Ein DIcKes Fotoproblem......

Begonnen von Peter V., Februar 14, 2010, 12:29:17 NACHMITTAGS

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Peter V.

Hallo!

Bei meinem DIK am Jenaval habe ich ein großen Problem: Der DIK funktioniert tadellos, das durch das Okular zu sehende Bild ist absolut einwandfrei! Auch, wenn man mit einem Okular durch den Fotoausgang schaut.
Bei Anfertigen von Fotos mit der Nikon Coolpix 990 die große Überraschung: Es sieht aus wie ein Anaglyphenbild!
Zuerst dachte ich, der freundliche Blutspender habe sich mit dem Picolay-Virus infiziert, aber das ist es vermutlich nicht.  :D
Ich habe den schwren Verdacht, dass sich der Jena-DIK ( oder genrell DIK? ) und meine Coolpix 990 nicht mögen.

Das ist ja das Schöne an der Mikroskopietechnik: Es wird nie langweilig....immer wieder Überraschungen  :(

Hier einmal ein zwei wirklich grausame Beispielfotos:

12,5 DIK, Ausschnitt


100 DIK, Vollformat


Ich bin ratlos!!! Was nun? Neue Kamera kaufen? Welche?

Gibt es hier noch Jena-DIK-Verwender?

( Ach, und bevor Nachfragen kommen: Ich habe nichts im Strahlengang vergessen, so wie seinerzeit bei meinem  DMLB-Problem, falls sich noch jemand erinnert  ;D )

Hrzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Dieter Stoffels

Hallo Peter,

Deine Bilder sehen schon sehr verwaschen aus. Könnte es sein, dass das geronnene Blut zu dick für ein Objektiv dieser Maßstabszahl ist? Ansonsten fällt mir noch eine zu hohe Eigenvergrößerung durch einen möglichen Tubusfaktor ein. Selbstverständlich kann es auch an der Kamera liegen. Ich selbst hatte mit einer Cannon EOS 10D im DIK Probleme. Bei derartigen Aufnahmen war immer ein rot gepixelter Punk in der Bildmitte zu sehen. Das Problem ließ sich auch durch eine Reparatur bei Cannon nicht beheben.  Als Fehler wurde mir ein "Ausbluten des Chips" genannt. Ob das stimmt? Ich weiß nicht, ob Du an Deinem Mikroskop mit einem Depolarisator arbeitest. Wenn ja, würde ich diesen einmal entfernen.

Leider kann ich nur einige Vorschläge machen, aber nicht konkret helfen.

Viele Grüße!

Dieter


Peter V.

Hallo!

Anm Präparat etc. liegt es nicht. Wie gesagt - das Bild, das man durch das Okular sieht, ist einwandfrei!!! Auch durch das für die Fotografie verwnedete Okular.
Nur auf dem Foto schaut es so aus.

Herzliche Grüße
Peter
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Nomarski

Hallo Peter,

ist die Nikon Coolpix die einzige Kamera, die du für die Mikrofotografie hast oder hast du noch Ausweichmöglichkeiten, die du für den Vergleich mal nehmen könntest?

Das Mikroskop wird sicherlich auch Hellfeld können. Wie sieht es denn dabei aus, wenn du mit deiner Nikon Coolpix fotografierst.

Viele Grüße
Bernd

Siggi O.

Hallo Peter,

wie sieht es denn aus, wenn Du durch das "normale Okular" eine Aufnahme machst?

Viele Grüße
Siggi
Gerne per Du!
Vorstellung: Hier klicken!

Nomarski


Peter V.

Zitat von: Nomarski in Februar 14, 2010, 14:10:42 NACHMITTAGS
Soll sich das nun inzwischen erledigt haben?  ???

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4784.0

Lieber Bernd,

nein - wieso???

Zitatist die Nikon Coolpix die einzige Kamera, die du für die Mikrofotografie hast oder hast du noch Ausweichmöglichkeiten, die du für den Vergleich mal nehmen könntest?

ich werde es später nochmla mit einer DCM 130 probieren.

Herzliche Grüße
Peter

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beamish

Hallo Peter,

hast Du schon mal versucht, die Bilder mit einer Anaglyphenbrille anzuschaun  ;D (ich hab keine)

Grüße,

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

rekuwi

Hallo Martin,

das funktioniert, wenn auch nicht sehr berauschend. Aber der 3D-Effekt kommt raus.

Grüßle
Regi

Peter V.

#9
Zitat von: rekuwi in Februar 14, 2010, 17:59:41 NACHMITTAGS
Hallo Martin,

das funktioniert, wenn auch nicht sehr berauschend. Aber der 3D-Effekt kommt raus.

Grüßle
Regi

Das würde mich auch wundern, denn die rotgrünen Figuren sind ja nur Artefakte!

Bei einem anderen Objekt ( Mundschleimhautepithelien ) finden sich diese Artfefakte nicht ( zumindest nicht so ausgeprägt ), aber weiterhin im mittlerweile schon gut abeglagertes Blut mit mehreren Erythrocaten in der sogenannten Stechapfelform.

Leider habe ich immer noch keine Erklärung dafür  ???

Mundschleinhaut 40fach DIK


Mundschleimhaut 100 fach DIK


Blut 100fach DIK



Herzliche Grüße
Peter

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Eckhard

Lieber Peter,

wenn Du mir die Bilder ohne Einleitung gezeigt hättest, würde ich sagen, hier passen DIK Prismen und Objektive nicht zusammen! Ich kenne mich mit Zeiss Ost DIK kein bisschen aus. Aber wenn ich bei mir einen falschen DIK Schieber und das falsche DIK Prisma im Kondensor für das eingeschwenkte Objektiv wähle, dann ist das Bild ähnlich.

Bild 1 erscheint mir ganz OK, Bild 2 verwaschen und Bild 3, naja, reden wir nicht drüber. Bist Du sicher, dass Du im Okular nicht eine etwas abgemilderte Variante dieses DIK-Matsches siehst?

Herzliche Grüsse
Eckhard
Zeiss Axioscope.A1 (HF, DF, DIK, Ph, Pol, Epifluoreszenz)
Nikon SE2000U (HF, DIK, Ph)
Olympus SZX 12 (HF, DF, Pol)
Zeiss Sigma (ETSE, InLens SE)

www.wunderkanone.de
www.penard.de
www.flickr.com/wunderkanone

Jürgen Boschert

Hallo,

mit DIK / Ost kenne ich mich zwar auch nicht detailliert aus, aber die prinzipiellen Eigenschaften dürften ähnlich sein. Jedenfalls habe ich bei meinem DIK / West festgestellt, dass die Qualität ganz entscheidend auch vom Einschlussmedium - ja und dem Objekt - abhängt. Mit Tümpelbroben, also Wasser als medium, erhalte ich einwandfreie Bilder, aber mit in Harzen eingeschlossen Präparaten ist das Bild oft lausig; besonders schwierig zeigt sich da auch bei mir Blut. Allerdings habe ich es mit Nativblut bisher noch nicht probiert, muss ich bei Gelegenheit noch machen. Könnte mir durchaus vorstellen, dass nicht eingetrocknetes, "feuchtes" Blut - hier ist das Medium ja letztlich auch Wasser - völlig anders reagiert als eingetrocknetes Material.

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

JB

Peter V.

Zitat von: Eckhard in Februar 14, 2010, 22:40:11 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

Bild 1 erscheint mir ganz OK, Bild 2 verwaschen und Bild 3, naja, reden wir nicht drüber. Bist Du sicher, dass Du im Okular nicht eine etwas abgemilderte Variante dieses DIK-Matsches siehst?

Herzliche Grüsse
Eckhard

Lieber Eckhard,

damit Du es mir glaubst, ein kurzes Video. Bitte nichts zur Qualität sagen, die CP ist dafür nur bedingt bis nicht geeignet, das Bild kann ich während der Aufnahme zudem nicht kontrollieren und somit auch nicht gut fokussieren.
Aber das ENTSCHEIDENDE sieht man: Nämlich KEINE Rot-grünen-Artefakte wie auf dem ( mit der gleichen Kamera aufgenommenen ) Foto. Auch auf dem Live-Vorschaubild auf einem großen Monitor sieht man diese Artefakte nicht. Sie sind nur auf dem endgültiges Foto. Glaub mir, das DIK-Bild an sich ist o.k.!

http://www.youtube.com/watch?v=QWvr10Hx_i0

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

peter-h

Hallo Peter,

verwendest Du eine Halogenleuchte ? Ist ein zusätzliches IR-Sperrfilter im Beleuchtungsstrahlengang ?
Ich frage, weil JEDES Polfilter (und das ist bei DIK vorhanden) im IR wieder sehr transparent wird. Unser Auge sieht es nicht!
Aber manche Kameras haben ein schlechtes IR-Sperrfilter eingebaut und so kann plötzlich der Blau- oder Grünkanal (Bayermaske) den IR-Anteil "sehen" und spinnt daraus lustige Mätzchen.

Jedenfalls kenne ich solche Spielchen von der Olympus C 3040.

Falls aber mit einer LED beleuchtet wurde ist meine Vermutung nicht zutreffend.

Gruß
Peter (H)

Eckhard

Lieber Peter,

hmmm - Blut hab ich noch nicht angesehen im DIK und meine Frau weigert sich, zur Ader gelassen zu werden :D Wenn das optische Bild OK ist und das Video auch scheint Deine CP mit dem DIK softwareseitig nicht klarzukommen.

Leg doch mal eine Kieselalge drunter - mit dem 40ziger.  

Herzliche Grüsse
Eckhard
Zeiss Axioscope.A1 (HF, DF, DIK, Ph, Pol, Epifluoreszenz)
Nikon SE2000U (HF, DIK, Ph)
Olympus SZX 12 (HF, DF, Pol)
Zeiss Sigma (ETSE, InLens SE)

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