Hallo an alle Mikroskop Freaks,
ich bin neu hier im Forum und habe schon einige Fragen an Euch.
Ich bin Besitzer dieses Mikroskops: Lacerta Infinity Series (http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=16&lng=de#mikr-lis-hu)
Meine Frage ist warum ich ab dem 10er Objektiv nicht mehr richtig Köhlern kann? Irgenwie schaff ich das nicht weil ich den Kreis der Leuchtfeldblende nicht mehr scharf bekomme! Wenn ich den Kondensor nach unten fahre wird es nur noch unschärfer und nach oben geht nicht, denn er steht schon am Anschlag.
Weiters ist ein Rad zwischen den Okularen, ich hab keina Ahnung was man da Einstellen kann, es trägt eine Beschriftung von 50-75.
Danke und LG,
Felix
In einem solchen Fall würde ich den Verkäufer kontaktieren. After Sales Service, ganz einfach.
Werner Jülich
hallo Felix,
falls Du das Problem mit dem Köhlern nicht lösen kannst, musst Du den Händler zu Rate ziehen. Er verspricht, dass es geht und dann muss er es auch garantieren. Es handelt sich bei dem Mikroskop um einen China/Indien-Import, was nichts Schlechtes bedeuten muss. Der Händler muss die versprochene Funktionalität gewährleisten. Was mich allerdings wundert, ist, dass das Köhlern mit dem 10'er geht und mit den Anderen nicht. Das ist ungewöhnlich. Also, nochmals genau analysieren und hier berichten.
Die Schraube 55 - 75 müsste zum Einstellen des Augenabstandes dienen.
Viel Erfolg,
Detlef
Danke für Eure Antworten!
Vielleicht mache ich auch was falsch! Ich habe einen ganzen Haufen Anleitungen gelesen aber vielleicht mach ich was falsch.
Als erstes nehm ich das 4er Objektiv Objekt scharfstellen, Lichtblende zu, Apperaturblende zu, dann den Lichtblendenring mit dem Kondensor scharfstellen. Wenn ich den Ring scharf habe stehe ich mit dem Kondensor schon am Anschlag.
Daher lässt sich der Ring bei dem 10er Objektiv auch nicht mehr richtig scharfstellen.
Also habt ihr ne Ahnung was ich falsch mache?
LG Felix
Lieber Felix,
nach meiner Erfahrung mit meinem Leica DM E wird es mit den höher vergrößernden Objektiven schwieriger bis unmöglich, die Leuchtfeldblende beim Köhlern knackscharf abzubilden.
Beim 20er Objektiv gibt es bereits deutliche Beugungsränder, die beim Verstellen des Kondensors von unten nach oben von blau über violett nach rot umschlagen. Drehe ich den Kondensor noch weiter nach oben, verschwimmt die Blende ganz, das Gesichtsfeld wird komplett milchigweiss ausgeleuchtet. Beim 40er und 100er Objektiv verstärkt sich der Effekt.
An einem Standard 14 konnte ich das gleiche Verhalten beobachten.
In meinen Augen (hier mag man mich ggf. korrigieren) ist dies normal. Der Kondensor ist korrekt eingestellt, wenn die Leuchtfeldblende so scharf wie möglich abgebildet ist, aushilfsweise bei blau-violettem Beugungsrand.
Wenn der Kondensor bereits am oberen Anschlag ist, bevor Du den Farbwechsel des Beugungsrandes beobachten konntest, würde ich mich noch mal an den Verkäufer wenden.
Herzliche Grüße
Jörg
Zitat von: Lacerta Infinity in Dezember 26, 2009, 22:33:31 NACHMITTAGS
Wenn ich den Ring scharf habe stehe ich mit dem Kondensor schon am Anschlag.
Daher lässt sich der Ring bei dem 10er Objektiv auch nicht mehr richtig scharfstellen.
Also habt ihr ne Ahnung was ich falsch mache?
LG Felix
Hallo Felix,
besitzt der Kondensorträger eine verstellbare Schraube für den oberen Anschlag? Dies kann auch ein eingelassener Stift sein, der seitlich mit einem Gewindestift (Madenschraube) gehalten wird.
Herzliche Grüße
Frank
Zitat von: Fahrenheit in Dezember 27, 2009, 00:16:51 VORMITTAG
Lieber Felix,
nach meiner Erfahrung mit meinem Leica DM E wird es mit den höher vergrößernden Objektiven schwieriger bis unmöglich, die Leuchtfeldblende beim Köhlern knackscharf abzubilden.
Beim 20er Objektiv gibt es bereits deutliche Beugungsränder, die beim Verstellen des Kondensors von unten nach oben von blau über violett nach rot umschlagen. Drehe ich den Kondensor noch weiter nach oben, verschwimmt die Blende ganz, das Gesichtsfeld wird komplett milchigweiss ausgeleuchtet. Beim 40er und 100er Objektiv verstärkt sich der Effekt.
An einem Standard 14 konnte ich das gleiche Verhalten beobachten.
In meinen Augen (hier mag man mich ggf. korrigieren) ist dies normal. Der Kondensor ist korrekt eingestellt, wenn die Leuchtfeldblende so scharf wie möglich abgebildet ist, aushilfsweise bei blau-violettem Beugungsrand.
Wenn der Kondensor bereits am oberen Anschlag ist, bevor Du den Farbwechsel des Beugungsrandes beobachten konntest, würde ich mich noch mal an den Verkäufer wenden.
Herzliche Grüße
Jörg
Also es ist so wenn ich das 4er Einstelle, ist die Leuchtfeldblende absolut scharf abgebildet, aber da steh ich mit dem Kondensor schon fast am Objektträger an. Wenn ich jetzt auf das 10er Umstelle bzw. auf das 40er so müsste ich den Kondensor noch ein Stück nach oben drehen können um einen scharfen Kreis der Leuchtfeldblende zu erhalten, aber das geht nicht mehr, daher muss ich die Einstellungen des Kondensors für alls Objektive gleich lassen.
Das Lacerta Infinity ist angeblich ein Nachbau des Zeiss Primo Star, hat mit diesem jemand erfahrung?
Danke und LG,
Felix
Hallo,
gibt es möglicherweise bei dem Kondensor eine Zusatzlinse, die ab dem 10er wieder raus muss? Oder eine die zusätzlich hinein muss? Manche Mikroskope haben das, als Klappmechanismus oder auch als Linse, die von unten in den Kondensor gesteckt werden muss. Hat das Gerät selbst keine Betriebsanleitung, in der etwas zum Köhlern drin steht?
Mikrogrüße
Jürgen
Was heißt eigentlich Full-Köhler Beleuchtung? Hat das Full was zu bedeuten?
Hallo!
"Full Köhler" ist ein seltsamer, vermutlich von Werbeabteilungen geschaffener Neologismus, den - zumindest ich - erstmals in Artikelbeschreibung der Primostar-Mikroskope von Zeiss gelesen habe. Gemeint ist damit ganz einfach die Köhler-Beleuchtung schlechthin, im Gegensatz zur Nelson- bzw. kritischen Beleuchtung ( obwohl die nicht, was ja ansonsten zumindest sprachlich, wenn auch nicht faktisch konsequent wäre, "Half Köhler" genannt wird ). Die zweite Beleuchtungsvariante wird "Fixed Köhler" genannt, wobei ich vermute, dass "Fixed Köhler" und "Nelson/kritische Beleuchtung" identisch sind.
Nach meinem Dafürhalten ist "Full Köhler" einfach die klassische "Köhlereinrichtung"!
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Felix,
mit einer Full-Köhler-Version dürfte auf jeden Fall korrektes köhlern möglich sein. Das Full heißt, dass die Beleuchtung komplett nach Köhler einstellbar ist. Der Zusatz soll wohl verdeutlichen, dass es eine echte Beleuchtung nach Köhler ist und nicht nur eine Pseudo-Konstruktion.
Ich möchte dich bitten, dir mal die Köhleranleitung aus der Mikrofibel durchzulesen und diese durchzuarbeiten. http://www.mikroskopie-muenchen.de/fibeldown.html
Vielleicht machst Du ja irgend etwas immer noch falsch. Wie man die köhlersche Beleuchtung einstellt, findest du auf den Seiten 109-121. Vielleicht behebt ja das das Problem.
Viele Grüße
Michael
Hallo!
Bei höher vergrößernden Objektiven bekomme auch ich an einem Leitz Dialux die LFB nicht 100%ig scharf. Das Problem ist, dass man natürlich hier nicht sehen kann, "wie" unscharf die LFB bei Dir ist.
Hast Du die Möglichkeit, einmal ein Foto davon zu machen ( das geht ja manchmal sogar mit einer Hanydykamera ).
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Felix.
lies Dir bitte mal die Kapitel 4.1.5 und 4.1.6 in der Mikrofibel durch.
Link ist in der Kopfleiste.
Bei höheren Vergrößerungen (Aperturen) bekommt man den Rand der Blende nicht mehr scharf gestellt.
Viele Grüße
Siggi
Hallo,
daß sich die Leuchtfeldblende mit zunehmender Vergrößerung zum Köhlern immer schlechter abbilden läßt, hat eine einfache Erklärung: Bei höchster Vergrößerung ist die Tiefenschärfe am geringsten und die Blendenlamellen der Leuchtfeldblende sind erheblich dicker wie Dünnschnitte, dazu liegen die Lamellen wegen der Verschachtelung auch nicht 100%ig in einer Ebene.
Der obere Anschlag des Kondensortriebes sollte jedoch so arbeiten, daß die beste einstellbare Schärfe kurz darunter liegt.
Gruß
Bernd
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 12:31:55 NACHMITTAGS
Der obere Anschlag des Kondensortriebes sollte jedoch so arbeiten, daß die beste einstellbare Schärfe kurz darunter liegt.
Hallo Bernhard,
genau dies, zusammen mit der Aussage von Felix
"Wenn ich den Kondensor nach unten fahre wird es nur noch unschärfer und nach oben geht nicht, denn er steht schon am Anschlag"
lässt doch vermuten, dass der obere Punkt gar nicht erst erreicht wird.
Felix, ist das Präparat richtig fokussiert?
Sitzt die obere Kondensorlinse direkt unter dem Objektträger, ja berührt ihn fast, oder sind da noch 1-2mm Platz?
Freundliche Grüße
Frank
Zitat von: Frank Donat in Dezember 27, 2009, 12:46:06 NACHMITTAGS
....
Sitzt die obere Kondensorlinse direkt unter dem Objektträger, ja berührt ihn fast, oder sind da noch 1-2mm Platz?
Hallo,
bei den Kondensoren mit der Apertur 0,9 und höher ist es auch so, wie von Frank beschrieben, daß die Frontlinse am oberen Anschlag fast den Objektträger berührt, aber nicht vom Tisch heben kann.
Der obere Anschlag des Kondensortriebes läßt sich bei vielen Mikroskopen mittels einer Exzenterschraube o.ä. noch einstellen. Aber darum sollte sich besser der Vertragshändler kümmern, da die Schrauben schnell abbrechen können.
Gruß
Bernd
Hallo,
eine kleine Klarstellung zu Fixed/Full Köhler. Die Begriffe wurden in der Tat von Zeiss eingeführt und zwar schon bei den Axiostars, evtl. schon früher. Bei "Fixed" ist der Kondensor in der Höhe so fixiert, dass die Stellung praktisch optimal ist. Eine Feineinstellung ist aber möglich. Es handelt sich also um eine echte Köhler-Einstellung, bei der lediglich eine grobe Fehleinstellung des Kondensors (Absenken) unmöglich gemacht wurde. Jeder, der einmal versucht hat, 60 Erstsemestern das Köhlern beizubringen, wird dieses Konstruktionsprinzip sehr zu schätzen wissen :D.
Herzliche Grüße
Detlef
Zitat von: Frank Donat in Dezember 27, 2009, 12:46:06 NACHMITTAGS
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 12:31:55 NACHMITTAGS
Der obere Anschlag des Kondensortriebes sollte jedoch so arbeiten, daß die beste einstellbare Schärfe kurz darunter liegt.
Hallo Bernhard,
genau dies, zusammen mit der Aussage von Felix
"Wenn ich den Kondensor nach unten fahre wird es nur noch unschärfer und nach oben geht nicht, denn er steht schon am Anschlag"
lässt doch vermuten, dass der obere Punkt gar nicht erst erreicht wird.
Felix, ist das Präparat richtig fokussiert?
Sitzt die obere Kondensorlinse direkt unter dem Objektträger, ja berührt ihn fast, oder sind da noch 1-2mm Platz?
Freundliche Grüße
Frank
Ja das Präperat ist exakt fokussiert! Die Kondensorlinse sitzt ganz knapp sprich weniger als 1-2mm unter dem Objektträger!
Hallo,
1-2mm können noch zu viel sein, es sind oft wenige zehntel Millimeter, die verbleiben, wenn die Leuchtfeldblende scharf eingestellt ist.
Falls sich die Frontlinse abschrauben läßt, so kann man diese zum Test etwas losdrehen und kontrollieren, ob es evtl. besser wird.
Hallo, ich hab mal eine Grundsatzfrage zum Köhlern. Man muss ja bei jedem Objektivwechsel/schwenk von neuen Köhlern. Muss ich da jedesmal den Kondensor verstellen, wenn es aber die Blende eh bei allen Objektiven 4er, 10er und 40er einigermaßen scharf erscheint? Würde es also auch reichen nur die Leuchtblende einzustellen?
LG Felix
Hallo Felix,
wenn es nicht auf das letzte Hundertstel ankommen soll, besonders, wenn du nur beobachtest, reicht es aus, wenn die Leuchtfeldblende einigermaßen scharf ist. Aber sie ist je nach Objektiv so weit zu öffnen,
daß das Sehfeld freigegeben ist und es ist meist auch etwas nachzuzentrieren.
Wenn man eine Objektivkombination hat, die entsprechend aufeinander abgestimmt ist, entfällt das Nachzentrieren.
Zu deiner Frage: Wenn die Leuchtfeldblende durch Umschwenken des Objektives scharf abgebildet bleibt, würde die Abbildung nur noch unschärfer werden, wenn du den Kondensor in der Höhe verstellst.
Gruß
Bernd
ZitatMan muss ja bei jedem Objektivwechsel/schwenk von neuen Köhlern.
Hallo!
Nach der reinen Lehre ja.
Aber jetzt mal ganz unter uns: Mach Dich mit der ganzen "Köhlerei" nicht verrückt. Im praktischen Leben spielt sie wirklich keine so große Rolle, und ich vermute, dass Du keine High-End-Planapochromate mit höchster N.A. an Deinem Mikroskop verwendest und je verwenden wirst (schon deshlab, weil es die vemutlich für dein Mikroskop gar nicht gibt), bei denen Du das Allerletzte an Auflösung herausholen musst.
Ich bin mir sicher, dass kaum jemand im praktischen Leben ständig an seinem Mikroskop "herumköhlert", gleichwohl wird die Köhlerei immer wie ein heiliger Gral hochgehalten. Solange nicht alles dezentriert ist und Du ein subjektiv gutes Bild hast, ist es schon o.k. Zumal - wie bereits diskutiert - das Köhlern bei den moderneren Mikroskopen ohnehin so eine zweifelhafte Sache ist.
Übrigens: Das Jenalab ( ein wirklich sehr gutes Labormikroskop für die CF-250 Optik von Zeiss Jena, eines der letzten produzierten Jenastative ) bietet auch "nur" die Möglichkeit der Nelson-Beleuchtung.
Aber das bleibt alles unter uns, sonst bekomme ich "Haue" :D
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 16:11:11 NACHMITTAGS
Zu deiner Frage: Wenn die Leuchtfeldblende durch Umschwenken des Objektives scharf abgebildet bleibt, würde die Abbildung nur noch unschärfer werden, wenn du den Kondensor in der Höhe verstellst.
Gruß
Bernd
Also kann es sein dass der Kondensor für alle Objktive in der gleichen position bleiben kann?
LG Felix
ZitatAlso kann es sein dass der Kondensor für alle Objktive in der gleichen position bleiben kann?
Theoretisch ja, wenn das zu beobachtende Objekt immer in der gleichen Position bleibt. Denn mit dem Kondensor machst du ja nichts anderes, als die Leuchtfeldblende in die Objektebene abzubilden.
VG
Bernd
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 16:26:06 NACHMITTAGS
ZitatAlso kann es sein dass der Kondensor für alle Objktive in der gleichen position bleiben kann?
Theoretisch ja, wenn das zu beobachtende Objekt immer in der gleichen Position bleibt. Denn mit dem Kondensor machst du ja nichts anderes, als die Leuchtfeldblende in die Objektebene abzubilden.
VG
Bernd
Ah verstehe. Also wenn ich einen Pflanzenquerschnitt betrachte, bleibt das Objekt ja immer in der selben Ebene. Also brauche ich es nicht zu verstellen.
Also beim 40er Objektiv bzw. 400-Facher Vergrößerung sehe ich das Lichtblendenbild über das halbe Sehfeld, kleiner lässt sich die Leuchtfeldblende nicht schließen. Bei 1000-Facher seh ich es ja dann nicht mehr kann ich die Leuchtfeldblende dann einfach ganz schließen?
Bei mir lässt sich die Leuchtfeldblende auch ca. 2-3mm schließen, wie siehts da bei Euch aus.
Danke für Eure Beiträge,
Grüße Felix
Zitat von: Detlef Kramer in Dezember 27, 2009, 13:58:28 NACHMITTAGS
Jeder, der einmal versucht hat, 60 Erstsemestern das Köhlern beizubringen, wird dieses Konstruktionsprinzip sehr zu schätzen wissen :D.
Hallo Detlef,
ich habe mal versucht Medinzinstudenten wirklich "Full Köhler" im Physikpraktikum beizubringen. ;D
Und unter "Full Köhlern" meine ich, dass man wirklich alles im Beleuchtungsstrahlengang zueinander verschieben kann und die Auswirkungn mit einem Hilfsfernrohr als Okular beobachten kann.
Die Praktikumsmikroskope waren die LOMO Biolam von Neckermann mit Spiegel.
Dazu hat die Institutswerkstatt externe Beleuchtungsquellen mit Autohalogenlampen (Golf) , herausnehmbarer Streuscheibe Kollektorlinse und Leuchtfeldblenden gebaut.
Du wirst es nicht glauben aber die guten haben es kapiert und werden ihr Kursmikroskop mit Fixed Köhler später ganz anders gewürdigt haben.
Aber zum Thema:
Ob die Leuchtfeldblende in der "Köhlerstellung" exakt scharf ist ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist dass der Kondensor in der Höhe steht, dass er in die hinterere Brennebene des Objektivs abgebildet wird, sodass die maximale Bleuchtungsapertur auch erreicht wird. Dies ginge natürlich viel besser mit einem Hilfsfernrohr und einem Objektiv mit Phasenring (Aperturblende und Phasenring müssen gleichzeitig scharf sein).
Die Einstellung über die Leuchtfeldblende ist da nur ein Hilfsmittel, wenn der Hersteller alles andere richtig gemacht hat.
Zeiss hat das früher im Unterschied zu "Full Köhler", wo man auch noch die Streuscheibe herausnehmen und die Lichtquelle in alle drei Raumrichtungen verschieben kann, "Vorgeköhlerte" Beleuchtung genannt.
Eine Vorgeköhlerte Beleuchtung wirde also durch Verschiebung des Kondensors zur Scharfstellung der Leuchtfeldblende zum "Full Köhler", wenn der Hersteller alles andere richtig gemacht hat.
Das ist aber bei den meisten moderneren Mikroskopen mit Beleuchtung im Fuss und dazu zählen auch die neueren Zeiss Standards mit Halogenlampe, die Primostar und Axiostar aus Platzgründen nicht mehr exakt der Fall.
Man kann es nur nicht ohne weiteres sehen, weil die Streuscheibe nicht herausnehmbar ist.
Im Zeiss Standard mit Halogenlampe ist die Streuscheibe mit einem Federing montiert und kann nach Abnehmen der Lampe herausgenommen werden. Jeder Zweifler möge das mal tun und er wird feststellen, dass wenn er über die Leuchtfeldblende "köhlert" mitnichten die Leuchtwendel gleichzeitig in der hinteren Brennebene scharf erscheint,
wie es bei "Full Köhler" sein müsste. Die Lichtquelle müsste hierzu soweit von der Kollektorlinse entfernt werden, dass der Platz im Fuss nicht ausreicht. Bei den 15 W Niedervoltbeleuchtungen ging dies, da ja dort über den Umlenkspiegel grössere Entfernungen möglich sind und die Lichtquelle im Beleuchtungsrohr auch noch verschoben werden konnte.
So mogelt dann auch Zeiss und nennt die Mogelpackung "vorgeköhlert". ;D
Und was "Fix Köhler" beim Primostar bei näherer Analyse hergibt ? Ich glaube Herr Köhler würde sich im Grab rumdrehen ;D
geköhlerte Grüsse
Wilfried
ZitatAlso beim 40er Objektiv bzw. 400-Facher Vergrößerung sehe ich das Lichtblendenbild über das halbe Sehfeld, kleiner lässt sich die Leuchtfeldblende nicht schließen. Bei 1000-Facher seh ich es ja dann nicht mehr kann ich die Leuchtfeldblende dann einfach ganz schließen?
Bei mir lässt sich die Leuchtfeldblende auch ca. 2-3mm schließen, wie siehts da bei Euch aus.
Zum 40er: So ungefähr kenne ich das auch.
Zum 100er: Wenn die Leuchtfeldblende auf die kleinste Öffnung gestellt wird, sollte wenigstens im Sehfeld ein heller Lichtfleck zu sehen werden, der durch Öffnen der Blende größer wird.
Dazu aber zwei Fragen:
1. hast du auch immergiert?
2. Wie ist die Aperturblende am Kondensor eingestellt? Die sollte möglichts offen stehen und max. zu 1/3el geschlossen werden.
Gruß
Bernd
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 16:41:12 NACHMITTAGS
ZitatAlso beim 40er Objektiv bzw. 400-Facher Vergrößerung sehe ich das Lichtblendenbild über das halbe Sehfeld, kleiner lässt sich die Leuchtfeldblende nicht schließen. Bei 1000-Facher seh ich es ja dann nicht mehr kann ich die Leuchtfeldblende dann einfach ganz schließen?
Bei mir lässt sich die Leuchtfeldblende auch ca. 2-3mm schließen, wie siehts da bei Euch aus.
Zum 40er: So ungefähr kenne ich das auch.
Zum 100er: Wenn die Leuchtfeldblende auf die kleinste Öffnung gestellt wird, sollte wenigstens im Sehfeld ein heller Lichtfleck zu sehen werden, der durch Öffnen der Blende größer wird.
Dazu aber zwei Fragen:
1. hast du auch immergiert?
2. Wie ist die Aperturblende am Kondensor eingestellt? Die sollte möglichts offen stehen und max. zu 1/3el geschlossen werden.
Gruß
Bernd
Ich hab oben jetzt etwas missverständlich geschrieben das 100er hab ich noch nicht, aber ich dachte mir das man die Blende dann gar nicht mehr sehen würde.
Was meinst du mit immergiert, entschuldige die dumme Frage!
Die Aperturblende ist immer ungefähr nach der Nummerrierung vom Hersteller eingestellt.
ZitatIch hab oben jetzt etwas missverständlich geschrieben das 100er hab ich noch nicht, aber ich dachte mir das man die Blende dann gar nicht mehr sehen würde.
Doch, man sieht sie. Wenn man sie nicht sehen könnte, dann könnte man auch nicht mehr zentrieren.
ZitatWas meinst du mit immergiert, entschuldige die dumme Frage!
Bei manchen Objeketiven, bei den 100ern ausnahmslos, muß zwischen Objektträger und der Frontlinse des Objektives ein Tropfen Öl gesetzt werden, damit die optimale Bildqualität entsteht. Warum das so ist, kann der Grundlagenliteratur entnommen werden.
ZitatDie Aperturblende ist immer ungefähr nach der Nummerrierung vom Hersteller eingestellt.
Verstehe, aber du kannst es trotzdem mal kontrollieren, wenn du bei herausgenommenen Okular in den Tubus blickst.
Daß die Köhler'sche Beleuchtung nun strenggenommen keine Echte ist, dürfte für jemanden, der sich das Mikroskop gerade neu gekauft hat, nun doch etwas verwirrend sein.
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 17:05:03 NACHMITTAGS
Daß die Köhler'sche Beleuchtung nun strenggenommen keine Echte ist, dürfte für jemanden, der sich das Mikroskop gerade neu gekauft hat, nun doch etwas verwirrend sein.
Das versteh ich jetzt nicht!
Es ist so wenn ich das 40er Objektiv nehme und die Leuchtblende ganz zudrehe, dann hat der Kreis einen Durchmesser von ca. 60-70% des Bildfeldes!
Wenn ich dazu noch die Aperturblende schließe, sieht der Kreis ziehmlich scharf aus bzw. mann erkennt die Blendenlamellen ganz gut, aber es hat so einen bläulichen Farbsaum!?
ZitatEs ist so wenn ich das 40er Objektiv nehme und die Leuchtblende ganz zudrehe, dann hat der Kreis einen Durchmesser von ca. 60-70% des Bildfeldes!
Wenn ich dazu noch die Aperturblende schließe, sieht der Kreis ziehmlich scharf aus bzw. mann erkennt die Blendenlamellen ganz gut, aber es hat so einen bläulichen Farbsaum!?
Daran siehst du, wie schlecht der Kondensor gegen Farbfehler korrigiert ist.
Wenn du den Kondensor nun noch in der Höhe veränderst, wirst du beobachten, daß sich auch die Farbe des
Farbsaumes ändern wird.
Das ist aber kein Anzeichen dafür, daß dein Mikroskop defekt ist. Bei den sog. achromatisch-aplanatischen Kondensoren treten diese Farbsäume nicht oder zumindest dagegen sehr minimiert auf.
Beim Schließen der Aperturblende verbessert sich der Kontrast auf Kosten der Auflösung, deswegen soll diese auch nur zu max. 1/3 zugezogen werden. Die Angaben vom Hersteller sollen wohl zu einer praktikable Einstellung verhelfen.
Den zitierten Satz vergiss mal lieber. ;)
Hallo -
noch eine Anmerkung: Ich habe einige alte Objektträger, bei denen es nicht möglich ist, ab 40er die LFB scharf zu stellen - sie sind um einige Zehntel mm zu dick und man merkt das nicht auf Anhieb.
Gruß
Rolf
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 17:21:29 NACHMITTAGS
ZitatEs ist so wenn ich das 40er Objektiv nehme und die Leuchtblende ganz zudrehe, dann hat der Kreis einen Durchmesser von ca. 60-70% des Bildfeldes!
Wenn ich dazu noch die Aperturblende schließe, sieht der Kreis ziehmlich scharf aus bzw. mann erkennt die Blendenlamellen ganz gut, aber es hat so einen bläulichen Farbsaum!?
Daran siehst du, wie schlecht der Kondensor gegen Farbfehler korrigiert ist.
Aber so schlecht ist die Optik nicht, haben die da einen Falschen Kondensor dazugegeben? Weil das System sprich Objektive/Okulare Plan und apochromatisch sind!?????
ZitatAber so schlecht ist die Optik nicht, haben die da einen Falschen Kondensor dazugegeben? Weil das System sprich Objektive/Okulare Plan und apochromatisch sind!??
Da ich befüchtet habe, daß das nun kommen wird, habe ich zu dem Farbfehler noch eine Ergänzung gemacht.
Um das zu umgehen, öffnet man die Leuchtfeldblende eben soweit, daß auch die Farbsäume verschwinden. ;)
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 18:01:04 NACHMITTAGS
ZitatAber so schlecht ist die Optik nicht, haben die da einen Falschen Kondensor dazugegeben? Weil das System sprich Objektive/Okulare Plan und apochromatisch sind!??
Da ich befüchtet habe, daß das nun kommen wird, habe ich zu dem Farbfehler noch eine Ergänzung gemacht.
Um das zu umgehen, öffnet man die Leuchtfeldblende eben soweit, daß auch die Farbsäume verschwinden. ;)
OK. Danke verstehe!
Also nochmal zusammenfassend, wenn ich den Kondensor bis ganz nach oben fahre so sehe ich bei allen Objektiven die Lichtfeldblende scharf und muss lediglich die Leuchtfeldblende Einstellen. Daraus folgere ich das ich die Kondensoreinstellung immer gleich bzw. ganz in der obersten Stellung belassen kann. -Stimmt das?
Nun möchte ich noch Fragen wie weit sich die Leuchtfeldblende bei Euch schließen lässt, bei mir sind es so 2-3mm!
Danke und LG,
Felix
ZitatAlso nochmal zusammenfassend, wenn ich den Kondensor bis ganz nach oben fahre so sehe ich bei allen Objektiven die Lichtfeldblende scharf und muss lediglich die Leuchtfeldblende Einstellen. Daraus folgere ich das ich die Kondensoreinstellung immer gleich bzw. ganz in der obersten Stellung belassen kann. -Stimmt das?
Vollkommen korrekt, so kannst du grundsätzlich erstmal verfahren.
Gruß und viel Freude am neuen Mikroskop!
Bernd
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 18:18:40 NACHMITTAGS
Vollkommen korrekt, so kannst du grundsätzlich erstmal verfahren.
Gruß und viel Freude am neuen Mikroskop!
Bernd
Danke! Was könnt ich noch anders machen weil Du erstmal schreibst, soll ich einen neuen Kondensor kaufen?
LG Felix
ZitatDanke! Was könnt ich noch anders machen weil Du erstmal schreibst, soll ich einen neuen Kondensor kaufen?
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man bei Objekten wie z.B. Diatomeen mit feinen Strukturen am Kondensor schon die richtige Höhe finden muß, um optimal aufzulösen. Falls Du solche Präparate zur Hand hast, kannst du es ja mal testen. Bei Grobstrukturierten Objekten kommt es auf diese Feineinstellung weniger an.
Durch Ausprobieren wirst du es feststellen.
Gruß
Bernd
Zitat von: Nomarski in Dezember 27, 2009, 18:32:21 NACHMITTAGS
ZitatDanke! Was könnt ich noch anders machen weil Du erstmal schreibst, soll ich einen neuen Kondensor kaufen?
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man bei Objekten wie z.B. Diatomeen mit feinen Strukturen am Kondensor schon die richtige Höhe finden muß, um optimal aufzulösen. Falls Du solche Präparate zur Hand hast, kannst du es ja mal testen. Bei Grobstrukturierten Objekten kommt es auf diese Feineinstellung weniger an.
Durch Ausprobieren wirst du es feststellen.
Gruß
Bernd
Danke verstehe, aber ich kann den Kondensor nicht mehr weiter anheben der steht sozusagen schon am Objektträger an. Also kann ich nicht mehr höher fahren. Es sieht eigentlich die Leuchtfeldblende eh ziehmlich scharf abgebildet aus! Wenn ich den Kondensor nach unten fahre wird der Leuchtfeldblendenkreis nur unschärfer ?!?
Danke und LG,
Felix
Ich hab grad noch einen Versuch gemacht, wenn das Objekt zu hoch liegt z.B. über dem Deckglas dann lässt sich die Leuchtfeldblende ja auch nicht mehr einstellen weil man den Kondensor nicht mehr höher drehen kann, der würde den Objektträger abheben. Daher wenn der Objektträger zu dick ist, was er aber in meinem Falle nicht ist kann man die Leuchtfeldblende auch nicht scharf stellen, stimmts?
ZitatDanke verstehe, aber ich kann den Kondensor nicht mehr weiter anheben der steht sozusagen schon am Objektträger an. Also kann ich nicht mehr höher fahren. Es sieht eigentlich die Leuchtfeldblende eh ziehmlich scharf abgebildet aus! Wenn ich den Kondensor nach unten fahre wird der Leuchtfeldblendenkreis nur unschärfer ?!?
Das ist richtig so, aber es kann eben auch der Fall eintreten, daß durch leichtes Absenken die Auflösung feinster Strukturen verbessert wird, weil in diesem Fall die Kondensorbrennebene noch besser ausgeleuchtet wird. Und das ist ja wohl wichtiger als eine scharf abgebildete Leuchtfeldblende, die man eigentlich nur benötigt, um den Kondensor zu zentrieren.
ZitatDaher wenn der Objektträger zu dick ist, was er aber in meinem Falle nicht ist kann man die Leuchtfeldblende auch nicht scharf stellen, stimmts?
Deswegen haben die Objektträger auch die genormte Dicke von etwa 1mm.
Bei Abweichungen kann es daher zu Problemen beim Köhlern kommen wie von Rolf (reblaus) vorhin beschrieben.
OK. Dann Danke nochmal für die Unterstützung und vorallem Deiner Geduld mit mir!
LG Felix
Hallo,
vergess einfach die Leuchtfeldblende und mach es so, wie von Bernd vorgeschlagen.
Pleurosigma angulatum als Objekt , 40 er Objektiv rein und Kondensor von der obersten Stellung soweit absenken bis die Feinstruktur von ca. 0,5 µm gut aufgelöst ist. Das ist dann für allen anderen Objekte und Objektive gut genug. Daran kannst du dann auch gleich mal testen, wie wichtig oder unwichtig die Leuchtfeldblendenstellung ist.
Gruss
Wilfried
Hallo,
ich habe noch eine Frage. Muss der Kondensor eigentlich bei jedem Objektiv genau zentriert sein? Beim 4er und 10er passt das so ungefähr aber beim 40er nicht mehr, außerdem verstellt sich der Kondensor bei der Vergößerung meistens ein bisschen, wenn ich das Objektiv umschwenke, den das Einrasten macht so einen Klick wodurch eine kleine "Erschütterung" entsteht.
Danke und LG,
Felix
Hallo Felix,
optimale Verhältnisse hast du sicherlich, wenn du bei jedem Umschwenken nachzentrierst. Wenn du fotografieren willst, ist das auch auf jeden Fall ratsam. Es liegt aber auch bei dir, ob dir das reicht, wenn eben nicht 100%ig geköhlert ist.
Viele Grüße
Bernd
Ich merke eigentlich keinen Unterschied ob es ganz genau zentriert ist. Aber wenn ich die Leuchtfeldblende nicht ganz offen lasse, sondern richtig einstelle habe ich mehr Kontrast, vorallem ab dem 10er.
Du hattest auch mit dem Kondensor recht, mit kommt vor wenn man den etwas absenkt hat man etwas mehr Kontrast.
LG und Danke,
Felix
Zitat von: Lacerta Infinity in Dezember 28, 2009, 18:17:29 NACHMITTAGS
Hallo,
ich habe noch eine Frage. Muss der Kondensor eigentlich bei jedem Objektiv genau zentriert sein? Beim 4er und 10er passt das so ungefähr aber beim 40er nicht mehr, außerdem verstellt sich der Kondensor bei der Vergößerung meistens ein bisschen, wenn ich das Objektiv umschwenke, den das Einrasten macht so einen Klick wodurch eine kleine "Erschütterung" entsteht.
Hallo Felix!
Es ist nicht der Klick, durch den der Kondensor aus dem Zentrum gerät und dann wieder zentriert werden muß. Es sind die Schraubgewinde von Objektiven und Obkjektivrevolver, die zu vernünftigen Kosten nicht alle zusammen präzise aufeinander abgestimmt und gefertigt werden können. Die Mik-Hersteller könnten das - spielend - aber wir könnten dann so ein Mik nicht mehr bezahlen. Deshalb ist es vorteilhafter, daß der Benutzer diese kleine Zentrierung, die nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergeht, vornimmt.
Nimm den Kondensor aus seiner Halterung und schau Dir die Mechanik genau an, mit welcher er "mittig" gehalten wird. Die ist recht krude, und je weniger sie gekostet hat, d. h. je weniger präzise und aufwendig sie gebaut ist, um so anfälliger ist sie selbstverständlich auch gegen "Klicks". Die Probe: Kondensor einsetzen, richtig justieren (für das Zehner), dann seitlich mit der Fingerspitze dagegen klopfen. Im Normalfall sollte er dabei ein klein wenig "aus der Fasson" geraten. Tut er das nicht, dann ist die Mechanik gut.
Nach jedem Objektivwechsel muß neu zentriert werden, so wie dann ja auch die Leuchtfeldblende der Obj.öffnung angepaßt werden muß.
Müßte. Sollte. Jeder wie er will. In der Mikrofibel habe ich kategorisch beschrieben und gefordert, wie es korrekt gemacht wird, um allerhöchste Abbildungsqualität zu erreichen. Manch eine(r) will oder kann das aber gar nicht, weil es die Qualität der Mik-Optik nicht hergibt.
Do san mir Bayern fei tollerand.
MfG KH
Also ich habe es probiert, wenn ich auf den Kondensor "klopfe" verrückt das Blendenbild nicht, aber wenn ich auf den Tubusträger oder den Kopf klopfe dann schon, obwohl ich den Trinokularkopf gut angeschraubt habe ???
Danke und LG,
Felix
Zitat von: Lacerta Infinity in Dezember 28, 2009, 19:37:16 NACHMITTAGS
Also ich habe es probiert, wenn ich auf den Kondensor "klopfe" verrückt das Blendenbild nicht, aber wenn ich auf den Tubusträger oder den Kopf klopfe dann schon, obwohl ich den Trinokularkopf gut angeschraubt habe ???
Danke und LG,
Felix
Das ist aber nicht so tragisch, die neuen Spiegelreflexkameras mit Liveview lösen erschütterungsfrei aus. ;D
Stimmt, die Spiegelvorauslösung. Aber woran könnte das liegen. Also der Kopf ist fest genug angeschraubt!
Danke und LG,
Felix
ZitatStimmt, die Spiegelvorauslösung. Aber woran könnte das liegen. Also der Kopf ist fest genug angeschraubt!
Ohne das Mikroskop vor mir stehen zu haben kann ich dir das schlecht sagen. Möglich, daß eine oder meherer Schauben nicht richtig angezogen sind. Man kann es zwar nachprüfen, ob alles richtig angezogen ist. Die Justierschrauben dürfen natürlich dabei nicht verstellt werden. Deswegen laß mal lieber alles so wie es ist. ;)
Gruß
Bernd
Hallo,
ich habe noch eine Frage deswegen schließe ich hier nochmal an. Mein Mikroskop ist ja ein Infinity mit diesen Objektiven:
http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=19&lng=de#mikrz-obj-lac
Komischerweise ist bei dem Mikroskop der Kondensor nicht auf Farbfehler korrigiert? Obwohl ich mir ziehmlich sicher bin, dass der richtige dabei ist!
Wenn ich mir jetzt ein Objekt ansehe mit relativ starken Kontrasten, sprich dunkles Objekt mit Hellem Hintergrund, so treten manchmal sehr leichte Farbsäume auf.
So meine Frage jetzt könnte es am Kondensor liegen dass diese Abbildungsfehler auftreten?
Danke und LG,
Felix
Hallo Felix,
es handelt sich bei den Objektiven um Planachromaten, die nur gegen Bildfeldwölbung korrigiert sind.
Apochromate oder gar Planapochromate sind auch gegen Farbfehler korrigiert.
Wie bereits angesprochen, solltest du falls an der Leuchtfeldblende Farbsäume zu sehen sind, diese etwas weiter öffnen. Wie sieht es mit diesen beobachteten Farbsäumen aus, wenn du mit dem Kondensor leicht in der Höhe variierst?
Gruß
Bernd
Hallo
Kondensoren sind in den seltensten Fällen, d.h. nur bei teuren Mikroskopen und als Sonderausstattung, achromatisch korrigiert. Das habe ich noch bei keinem Ost-Asien-Import gesehen. Daraus folgt zwangsläufig, dass, vor allem bei höheren Vergrößerungen, die Feldblende mit Farbsäumen abgebildet wird. Das hat aber keine Auswirkung auf die Abbildung des Objekts.
Beste Grüße
Detlef Kramer
Hallo,
danke mal für Eure Antworten.
@ Detlef Kramer: Ich spreche ja davon, dass ich bei Objekten die ich mir ansehe ein leichter Farbsaum bei hell-dunkel Übergängen zu sehen ist. Ich wollte nur wissen ob das mit dem Kondensor zusammenhängt.
Danke und LG,
Felix
Das Mikroskop ist für einfache Ansprüche gedacht und ich habe keinen Zweifel, dass dies nicht so ist. Farbsäume an kontrastreichen Strukturen ausserhalb der Bildmitte wird man akzeptieren müssen. Normalerweise ist bei sauber zentriertem System der Anteil durch das achromatische korrigierte Objektiv dominierend. Nehmen Sie die Aberrationen einfach als gegeben hin, ich würde jetzt erst mal den Umgang gründlich erlernen.
Werner Jülich
Hallo!
Vielleicht ist mir im Rahmen dieses langen threads ja irgendetwas entgangen, aber eines verstehe ich nicht: Hier ist immer die Rede von Farbsäumen der Feldblende. Farbsäumen der mikroskopierten Objekte etc. und es wird munter darüber diskutiert.
ABER: Warum wird nicht einmal ein einziges Foto davon gezeigt???
Wie kann man über Farbfehler diskutieren, ohne das Ausmaß einmal mittels eines Fotos beurteilen zu konnen?
Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, daß man beim normalen Mikroskopieren auffällige Farbsäume an den Objekträndern sieht. Das kenne ich in wirklich störendem Ausmaß allenfalls von echten Spielzuegmikroskopen in der Noch-unter-Bresser-Klasse! Das dürfte auch bei einem China-Mikroskop in der Preisklasse von immerhin 800 EUR aber nicht vorkommen!
Ich schließe aus den eingangs getätigten Aussagen des Fragestellers, daß Felix kein erfahrener Mikroskopiker ist und insofern eigentlich noch nicht allzu "verwöhnt" sein düfte und ihm schon kleinste Fehler auffallen.
Deshalb erstaunt es mich einfach, dass die Farbfehler an mikroskopierten Objekten so ausgerpägt sein sollen, dass sie bereits einem Anfänger störend auffallen. Oder hast Du - Felix - Dich schon so auf das Aufspüren kleiner Fehler konzentriert, dass Du sie förmlich suchst ( ist nicht böse gemeint ).
Ich sage es mal ganz platt: Dieses Mikroskop kann eigentlich gar nicht so schlecht sein, dass man damit nicht akzeptabel mikroskpieren könnte, wenn auch nicht auf Axioskop-Neofluar-Niveau.
Oder - wie gesagt - ich habe im Laufe dieses langen threads etwas nicht mit bekommen oder falsch verstanden.
Herzliche Grüße
Peter
ZitatEhrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, daß man beim normalen Mikroskopieren auffällige Farbsäume an den Objekträndern sieht
Das kommt wohl auf das Objekt an.
Wenn ich manche Faser mit dem 40 er beobachte, habe ich auch bei meinem neues Zeiss mit Planachromaten immer einen Farbsaum in der Bildmitte (das Ding war erst vor einem Monat bei der jährlichen Wartung und funktioniert bestens).
Man darf nicht vergessen, dass manches Objekt wie eine kleine Linse wirkt.
Sollten diese Säume allerdings auch bei ganz normalen 0 8 15 Objekten auftrenen, würde ich mir schon Gedanken machen.
Vielleicht sind die Säume beim TE auch ganz normal ausgeprägt, denn als ich zum ersten mal in ein Mikroskop geschaut habe, habe ich mich auch über das "schlechte Bild" gewundert, man hat eben noch keine richtige Vorstellung davon, was gut und was schlecht ist.
Ich dachte am Anfang auch, so Bilder wie von Herrn Kreutz wären normal und der Standard. Man sieht sowas ja auch immer in Büchern usw.
Hallo!
ich habe jetzt bewusst noch einmal durch ein China-Mikroskop ( allerdings 160 mm-Optik, Klasse ca. 500 - 600 EUR ) geschaut und kann bis zum 40er-Objektiv beim besten Willen nicht die geringsten Farbäsume ( auch nicht im Randbereich ) erkennen.
Ich denke also nicht, dass man mit erkennbaren Farbsäumen ( auch nicht bei einem China-Mikroskop ) dieser Preisklasse leben muss und glaube auch nicht, dass das bei China-Mikroskopen "normal" ist.
Entweder ist das Mikroskop tatsächlich "schlecht" oder es hat einen ernsthaften Fehler.
Aber nochmal: Ohne ein Foto ist das natürlich alles Spekulation.
Herzliche Grüße
Peter
Zitat von: Peter Voigt in Januar 08, 2010, 18:45:40 NACHMITTAGS
Hallo!
Vielleicht ist mir im Rahmen dieses langen threads ja irgendetwas entgangen, aber eines verstehe ich nicht: Hier ist immer die Rede von Farbsäumen der Feldblende. Farbsäumen der mikroskopierten Objekte etc. und es wird munter darüber diskutiert.
ABER: Warum wird nicht einmal ein einziges Foto davon gezeigt???
Wie kann man über Farbfehler diskutieren, ohne das Ausmaß einmal mittels eines Fotos beurteilen zu konnen?
Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, daß man beim normalen Mikroskopieren auffällige Farbsäume an den Objekträndern sieht. Das kenne ich in wirklich störendem Ausmaß allenfalls von echten Spielzuegmikroskopen in der Noch-unter-Bresser-Klasse! Das dürfte auch bei einem China-Mikroskop in der Preisklasse von immerhin 800 EUR aber nicht vorkommen!
Ich schließe aus den eingangs getätigten Aussagen des Fragestellers, daß Felix kein erfahrener Mikroskopiker ist und insofern eigentlich noch nicht allzu "verwöhnt" sein düfte und ihm schon kleinste Fehler auffallen.
Deshalb erstaunt es mich einfach, dass die Farbfehler an mikroskopierten Objekten so ausgerpägt sein sollen, dass sie bereits einem Anfänger störend auffallen. Oder hast Du - Felix - Dich schon so auf das Aufspüren kleiner Fehler konzentriert, dass Du sie förmlich suchst ( ist nicht böse gemeint ).
Ich sage es mal ganz platt: Dieses Mikroskop kann eigentlich gar nicht so schlecht sein, dass man damit nicht akzeptabel mikroskpieren könnte, wenn auch nicht auf Axioskop-Neofluar-Niveau.
Oder - wie gesagt - ich habe im Laufe dieses langen threads etwas nicht mit bekommen oder falsch verstanden.
Herzliche Grüße
Peter
Danke mal für Eure Antowrten!
OK. Ich bin jetzt nicht ein erfahrener Mikroskopiker, aber ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit DSLR und Objektiven. Ich kenne mich also bei Abbildungsfehlern von fotografischen Objektiven einigermaßen aus. Dazu gehört natürlich auch die chromstische Abberration!
Leider kann ich zuzeit keine Bilder machen da mir ein Adapter fehlt!
Aber ich kann mal ein anderes Beispielbild aus dem Internet raussuchen wo es so ähnlich aussieht, es ist aber bei meinem Mikroskop nicht so schlimm! Es tritt hauptsächlich, wie das so ist bei der CAs nur bei sehr harten/kontrastreichen übergängen auf!
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/92202/display/687760
Der Farbsaum ist manchmal auch etwas grünlich bis violett im unscharfen Bereich, also außerhalb der Schärfeebene.
Liegt also ein Fehler vor?
Danke und LG,
Felix
Edit: Ich hab noch ein Bild gefunden im Internet bei dem es so ähnlich aussieht! Die vorderen Beinchen der Zecke:
http://www.steiner-strings.ch/mikro/forum/20100109/zecke_in_Hoyer.jpg
Entschuldigt!
Ich hab da noch eine Frage, bei der ich mir nicht sicher bin!
Es ist so wenn ich mir ne Alge ansehe zum Beispiel Pediastrum und sie dann Durchfokusiere. Also alle Schärfeebenen Ansehe, dann sehe ich die Alge teilweise den unscharfen Teil violett, handelt es sich hierbei auch um einen Abbildungsfehler?
Danke und LG,
Felix
Hallo Felix,
NEIN!
HG
Detlef
Zitat von: Lacerta Infinity in Januar 09, 2010, 20:48:46 NACHMITTAGS
Entschuldigt!
Ich hab da noch eine Frage, bei der ich mir nicht sicher bin!
Es ist so wenn ich mir ne Alge ansehe zum Beispiel Pediastrum und sie dann Durchfokusiere. Also alle Schärfeebenen Ansehe, dann sehe ich die Alge teilweise den unscharfen Teil violett, handelt es sich hierbei auch um einen Abbildungsfehler?
NEIN.
Wenn das Obj. defokussiert ist, Sie also eine Objektebene betrachten, die ober- oder unterhalb der Brennweite, also derjenigen liegt, auf welche ie Korrrektion des Objektivs optimiert ist, müssen Sie gewisse Qualitätseinbußen in Kauf nehmen. Das gilt für alle Mikroskopobjektive aller Korrektionsklassen, also von Achromaten bis Planapochromaten.
Gruß KH
ok. Verstehe. Danke für Eure Antworten!
LG Felix
Hallo Felix,
ich habe mir die Bildhinweise angesehen und verstehe ehrlich gesagt nicht, was du mit den Farbsäumen genau meinst. Ohne Bilder durch dein Mikroskop wird man dir an dieser Stelle auch wenig helfen können und vielleicht ist es in der tat so, wie von Detlef und Herrn Henkel bereits beschrieben, daß diese Erscheinungen, die dich scheinbar stören, doch "normal" sind.
Ich kann dich ja verstehen, wenn dich der Gedanke etwas quält, nun doch ein "Montagsmikroskop" erwischt haben zu können. Daher kann ich nur empfehlen, einen befreundeten Mikroskopiker o.ä. aufzusuchen, der Ahnung hat und wo du an Ort und Stelle mit selbem Präparat vergleichen kannst und dann ggf. beim Händler zu reklamieren, falls etwas nicht stimmen sollte.
Beste Grüße
Bernd
Zitat von: Lacerta Infinity in Januar 09, 2010, 20:48:46 NACHMITTAGS
Entschuldigt!
Ich hab da noch eine Frage, bei der ich mir nicht sicher bin!
Es ist so wenn ich mir ne Alge ansehe zum Beispiel Pediastrum und sie dann Durchfokusiere. Also alle Schärfeebenen Ansehe, dann sehe ich die Alge teilweise den unscharfen Teil violett, handelt es sich hierbei auch um einen Abbildungsfehler?
Danke und LG,
Felix
Ah. Ich hab zu diesem Phänomen so eine Abbildung gefunden, hier aus dem Forum, wobei dieses Bild wie in dem Thread steht gestackt ist aber mit dem violett ist das bei mir so ähnlich, nur halt nicht so stark weil es eben bei der normalen Betrachtung die Schärfeebene sehr gering ist.
Ich will Euch ja nicht nerven aber lässt sich das irgendwie kompensieren?
http://www.fotos-hochladen.net/090518algenzspmax1w2qyern5.jpg
Danke und LG,
Felix
Lieber Felix,
Sie sollten dem verschiedentlich geäußerten Rat folgen und das Mikroskop einem Fachmann vorstellen. Mit etwas Mühe läßt sich dieser in unmittelbarer Nähe zu Ihrem Wohnort finden.
Werner Jülich
Zitat von: Werner Jülich in Januar 10, 2010, 21:56:49 NACHMITTAGS
Lieber Felix,
Sie sollten dem verschiedentlich geäußerten Rat folgen und das Mikroskop einem Fachmann vorstellen. Mit etwas Mühe läßt sich dieser in unmittelbarer Nähe zu Ihrem Wohnort finden.
Werner Jülich
Ich kenne keinen Fachmann in meiner Nähe. Ich wollte ja nur mal ein Beispielbild zeigen. MIr wurde ja gesagt, dass es sich bei diesem Phänomen um keinen Fehler handelt, siehe oben. Jetzt wollte ich noch ein ähnliches Bild aus dem Forum her zeigen und wissen ob sich dieser Effekt kompensieren lässt.
Danke und LG,
Felix
Hallo Felix,
ich hab nur mal so etwas reingeblinzelt:
ZitatDazu gehört natürlich auch die chromstische Abberration!
Leider kann ich zuzeit keine Bilder machen da mir ein Adapter fehlt!
und dann habe ich diese beiden Sätze langsam und aufmerksam gelesen, und dann nochmal und nochmal.
Und dann hab ich mich über die unglaubliche Eselsgeduld der vielen Kollegen gewundert.
Also ganz im Ernst: besorg dir einen Adapter mach Fotos, und dann könnte man bis Seite 10 weiter raten (Jetzt sind wir schon auf Seite 5!).
Und vielleicht findest Du ja doch einen der echt Bescheid weiß, denn Doppelblind-versuch wird in der Wissenschaft zwar zur Sicherheit angewendet um Fehlinterpretationen zu vermeiden, aber in der Mikroskopie zählt schon noch was man sieht!
Hallo Klaus,
Eselsgeduld hin, Eselsgeduld her. Im anderen Thread, wo es praktisch um dasselbe geht, wurde gesagt,
daß wir uns in einer interessanten theoretischen Diskussion befinden!
Beste Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
Zitattheoretischen Diskussion
ja doch, aber der Felix behauptet ein praktisches Problem zu haben. Und ohne auch nur ein einziges Bild zur Veranschaulichung zu zeigen wird darüber theoretisiert. Und zwischendrin meint man sogar, dass gar kein Fehler vorliegt.
Der eingebildete Kranke kann Heerscharen von gelahrten Dottores beschäftigen ;D
Peter hat mit seiner Frage m. E. den Nagel auf den Kopf getroffen!
ZitatWie kann man über Farbfehler diskutieren, ohne das Ausmaß einmal mittels eines Fotos beurteilen zu konnen
Hallo Klaus,
ZitatUnd zwischendrin meint man sogar, dass gar kein Fehler vorliegt.
so werden unter anderem aus Mücken Elefanten gemacht.
Wenn die Mücken aber schon Elefantengröße haben,
wozu brauchen wir dann überhaupt noch Mikroskope? ;D
Ja ich habe noch keine Zeit gehabt den Adapter zu besorgen, da dieses Geschäft nicht jeden Tag geöffnet hat.
Der Adapter ist schon bezahlt, der hat vergessen ihn einzupacken samt dem Mikroskop etc.
Werde ihn am Freitag holen und dann mach ich mal ein paar Fotos.
Hallo Felix,
ZitatWerde ihn am Freitag holen und dann mach ich mal ein paar Fotos.
Na das sind doch gute Nachrichten . Und so lange können wir gelassen warten bis mal "Butter an die Fische kommt" wie der gepflegte Kollege von der Waterkant sagen würde! :D
Hallo Felix,
auch ich bin schon jetzt gespannt, endlich die violetten Farbsäume zu sehen, von denen du bereits berichtet hast!
Erwartungsvolle Grüße
Bernd