peter


Peter V.

Hallo,

alles klar! Wir reden von völlig unterschiedlichen Präparaten!  ;)

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

mikropit

Vielen Dank Peter h!

Das sind doch mal Orientierungswerte.

Ich bastle da ja schon länger rum. Ich sehe ja auf einem weissen Blatt auch den Lichtpunkt. Im Moment habe ich eine 50 W LED eingebaut mit mehreren Einzel LED's. Wenn ich da die Irisblende zuziehe, sehe ich in dem Lichtpunkt unter dem Objektiv bei 4 x Vergrösserung sogar die einzelnen LED Punkte schön symmetrisch. Aber das bringt alles nichts. Es ist wohl wirklich so, dass im Strahlengang der Wurm drin ist, wo meine Helligkeit auf wundersame Weise verschwindet.
vG Peter
mikropit

Jürgen Boschert

Hallo Peter (mikropit),

Zitat... 50 W LED eingebaut mit mehreren Einzel LED's ...

ich fürchte, da könnte der Hund drin schlummern. Was Du brauchst, ist eine Einzel-LED mit zur Kollektoroptik passender Größe des Emitters, der dann exakt justiert und fokussiert sein muss. Eine COB-LED macht viel Licht, aber auf Fläche verteilt, letztlich in der Mikroskopie "totes" Licht; sprich die Leistung kommt nicht da an, wo sie hin soll.
Beste Grüße !

JB

mikropit

Hier ein Link zu Geo mit Bioluminiszenz und Fluoreszenz bei Tieren vor allem im Meer. Sehr interessant.
https://www.geo.de/natur/naturwunder-erde/22899-bstr-geheimsprachen-aus-licht-und-wie-forscher-sie-entschluesseln

vG Peter - mikropit
mikropit

mikropit

Hallo Jürgen,
das Thema habe ich schon durch. Mit verschiedenen Einzel LED's habe ich ja zuerst rumexperimentiert. Dann habe ich mich zu der 50 Watt LED verleiten lassen. Im Strahlengang ist ja direkt hinter der Lichtquelle eine Fokussierlinse, welche man verschieben kann / muss.

vG Peter
mikropit

peter-h

Hallo,
noch ein kleiner Tipp. Vielleicht hilft ein Blick auf diese Seite ?
http://www.mikroskopie-ph.de/Fluoreszenz.html

Gruß
Peter

Peter V.

Hallo Jürgen,

Zitat von: Jürgen Boschert in August 09, 2020, 16:13:47 NACHMITTAGS
Hallo Peter (mikropit),

Zitat... 50 W LED eingebaut mit mehreren Einzel LED's ...

ich fürchte, da könnte der Hund drin schlummern. Was Du brauchst, ist eine Einzel-LED mit zur Kollektoroptik passender Größe des Emitters, der dann exakt justiert und fokussiert sein muss. Eine COB-LED macht viel Licht, aber auf Fläche verteilt, letztlich in der Mikroskopie "totes" Licht; sprich die Leistung kommt nicht da an, wo sie hin soll.

aber auf dem Foto mit dem weißen Blatt sieht man doch einen knallhellen Lichtpunkt auf dem Papier!?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter Reil

Hallo,

eine Vielzahl von LEDs einzubauen bringt nicht viel. Das habe ich zuerst auch versucht.
Eine LED und genau an der richtigen Stelle eingebaut ist völlig ausreichend und effektiver.

Den zusätzlichen orangen Sperrfilter würde ich auch mal entfernen.

Was du mal probieren kannst:
- Lampenhaus mitsamt der Optik abnehmen und eine blaue LED versuchsweise ohne die Optiken einfach hinten an die Auflichtvorrichtung hin halten. Das klappt bei mir problemlos.
- Den kleinen Schieber G/B ausbauen. Bei der blauen LED solltest du auch ohne diesen Filter gute Fluoreszenz erhalten.
- Wenn das auch nichts bringt, dann den Strahlenteiler G/B mal genauer untersuchen. Wenn der verschmutzt wäre ....

Vielleicht bringt es ja was..

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

mikropit

Hallo Peter V!
Der Lichtpunkt ist in Wirklichkeit blau, da hat das Foto die Unwahrheit "gesagt". Er ist recht hell und wie gesagt wenn ich die Blende zudrehe, sehe ich die einzelnen LED's. Ich wollte ja richtig viel Helligkeit. Wenn ich auf ein höher vergrösserndes Objektiv umschalte, wird der Punkt natürlich kleiner, aber leuchtintensiver

Peter - mikropit
mikropit