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Cree XM-L T6

Begonnen von Guy Marson, Mai 18, 2011, 08:58:05 VORMITTAG

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Guy Marson

Hallo LED-Fans,

Hab neulich meine letzte "P1" von SSC ins Mik. eingebaut und parallel eine "Cree XM-L T6" - auf dem gleichen Kühlkörper, verschiebbar - zu Testzwecken. Mit der P1 komme ich auf c. 1/500 " beim 100er-Öl (mit 1/3 zugezogener Feldblende) und mit der Cree auf 1/1250 ". Die Cree ist brutal hell, und ein Dimmer ist hier wirklich angesagt. Der grosse Nachteil: die Cree hat in etwa 3mm Abstand vor der Linse einen Brennpunkt, der Kerzenwachs nach etwa 15 Sekunden zum schmelzen bringt. Ein herkömmliches Streichholz konnte ich damit aber nicht entzünden  ;D ;D. Die P1 bringt dennoch ein sichtbar kontrastreicheres Bild. Schade dass es die P1 nicht mehr neu zu kaufen gibt. Hoffentlich finde ich davon noch einige Exemplare auf ´nem Flohmarkt..  :( .

Ciao,
Guy

PS: Per email geforderter Nachtrag: Das Mik ist ein Olympus CH-2, betrieben in Durchlicht, Hellfeld. Die LED ist unter dem Kondensor angebracht, dort wo sich üblicherweise die Wendel der Halogenbirne befindet, das abgelichtete Objekt sind hyaline Pilze. Tageslichtfilter ist bei LED nicht nötig. Ach ja, die LED wird genau nach Sperzifikation betrieben, mit 10% UNTER Maximum. Alles klar?!

peter-h


-JS-

Hallo Guy,
hast Du vielleicht noch das Datenblatt für die SSC P1 oder einen (gültigen) Link?
Seoul hält sich mit Daten zu älteren Produkten leider sehr bedeckt.
Der Daten-Vergleich zur Cree XM-L T6 wäre sicher hilfreich, insbesondere weil Du von einem Kontrastdefizit
schreibst, obwohl die Cree nach Deinen Verschlußzeiten zweifellos deutlich mehr 'Dampf' macht.
Vielleicht hast Du auch eine Erklärung für das Phänomen der von Dir beobachteten Kontrastunterschiede?
Viele Grüße
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Guy Marson

@Peter:

ZitatGroße Fläche und leichlich Licht !

jaja.. hmm.. also 40 V ist mir dann doch zuviel (ich betreibe die Dinger mit 10 Watt Schaltnetzteilen, dimmbar per Zusatzpoti von etwa 1,9 - 3,7 Volt Ausgangsspannung - oder weniger, wenn es denn sein muss). Zudem ist die Leistung (Deines Vorschlags) doch recht groß.. um nicht zu sagen zu groß. Die Lichtmenge könnte meine gute alte S70 echt "leichlichen"  ;D (=killen)  :'(. Zudem ist die Leuchtfläche zu gross. Die wirklich benötigte Leuchtfläche (von etwa 3mm Durchmesser) hätte dann auch entsprechen Eingangsleistung. M.E. bringen diese grossen Arrays keine direkte Verbesserung in Sachen Mikroskopie-Beleuchtung. 

@ Joachim:
Tja, das Datenblatt der P1 hab ich, ist aber grad irgendwo sedimentiert. Wenn ich es finde, melde ich es. Die Kontrastunterschiede kann ich mir so erklären:
1) das CH-2 hat keinen Köhler der die etwas zu große Leuchtfläche der Cree aufs benötigte Minimum einschränkt, was den Kontrast anheben würde.
2) die Abstrahlcharakteristik der P1 ist quasi kugelförmig. also von Oben betrachtet: hell im Zentrum der Linse und dunkler am Rand. Und diese Ausleuchtung wirkt sich bis auf das Bild aus, was die abgebildeten Elemente (Zellwände, Zellinhalte, Lipide usw..) kontrastreicher erscheinen lässt.
Wenn ich ausreichend Exemplare der P1 Reserve hätte, würde ich mal eine Linse platt schleifen und könnte das vergleichen. Dem ist aber leider nicht so. Es gibt hier ja einige Forumsteilnehmer, die die Linse ihrer LED abgefeilt/-geschliffen haben. Möglicherweise hat ja jemand berichtenswerte Beobachtungen/Erfahrungen gemacht..?
Demnächst muss ich mir einige REM-Sessionen antun, deren Vorbereitungen auf einem köhlerbaren Aristoplan vorgenommen werden. Dem ollen Ding werde ich mal die beiden LEDs "unterschieben" .. Mal sehen was sich da rausfinden lässt.

Ciao,

Guy

Guy Marson

Hallo Joachim,

Hab meine alten Festplatten durchforstet, aber ich konnte das Datasheet der P1 von SSC nicht mehr finden. Hab nur noch ein Datenblatt der P4 gefunden mit dem Namen "W42180.PDF". Das Datenblatt der P1 sollte laut Binning "W10492.PDF" oder "W11492.PDF" oder auch noch "W12492.PDF" heißen. Im WWW - das ja bekanntlich nichts vergisst  :-\ konnte ich dennoch nichts dergleiches finden, auch nicht in den großen Datenbanken mit allen möglichen e-Datenblättern. Die Sache mit dem köhlerbaren Aristoplan mache ich später mal.. komme drauf zurück.

Ciao,
Guy

-JS-

Hallo Guy,
vielen Dank für die Hilfe. Auch meine 'LED-kirminalistischen' Nachforschungen haben leider nichts
Brauchbares ergeben - offensichtlich gehört die P1 von SSC bereits zur LED-Kreidezeit und die zugeordneten
Datenblätter sind bereits sämtlich aus den Archiven verbannt.
Ich hoffe, daß die Cree XM-L T6 an einem Zeiss-Standard hinsichtlich ihrer Leuchtfläche mit der dort
vorhandenen Köhler-Einrichtung besser eingrenzbar ist, um die wie von Dir beschriebenen am CH-2 von Oly
offensichtlich vorhandenen (Rand-)Überstrahlungen zu vermeiden. Vielen Dank auch für diese Infos.
Viele Grüße
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

peter-h

Liebe Hochleistungs-LED-Freunde,

die neuere Cree XM-L T6 ist bei mir angekommen und so konnte ich doch sofort einen ersten kleinen Vergleich anstellen.
Es fällt sofort die größere Leuchtfläche auf ! Im Farbton leider noch etwas kühler (stört mich nicht) und durch den größeren Abstrahlwinkel nicht wesentlich heller bei einem Olympus BH-2 Stativ. Ich kann leider nur die Lux an der Leuchtfeldblende messen und nicht die ges. Lumen.


Aber :
Diese LED darf bis 3 A betrieben werden
und wenn das Netzteil dafür umgebaut ist, dann zeigt sich ganz sicher der Zugewinn. Für Pol, DIC, Phase, Dunkelfeld ist eine Reserve immer gut.

Leuchtende Grüße
Peter (H)

Nomarski

Hallo,

ich habe die Cree XM-L T6 vor ein paar Monaten mal testhalber in die Leuchte 60 für das Zeiss Standard eingebaut. Der Emitter hat zwar noch nicht ganz die Fläche der Lampenwendel der 12V/60W-Lampe, aber die Ausleuchtung der Pupillen ist auf jeden Fall besser als mit der XR-E 7090.

Auch im kleinen Leuchtrohr läßt sich diese LED noch unterbringen, aber braucht man dann überhaupt noch die größeren Lampenhäuser? ???
Manchen ist dort nämlich die XR-E 7090 R2 schon zu hell...

VG
Bernd

-JS-

Hallo Bernd,
Nachfolgendes bezieht sich auf Zeiss-Endlich-Mikroskope (Standard-Serie):
Zitataber braucht man dann überhaupt noch die größeren Lampenhäuser?
* Wenn es um die Beleuchtung im Fuß geht: dort sicher nicht.
Es sei denn, das vorhandene Mikroskop war bereits von Anfang an mit Erhöhungsplatte
und Leuchte 100 bestückt - in diesem Fall wäre ein Rückbau zwar möglich, aber würde
zusätzliche Arbeit bedeuten (passendes kleines Leuchtrohr besorgen etc.)
Außerdem ist bei dem kleinen Leuchtrohr eine der Linsen leider mattiert, so daß sich
Zentrieraufgaben etwas problematisch darstellen. Dies ist bei den Optiken der Leuchten
100 nicht der Fall, zwar ist im Leuchtrohr eine Streuscheibe vorhanden, die läßt sich aber
mittels Steckschlüssel aus dem Strahlengang drehen.
* Wenn es um die Auflicht-Beleuchtung für Fluoreszens geht: da ist ja die Leuchte 100
(oder 60) für den Flansch des Tubus 46 63 00 vorgesehen - hier ist die Verwendung
des 'kleinen' Leuchtrohres nicht möglich - also braucht man  :D
* Dann gibt es noch den Epi-Auflichtkondensor, der wiederum (meiner jedenfalls) nimmt
nur das 'kleine' für die 6V-Halogen-Leuchtmittel konstruierte Leuchtrohr auf und hat meines
Wissens auch keine Vorrichtung für Leuchte 100 oder 60 - aber ganz sicher bin ich mir
da nicht.
Fazit: Manchmal braucht man die größeren Lampenhäuser - manchmal aber auch nicht.
Noch eine Frage:
Welcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ein regelbares 12V / 3A Labor-Netzteil
als Versorgung für die Cree XM-L T6 verwendet werden soll?
Viele Grüße
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Detlef Kramer

ZitatWelcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ein regelbares 12V / 3A Labor-Netzteil
als Versorgung für die Cree XM-L T6 verwendet werden soll?

Gar keiner!

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Nomarski

Zitat von: Detlef Kramer in Mai 19, 2011, 17:47:51 NACHMITTAGS
ZitatWelcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ein regelbares 12V / 3A Labor-Netzteil
als Versorgung für die Cree XM-L T6 verwendet werden soll?

Gar keiner!

Herzliche Grüße

Detlef
:o :o :o
Das würde ich aber nicht riskieren, sooo schnell schaltet das Netzteil bei 3A Belastung auch nicht ab!
Da müssen mindestens 3 Ohm in Reihe!

Zitat* Wenn es um die Auflicht-Beleuchtung für Fluoreszens geht: da ist ja die Leuchte 100
(oder 60) für den Flansch des Tubus 46 63 00 vorgesehen - hier ist die Verwendung
des 'kleinen' Leuchtrohres nicht möglich - also braucht man
Eben nicht, lieber Joachim!

Auch die kleinen Stemi-Kollektoren, die es auch nicht mattiert gibt, lassen sich mit entsprechendem Adapter nach der Kläusle'schen Methode an den IV-FL für die Auflichtfluoreszenz ansetzen. ;)

Viele Grüße
Bernd

Winfried Todt

Hallo,

Zitatvon Bernd [Nomarski]
Das würde ich aber nicht riskieren, sooo schnell schaltet das Netzteil bei 3A Belastung auch nicht ab!
Da müssen mindestens 3 Ohm in Reihe!

hier mal eine kleine Rechnung:
P [Leistung in Watt] = I² [Strom in Ampere] x R [Widerstand in Ohm]
P = 3A x 3A x 3 Ohm
P = 27 Watt

U [Spannung in Volt] = R [Widerstand in Ohm] x I [Strom in Ampere]
U = 3 Ohm x 3 Ampere
U = 9 Volt

Bei der Reihenschaltung bleibt da nicht mehr viel Spannung für die Leuchtdiode übrig.
Viele Grüße
Winfried

treinisch

Hallo,

ich würde auch gern mal eine LED ausprobieren, da ich seit einiger
Zeit ein Mikroskop mit Lampenhaus habe, sollte das ja ziemlich simpel
sein? Ich würde einfach Drähte anlöten und statt der Halogenbirne einstecken.
Platz sollte dafür reichlich vorhanden sein.

Als Stromquelle würde ich erstmal ein Labornetzteil im
Konstantstrombetrieb nehmen.

Was ich mich frage: Was für eine Kühlfläche muss ich denn vorsehen, wenn
ich z.B. die Cree XM-L T6 nehmen wollte?  3A sind ja doch recht viel?

Viele liebe Grüße

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

peter-h

Wie bei Radio ERIWAN , es kommt darauf an  :o

Welcher Vorwiderstand muss angedacht werden, wenn ...

Ist es ein in Spannung und Strom regelbares Netzgerät, so sind beide Parameter unabhängig einstellbar. Also reicht eine Einstellung von z.B. 5 Volt und den Strom dreht man hoch bis die LED glüht.

Mein Netzteil war schnell verstärkt und ich bin nun bis 1,9A gegangen.
Ein praktischer Test sollte zeigen was an Licht wirklich noch durchkommt. Mit 1,9A an einem BH-2 Stativ, Kondensor auf NA 0,45 gestellt, Objektiv PlanApo 25/0,63 , Präparat ein recht dicker Schnitt Eibe mit Etzold grün Färbung , Kamera DFK72 von ImagingSource über einen Adapter mit Faktor 0,4x brachte eine Belichtungszeit von 1/10 000s !
Mit bisheriger Cree XR-E waren es bei 700mA Zeiten um 1/3333s, auch noch kurz, aber die Reserve tut gut  ;D

Gruß
Peter


peter-h

Hallo Timm,

bei 3A werden in der LED etwa 10Watt umgesetzt. Die müssen abgeführt werden. Da gibt es nur nach Kühlkörper mit entsprechendem Wärmewiderstand zu suchen und die LED sehr gut an das Kühlblech zu montieren. Lösungen gibt es sicher wie Sand am Meer. Würde mal um die 5°/Watt vorschlagen, aber je kleiner die Zahl um so günstiger für die LED.

Peter