Autor Thema: Kapillarblut - was schwimmt da rum?  (Gelesen 659 mal)

Anabell

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Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« am: Mai 09, 2022, 16:42:05 Nachmittag »
Und noch mal Hallo,

ja ich bin heute sehr neugierig :-) Diese Formen passen auch nicht ins Bild. Was kann das sein? Es sind keine Fusseln.
Es bewegt sich nicht schnell, aber es wackelt mit dem Fortsatz langsam hin und her.
Hat jemand eine Idee?
Gruß Anabell

knipser009

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #1 am: Mai 09, 2022, 16:57:56 Nachmittag »
Ui ui ui

Da hast du dir etwas eingefangen:

Ein ganzer Schwarm gerade geschlüpfter Fadensaurier aus der Trias. ;D
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Anabell

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #2 am: Mai 09, 2022, 17:03:02 Nachmittag »
Aber hallo :-) So alt bin ich dann doch noch nicht  :D

Florian D.

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #3 am: Mai 09, 2022, 17:40:59 Nachmittag »
Trypanosoma brucei, der Erreger der Schlafkrankheit.

olaf.med

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #4 am: Mai 09, 2022, 17:45:49 Nachmittag »
Hallo Anabell,

ich habe von Medizin so viel Ahnung wie eine Kuh vom Stabhochsprung, kann aber die Funktion eines Dunkelfeldkondensors erklären und verfolge unkritisch alternative Informationsquellen. Daher bin ich - wie kaum ein Zweiter - zur Diagnostik Deines Blutbilds prädestiniert. Was ich da sehe erfüllt mich mit größtem Schrecken.

1. Die runden Gebilde mit den stacheligen Fortsätzen sind doch Corona-Viren, und bei dieser Dichte musst Du sofort in Quarantäne!

2. Hast Du Dich leichtsinnigerweise impfen lassen? Wenn ja, dann sind die kleinen wuseligen Gebilde ganz eindeutig Nanobots. In solch einer Konzentration habe ich sie ja noch nie gesehen, und ich meine sogar zu erkennen, dass mir Bill Gates aus einem davon zuwinkt. Lass' Dir von den anderen Ignoranten nur nicht einreden, dass es sich um Brownsche Molekularbewegung handelt - die wollen immer alles nur auf eine naturwissenschaftliche Basis stellen.

3. Die fadenförmigen Gebilde sind ganz sicher Morgellons, die Du bei der Blutentnahme aus der Fingerkuppe aufgenommen hast. Auch die sind sehr ernst zu nehmen und müssen bekämpft werden.

4. Die bananenförmig gekrümmten Viecher mit den Geiseln sind eindeutig Trypanosomen und Du leidest unter der Schlafkrankheit. Auch das muss man sehr ernst nehmen und da kann auch die Schulmedizin nicht wirklich helfen.

Bei all diesen Befunden solltest Du Dir einen sehr guten Heilpraktiker suchen, der diesen mit einer fundierten Dunkelfeldmikroskopie, Bachblüten, Globuli und einem Pendel zu Leibe rückt.

Ich kann Dir nur von ganzem Herzen gute Besserung wünschen,

Olaf
 ;D
« Letzte Änderung: Mai 09, 2022, 17:48:18 Nachmittag von olaf.med »
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

olaf.med

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #5 am: Mai 09, 2022, 17:46:54 Nachmittag »
Zitat
rypanosoma brucei, der Erreger der Schlafkrankheit.

... siehst Du, Florian hat das auch schon erkannt - der ist auch kein Mediziner!!!
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

regulus56

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #6 am: Mai 09, 2022, 17:51:45 Nachmittag »
Hallo Anabell,
es ist hier im Forum nicht üblich diagnostische Hinweise zu geben.
Es wäre wichtig zu wissen ob es womöglich dein Blut ist.
Wenn man einwenig googelt z.B. Stachelzellen wird man unter  "Echinozyten" fündig. Was sich dort bewegt weiss ich natürlich auch nicht. Das geben die Bilder nicht her.
Sollte das Blut aber von dir sein und Du warst jüngst in den Tropen solltest Du schleunigst zum Arzt gehen, denn die Dinger sehen den Erregern der Schlafkrankheit
"Afrikanische Trypanosomiasis" ähnlich.
Aber , ich bin weder Arzt, noch soll das eine Diagnose sein.
VG vom Klaus
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“
Und gern per Du.

Peter Reil

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #7 am: Mai 09, 2022, 19:22:54 Nachmittag »
Hallo Anabell,

vor vielen Jahren habe ich tatsächlich mal mein Blut mikroskopisch untersucht. Das sah ähnlich aus wie bei dir - und es gab noch viel mehr "tolle, bewegliche Formen" zu sehen.

Ich hatte dem Ganzen keine große Bedeutung zugemessen, zumal ich nicht gerade gut mikroskopieren konnte.

Das war vor der Hälfte meiner bis jetzt erreichten Jahre  -  und ich lebe noch.  ;)

Gruß
Peter

Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, Olympus CHK, Olympus SZ 30

Anabell

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #8 am: Mai 10, 2022, 02:14:40 Vormittag »
Hallo Florian,

tja, das wäre schlecht, denn dann bin ich wohl bald tot. Gefällt mir nicht. Hast noch ne andere Idee? :)

Hallo Olaf,

hoffe Du bist wirklich kein Mediziner. Das würde ja Öl ins Feuer gießen  ;D Aber offenbar bist Du ziemlich gut informiert über Verschwörungs- und Paniktheorien. Ich war tatsächlich auch mal bei einem Heilpraktiker. Der hat aber nicht gependelt. Aber Danke für Deine Wünsche.

Hallo Klaus,

ich erwarte hier keine Diagnose. Ich hoffe auf Ansätze. Ja es ist mein Blut. Ich war auch in den Tropen, aber in Indien und das ist auch schon ne ganze Weile her. Aber es ist ja nicht ausgeschlossen, das es auch außerhalb der Tropen kleine Geister gibt. Ich habe noch keinen Arzt gefunden der sich damit auskennt oder davon etwas zur Kenntnis nimmt. Denn es ist ja wohl auch eines der schwierigsten Teilbereiche der Medizin. Bei uns nicht unbedingt begehrt, bei uns gibt es so etwas nicht. Die üblichen Echinozyten sind mir bekannt. Ich danke Dir für Deine objektive Meinung.

Hallo Peter,

ich freue mich das Du noch immer lebst. Stimmt, meine Bilder sind nicht so gut, nicht wie die meisten hier. Aber darum geht es mir primär ja nicht. Ich versuche mich zu bessern. Das sich vieles im Blut bewegt ist mir bekannt. Es gibt echt viele gute Bücher und auch das Netz ist bedingt sehr informativ. Sofern man sich nicht auf Seiten bewegt, welche wohl Olaf bekannt sind  ;D Aber ich weiß auch, wenn etwas nicht üblich ist, sondern nur vereinzelt in regelmäßigen Abständen zu finden ist. Auch ich lebe-noch. Und ich hoffe, ich schaffe das auch noch ein weiteres Drittel. Danke für Deine Meinung.

Allen Herren meine herzlichsten Gute Nacht Wünsche
Gruß Anabell

regulus56

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #9 am: Mai 10, 2022, 07:05:41 Vormittag »
Guten Morgen Anabell,
ich hoffe das es nicht unsere Antworten waren die dich zu nachtschlafender Zeit noch an den PC getrieben haben.
Die guten Nachricht: Wer nachts nicht schlafen kann, hat wohl nicht die Schlafkrankheit  ;)
Dir weiterhin viel Spaß beim mikroskopieren und ein glückliches nächstes Drittel deines Lebens. Mit etwas Glück erlebst Du ja auch noch ein Drittel mehr ;D
Dir einen schönen Tag vom Klaus
„Ich weiß, dass ich nichts weiß“
Und gern per Du.

Alfons Renz

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #10 am: Mai 10, 2022, 09:53:25 Vormittag »
Hallo Anabell,

Es gibt, wie Du auch schon festgestellt hast, eine ganze Menge von Erregern (Viren, Bakterien, Protozoen und Würmer), die im Blut vorkommen und auch den Ärzten wohlbekannt sind. Und sicherlich noch eine ganze Reihe noch unbekannter Erreger/Parasiten. Das wird Niemand in Abrede stellen.

Der Nachweis gelingt, abgesehen von den Viren, am besten und einfachsten mit einem Blutausstrich, gefärbt nach Giemsa oder einem 'Dicken Tropfen' (wie man den herstellt: einfach Googeln). Zumindest ein starker Befall lässt sich so recht schnell nachweisen. Ganz abgesehen von den modernen diagnostischen Methoden der Serologie und Molekulargenetik, die auch einen submikroskopisch schwachen Befall nachweisen können.

Auf den Nachweis von Parasiten spezialisierte Labore findet man in den Tropenkliniken und an mikrobiologisch-parasitologischen Instituten.

Eigendiagnosen sind in aller Regel nicht zu empfehlen: Wenn der Befall so extrem hoch ist, dass es auch der Laie erkennen kann, geht es diesem schon sehr, sehr schlecht.

Und da der Laie speziell in seinem eigenen Blut alles Mögliche (und Unmögliche!!) sehen und vermeitlich erkennen wird, fühlt er sich auch ohne jeden Grund gleich sehr viel schlechter.

Deshalb die Empfehlung, bei Verdacht auf eine Erkrankung gleich zu den Fachleuten zu gehen!

Ansonsten: Bleib gesund und freu Dich an Deinem Blutbild, auch unter dem Mikroskop!

Alfons (Parasitologe)

Anabell

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Re: Kapillarblut - was schwimmt da rum?
« Antwort #11 am: Mai 10, 2022, 11:00:58 Vormittag »
Hallo Alfons,

danke für Deine Antwort, aber so einfach ist das wohl nicht, wie ich mir das vorgestellt habe. Da meine Leukozythen und Eosinophilen nicht den Referenzwert überschreiten, sehen Ärzte keinen weiteren Handlungsbedarf. Und ziehen einen Befall auch gar nicht in Betracht. Ich hab´s schon mal bis zu einer Oberärztin der Mikrobiologie eines größeren Krankenhaus geschafft. Einmal Blut abgenommen, nichts auffällig- passt. Ich habe ihr auch einige Fotos von mir vorgelegt. Da wurde mir nicht geglaubt das ich die vom meinem Blut gemacht habe und wo ich die denn vom Netz herunter geladen habe. Sie meinte noch- gut vielleicht war es der falsche Blutabnahmezeitpunkt und sie könnte ja auch noch weitere Untersuchungen machen. Aber dann müsste sie ja mein Blut wegschicken. Da fiel mir nix mehr ein. Aber das ist ne lange Odysee. Nicht für das Forum. Und da gerade Dein Arbeitsfeld bei geringem Befall, meiner angelesenen Erkenntnissen nach, wohl eines der Schwierigsten ist, ist es hilfreich wenn man einen Anhaltspunkt evtl. hat, nach dem man suchen lassen kann. Selten habe ich so oft gelesen- ist nicht bekannt, wird noch erforscht, Pathogenität noch fraglich etc.. Wenn ich so aussehen würde, wie ich mich meist fühle, könnt ich in ner Geisterbahn auftreten  ;D Danke erst mal für Deine Antwort. Wünsch Dir nen schönen Tag.