Autor Thema: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz  (Gelesen 8495 mal)

Klaus Herrmann

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o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« am: Januar 12, 2012, 13:03:52 Nachmittag »
Hallo Polfreunde,

ich habe mit o-Phenathrolin eine neue Substanz in meine Liste der schönen Polpräparate aufgenommen. Eigentlich ein Reagenz auf Fe2+ Ionen. Ist aber auch im polarisierten Durchlicht sehr attraktiv. Der Schmelzpunkt liegt mit 117° recht niedrig, jedoch meine Schmelzpräparate waren nicht so schön. Aber ein einfaches Lösepräparat (Ethanol) gibt nach dem Abdunsten des Alkohols einen "Wundergarten": die Kristallformen wirken z. T. richtig organisch. Ohne Deckglas  mit 5er und 10er Objektiv. XPL plus λ + ¼λ das letzere zur Kontrastvariation auch gedreht.













« Letzte Änderung: Januar 12, 2012, 14:28:27 Nachmittag von Klaus Herrmann »
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 Klaus


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Bastian

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #1 am: Januar 12, 2012, 14:06:49 Nachmittag »
Klaus,

was für schöne Farben! Wenn das o-Phenathrolin zum Nachweis für Fe3+ Ionen geeignet ist, wie muss man sich das vorstellen. Als Indikator für wässrige Lösungen?
Bastian

Klaus Herrmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #2 am: Januar 12, 2012, 14:32:37 Nachmittag »
Danke Bastian,

ich hab mich verschrieben: es ist ein Reagenz für Fe 2+ damit bildet es eine rote Komplexverbindung, die man photometrieren kann.

Ist wasserlöslich (das Hydrochlorid noch besser) und wird als wässrige Lösung eingesetzt.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Holger Adelmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #3 am: Januar 12, 2012, 16:03:22 Nachmittag »
Das sind super schoene Bilder, lieber Klaus, und mal was ganz anderes von der Struktur her !

Herzliche Gruesse
Holger
 

Klaus Herrmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #4 am: Januar 12, 2012, 16:16:58 Nachmittag »
Danke Holger,

ist geringfügig einfacher, als einen ordentlichen Dünnschliff herstellen! ;)

Geht fast von selbst: paar Kriställchen auf OT, 3 Tropfen Ethanol dazu, löst sich von selbst und verdampft ebenfalls ohne Zutun.
POl einschalten  und ein wenig spielen mit den Kompensatoren..

Wie man nur mit verdrehen des ¼λ  die Farbe variieren kann sieht man hier





Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Ernst Hippe

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #5 am: Januar 12, 2012, 17:47:43 Nachmittag »
Lieber Klaus,
großartig! Ich schicke Dir eine PM.
Gruß Ernst Hippe
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Frank Fox

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #6 am: Januar 12, 2012, 22:53:52 Nachmittag »
Lieber Klaus,

das sind großartige Fotos.
Toll!

Herzliche Grüße
Frank

Jens Jö

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #7 am: Januar 13, 2012, 01:31:55 Vormittag »
ein toller Stoff, bis auf den Preis !
Nach dem, was ich hier in der Tschechei ergoogelt habe, etwa 1/10 des Goldpreises, oder liege ich da falsch ?

Mit poligen Grüßen
Alfred

Horst Wörmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #8 am: Januar 13, 2012, 08:57:53 Vormittag »
Hallo Alfred,

das Zeug kostet bei Merck lauf Liste 50,60 EUR für 10 g (1,10-Phenantroliniumchlorid-Monohydrat z.A.).
Gold pro Gramm heute morgen 42,63 EUR/g, also das 8,4-fache.
Der tolle Stoff ist also durchaus preiswert...
Ganz normale Preislage für Feinchemikalien.
WGA Alexa Fluor 488 kostet z.B. 360 Euro für 5 mg (Milligramm!), also unwesentlich mehr als Gold.

Viele Grüße,
Horst

Klaus Herrmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #9 am: Januar 13, 2012, 10:24:42 Vormittag »
Hallo Goldgräber  :D

ich habe jetzt einige Anfragen bekommen bezüglich Pol-Substanzen und beschlossen ein Set zusammenzustellen, weil manche Substanzen schwer zu beschaffen sind, teuer dazu auch noch. Auf der anderen Seite kommt man mit 0,5-1g ja bei den benötigten geringen Mengen lange aus. Warum also 10 g kaufen für 50.-, wenn auch ein halbes g locker für eine ganze Schachtel voller Proben ausreicht.

Meine Wundermaschine zum Etikettendruck kommt in Kürze, dann bekommen die Behältnisse auch ordentliche Schilder.

Ich werde eine Liste erstellen mit Hinweisen zur Löslichkeit und Schmelzpunkten.

Heute ist aber erst mal Thuja-Schnibbeln in Hohenheim, da muss ich mich noch vorbereiten.

Hier noch ein Bild zum Abgewöhnen:

Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Ernst Hippe

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #10 am: Januar 19, 2012, 16:43:16 Nachmittag »
Lieber Klaus,
vielen Dank! Hier kommt ein Bild aus der Schmelze als Ergänzung zu den schönen aus der Lösung. Auch ganz brauchbar, oder?

Gruß Ernst Hippe
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Klaus Herrmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #11 am: Januar 19, 2012, 16:58:30 Nachmittag »
Lieber Ernst,

danke für deine Ergänzung, die Post war wohl trotz Warensendung, die sonst 1 Woche dauert diesmal schnell!

Du hat wieder heftig kompensiert? Ich habe beim Schmelzpräparat zu dünne Schichten gehabt und war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Aber das Präparat ist noch da, werde ich auch mal mit höherer Ordnung versuchen!

Sieht ja gut aus!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Bernd Kaufmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #12 am: Januar 19, 2012, 18:39:07 Nachmittag »
Lieber Klaus, lieber Ernst,

hoffentlich nerve ich nicht mit den vielen Fragen. Aber Ihr provoziert sie mit den tollen Bildern, weil man das schon sehr gerne nachmachen möchte.

Wie macht man denn eine Schmelze richtig? Ein früherer Versuch mit sicher ungeeignetem Stoff (Flubendazol) ist mir schlicht abgeraucht und pappte dann verkohlt auf dem Objektträger. Es wäre lieb, wenn Ihr da etwas dazu sagen könntet.
Viele Grüße
Bernd ©¿©
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Lieber per Du.

Eckhard

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #13 am: Januar 19, 2012, 19:06:54 Nachmittag »
Hallo Bernd,

welche Temperatur Du brauchst, hängt vom Schmelzpunkt des Stoffes ab. Flubendazol hat einen Schmelzpunkt von 260°. Ich denke, Deine Schmelze ist einfach zu heiss geworden.

Herzliche Grüsse
Eckhard
Zeiss Axioscope.A1 (HF, DF, DIK, Ph, Pol, Epifluoreszenz)
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Klaus Herrmann

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Re: o-Phenanthrolin eine variantenreiche Polssubstanz
« Antwort #14 am: Januar 20, 2012, 01:01:06 Vormittag »
Lieber Bernd,,

Flubendazol ist ein Wurmmittel; hast du das in reiner Form vorliegen ? Oder ist es ein Medikament in einer pharmazeutischen Zubereitung?
In reiner Form sollte es unzersetzt schmelzen, wenn man nicht gerade mit dem Schweißbrenner erhitzt. Tabletten sind ein Gemisch aus allen möglichen Zutaten, wenn man so ein "wildes Gemisch" (Mila bitte weghören  ;) )erhitzt kann alles Mögliche passieren vornehmlich das, was du beobachtet hast.
Ein Aspirin ist sicher auch nicht geeignet um einen Schmelzversuch zu machen, deshalb nehme ich analysenreines "Aspirin" (Acetylsalicylsäure).
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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