SHK-Klingenhalter, Probe zu dick?

Begonnen von Jürgen P., März 08, 2021, 13:34:10 NACHMITTAGS

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Jürgen P.

Liebe Freunde,
der SHK-Klingenhalter gibt mir immer noch Rätsel auf. Die Klinge wird zwischen zwei waagerechten Alubacken eingeklemmt. Wenn man dünne Scheiben, von, sagen wir einem Spross quer zur Sprossachse herstellen will, dann darf dieser Spross nicht sehr dick sein, weil man sonst mit dem Klingenhalter dagegen stößt. Geschnitten wir aber nur an der Vorderkante der Klinge. Weiter hinten liegende Teile des Klingenhalters dürfen nicht mit dem Rest der Probe zusammenstoßen.

Bei meinem Exemplar steht die 14mm breite Klinge nur ca. 2mm vor aus den Haltebacken.
Das scheint auch die maximale Probendicke zu sein. Bei dickeren Proben stößt die Probe an die untere Backe an. Ist das bei Euch auch so? Was mache ich falsch?

Beste Grüße

Jürgen
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Dr. Jekyll

Hallo Jürgen,

kein Mensch braucht so dicke Proben. Die kann man ja schon auf der Brotmaschiene schneiden. Botanische Schnitte liegen mit der Hand geschnitten bei 30-50 µm. Mit dem Schlittenmikrotom noch darunter. Histologische Schnitte liegen oft unter 10µm. Also, die Klinge schaut weit genug heraus, das ist völlig o.k.  ;)
Beste Grüße
Harald

Dr. Jekyll


Hallo Jürgen,

Was ist mit "untere Backe" gemeint?
Beste Grüße
Harald

Siegfried

Hallo
Ich nehme an, Jürgen meint die Probenbreite.

An meinem Klingenhalter von Bob ist unten genug Freiraum, auch zum Schneiden von Proben mit größerem Durchmesser.
  Gruß von Siegfried

Jürgen P.

Offenbar habe ich mich total missverständlich ausgedrückt. Ich bitte um Entschuldigung. Es geht mir nicht um die Schnittdicke, sondern um die Abmessungen einer Probe senkrecht zur Schnittebene. Es scheint doch klar, dass man mit dem SHK-Klingenhalter z.B. nicht den Querschnitt von einer kompletten Salatgurke herstellen kann. Oder sehe ich das falsch?
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Hugo Halfmann

#5
Hallo Jürgen,

ich weiss, was Du meinst: Der untere Teil des Klingenhalter stößt waagerecht gegen eine vom Durchmesser her etwas dickere Probe und verschiebt diese beim Schneiden.
Ursache: Der untere Teil ist nicht messerscharf gefräst, die Kante ist eher stumpf.
Abhilfe: Die Klinge so einspannen, daß sie weiter heraus steht als nur 2 mm, ggfls. Alublechstreifen, von der Lasagneschüssel aus der Imbissbude abgeschnitten, beilegen.
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Detlef Kramer

Hallo Peter,

stimmt, Gurken kannst Du damit nicht schnippeln, jedenfalls nicht in der ganzen Breite. Die Grenze liegt in dem Ausschnitt des Gleiters. Ist die Probe größer, eckt die Hinterkante des Gleiters an. Ist das wirklich ein Problem? Ich denke, nein. Man muss halt das Objekt entsprechend "trimmen", d.h. die Schnittfläche verkleinern. Für Großflächenschnitte gibt es ja die Schlittenmikrotome. Der Aufwand ist halt wesentlich größer. Ich denke, für praktisch alle botanischen Probleme reicht der freie Raum völlig.

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Peter G.

#7
Hallo Jürgen,

ich denke, Du machst einen Denkfehler: Die Klinge wird auf die schräge Ebene des Klingenhalters so aufgespannt, dass sie etwa 2mm vorsteht. Durch diese Schrägstellung der Klinge nach unten liegt die Schneide unterhalb der Halterebene und schneidet die Probe, ohne dass sie (die Probe) mit dem unteren Klemmbacken des Klingenhalters in Berührung kommt. Der Klemmbacken selbst berührt die Probe nicht.

Gruß
Peter G.

GMaier

Ich kann das Problem von Jürgen gut nachvollziehen. Wie Hugo schon geschrieben hat: Wenn das Halterunterteil an der Vorderkante "nicht messerscharf gefräst" ist und die Klinge ganz nach hinten eingelegt ist, dann stößt das Halterunterteil beim Schneiden an die eingespannte Probe. Zur Lösung des Problems kann die Klinge (ggf. unter Inkaufnahme von Nachteilen) nicht ganz bis zum Anschlag in den Halter eingelegt werden; sie schaut dann etwas weiter heraus und die Schnittebene liegt dann u. U. tiefer als die Vorderkante des Unterteils. Ich habe (leider) auch so einen SHK-Klingenhalter. Leider habe ich keine Möglichkeit den Klingenhalter durch Fräsen oder Schleifen anzupassen.

Grüße

Gerhard

Peter Reil

Hallo,

meine zeichnerischen Fähigkeiten sind begrenzt, entschuldigt bitte.

Bei meinem Halter sieht es anders aus als auf deiner Skizze.


Die 14 mm breite Klinge (rot) steht so weit vor, dass nach dem Durchschneiden der Probe noch 1 mm Luft zur Unterseite des Halters besteht (zwischen den beiden grünen Linien).

Entweder sind deine Klingen schmäler als meine oder dein Halter ist fehlerhaft gefertigt.

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Wutsdorff Peter

Hier noch mein Senf.
Zitat:" Zur Lösung des Problems kann die Klinge (ggf. unter Inkaufnahme von Nachteilen) nicht ganz bis zum Anschlag in den Halter eingelegt werden."
           Ein Nachteil ist: Wenn die Klinge nicht genau parallel zur Unter-/Oberkante des Halters liegt, ist die Schneide nicht parallel zur Unterlage! Das bedeutet beim Scheiden , daß der Schnitt nicht genau senkrecht zur Unterlage erfolgt, was entweder ein Ausbrechen des Schnittes zur folge hat, oder ein keilförmiger Schnitt entsteht. deswegen mein Vorschlag eines Distanzblechlis.
Gruß vom Inschenör Peter

Detlef Kramer

Hallo Gerhard,

ZitatIch kann das Problem von Jürgen gut nachvollziehen. Wie Hugo schon geschrieben hat: Wenn das Halterunterteil an der Vorderkante "nicht messerscharf gefräst" ist und die Klinge ganz nach hinten eingelegt ist, dann stößt das Halterunterteil beim Schneiden an die eingespannte Probe. Zur Lösung des Problems kann die Klinge (ggf. unter Inkaufnahme von Nachteilen) nicht ganz bis zum Anschlag in den Halter eingelegt werden; sie schaut dann etwas weiter heraus und die Schnittebene liegt dann u. U. tiefer als die Vorderkante des Unterteils. Ich habe (leider) auch so einen SHK-Klingenhalter. Leider habe ich keine Möglichkeit den Klingenhalter durch Fräsen oder Schleifen anzupassen.

Könnte es sein. dass Du die falschen Klingen benutzt? Es müssen die Leitz 818 sein, da schaut die Klinge weit genug heraus. Wir können das gerne weiter diskutieren. Die zahlreichen Beiträge von z. B. "Fahrenheit" beweisen doch, dass es funktioniert.

Herzliche Grüße
Detlef

Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Peter V.

#12
Hallo Jürgen,

da musst Du irgendeinen Fehler machen. Meine Schnippelerfahrung ist zwar gering, aber ich habe auch einen dieser hundertfach(!) bei allen Schnippel-Experten seit Jahren zur vollsten Zufriedenheit im Einsatz befindlichen SHK-Halter. Ich habe mir gerade noch einmal meinen Halter angeschaut. Die High Profile-Klinge steht deutlich tiefer als die Kante des Halter-Unterteils. Somit ist es gar nicht möglich, dass das Schnittgut beim Schnitt an diese Kante stößt. Ein Anstoßen ist erst (je nachdem, wie die Klinge eingepannt wurde) nach ca. 1 - 1.5 cm am Teflonschuh möglich.
Ich kann es mir auch nur so erklären, dass die falschen Klingen benutzt werden.

Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter G.

Ich versteh´s auch nicht. Mein Original-SHK Klingenhalter funktioniert mit den Leica-Klingen so wie er soll.
Ich würde gerne mal ein Bild vom fraglichen Klingenhalter sehen. Möglichst "im Profil".

Grüße,
Peter G.

Fahrenheit

Guten Morgen Zusammen,

ich denke, man kann das Problem ganz gut an Gerhards Makro von den Haltebacken erkennen. Hier zum Vergleich die meines Halters:



Bei mir sind beide Backen scharf geschliffen, ich habe die alte Version des Halters ohne die Justageschrauben, daher ist zwischen beiden Backen ein Spalt zu sehen.

Es könnte daher durchaus sein, dass bei dem Halter auf Gerhards Foto ein Fehler vorliegt.

Herzliche Grüße
Jörg

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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM