Adaption Canon G3 nur Chip auf unendlich Fototubus

Begonnen von mikromeister, Oktober 02, 2010, 22:22:08 NACHMITTAGS

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mikromeister

Hallo,

ich habe eine defekte Canon powershot G3 für 17,50 ersteigert, geschlachtet und das Objektiv fast komplett entfernt.
Die allerletzte Linse, die den Autofokus macht habe ich aus Versehen noch drin gelassen. Jetzt fürchte ich die Sache doch noch zu vermasseln, weil die schon sehr nah am Chip verbaut ist und viel Elekronik dranklebt.

Das gute Stück habe ich auf den Fototubus meines neuen Leitz SM LUX HL gehalten, nach Augenmaß am Mikroskoptrieb scharf gestellt und abgedrückt.

Voila,
10x Auflichtobjektiv, auf unendlich korrigiert, Blutausstrich ohne Deckglas im Durchlicht.
Das sieht doch halbwegs vielversprechend aus.



Auf was soll ich bei der entgültigen Adaption achten?
Ich nehme an, bei Fokus auf manuell unendlich soll das Foto scharf sein, wenn ich scharf durchs Okular sehe.
Dazu muss ich wohl den Fototubus durch ausprobieren in der Länge anpassen.

Unklar ist mir die Belichtungssteuerung.
Die Kamera macht zufällig (natürlich nicht wirklich) richtig belichtete Bilder.
Im Display sieht es immer gut aus.
Meist ist das Foto dann aber komplett schwarz oder weiss.
Was stelle ich da schlauerweise ein?
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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Nomarski

Hallo,

ZitatAuf was soll ich bei einer richtigen Adaption achten?
Ich nehme an, bei Fokus auf manuell unendlich soll das Foto scharf sein, wenn ich scharf durchs Okular sehe.
Dazu muss ich wohl den Fototubus durch ausprobieren in der Länge anpassen.

Wozu hast du das Objektiv dort überjaupt abgebaut? So wäre die Vorgehensweise mit Objekiv ins Okular!

ZitatUnklar ist mir die Belichtungssteuerung.
Die Kamera macht zufällig (natürlich nicht wirklich) richtig belichtete Bilder.
Im Display sieht es immer gut aus.
Meist ist das Foto dann aber komplett schwarz oder weiss.
Was stelle ich da schlauerweise ein?
Manuell, wenn es geht.

mikromeister

Ich habe diese Lösung gewählt, weil ich so kein teures Projektiv am Tubus brauche und ich verwende eine sehr gute Kamera, die ich wegen defekter Optik superbillig bekommen habe.
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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Nomarski

Ein Okular wird durch Anheben auch zum Projektiv. Hast du es schon mal damit probiert?
Ansonnsten könnte ich mir vorstellen, daß das umgedrehte Plössl-Okular auch an deinem Kamera-Wrack funktionieren könnte, sofern es sich mit der Autofokus-Linse verträgt, die dort noch drinsteckt.

Detlef Kramer

Eine Kamera mit Objektiv benötigt kein Projektiv und das Okular muss auch nicht angehoben werden, denn in dem Fall funktioniert die Kamera physikalisch exakt wie das Auge. Projektive benötigt man, wenn man ohne Zwischenbild direkt den Chip belichtet, z.B. bei einer DSLR.

D.K.
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Nomarski

#5
ZitatProjektive benötigt man, wenn man ohne Zwischenbild direkt den Chip belichtet, z.B. bei einer DSLR.

Aber:
ZitatIch habe diese Lösung gewählt, weil ich so kein teures Projektiv am Tubus brauche und ich verwende eine sehr gute Kamera, die ich wegen defekter Optik superbillig bekommen habe.

Was machen wir denn da?

ZitatDie allerletzte Linse, die den Autofokus macht habe ich aus Versehen noch drin gelassen. Jetzt fürchte ich die Sache doch noch zu vermasseln, weil die schon sehr nah am Chip verbaut ist und viel Elekronik dranklebt.
Das ist genau die Gefahr, die besteht, wenn man irgendwelche Baugruppen entfernt, daß der Rest der Elektronik nicht mehr einwandfrei arbeitet oder in den totalen Streik verfällt. Deswegen wohl auch das:

ZitatUnklar ist mir die Belichtungssteuerung.
Die Kamera macht zufällig (natürlich nicht wirklich) richtig belichtete Bilder.
Im Display sieht es immer gut aus.
Meist ist das Foto dann aber komplett schwarz oder weiss.
Aber vielleicht läßt sich die Sache irgendwie noch retten, indem man die Kamera auf manuelle Belichtungssteuerung einstellt oder mit Zeitautomatik, da es eine Blende nun auch nicht mehr gibt, außer die Aperturblende im Kondensor des Mikroskops.
Wenn das noch irgendwie möglich ist, kann man sich über eine optische Adaption Gedanken machen, sei es über ein Projektiv oder über ein Okular mit Hilfsobjektiv.

Viele Grüße
Bernd

mikromeister

Ich verstehe es glaube ich immer noch nicht.

Wenn ich auf das Fototubusrohr meines Mikroskops ohne jede Optik eine Mattscheibe lege, dann sehe ich dort ein scharfes Bild in ca. 1,5x Chipgröße.
Wahrscheinlich passt das für 24x36 Filmformat.
Was kann da besser sein als die Mattscheibe durch einen CCD zu ersetzen?
Welches Problem übersehe ich da?
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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Nomarski

Das geht so nur, wenn davor eine Tubuslinse ist, welche die Farbvergrößerungsfehler des Objektives korrigiert.

mikromeister

Nach einigem Hin und Her Probieren habe ich die Direkt-Chip Technologie doch in den Mülleimer getreten.
Die Warner hatten Recht.

Die Bilder werden zwar tip top scharf, aber der Chip ist fürs Bildfeld zu klein und es gibt einen seltsamen Rotstich.
Die richtige Belichtung ist schwierig, weil der Kameraverschluss fehlt.

Die Aufnahmen mit meiner normalen guten Digiknipse durch ein 10x Okular auf dem Fototubus sind insgesamt viel homogener.
Durch das Zoom-Objektiv kann ich Vignettierung verhindern.
Dumm ist nur, dass sich der Autofokus nicht ausschalten lässt und eigentlich korrekt arbeitet.
Aber ich habe so keinen pefekten Einfluss auf die Schärfeebene.
Die Kamera hat da ein gewisses Eigenleben.

Dies nur als abschließende Info für etwaige Nachahmer.
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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