Frage zu einem ziemlich alten Leitz Stereomikroskop: Jalicht Gravur

Begonnen von lumipan, Oktober 09, 2025, 15:26:05 NACHMITTAGS

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lumipan

Hallo und Grüße,

ich möchte Fragen ob jemand eine Idee zu der Bezeichnung hat: "Jalicht" die hier im Leitz-Sarg graviert ist. Bisher habe ich nur hilfloses Schulterzucken erhalten wenn ich versucht habe eine Antwort zu bekommen. Kennt jemanden den Begriff, handelt es sich um eine besondere Ausführung oder einen Vertriebspartner oder einfach einen Fake? Nach der Seriennummer sollte das Teil aus der Zeit um 1915 stammen.

Danke, freue mich über jeden Tip

Dypsis

Hallo,
ich hab zwar auch nicht wirklich einen Tip aber:
a) diese Gravur hatte ich schon zwei mal
b) sie war ein mal an einer Lupe zur Durchsicht von Luftbildern (Wk1)
C) Fake ist es sicher keiner

Lass doch mal mehr vom Statv sehn.

Grüße
Thomas
Ich bevorzuge das forumsübliche Du!

Jürgen H.

Thomas, ich vermute, es ist eine Produktbezeichnung, wie bei diesem Fernglas:


Viele Grüße

Jürgen

lumipan


lumipan

#4
Hallo Thomas, hallo Jürgen,

hier ein paar Eindrücke, ich denke Bildauswertung könnte vom Fuss her plausibel sein. Objektiv ist fix, 2 Okularpaare 3,5 und 7x. Kein Okularmikrometer zum Messen dabei. Die Okulare sehen speziell aus mit der Teilung (stelle noch ein Bild ein).  Fragen folgen nach. Wenn es aus 1914 stammt würde das für fotografische Aufnahmen vielleicht sogar bevorzugt Ballon und Zeppelin sprechen oder frühe Fliegerkameras

Hallo Thomas, kannst du dich erinnern ob die Lupe die du gesehen hast auch so aussah? Wenn nicht ist eine Produktbezeichnung für ein dediziertes Modell eher wenig wahrscheinlich.

Danke und Grüße
dirk

lumipan

#5
Okulare mit Einteilung und noch eine weitere Verstellmöglichkeit am Fuß

beamish

Hier wurde so eins gezeigt und als "Feldmikroskop" von 1916 bezeichnet:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=23986.msg374115#msg374115

Bei Ferngläsern für den militärischen Gebrauch steht an dieser Stelle die Gravur "D.G." für Dienstglas. L. D. M. könnte also z.B. für Luftwaffe Dienstmikroskop stehen. Aber "Jalicht."? Hat das was mit Lichtbildern zu tun?

Grüße
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Jürgen H.

Das Teil dient eventuell zum genaueren Betrachten von Filmnegativen vor weißem Hintergrund?

lumipan

Vielen Dank Martin, vielen Dank Jürgen,

der link ist prima, ich habe einmal eine Anfrage geschickt. Das mit dem  DG   für Dienstglas ist mir nicht bekannt gewesen, danke! allerdings bin ich mir n icht sicher ob die Fliegerei im I.WK überhaupt schon Luftwaffe hiess, da ist das Netz sehr unergiebig, Eine Alternative evtl Luftschiff oder Leitz---?

Wenn überhaupt tippe ich eher auf Positivbetrachtung Thomas, bei Negativen wird eigentlich ein Leuchtkasten oder Hintergrundlicht von Vorteil sein

Grüße dirk

Dypsis

... ich glaub der Wolfgang (ortholux) weiß zu dem Ding was. Ich habe ihm seinerzeit genau das gleiche das Du da hast, abgetreten
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Dypsis

Zitat von: lumipan link=msg=381788 d
quote author=lumipan link=msg=381788 date=1760099015]

Wenn überhaupt tippe ich eher auf Positivbetrachtung Thomas, bei Negativen wird eigentlich ein Leuchtkasten oder Hintergrundlicht von Vorteil sein

Grüße dirk

... na dann stell das Ding doch schräg, stells vors Fenster und lass das Tageslicht auf die Helle Platte scheinen und schon hast du deinen Leuchtkasten
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Lupus

Hallo,

vom Aufbau her scheint doch klar zu sein, dass der Untersatz des Mikroskops für Durchlicht gedacht ist. Und die dazu notwendige Schrägstellung erleichtert den Einblick.
"Feldmikroskop" klingt eigentlich ganz nach dem Einsatz unterwegs in der Nähe der Front, falls es aus der Zeit 1914-1918 stammt.

ZitatDas mit dem  DG   für Dienstglas ist mir nicht bekannt gewesen, danke! allerdings bin ich mir n icht sicher ob die Fliegerei im I.WK überhaupt schon Luftwaffe hiess, da ist das Netz sehr unergiebig
Das Heer hatten anfangs sog. Feldflieger- oder Luftschiffer-Abteilungen, die den jeweiligen Armee-Korps zugeordnet waren. Die Struktur entwickelte sich dann differenzierter, bis zu eigenen Aufklärungsabteilungen:  https://de.wikipedia.org/wiki/Luftstreitkr%C3%A4fte_(Deutsches_Kaiserreich)#Gliederung_und_Einsatz_der_deutschen_Heeres-Luftstreitkr%C3%A4fte.

Hubert

beamish

Zitat von: Dypsis in Oktober 10, 2025, 15:07:31 NACHMITTAGS... ich glaub der Wolfgang (ortholux) weiß zu dem Ding was. Ich habe ihm seinerzeit genau das gleiche das Du da hast, abgetreten

Ich warte schon die ganze Zeit drauf, daß Wolfgang uns erlöst... ;-)
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

lumipan

vielen Dank Euch allen! Auch auf d8ie Gefahr dass ich etwas naiv bin: Die helle Platte auf den Fotos ist aus Metall der schwarze Unterbau fühlt sich für mich wie massiver Guss an und hat auch keine Aussparungen oder Lichtdurchtritte. Ich bin etwas hilflos wie man (ich) hier eine Durchlichtbeleuchtung für Negative hinbekommen kann, es gibt keinen durchsichtigen oder durchscheinenden Träger wo ich ein Lichtbild plazieren würde?

Grüsse an Alle

dirk

beamish

Mit den beiden Rändelschrauben könnte man z.B. ein 6x9 Negativ fixieren. Die weiße Platte dient als Reflektor.
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D