Vorweihnachtsrätsel (--> Phycocyanin)

Begonnen von Oliver S., Dezember 21, 2010, 00:26:59 VORMITTAG

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Mila

Hallo,

ja, man kann sich über Vieles aufregen, auch über Biotin im Kreuzworträtsel der Apotheken-Umschau, die wir Apothekenleute netterweise den Kunden schenken!
Aber wenn sonst alle Kreuzworträtsel gelöst werden können, ist doch alles in Ordnung!

Kein Grund hier Oliver anzugreifen!

Ich bin mir nur noch nicht so ganz darüber im klaren, was denn nun Olivers Frau hergestellt hat oder in welchem Zusammenhang die Substanz hier öfter mal gepostet wird (vielleicht habe ich das aber auch überlesen).

Viele Grüße
Mila


beamish

Ich glaube, er meint die Cyanobakterien, die hier ab und an gezeigt werden.

Herzlich

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Klaus Herrmann

Hallo Rätselfreunde,

also so ein wenig möchte ich Wolfram schon zustimmen, die Rätselbilder sind beliebig austauschbar gegen 1000 andere eingetrocknete Rückstände und auch ein begeisterter und erfahrener Chemiker kann aus diesem Kaffeesatz die Lösung nicht erraten. Insofern ist das kein Rätsel. Und die Hinweise, das das manche essen, helfen auch nicht groß weiter - ich habe nicht mal davon gehört, dass es diese Pillen gibt.

Aber hoch spannend und rätselhaft ist der Farbumschlag der Lösung bei - wenn ich es richtig verstehe - intensiver und weniger intensiver Beleuchtung mit der selben(?) Lichtquelle! Gibt es dafür eine Erklärung?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Oliver S.

#18
Zitat von: Wolfram Weisshuhn in Dezember 22, 2010, 10:03:31 VORMITTAG
Hallo allersseits,

nicht daß ich den Ehrgeiz hätte, jedes Rätsel zu lösen. Aber das finde ich äußerst unfair. Da hat man als Nicht-Chemiker* nicht die geringste Spur einer Chance. Da holen die Leute die letzten Mottentabletten aus ihrem Schrank, machen damit ihre Spielchen und wollen damit glänzen.

Unlängst wurde in der Apotheken Umschau in einem Kreuzworträtsel nach einen Vitamin H mit 6 Buchstaben gefragt. Da sind auch beispielsweise Apotheken Kunden überfordert. Die Zeit der Universal-Genies ist vorbei.

(* der vor 47 Jahren auch eine Chemie Klausur geschrieben hat.)

Ich wünsche allen Mikroskopikern/innen ein gesegnetes Weihnachtsfest und viele neue Erkenntnisse im nächsten Jahr.

mfG

Wolfram


Tja Wolfram, klein und gemein so bin ich eben ;D ;D ;D
Ich freue mich aber natürlich, dass dieser "Kaffeesatz" eure Aufmerksamkeit auf eine interessante Chemikalie lenken konnte. Ganz richtig hat Martin übrigens bemerkt, dass ich mit einem der Tipps auf den Farbstoff der hier oft gezeigten Blaualgen angespielt habe. Besonders interessant an dem Stoff ist, da gebe ich Klaus natürlich recht, der Effekt, dass Phycocyanin nicht nur Licht im Bereich um 620 nm absorbiert, wodurch es blau aussieht, sondern außerdem Fluoreszenzlicht bei 650 nm emittiert, wodurch es ab einer bestimmten Beleuchtungsstärke rot aussieht.
Da diese Blaualgentabletten Mineralstoffreich sind, kann man sie zur Beseitigung oder Verhinderung bestimmter z.B. schwangerschaftsbedingter Mangelerkrankungen einnehmen. In diesem Zusammenhang sind meiner Frau zwei der Tabletten in ein Glas Wasser gefallen und haben den abgebildeten Farbwechseleffekt gezeigt.
Um zu sehen, ob man den Effekt auch unter dem Mikroskop beobachten kann, habe ich ein paar Tropfen auf einem OT getrocknet und dann unter dem Mikroskop untersucht. Obwohl ich den Effekt dort nicht sehen konnte, fand ich die wellenartigen Farbnuacen ungewöhnlich. Ich bin daher gar nicht mal so sicher, dass man so ein Wellenmuster wirklich, wie Klaus meint, mit 1000 anderen eingetrockneten Rückständen erzeugen kann.

Gruss Oliver
(gern per "Du" )

Klaus Herrmann

Hallo Oliver,

jetzt bitte ich doch noch um eine Präzisierung!

Du schriebst:

ZitatInteressant finde ich, dass es nur bei schwacher Beleuchtung blau ist, bei stärkerer jedoch rot:

Und jetzt plötzlich:

ZitatBesonders interessant an dem Stoff ist, da gebe ich Klaus natürlich recht, der Effekt, dass Phycocyanin nicht nur Licht im Bereich um 620 nm absorbiert, wodurch er blau aussieht, sondern außerdem Fluoreszenzlicht bei 650 nm emittiert, wodurch er ab einer bestimmten Beleuchtungsstärke rot aussieht.

Kannst Du bitten nochmal die genauen Bedingungen angeben? Mit welchem Licht (Tageslicht oder ein bestimmtes Spektrum?) wird bestrahlt, schaut man senkrecht zum Lichtstrahl oder in einem bestimmten Winkel von oben (der Beobachterseite) oder im Durchlicht wie im Mikroskop?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Klaus Herrmann

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Oliver S.

#21
Zitat von: Klaus Herrmann in Dezember 22, 2010, 21:49:11 NACHMITTAGS
Hallo Oliver,

rat mal was das ist: ;D


...reine Provokation? ;D ;D ;D ;D

Bezüglich deiner Fragen zum Lichteffekt: Es ist ja bald Weihnachten und wenn du magst, schicke ich dir ein paar der Tabletten. Dann kannst du die genauen Bedingungen mal eingehender studieren. Ich habe den Effekt bisher nur im Licht unserer Halogen-Küchenlämpchen gesehen.

Gruss,
Oliver
(gern per "Du" )

Klaus Herrmann

Hallo Oliver,

ZitatEs ist ja bald Weihnachten und wenn du magst, schicke ich dir ein paar der Tabletten

das Angebot nehme ich sofort an, weil es mich wirklich interessiert und ich werde auch die Ergebnisse hier präsentieren!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Oliver S.

Zitat von: Klaus Herrmann in Dezember 22, 2010, 22:02:26 NACHMITTAGS
Hallo Oliver,

ZitatEs ist ja bald Weihnachten und wenn du magst, schicke ich dir ein paar der Tabletten

das Angebot nehme ich sofort an, weil es mich wirklich interessiert und ich werde auch die Ergebnisse hier präsentieren!

ok, dann gib mir mal die Lieferadresse!
ich bin gespannt auf Deine Untersuchungsergebnisse.
Gruss, Oliver
(gern per "Du" )

Klaus Herrmann

Hallo Oliver,

Zitatich bin gespannt auf Deine Untersuchungsergebnisse.

Ja das ist irgendwie anders, als Du es gezeigt hast: Die Lösung ist eher schmutzig grün und bei intensiver Beleuchtung konnte ich eine Andeutung von rot finden.

Fluoreszenz bei 366 nm, aber auch nicht spektakulär. Was machst Du anders?









Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Oliver S.

#25
Lieber Klaus,
meine Frau hat einfach versehentlich zwei Tabletten über Nacht in kalkarmes Leitungswasser "eingelegt" und am nächsten Tag ist die oben abgebildete, relativ intensive Blaufärbung des Wassers zu beobachten gewesen. Vielleicht liegt es a auch an der Lichtquelle.
In unserer Küche sind an der Decke kleine Halogenspots eingelassen. Vielleicht emittieren die ja eine Wellenlänge, die deiner Lichtquelle fehlt? Versuchs doch auch mal mit einer Halogenlampe.
Gruß, Oliver


Nachtrag: Mir ist hier noch etwas aufgefallen: Die Schichtdicke der Flüssigkeit bei uns war vermutlich mindestens 5 cm. Vielleicht könnte es damit zusammenhängen, dass es bei uns etwas intensiver gefärbt aussah als bei dir.
Gruß, Oliver
(gern per "Du" )