Problem mit dem indischen Trinotubus

Begonnen von Armin Z., Juli 21, 2011, 13:12:25 NACHMITTAGS

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Armin Z.

Hallo zusammen!

Ich habe leider Probleme mit dem indischen Trinotubus an einem Zeiss Standard. Es entsteht ein unscharfes Bild. Außerdem ist der Schwalbenschwanz-Ring für die Montierung am Standard zu klein. Wenn man sich den orginalen Zeiss Trinotubus im Vergleich zu dem indischen anschaut, lässt sich in Bezug auf die Frontlinseneebene ein Unterschied Feststellen. Die äußerste Linse des Zeiss Tubus sitzt tiefer als die des indischen. Vielleicht liegt der Fehler an der Höhe des Schwalbenschwanz-Ringes. Vielleicht weiß von Euch jemand weiter.

@ Mike Guwak: Könntest Du ein Bild von deinem indischen Tubus zum Vergleich reinstellen? Danke!





Danke für Euere Bemühungen!

Armin
"Wir zerstören Millionen Blüten,
um Schlösser zu errichten.
Dabei ist eine einzige Distelblüte
wertvoller als tausend Schlösser."
                                      
                                  L.N. Tolstoi

Mein Vorstellungs: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4884.

Detlef Kramer

Hallo Armin,

falls Mike nicht antwortet:

1. nach dem genauen Durchmesser der Schwalbe hat der "Inder" damals genauestens gefragt und der hat bei dem gelieferten Tubus gestimmt (ich hatte ihn für Mike besorgt).

2. die Konstruktion ist natürlich anders, als bei dem Originaltubus von Zeiss. Das besagt gar nichts.

3.
ZitatEs entsteht ein unscharfes Bild.
Was bedeutet diese Aussage? Durch Fokussieren muss doch ein scharfes Bild zu erzielen sein?! Ist es im Fototubus nicht parfocal? Dann muss man die optische Tubuslänge an den Bino-Stutzen entsprechend korrigieren.

Ich helfe gerne weiter - aber diese Fragen müssen geklärt werden.

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Holger Adelmann


Armin Z.

#3
 @ Detlef Kramer: Leider hab ich die Ebay-Benachrichtigung mit dem Durchmesser nicht mehr. Ich habe ihn aber eigentlich 1:1 weitergegeben. Es kann dem indischen Hersteller auch einmal ein Fehler unterlaufen sein. Aber das sollte nicht weiter das Problem sein, den Ring auszutauschen. Ich kann leider nichts zur Parfokalität im Fototubus des Trinos sagen, da irgendwelche Reflexe zusätzlich das Bild beeinträchtigen.

Die Ringschwalbe des Monotubus hat einen Durchmesser von ca. 44mm und die des Tritubus von ca. 42mm. Der Unterschied ist also eigentlich nicht so groß.
Ich habe aber den indischen Trinotubus, mit dem Zeiss Trinotubus und mit einem Monotubus verglichen. Es liegen in Schärfe und Brillianz mit gleicher Einstellung und gleichen Okularen Welten dazwischen.

Hier 2 Bilder im Vergleich.

Das erste ist mit einem Monotubus aufgenommen.




Das zweite mit dem indischen Trinotubus.



Im 2. sieht man deutlich Reflexionen (vielleicht), die das Bild zerstören.

Danke für Euere Bemühungen!

Armin

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Werner

Der Zeiss Standard-Tubus hat doch gar keine Linse, nur Prismen. Die erste Linse nach dem Objektiv ist die Feldlinse des Okulars.
Auf dem Foto des Inders sieht es aber nach Linse aus - oder täuscht das Foto?
Zur Kontrolle: Wenn man ohne Okulare durch den Tubus schaut, sieht man die Gegend wie durch ein Fernglas ohne Vergrößerung.
Wenn das Bild aber unscharf ist, ist eine Linse drin! Das ist dann der falsche Tubus, es ist einer für ein oo-System.

Würde ich mal überprüfen   -   Werner

Armin Z.

#5
Vielen Dank für Deine Antwort!

Man sieht leider nur einen relativ kleinen Lichtpunkt bei abgenommenen Okular. Mit einem 5x Objektiv hat dieser "Lichtpunkt" einen scheinbaren Durchmesser von ca. 1cm. Es lässt sich jedoch trotz korrekter Fokussierung kein Bild erkennen. Wenn ich ein Okular der Tuben für das binokulare Schauen herausgezogen etwas weiter weg (ca. 4cm) halte, bleibt das Bild immer noch scharf, verglichen mit dem Bild, das durch das korrekt eingesetzte Okular entsteht.
Ist es also ein Tubus für ein unendlich System?

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Johannes Kropiunig

Hallo

Du hast geschrieben
Zitat
Die Ringschwalbe des Monotubus hat einen Durchmesser von ca. 44mm und die des Tritubus von ca. 42mm. Der Unterschied ist also eigentlich nicht so groß
Kann es sein das du den Tritubus um 1mm aus der Mitte montiert hast ?
Vielleicht ist ja nur das dein Problem.

LG
Johannes

Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Rawfoto

Hallo Armin

Mikroskope sind eigentlich Praezisionsinstrumente und da sind 2mm extrem viel. Der Toleranzbereich liegt bein Durchmesser bei max 2 Zehntel und bei Auflagen im Hundertstelbereich ...

Dein Hotspot schaut nach einer Reflexion im Inneren aus, siehst Du glaenzente Teile wenn Du in Richtung einer Lichtquelle durchschaust?

Hast Du ein Rueckgaberecht, der Teil passt ja eindeutig nicht!

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Werner

Hallo Armin!

Nochmal ausführlicher: Nimm Tuben alleine - ohne Mikroskop und Okulare - und schaue durch die Ringschwalbe Richtung Fenster. Du mußt jetzt zwei Bilder des Fensters wie durch ein Rohr sehen, wobei ein Bild verschwindet, wenn man ein Okularrohr abdeckt. Das ist die Wirkung des Strahlteilerprismas. Das Bild ist aber scharf - probiere mit dem Zeiss-Tubus.
Nun dasselbe mit dem Inder. Wenn das Bild unscharf erscheint, ist sicher eine Linse drin.
Dann nimm eine Lupe vors Auge und bewege sie in Richtung Ringschwalbenachse. Wenn in irgendeiner Stellung ein umgekehrtes (und vignettiertes) Bild des Fensters sichtbar wird, hast Du ein Kepler-Fernrohr simuliert. Der Beweis für eine Linse im Tubus.
Aber Vorsicht! Nicht den Kamerateil verwenden, da könnte eine Linse "drin-sein-dürfen".

Viel Glück   -   Werner


Detlef Kramer

Hallo,

schicke das Ding zurück, wenn Du Dir sicher bist, dass da etwas nicht stimmt und so sieht es leider aus.

Der "Inder" soll es austauschen - ist doch kein Problem!

Tut mir leid, dass ich nicht weiter helfen kann - der eine, den ich i.A. von Mike gekauft habe, war in jeder Hinsicht einwandfrei.

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Armin Z.

Vielen Dank für Euere Antworten!

@ Rawfoto: Ich sehe keine glänzenden Teile. Jedoch verschwindet das Strahlenteilerprisma nie ganz aus dem Strahlengang. Ich kann es beim binokularen Schauen sieht man einen schwarzen Teil, der durch die "Strahlenteilerschiene" abgedeckt wird. Ich habe den Tubus versucht so zu verrutschen, dass die Reflexion verschwindet, alllerdings war dies nicht möglich. Aber eine Änderung der Stärke der Reflexion hat sich durchaus ergeben.

Hier sieht man das Strahlenteilerschienenstück, dass nie ganz aus dem Strahlengang verschwindet.



@ Werner: Ich sehe grundsätzlich schon 2 scharfe Bilder durch die Ringschwalbe. Sie sind beide versetzt. Jedoch ist das eine Bild eine reale Abbildung (es hat viel Kontrast und wirkt so wie es in der Realität vom Auge wahrgenommen wird), das andere Bild ist dagegen hat keinen Kontrast. Ich habe es u. A. meinen Bildschirm anvisiert, da ist die schwarze Schrift bei einem der Bilder schwarz, bei dem anderen hellgrau. Wenn ich einen Okulareinschub abdecke erscheint das jeweils andere Bild kontrastreicher und dunkler. Wenn ich mein Kpl 10x Okular als Linsensystem verwende und vor den Schwalbenschwanzring halte, kommt es schon zu einer Umkehrung.

Das Problem ist, ich habe kein Rückgaberecht mehr, insofern muss ich hoffen, dass der Hersteller sehr kulant ist.

Armin

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wilfried48

Hallo Armin,

ich habe ein Indermikroskop mit dem Trinotubus in meinem Gartenhäuschen stehen.
Da werde ich am Wochenende mal nachsehen wie das mit dem Schiebeprisma ist.
Meines wissens ist auch keine Linse drin.
Ich hatte ihn vor ein paar Jahren auch schon mal auf einem Zeiss Standard getestet.
Das ging einwandfrei. Die Ringschwalbe ist zwar etwas kleiner als bei Zeiss.
Aber wenn man die Justierschrauben am Zeiss Stativ für die Schwalbenführung ganz reingedreht hat.
wurde er gerade noch geklemmt.
Nur umgekehrt ging es nicht. Für das Indermikroskop war der Zeiss Tubus zu gross.
Aber wer will auch schon ein edles Indermikroskop mit Zeiss Teilen verschandeln  ;D

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

Armin Z.

@ Wilfried: Ich habe Bedenken, dass bei Änderung von den Imbusschrauben der Tubus nicht mehr leicht im Strahlengang zu zentrieren ist. Insofern ließ ich bis jetzt meine Finger davon.

Armin
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Rawfoto

Hallo Armin

Du hast schon min. 2 Gruende warum der Teil nicht passt, die Schwalbe und das ungleiche Bild. Es hilft also nur der Tausch, den falschen Durchmesser bekommst Du mit Justieren ja auf keinen Fall hin ...

Ich habe dienstlich immer wieder mit der Qualitaet des besagten Landes zu tun, die haben ein gaenzlich anderes Wertesystem wie wir und die Worte Qualitaet und Praezision versteht man dort nicht!

Ich hoffe Du bekommst einen der in Ordnung ist ...

:-)

Gerhard
Gerhard
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wilfried48

Hallo,

die Justierung in der Zeiss Tubusaufnahme ist unkritisch. Wenn man es ganz genau machen will schaut man mit dem
Hilfsokular die runde Aperturbegrenzung eines Objektives an und stellt diese mit den beiden Madenschrauben zentrisch zum Okularausschnitt.
Viel kritischer sehe ich Kante vom Schiebeprisma die man in der Endstellung von deinem Indertrino noch sieht.
Da scheint der Endanschlag veschoben zu sein. Aber vielleicht kann man das einfach justieren. Also ich würde da schon erst mal reinschauen bevor ich zurückschicke.

Wie gesagt ich werde mal an meinem Tubus nachschauen und mich wieder melden.

viele Grüsse
Wilfried

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