Unbekanntes Objekt auf Krustenflechte

Begonnen von Axioscop, Dezember 27, 2010, 19:11:42 NACHMITTAGS

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beamish

Zitat von: Klaus Herrmann in Januar 09, 2011, 16:31:56 NACHMITTAGS

einfach genial!

Hmpf.. Na, ja...
Ich hatte jedenfalls auf den Morgenkaffee verzichtet, um ein ruhiges Händchen zu haben....  ;D
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Axioscop

Hallo Martin, Hallo Regi, Hallo an die Runde

Da kann ich mich zunächst nur einmal ganz tief vor Martin verbeugen, das ist eine Glanzleistung der Präparation und der Fotografie, was Du uns mit dieser Aufnahme dokumentiert hast. Ich machte ja auch einen ähnlichen Versuch, hatte das Gebilde schon mit einer dünnen Nadel freigelegt, beim Übertragen auf den Objektträger hat die Prozetur dann erfolglos geendet.
Das ist das Schöne am Forum, wo man selbst nicht mehr weiter weiß, irgend wie findet sich Dank der zahlreichen Helfer ein neuer Hinweis, und plötzlich ist die Lösung fast perfekt.
Es ist bei allen gefundenen Eiern immer so, dass sie im Substrat "versenkt" sind, dass es immer nur ein Ei, in einem Fall mal zwei Eiablagen sind, und wie man aus den eingestellten Bildern entnehmen kann, ist die Oberfläche( Wimpern und Scheibe) je nach Reifezustand immer etwas verschieden in der Farbe und in der Struktur.
Martin hat mich noch gefragt, wann ich die Rinde mit der Flechte gefunden habe, es war Ende Dezember in enem Buchenwald.

Herzlichen Gruß

Hans Jürgen Steinkohl

Heiko Ressin

Hallo mal in die Runde

Ich habe nun die "UFO-Jagt" mit spannung verfolgt! Und Martin, klasse Bild, das war wohl noch der fehlende Hinweis.
Hans Jürden Du hast geschrieben, das ein Specht sich and dem Baum zu schaffen gemacht hatte. Und ich habe die Bilder von der Wanze gesehen, die ähnlichkeit der Eier.
Vielleicht war es ein ganzes Gelege und durch den Specht ist es auseinander geraten?
Das Ei mag vielleicht viel kleiner sein als das von der Wanze auf dem Link, aber es gibt ja auch winzig kleine Spinnen (Milben)! Vielleicht ist es eine sehr kleine Wanze, oder Milbe die das Ei gelegt hat und das dann durch die "Bauarbeiten" des Spechts in das Flechtenlager flog?



Gruß Heiko
Heiko Ressin
66809 Nalbach

Axioscop

Hallo Heiko
ich muß Dir Recht geben, die UFO Jagd war eine spannende Aktion und wie gesagt, vielleicht kommt ja auch noch der richtige Name des Insekts durch weitere Informanten des Forums heraus.
Martin hat mir den Vorschlag gemacht, das vorhandene Rindenstück in ein Glas zu geben, möglicherweise schlüpft das winzige Insekt in absehbarer Zeit und man könnte es dann weiter bestimmen.
Doch nun zu Deiner Frage wegen der Specht Aktivität:
Das erste Rindenstück, welches diese ganze "Suchaktion" ausgelöst hat, ist in der Fläche unverletzt, es hat etwa die Abmessung von 3/9 Zentimeter. Die Rindenunterseite zeigt sehr schön, dass es sich von einem älteren Ast gelöst hat.
Die auf dieser Rindenoberfläche gefundenen 4 oder 5 "UFOs" waren über die Fläche verstreut angeordnet und immer nur als Wimpernkranz zu sehen, immer war das Ei ins Substrat eingelagert.
Inzwischen habe ich weitere Rindenstücke gesammelt (leider ohne weiteren Befund) dort vermute ich, dass auch der Frost das Ablösen der Rinde verursacht hat.

Herzlichen Gruß

Hans Jürgen (um Verwechslungen mit einem anderen Jürgen zu vermeiden)

Heiko Ressin

Hallo Hans Jürgen

Na, dann hoffe ich mal, das in dem Ei noch was drin ist.
Das wäre wirklich zu hoffen das wir noch erfahren welches Insekt oder Spinne das daß ist, die solche schönen und winzigen Eier legt.

Gruß Heiko
Heiko Ressin
66809 Nalbach

beamish

Hallo,

Ich weiß, ich stehe da jetzt mit Bringschulden da. Ich habe mir in der UB das dreibändige Werk "Biology of Insect Eggs" besorgt. Da gibt es zahllose REM-Aufnahmen von ähnlichen Eiern, aber nichts was wirklich genau wie "unsere" aussieht. Ich bin noch auf der Suche...

Grüße,

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

beamish

Hallo,

ich habe den Fall natürlich nicht "zu den Akten" gelegt, sondern er beschäftigt mich immer noch.
Im 3 bändigen Werk Biology of Insect Eggs von H.E. Hinton (1981) fand ich folgende Abbildungen:



Die oberste zeigt ein Ei des Bläulings Lysandra bellargus, das apical ein sehr ähnliches "Diaphragma" zeigt, darunter ein Ei von Diabrotica virgifera, das von der Struktur des Chorions (Außenhaut) sehr ähnlich ist und ganz unten sieht man verschiedene respiratorische Apparate (Atmungsvorrichtungen/Micropylae) von Insekteneiern.

Alles schon sehr ähnlich, aber noch nicht "genau das!"

Herzlich
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Heiko Ressin

Hallo Martin

Ich sehe schon, Dich interessiert das Ei genauso brennend wie mich!
Finde ich toll, was Du bis jetzt schon herausgefunden hast.

Gruß Heiko
Heiko Ressin
66809 Nalbach