Autor Thema: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach  (Gelesen 2021 mal)

Adalbert

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #15 am: Januar 11, 2022, 20:21:17 Nachmittag »
Hallo Wolfgang,
Zitat
Canon EOS 550D zugelegt dazu ein Adapter von Kamerabajonett auf M42 für 30€ und einen von M42 auf Normtubus Innendurchmesser für 12€.
ich habe auch so angefangen, dann aber im Laufe der Zeit nur die Kameras gewechselt.

Wobei ich zwei Ringe verwende:
- Der erste Ring verbindet eine CZJ Glocke mit einer Relaisoptik (Filter-Gewinde M52x0,75) und zwar so,
   dass dazwischen noch ein Okular passt. Er wird bei einem afokalen Foto-Adapter verwendet.

- Der zweite Ring hat auf einer Seite die CZJ / Lomo Ringschwalbe und auf der anderen Seite
  das M42x1 Gewinde und wird bei einem fokalen Foto-Adapter eingesetzt.

LG, ADi

Lupus

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #16 am: Januar 11, 2022, 20:30:13 Nachmittag »
Hallo Raimund,

ich gehöre nicht zu den Anhängern der Methode, eine DSLR zu adaptieren, da können anderer besseres dazu sagen. Es gibt diverse Beweggründe, einer ist sicher das unschlagbare Preis-Leistungsverhältnis speziell gebrauchter Kameras, manche besitzen sowieso die Kamera für andere Zwecke, oder die Möglichkeit bei besseren Modellen im Gegensatz zur Kompaktkamera einen Monitor anschließen zu können. Auch die besseren und zahlreichen Einstellmöglichkeiten einschließlich Voreinstellung von Kontrast, Farbsättigung u.a., was man bei einfachen Kameras eher weniger kann. Manche verwenden die Kamera sowieso gleichzeitig für Makrofotografie bzw. adaptieren gerne auch mal direkt ein Mikroskopobjektv am Balgen. Dazu kommt dass vor einiger Zeit die Alternativen mit z.B. C-Mount Spezialkameras noch recht rar waren, aber da hat sich viel getan......

Ich persönlich sehe als Nachteil den hohen schwingungsempfindlichen Aufbau i.V. mit der Spiegelschlagproblematik. Mir ist da meine sehr kompakte spiegellose MFT schon sympathischer mit der ich hauptsächlich allgemein fotografiere, aber die hänge ich nur gelegentlich und nur über Stativ an das Mikroskop. Ansonsten verwende ich vorzugsweise mein Smartphone oder Tablet zur Mikrofotografie. Ich habe übrigens nicht gesagt, dass eine gute DSLR nicht auch besser ist als eine einfachere Kamera, aber nicht aus Gründen der Sensorgröße sondern weil großformatige Marken-Kameras einfach qualitativ besser gefertigt und getestet sein können. Aber nicht um Längen. Und spezielle teure Mikroskopkameras mit relativ kleinen Sensoren sind nochmal ein eigenes Thema. Da wird gerne unterschätzt dass diese besondere Eigenschaften haben können, die für den Hobbymikroskopiker uninteressant sind. Z.B. kurze Belichtungszeiten bis zu 10 Mikrosekunden, spezielle Software dazu u.a.

Hubert

raimcomputi

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #17 am: Januar 11, 2022, 22:47:40 Nachmittag »
Zitat
Und spezielle teure Mikroskopkameras mit relativ kleinen Sensoren sind nochmal ein eigenes Thema.
Vielen Dank für die guten Erklärungen. Und mit teuren Mikroskopkamera meinst du dann schon "richtig teuer". Wir reden dann von Beträgen im vierstelligen Bereich. Und eine solche Investition ist tatsächlich für die meisten Hobbymikroskopiker keine Überlegung wert.

Aber ansonsten meine sich schon, das reine Mikroskopkameras, selbst die im mittleren dreistelligen Bereich gemessen an ihrer Leistungsfähigkeit sehr teuer sind. Es ist eben eine kleine Nische. Und dann zahlt man eben mehr, als für ein Massenprodukt. Wobei ich persönlich sagen muss, das ich mit meiner 10 Megapixel Mikrocam für um die 280 Euro vor ein paar Monaten gekauft, schon ziemlich zufrieden bin. Aber sehr viel mehr würde ich persönlich eigentlich eigentlich auch nicht ausgeben.

Was mich wirklich noch reizen könnte, wären die Kameras von Christian Linkenheld, speziell die Multicam. Denn die Möglichkeit, den Sensor optimal an das Sehfeld des Okulars anzupassen, hat schon einen gewissen Reiz. Aber die Preise sind eben auch schon nicht ohne.

Raimund

Der mit der Biene tanzt

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #18 am: Januar 13, 2022, 15:21:37 Nachmittag »
Vielen Dank für die sehr umfangreichen Tipps und Gedanken. Jetzt bin ich aber noch nicht viel schlauer als vorher.
Ich möchte (zumindest derzeit) keine Videos aufnehmen, sondern Pollenkörner vermessen. Da geht alles sehr statisch zu. Auch reicht mir normalerweise meine 400er Vergrößerung. Allerdings stört mich das rein optische Messokular welches ich habe, die Messung hätte ich gerne elektronisch in der Kamera.
Die Detailtreue wie ich sie im Okular sehe wird auf dem Monitor in keinem Fall widergegeben.
Mein Mikroskop ist das Bresser Trino Durchlicht.
Ich hatte mir die billige Kamera erst einmal zugelegt um grundsätzlich zu sehen wie was geht, jetzt dürstet mich nach mehr Qualität. Dabei kommt es mir NICHT IN ERSTER LINIE auf den Preis an (na etwas schon), einfache Handhabung und saugute Darstellung inkl. einfacher, komfortabler Objektmessung stehen ganz klar im Vordergrund.

Lupus

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #19 am: Januar 13, 2022, 15:56:40 Nachmittag »
Hallo,

Zitat
Ich möchte (zumindest derzeit) keine Videos aufnehmen, sondern Pollenkörner vermessen.
... Ich hatte mir die billige Kamera erst einmal zugelegt um grundsätzlich zu sehen wie was geht, jetzt dürstet mich nach mehr Qualität.
Also ganz verstehe ich das nicht, mit der Bresser Okularkamera kann man eigentlich die Bildqualität brauchbar einstellen (von Farbsättigung über Kontrast bis zur Helligkeit). Und insbesondere sind mit der zugehörigen Software diverse Möglichkeiten der Vermessung vorhanden. Man kann zuerst die Kamera sehr einfach kalibrieren z.B. durch ein Objektmikrometer, und danach wird jede eingezeichnete Linie, Splinekurvenlänge, Kreisdurchmesser, Rechteck, Winkel u.ä. automatisch vermaßt.

Hubert

Peter V.

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #20 am: Januar 13, 2022, 16:16:15 Nachmittag »
Hallo,

ich denke, es wäre nicht schlecht, wenn Du Dich an unseren Admin Christian Linkenheld, der gleichzeitig Fachhändler ist, wendest und Dich dort beraten lässt. Christian vertreibt eine eigenes System, das genau Deine Ansprüche erfüllen müsste (speziell Bemaßung) und kann Dich sehr gut beraten. Er hat diverse Kameras im Angebot. Wir hier haben ja nicht den Überblick, jeder hat seine eigene kamera und seine eigenen Vorstellungen. da ist es sxchwer, für die "die" Kamera herauszusuchen, mit der Du glücklich wirst.

https://www.mikroskopie.de/?page_id=2346

Herzliche Grüße
Petrer
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Der mit der Biene tanzt

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #21 am: Januar 13, 2022, 19:49:08 Nachmittag »
Hallo,

ich denke, es wäre nicht schlecht, wenn Du Dich an unseren Admin Christian Linkenheld, der gleichzeitig Fachhändler ist, wendest
Herzliche Grüße
Petrer

Hallo Peter, vielen Dank für den Hinweis. Ich werde da mal anrufen, ist aber schon einige Hunderter teurer als die Kamera mit der ich zuerst einmal geliebäugelt habe. Mal sehen was dabei raus kommt.

Der mit der Biene tanzt

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #22 am: Januar 13, 2022, 20:00:32 Nachmittag »

Also ganz verstehe ich das nicht, mit der Bresser Okularkamera kann man eigentlich die Bildqualität brauchbar einstellen (von Farbsättigung über Kontrast bis zur Helligkeit). Und insbesondere sind mit der zugehörigen Software diverse Möglichkeiten der Vermessung vorhanden. Man kann zuerst die Kamera sehr einfach kalibrieren z.B. durch ein Objektmikrometer, und danach wird jede eingezeichnete Linie, Splinekurvenlänge, Kreisdurchmesser, Rechteck, Winkel u.ä. automatisch vermaßt.

Hubert

Es sind nur wenige Einstellmöglichkeiten an der Kamera vorhanden. Selbst wenn ich auf Automatik stelle komme ich bei einem 42mü-Pollenkorn auf keine bessere Darstellung. Das erste Bild zeigt einen deutlich kleineren Pollen. Wie gesagt sehe ich durch die Okulare ein deutlich besseres Bild.

raimcomputi

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #23 am: Januar 13, 2022, 22:27:21 Nachmittag »
Hallo Walther, es ist etwas blöd, das man erst im Vorstellungsthread nach ihrem Namen suchen muss, um sie anzusprechen. Mir wurde hier im Forum als Neuling damals ans Herz gelegt, das man doch bitte seinen Namen unter seine Posts setzt. Mir war das damals nicht so geläufig, aber ich finde es ist eine gute Sache.

Aber warum ich schreibe ist folgendes: Ich hatte gestern eine Private Nachricht geschickt. Und ich finde es etwas unhöflich, wenn man denn schon online ist, das man darauf nicht wenigstens kurz reagiert.

Ansonsten trotzdem ein interesanter Thread

Herzliche Grüße

Raimund

Lupus

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #24 am: Januar 14, 2022, 00:33:14 Vormittag »
Hallo,

Zitat
Wie gesagt sehe ich durch die Okulare ein deutlich besseres Bild.
es ist schon recht anspruchsvoll, mit einer Mikroskopkamera ein dem Okularbild gleichwertiges Live-Bild auf einem Monitor zu erzeugen. Da müssen alle Komponenten optimal passen. Das Auge kann sich sehr gut und automatisch an die Helligkeits- und kleinräumigen Kontrastverhältnisse anpassen. Für das gleiche Ergebnis reicht keine teure Kamera allein, da muss insbesondere die Software gut sein. Wir reden von einer 59.- € Kamera mit im Vergleich zu den anderen Bresser-Kameras abgespeckten Software-Einstellmöglichkeit. Und viele Megapixel helfen auch nicht unbedingt, Zeiss Kameras liegen meist im Bereich von "nur" 3-5 MP. Eine Axoicam 503 mit nur 2.8 MP kostet etwa 5800 .- €, dafür gibt es einen 14bit Sensor mit 2/3" Diagonale (also auch noch nicht formatfüllend).

Jeder muss halt selbst wissen, wieviel mehr Geld er für eine bestimmte Aufgabe ausgeben möchte. Sicherlich wird fast jede andere teurere Kamera mit guter Software ein besseres Bild liefern. Wie gut lässt sich aber nur in der Praxis feststellen, speziell bei konkreten Vorstellungen über die gewünschte Bildqualität.

Hubert

Der mit der Biene tanzt

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #25 am: Januar 14, 2022, 02:49:33 Vormittag »
Hallo Walther, es ist etwas blöd, das man erst im Vorstellungsthread nach ihrem Namen suchen muss, um sie anzusprechen. Mir wurde hier im Forum als Neuling damals ans Herz gelegt, das man doch bitte seinen Namen unter seine Posts setzt. Mir war das damals nicht so geläufig, aber ich finde es ist eine gute Sache.

Aber warum ich schreibe ist folgendes: Ich hatte gestern eine Private Nachricht geschickt. Und ich finde es etwas unhöflich, wenn man denn schon online ist, das man darauf nicht wenigstens kurz reagiert.

Ansonsten trotzdem ein interesanter Thread

Herzliche Grüße

Raimund

Hallo Raimund,
was meinst Du mit "private Nachricht"? Ich wüsste nicht daß ich eine bekommen habe, zumindest habe ich keine gesehen. Also bitte entschuldige wenn ich etwas falsch gemacht haben sollte.

Der mit der Biene tanzt

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #26 am: Januar 14, 2022, 02:52:21 Vormittag »
Hallo,

es ist schon recht anspruchsvoll, mit einer Mikroskopkamera ein dem Okularbild gleichwertiges Live-Bild auf einem Monitor zu erzeugen.

Hubert

Da magst Du Recht haben, aber dennoch ist mir die Abbildungsqualität der Kamera (ja, es ist eine billige) zu gering.

Der mit der Biene tanzt

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #27 am: Januar 14, 2022, 03:00:16 Vormittag »
Zum Vorwurf von Raimund:

Ich habe eben gesehen daß hier im Forum eine Nachricht für mich interlegt ist. Da muß man auch erst einmal drauf kommen daß man da extra drauf sehen muß. Jedenfalls Habe ich Raimund bereits geantwortet:

Aaahhh Raimund, jetzt sehe ich Deine Nachricht.

Auf diese habe ich aber bereits gestern oder vorgerstern per Mail geantwortet. Hast Du die Mail nicht bekommen oder hast Du nicht nachgesehen?
Ich sehe mich also nicht in der Schuld., bitte entschuldige.
Zudem weiß ich nicht warum mich die betreffende Person aus der Schweiz nicht selbst anschreibt. Kommt mir ein wenig dubios vor.
Wer im Forum nicht angemeldet ist kann sich jederzeit und ganz leicht anmelden, das ist also keine Ausrede.

Peter Reil

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #28 am: Januar 14, 2022, 10:07:14 Vormittag »
Zudem weiß ich nicht warum mich die betreffende Person aus der Schweiz nicht selbst anschreibt. Kommt mir ein wenig dubios vor.
Wer im Forum nicht angemeldet ist kann sich jederzeit und ganz leicht anmelden, das ist also keine Ausrede.

Hallo "Der mit der Biene tanzt" (ein kürzerer Name wäre nicht schlecht...),

erstaunlich, dieser "ominöse Schweizer" geistert wohl immer noch "hinten" rum (ich glaube nicht, dass es da mehrere gibt).

Gruß
Peter

PS: Es gibt auch Personen, die sich hier nicht (mehr) anmelden können, und das aus gutem Grund.


Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, Olympus CHK, Olympus SZ 30

Peter V.

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Re: Meine Mikroskopkamera ist zu schwach
« Antwort #29 am: Januar 14, 2022, 10:55:35 Vormittag »
Hallo Peter,

das ist ein alter Hut und gehört wohl zur Folklore um dieses Forum herum  ;). Die "Person aus der Schweiz" kontaktiert seit Jahren über "Mittelsmänner" aus der Kreis der Foristen andere Forummember.

Herzlliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Januar 14, 2022, 12:08:50 Nachmittag von Peter V. »
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