Ein frühes Ortholux als "Beifang" bei der GFL Rettungsaktion

Begonnen von GW, Januar 25, 2024, 19:55:03 NACHMITTAGS

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GW

Ein herzliches Hallo,

ich hatte ja im Beitrag zum GFL Metallmikroskop versprochen, dass ich noch Bilder einstelle zum zweiten Mikroskop, das aus dem Wandfach vor Abriss des Hauses gerettet werden konnte.
Es ist ein frühes Ortholux mit umschaltbarem Strahlengang und als zusätzlichem Zubehör einem zweiten Objektivrevolver für Auflicht - zumindest wenn nicht das richtig verstanden habe  :)

Herzliche Grüße und Euch einen schönen Abend
Gerhard 

purkinje

Hallo Gerhard,
ein wirklich schönes Stück und wie es scheint nicht viel (in irgendeiner Laborroutine) benützt. Die Haube ist ein Traum ...Das ist doch eine gute Basis zum Beginn einer großen  Leidenschaft!
Beste Grüße Stefan

Thomas Böder

Ein wunderschönes Mikroskop!
Damit kann man hervorragend ,,arbeiten"!
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Jürgen Boschert

#3
Hallo Gerhard,

meine Güte, ist das ein sauberes Exemplar eines wunderschönen Mikroskopes, ein Traum! Herzlichen Glückwunsch zu diesem Fang, viel Freude damit und hüte es gut!

Vielen Dank, dass Du es vor dem Untergang gerettet hast.
Beste Grüße !

JB

Jürgen Boschert

Noch als Ergänzung lieber Gerhard,

wenn Du es benutzen willst, und das sollst Du unbedingt!: Der Objekttisch ist noch so makellos, da würde ich ein entsprechend zurechtgeschnittenes Stück einer Adhaesiv-Schutzfolie für Monitore aufbringen.

Und ja, das ist ein passender, voll bestückter Auflichtrevolver.
Beste Grüße !

JB

GW

Hallo Stefan,
vielen Dank für den tollen Link, da geht ja eine eigene Bibliothek dahinter auf  :) und ja, die Haube ist wirklich ein Blickfang und das Ortholux ist wirklich schön erhalten, war wahrscheinlich im Dornröschen-Schlaf in letzten Jahrzehnten.

Hallo Thomas,
ebenfalls herzlichen Dank und ich werde mich jetzt mal ganz vorsichtig der Mikroskopie nähern.

Beste Grüße
Gerhard 

 

purkinje

#6
Hallo Gerhard,
Wolfgangs schöne Seiten, die ich da oben versteckt hatte  ;D  haben enormes Suchtpotenzial.
Es ist übrigens ein frühes aber kein ganz frühes Ortholux, es hat nämlich schon den kleinen Hebel für die Einstellung der "Strenge" des Triebs; die noch älteren hatten eine Plattenklemmung. Desweiteren steht dir bei Bedarf die gesamte Welt der alten Leitz-Optik (170mm und übrigens auch die für 160mm) offen: Objektive, Okulare , Kondensoren 1973
Beste Grüße Stefan


PS: mit ein paar Periplan GF 10 Okularen kann man den Schlüssellochblick der früheren Jahre Periplane hinter sich lassen.

GW

Hallo Jürgen,

ganz herzlichen Dank und man sieht ihm die fast 70 Jahre wirklich nicht an. Die Lebenspartnerin des verstorbenen Onkels war wohl Medizinerin und vielleicht war das Ortholux nur für den schnellen Blick am Sonntag zuhause im Einsatz und das Arbeitsmikroskop stand an der Uni?

Danke auch für tollen Tip mit der Schutzfolie, das werde ich auf jeden Fall machen, nicht dass man als unkundiger Laie noch unnötig Spuren hinterlässt.
Habe auf Basis der vielen Beiträge hier im Forum den Link zur Mikrofibel besucht und werde mich jetzt erstmal mit der Materie vertraut machen. Die Hälfte hab ich jetzt geschafft und gerade versucht das richtige Köhlern nachzuvollziehen und die Anleitung zu verinnerlichen  :)
Ein bisschen hilft da die Erfahrung mit den Teleskopen für die Astronomie, wobei die Mikroskopie hier schon noch mal komplexer ist bzw. weniger "verzeiht".

Dankeschön auch für die Erläuterung zum Auflichtrevolver und damit wären dann doch eigentlich ähnliche Beobachtungen möglich wie mit dem inversen GFL, wobei das jetzt wahrscheinlich laienhaft zu kurz gesprungen ist, denn das inverse GFL scheint ja nochmal der Spezialfall in der Auflichtbeobachtung zu sein - oh Mann wird schon werden  :)

Nochmals herzlichen Dank und beste Grüße
Gerhard 

     


TPL

Hallo Gerhard,

herzlichen Glückwunsch zu dieser phantastisch schön erhaltenen Ikone industriellen Designs!

Beste Grüße aus Namibia,
Thomas

GW

Hallo Stefan,

Deine Unterstützung & Expertise ist wirklich fantastisch und das hilft mir nochmals sehr, denn ich dachte mir schon, dass die KPL-W am Zeiss GFL definitiv einen anderen Einblick gewähren als die normalen Okulare am Ortholux. Aber das ist bei den Teleskopen sehr ähnlich, da kostet dann ein Okular auch gerne mal mehr als das ganze Teleskop, wenn es ein einfacheres ist. Bei den Mikroskopen scheinen hingegen die Preise für Objektive gerne nach oben offen zu sein ;)   

Die Erläuterung zum Berek-Kondensor gönne ich mir dann heute Abend!

Herzliche Grüße
Gerhard 

GW

Hallo Thomas,

ebenfalls herzlichen Dank für das tolle Feedback und es ist wirklich unglaublich wie ästhetisch schön damals Produkte für de professionellen Einsatz in Industrie und Forschung designed wurden.

Beste Grüße aus den Bergen nach Namibia!
Gerhard   

Jürgen H.

Lieber Gerhard,

das ist ein wunderschön erhaltenes Brüderchen von meinem. Die Herstellernummer gibt Aufschluss über das Baujahr. Schau mal drauf, ich erkenne auf Deinen Photos, dass Deine Nr. mit 4 anfängt. Meines, das von meinem Schwiegergroßvater stammt, trägt die Nummer 483372.Fast ein wenig neidisch bin ich auf Deine Haube. Bei meinem  ist nur eine Plastikhaube vorhanden. Der Tipp von Stefan, nach ein paar Periplanokularen Ausschau zu halten, ist gut, ich kann Dir versichern, das erweitert den Bildgenuss ungemein. Ja und da gibt es noch die wunderbaren NPLs....Und und....

Viel Vergnügen mit diesem ausgesucht schönen Stück!

Viele Grüße

Jürgen

Jürgen H.


GW

Lieber Jürgen,

danke Dir und ich hab gerade mal nachgeschaut und meines hat die Seriennummer 482655, die beiden liegen wirklich sehr nahe beieinander und konnten sich in der Produktion wahrscheinlich fast zuwinken  ;)

Den Ratschlag von Stefan und Dir werde ich auf jeden Fall umsetzen, denn es ist schon sehr angenehm etwas weniger Tunnel zu haben.
Die Haube ist wirklich ein Traum und das spricht vielleicht doch für die Version eines "Sonntag-Mikroskops", das die restliche Zeit unter der Haube stand.Sofern jemand Erfahrungen damit hat, ob und wenn wie man diese pflegen müsste, bin ich für Eure Expertise sehr dankbar.

Und ja, der Trafo und Lampe scheinen erhalten geblieben zu sein. Wobei ich bei letzterer die Verkabelung erneuern muss, da die Drähte mürbe geworden sind. Der Trafo scheint mir irgendwie fast noch älter zu sein, zumindest ist es ein "Standexemplar" mit einem Eigengewicht von stolzen 3,5 Kilo.

Herzliche Grüße
Gerhard