Krumme Sache? (Zeiss Ib)

Begonnen von Dypsis, März 21, 2013, 14:38:45 NACHMITTAGS

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Hugo Halfmann

Hallo ,

mit "vorsichtig bearbeiten" meinte ich auch eher sanftes Klopfen und nicht brachiales Zuschlagen. Auch zwischen Leder und Werkstück würde ich noch ein Tuch legen !
Viel Erfolg !
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

olaf.med

Lieber Thomas,

natürlich geht es auch im Schraubstock, man braucht halt nur drei Hände um Zulagen und Werkstück richtig zu positionieren. Man kann aber auch die Zulagen zunächst mit Doppelklebeband an den richtigen Stellen an den Schraubstockbacken fixieren, da hat man beim multiplen Einspannen nicht immer die gleich Fummelei oder muß die Gattin zur Hilfe holen. Vom Hämmern, egal mit welcher Kraft, würde ich wirklich abraten.

Es ist schon erstaunlich wie hart die alten Lacke in der Regel sind. Mit Hartholz ohne weitere Zwischenlagen habe ich immer gute Erfahrungen gemacht.

Danke übrigens für die Wohlgerüche, die heute per Päckchen eingetroffen sind.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Dypsis

#32
Lieber Olaf und andere

es ist vollbracht.

Und es war wahrlich nicht Warmduschers Bastelstunde.
Schneegestöber, -4 Grad und einsetzende Dämmerung. Optimale Vorausstetzungen für lackschonende Biegearbeiten mit schwerem Gerät an sensiblem Material.
Dass ich an den Schraubstock gegangen bin war wohl getan. Ich musste ganz schön hinlangen, bis sich die Streben endlich gebogen haben. Eichenstäbe waren schon mal zu weich, erst mit Eisenstäben als Unterlage war Wirkung zu sehen. Das Leder hat den Lack optimal geschützt, es gab keinerlei Schäden. Alles was ich an Ständerbohrmaschinen kenne, wäre mindestens an seiner Grenze gewesen, kraftmäßig.
Allerdings hatte ich am Schraubstock Anfangs Schwierigkeiten mit der Schwerkraft. Wenn man versucht mit zwei Händen drei Metallstäbe zu positionieren, dann kann man schon mal ins Fluchen geraten...
Es ging, aber von kontrollierter Positionierung kann nicht wirklich die Rede sein. Gottlob steht der Nachbarsjunge auf Extremeinsätze im Schneegstöber (meine Frau hätte mir was gehustet). Mit vier Händen waren dann die drei Metallstäbe ruckzuck unter Kontrolle.
Jetzt ist das Stativ wieder aufgerichtet.

Eine Erkenntnis darf ich Euch nicht vorenthaltent:
Als ich die lange Schraube herausgetrieben habe, die als Achse für die Neigung des Stativs dient, musste ich merkwürdig kräftig mit dem Hämmerchen zuschlagen. Beim wieder Einsetzen gab es noch mehr Widerstand. Mein erster, wie mir schien sehr naheliegender Verdacht: entweder hat sich die Schraube bei dem ursprünglichen Schaden verbogen oder die Ausrichtung der Streben zueinander stimmt nicht mehr. Mist.
Nö! Es war einfach die "Bremse" für die Neigung angezogen. Es wird über den Hebel an der Rückseite des Stativs der Kanal für die Schraube verengt. Kein Wunder also, dass sie nicht mehr hineinwollte. Hebel umlegen war dann die Lösung. So einfach können sich schwere Probleme also auch lösen.

Ich danke Euch allen für die Tipps und das Mitdenken. Es war sehr hilfreich.
Morgen gibt es Bilder.

Mit herzliche Grüßen
Thomas

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Eckhard F. H.

#33
Hallo Thomas,
gratuliere aus vollem Herzen. Goethe hatte Recht: "Produktiv sein ist die innerste Eigenschaft des Menschen." Tun schlägt Konsum!  ;)
Gruß - EFH

Dypsis

Hallo Eckhard und andere,

danke für die Glückwünsche.
Mit aufgetauten Fingern habe ich das Stativ jetzt mal (noch) nackig (nein, nicht ich, das Stativ!) fotografiert.
Auf den Fotos sieht man es noch stärker, es ist fast nicht möglich, eine Perspektive zu finden, aus der nicht irgendetwas schief aussieht. Das umgekehrte gilt leider auch, man kann ein schiefes Stativ so fotograieren, dass des leidlich gerade aussieht, wenn man es darauf anlegt...

Insgesamt ist das Ding jetzt ziemlich gerade (die Feststellung ist gelöst, es ist also nicht für das Foto geschummelt worden! ;)).
Ich hatte den U-Fuß nicht abgeschraubt. Die Schrauben wollten sich nicht gerne lösen lassen und so ohne Not wollte ich es auch nicht auf Biegen und Brechen durchsetzen.
Letztlich war es sogar ganz gut, weil ich den Fortschritt meiner Richterei direkt überprüfen konnte ohne den Fuß jedesmal wieder anschrauben zu müssen.

Ich weiß jetzt nicht, ob das ganze auch bei Sonnenschein funktioniert hätte. Das muss ich mit dem nächsten schiefen Stativ ausprobieren.

Herzliche Grüße
Thomas






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Florian Stellmacher

Lieber Thomas,

Du ahnst ja gar nicht, welche Höllenqualen ich in den etzten Tagen ausgestanden habe! Aber es ist ja tatsächlich gut gegangen - also auch von mir herzlichen Glückwunsch!

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Jürgen Boschert

Hallo,

@Florian

ich habe leise mitgelitten.

@Thomas

Gratulation ! Toll gemacht.

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

Jürgen

Dypsis

#37
Lieber Florian u. Jürgen

als ich gebogen habe, hatte ich ständig das Bild eines reißenden Messingfußes vor Augen. Dieses Gefühl im Bauch, wenn sich so etwas irreversibles andeutet und dann langsam zur Gewissheit wird – kein wenn und aber mehr, einfach aus und vorbei...
Aber wie der Franzose sagt: No risk no fun.

Ich bau jetzt mal alles wieder dran, mache ein paar Bilder für eine (knappe) Vorstellung.

Herzliche Grüße
Thomas
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