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Leuchtfeldblende schief?

Begonnen von treinisch, Februar 01, 2010, 11:36:34 VORMITTAG

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Nomarski

Hallo Timm,

ich würde wie du schon beschrieben hast, lieber davon absehen, an den verlackten Schrauben rumzudrehen.
Die sind nämlich nicht umsonst versiegelt und sollten nur gelöst werden, wenn man in der Lage ist, die Justage wieder herzustellen.
Wenn auch der Spalt, in dem sich die Lamellen bewegen parallel zur Tischebene liegt, könnte es an der Spaltbreite liegen, die es manchen Lamellen ermöglicht, etwas in "Schieflage" zu geraten.
Dann wäre es aber nur ein Schönheitsfehler, der wie von Rolf schon angedeutet, für die Beobachtung und die Fotografie nicht relevant ist.
Ob dieses der Fall ist, kannst du durch LEICHTEN Druck auf die Lamellen prüfen, sofern sich das Glas darüber entfernen läßt.

Viele Grüße
Bernd

Dieter Stoffels

Hallo Herr Henkel,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Ich glaube, dass die Dimension dieses  Schiefstandes an dieser Stelle etwas überbewertet wird. Ich habe bisher bei keiner Vergrößerung (Maßstabszahlen 2,5x-100x) den Effekt einer Schieflichtbeleuchtung beobachten können. Zudem ist die Blende beim Mikroskopieren mindestens zu 2/3-geöffnet. Trotzdem kann eine Rückfrage bei der Firma Zeiss sicher nicht schaden.

Viele Grüße!

Dieter

wilfried48

#17
Zitat von: reblaus in Februar 02, 2010, 00:21:50 VORMITTAG
Aber ehrlich: Hat jemand schon mal einen Unterschied bemerkt, wenn die Blende mit scharfem Rand haargenau richtig offen war, oder wenn sie nicht ganz gestimmt hat?

Hallo,

ein ganz klares Nein, auch wenn sie noch weiter aufgezogen würde.
Wenn man die Kontrastübertragungsfunktion an der Auflösungsrenze wissenschaftlich untersuchen würde,könnte man diesen Unterschied
sicher nachweisen.
Aber schaut euch doch z.B. mal an, welche tollen Bilder Sabine (Bini) mit dem Zeiss Junior KF2 hier einstellt und dieses Mikroskop hat überhaupt keine Leuchtfeldblende, d.h. es wird bei jedem Objektiv immer dersselbe maximale Objektauschnitt beleuchtet, wie beim Übersichtsobjektiv.
Dieser Teil in der Theorie der Köhlerschen Beleuchtung ist in der Praxis offenbar eher unwichtig. Die Leuchtfeldblende ist wichtig um die Kondensorhöhe richtig einzustellen, damit die Beleuchtungsaperturblendenebene und das Lichtquellenbild zusammenfallen und in die hintere Brennebene des Objektivs abgebildet werden.
Wer ein Phasenkontrastmikroskop hat kann dies mit dem Hilfslinse bzw. Hilfsokular auch prüfen. Die anderen müssen sich auch hier auf den Mikroskophersteller verlassen.

Also die hier diskutierte leichte Schieflage des Leuchtfeldblendenbilds ist meines Erachtens "viel Gedöns um nichts" aber trotzdem ist der Mangel einer Präzisionsfirma wie Zeiss unwürdig.

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

treinisch

Es ist tatsächlich so, wie sie sagen, Herr Henkel, beim Durchfokussieren
weicht das Objekt ein wenig nach rechts bzw. links aus. Ich musste
mich allerdings extrem konzentrieren um den Effekt zu bemerken.

Es ist einfach so, dass sich meine mangelnde Erfahrung natürlich
in verstärkter Unsicherheit äußert. Ich habe zwar eine
Vorstellung, warum es die Leuchtfeldblende gibt, aber keinerlei
Vorstellung welche Konsequenzen eine Abweichung von diesem
Ideal hat.

Deswegen ist auch der Hinweis, dass das Problem in der Praxis
wohl völlig irrelevant ist eine große Hilfe und ich denke, ich werde
es dabei belassen.

Umsonst war das ganze dennoch nicht, denn ich habe mein Mikroskop
nun viel besser kennengelernt und mich auch gründlicher mit
der köhlerschen Beleuchtung befasst, als ich es vielleicht ohne diesen
Phantomschmerz getan hätte.

Vielen vielen Dank für all die Tipps und Hinweise

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Peter V.

#19
Hallo Timm,

ich habe jetzt nur Dein letztes Posting und den Anfang dieses threads gelesen.
Offensichtlich hat aber im Verlauf der Diskussion jemand diesen Hinweis gegeben:


ZitatDeswegen ist auch der Hinweis, dass das Problem in der Praxis
wohl völlig irrelevant ist eine große Hilfe und ich denke, ich werde
es dabei belassen.

Genau das wollte ich ganz am Anfang schon schreiben, habe mich aber nicht getraut, weil sich ja des Problems schon intensiv angenommen wurde, und da wollte ich mich als "Pragmatiker" nicht einmischen und Zorn auf mich laden.
Mir kam es aber schon ein wenig so vor wie die Diskusson um das Lacerty Infinity. Leuchtfeldblendenfarbsäume sind zur Zeit wohl "in"  ;D

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Nomarski

Hallo,

ZitatLeuchtfeldblendenfarbsäume sind zur Zeit wohl "in"  Grinsend

So nutze ich die Gelegenheit, um die Farbsäume auch von meiner schiefen Leuchtfeldblende zu zeigen ;D :


Dieses Bild wurde durch einen 10er Achromat eines Zeiss-Standards aufgenommen, die Randschärfe ist auch nicht 100%ig, was sich bei der visuellen Beobachtung noch weniger bemerkbar macht. Der Kondensor hat die Apertur von 0,9




Bei absichtlicher defokusierung entstehen diese Farbsäume.


Zum Vergleich die Aufnahme mit einem achr.apl. Kondensor Apertur 1,4


Auch hier wurde etwas defokussiert.

Aber das nur nebenbei. ;)

Viele Grüße
Bernd

Klaus Henkel

Zitat von: Nomarski in Februar 03, 2010, 19:36:52 NACHMITTAGS
ZitatLeuchtfeldblendenfarbsäume sind zur Zeit wohl "in"  Grinsend

So nutze ich die Gelegenheit, um die Farbsäume auch von meiner schiefen Leuchtfeldblende zu zeigen ;D :

Werter Nomarski, was wollten Sie denn nun eigentlich darstellen?
Steh ich auf dem Schlauch oder was...?
Da sind doch keine einseitig unterschiedlichen Farbränder, die ein Anzeichen für unbeabsichtigte schiefe Beleuchtung sind; das ist doch alles in Ordnung, so wie es sein sollte - oder?
Gruß KH

Nomarski

#22
Lieber Herr Henkel,

ZitatDa sind doch keine einseitig unterschiedlichen Farbränder, die ein Anzeichen für unbeabsichtigte schiefe Beleuchtung sind; das ist doch alles in Ordnung, so wie es sein sollte - oder?
Wenn sogar Sie das sagen, beruhigt mich das ungemein und hat die Bedeutung eines "TÜV-Stempels". :)

Aber zu Ihrer Frage:
Zitatwas wollten Sie denn nun eigentlich darstellen?
Wie Ihnen wohl nicht entgangen ist, gab es in der letzten Zeit mehrfach Diskussionen wegen dieses Themas. Worüber sonst nur seitenweise geschrieben wurde, wollte ich einfach mit ein paar Bildern mal zeigen.
Immerhin kann es für diejenigen nützlich sein, die sich ein Mikroskop erwerben wollen und vor dem Kauf das Gerät überprüfen möchten, ob alles in Ordnung ist, nicht hinterher, wenn es zu spät ist.

Gruß
Nomarski

Detlef Kramer

Lieber Bernd,

also ich empfand auch virtuelle Bauchschmerzen bei der Darstellung Deiner Fotos. Das hat mit der Problematik eigentlich wirklich nichts zu tun. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies behoben werden müsste. Und:
Zitatwegen diesem Thema
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", das kann ich mir nun nicht verkneifen ;D ;D ;D.

Herzlichen Gruß

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Nomarski

#24
Zitat von: Detlef Kramer in Februar 03, 2010, 23:52:39 NACHMITTAGS
Lieber Bernd,

also ich empfand auch virtuelle Bauchschmerzen bei der Darstellung Deiner Fotos. Das hat mit der Problematik eigentlich wirklich nichts zu tun. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies behoben werden müsste. Und:
Zitatwegen diesem Thema
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", das kann ich mir nun nicht verkneifen ;D ;D ;D.

Herzlichen Gruß

Detlef

Danke, lieber Detlef,
dieser kleine Fehler ist bereits behoben und er schien dich mehr gestört zu haben als der Farbsaum an Timms Blendenrand.
Abrer ich stimme mit dir in dem Punkt überein: Mit der Problematik hat das wirklich nichts zu tun!

treinisch

Hallo,

für mich ist das Thema eigentlich abgeschlossen, aber das mit den Bildern von der Leuchtfeldblende
ist glaube ich eine ganz gute Idee.

Wobei ich mich ganz leise und vorsichtig doch frage, ob da nicht bei dem Foto mit dem
achr.apl. Kondensor Apertur 1,4 doch ein deutlicher Farbrand, am linken Rand ist.  :D

Ich würde mal sagen der rechte Rand ist neutral grau/schwarz und der linke
geht doch schon nach sepia, oder?  ;)

Schmunzelnd

Timm

Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Nomarski

Hallo Timm,

ZitatIch würde mal sagen der rechte Rand ist neutral grau/schwarz und der linke
geht doch schon nach sepia, oder?  Zwinkernd

Das wollte ich dir damit eigentlich gezeigt haben, daß auch beim Kondensor 1,4 noch Farbränder auftreten können, wenn auch nicht so drastisch wie bei deinem Mikroskop. Aber der Rand der Leuchtfeldblende dient eigentlich nur zur Zentrierhilfe und ist weder bei der Beobachtung noch bei der Fotografie zu sehen, es sei denn, man zieht sie soweit zu, daß Detlef virtuelle Bauchschmerzen bekommt. ;D

Ich bin sicher, daß man bei deinem Mikroskop durchaus eine Verbesserung bewirken kann, aber sowas geht nur vor Ort und nicht in diesem Forum per Ferndiagnose. Deswegen sei es von mir aus auch hiermit abgeschlossen.

Grüße
Bernd

Peter V.

#27
Zitat"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod", das kann ich mir nun nicht verkneifen   .

Herzlichen Gruß

Detlef

Da der Leuchtfeldblenden-thread offenbar beendet ist, können wir nun endlich ot werden und zu unser aller Lieblingsthema zurückkehren  ;D

Offenbar passieren solche kleine Lapsus ( ja, gleich vorweg, mit langem u, nicht Lapsi! ) auch ganz Anderen:

http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,325940,00.html

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Nomarski

ZitatDa der Leuchtfeldblenden-thread offenbar beendet ist, können wir nun endlich ot werden und zu unser aller Lieblingsthema zurückkehren

Noch nicht ganz, da eine Sache noch nicht geklärt ist. Es wurde nämlich bereits angedeutet, daß auch die Aperturblende im Kondensor zentrisch im Beleuchtungsstrahlengang stehen muß. Genau das habe ich überprüft. Ich habe die Aperturblende dezentriert und bin auf diese Erscheinung des einseitigen Farbsaumes gestoßen.
Also ist die Ursache wahrscheinlich keine schiefe Leuchtfeldblende, auch keine dezentrierte Lampe, sondern eine dezentrierte Aperturblende. Und diese läßt sich zentrieren.

Viele Grüße
Bernd

Detlef Kramer

... oder eine schief sitzende Kondensor-Frontlinse. Das hat ja Timm schon selbst herausgefunden und zum Teil beseitigt. Man kann die Stellung dieser Linse ja korrigieren, ich weiß nur nicht, ob das ohne bestimmte Hilfsmittel funktioniert. Ich habe da keine Erfahrung. Im Prinzip müsste der Kondensor mit ausgeklappter Frontlinse sehr genau zur Feldblende zentriert werden, dann Frontlinse einklappen und durch Justieren des Endanschlags zentrieren.

Abgesehen davon: wie zentriert man die Aperturblende? Ich muss gestehen, dass ich diesen Kondensor nicht kenne.

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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