Mikro- oder Makrofotos?

Begonnen von Monsti, August 08, 2012, 22:09:20 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

JB

"Soll ich die Viecher jetzt erst bestimmen bevor ich sie totschlage. "

Ich denke, die Antwort ist "Ja."

Ulf Titze

#16
Hallo Jon,

Zitat von: JB in August 09, 2012, 12:54:46 NACHMITTAGS
... schaut Euch mal die Abbildungen an; da ist noch was zu verbessern.

... das sehe ich auch so. Ein gelbes Biest auf weißem Hintergrund abzubilden ist schon recht unglücklich! Man weiß ja nicht, selten diese Viecher sind und wieviel Aufwand die Autoren in die Abbildungen stecken können. Aber: solche Bilder kriegt unser Rheinweib auch noch mit 3,5 Promille hin (unverschämterweise auch noch mit einer Ausrüstung vom Marktwert einer Nespresso-Kaffeemaschine)!

@ Safari: Ich kann mich auch täuschen. Aber der Eindruck, daß Du Spinnen nicht magst ist schon da....

Grüße

Ulf
"Do not worry about your problems with mathematics, I assure you mine are far greater." (A. Einstein)

"Komm wir essen Opi!" - Satzzeichen können Leben retten!!!

JB

Hallo Ulf,

... gerade weil so so selten sind (es sind die einzigen Aufnahmen der Art ueberhaupt) sollte man ja auf bessere Abbildungen hoffen. In letzter Zeit verbessern sich aber die Photos in entomologischen Beitraegen, besonders in Osteuropa wird jetzt auch gestackt.

Hier einige Beispiele fuer gestackte Insekten mit dem Syncroscopy auto-montage system des Oxford University Museums:
http://markgtelfer.co.uk/?s=oxford

Nicht schlecht; das kommt fast an die Aufnahmen im Forum heran.
Allerdings hat das Oxford-System tausende Euro gekostet:
"The auto-montage system was funded from a £50,000 bequest to the Hope Entomological Collections by the late Dr Angus McCrae."

Beste Gruesse,

Jon

JB

"Da sollte Heike doch mal ihr System für £75,000 anbieten."

:) Das System im Museum ist natuerlich so teuer weil es teilweise motorisiert und automatisiert ist; aber sonst hast Du recht!

MarkusP

Hallo Angie, ich teile Deine Ansicht.

Ich habe mir vor einiger Zeit ein Mikroskop gekauft um damit Mikrofotos zu erstellen und habe hier im Forum bereits sehr viel Unterstützung erfahren können.
Hätte ich mir eine Kamera (DSLR) gekauft um mit z.B. einer Nahlinse oder einem Makro-Objektiv Makrofotos zu erstellen, dann wäre ich vermutlich einem anderen Forum beigetreten um professionelle Hilfe zu bekommen.

Bei Wikipedia kann man zu Mikrofotografie folgendes lesen:
"Als Mikrofotografie wird ein Bereich der Fotografie bezeichnet, bei dem Objekte ab einem Abbildungsmaßstab von ca. 1 : 1 fotografisch abgebildet werden. Im Gegensatz dazu stehen Fotografien, die mit kleineren Abbildungsmaßstäben wie 1 : 2 oder 1 : 4 erstellt werden, die man als Makrofotografie bezeichnet.
...
"Mikrofotografie kann auch definiert werden als ,,Fotografie eines Objektes, welches mit einer an einem Mikroskop angeschlossenen Kamera aufgenommen wurde"."

Ich würde es begrüßen wenn man bei den gezeigten Fotografien klar erkennen kann ob das Bild mit einem Mikroskop (Mikrofotografie) oder mit einer Kamera etc.  (Makrofotografie) aufgenommen wurde.
Das einfachste wäre ein zusätzliches Forum "Makrofoto-Forum" auf zu machen wo nur Bilder gezeigt und diskutiert werden die mittels Kamera, Nahlinse, Makro-Objektiv, Balkengerät, Makroskop, etc. aufgenommen wurden.

Meine Arbeitsmikroskop:
Zeiss Standard 14 mit Phako und Fototubus

Vorstellung: Hier klicken

RainerTeubner

Hallo Markus,

Du hast bei Deiner Aufzählung des Flachbettscanner vergessen:



Malve, Samen.

Epson Perfection 3590 Photo, Farbton angepaßt, LAB geschärft und auf Forumsgröße verkleinert.

Viel Spaß beim Betrachten!

Rainer

ps: Ich meine, daß ein Forum für alle Varianten der vergrößernden Photographie offen sein sollte.
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

TPL

Hallo Markus,
ZitatHätte ich mir eine Kamera (DSLR) gekauft um mit z.B. einer Nahlinse oder einem Makro-Objektiv Makrofotos zu erstellen, dann wäre ich vermutlich einem anderen Forum beigetreten um professionelle Hilfe zu bekommen.
Das Forum ist nicht der Platz für professionelle (also berufsmäßige) Hilfe. Die gibt es bei den Herstellern und Händlern.

ZitatBei Wikipedia kann man zu Mikrofotografie folgendes lesen:
"Als Mikrofotografie wird ein Bereich der Fotografie bezeichnet, bei dem Objekte ab einem Abbildungsmaßstab von ca. 1 : 1 fotografisch abgebildet werden. Im Gegensatz dazu stehen Fotografien, die mit kleineren Abbildungsmaßstäben wie 1 : 2 oder 1 : 4 erstellt werden, die man als Makrofotografie bezeichnet.
...
"Mikrofotografie kann auch definiert werden als ,,Fotografie eines Objektes, welches mit einer an einem Mikroskop angeschlossenen Kamera aufgenommen wurde"."

Wikipedia ist eine tolle Sache, aber Nichts, worauf man sich verlassen darf! Ich benutze sie selbst gern, merke aber gerade an dem zitierten Mikrofotografie-Artikel wieder die Schwäche des Konzepts: die ersten beiden Absätze zeigen mir, dass hier nicht dokumentiert wird, was Mikrofotografie ist ("die Natur der Mikrofotografie"), sondern das, was sie ihrem/ihren paar Schreibern bedeutet. So etwas ist für ein Schulreferat akzeptabel, aber für einen lexikalischen Eintrag nicht.

Die Grenzen zwischen allgemeiner, Makro- und Mikrofotografie sind meines Wissens gar nicht so klar definiert. Und wenn man allein mal auf die diversen Umsetzungen hier im Forum schaut (Fotos ohne Mikroskop bis weit in den vergrößernden Bereich - Mikroskop-Nutzung für Stapelaufnahmen mit Abbildungsmaßstäben <1:1), kann ich nur sagen: warum auch?

Schönen Gruß
Thomas

MarkusP

Zitat von: RainerTeubner in August 09, 2012, 16:50:39 NACHMITTAGS
ps: Ich meine, daß ein Forum für alle Varianten der vergrößernden Photographie offen sein sollte.

Hallo Rainer,

dafür hatte ich das etc. in meiner Auflistung verwendet  :D

Das Forum hat nun mal den Namen "Mikroskopie-Forum" und ich denke mal das zum Zeitpunkt der Entstehung des Forums die Makrofotografie bereits gegeben hat.
Die Bilder sollen ja auch alle hier gezeigt werden, aber was spricht dagegen wenn das ganze etwas sortiert und dafür ein weiteres Unterforum aufgemacht wird (nicht 3 oder 4)?


@TPL
Ich bin mir sicher, dass mir hier im Forum bereits mehrfach von Forenmitgliedern, die sich beruflich mit der Mikroskopie beschäftigen, geholfen wurde.
Das ist gerade das was ich hier in diesem Forum so schätze. Hier kommen Profis mit Hobbyisten zusammen.
Ich werde keine Frage an Zeiss oder Olympus stellen, wenn ich eine Frage zum fixieren habe.
Meine Arbeitsmikroskop:
Zeiss Standard 14 mit Phako und Fototubus

Vorstellung: Hier klicken

Eckhard F. H.

Zitat...aber was spricht dagegen wenn das ganze etwas sortiert und dafür ein weiteres Unterforum aufgemacht wird (nicht 3 oder 4)?

Hallo Markus,
die linke obere Schublade meines Schreibtischen enthält eine Wust diverser Kleinteile ohne jegliche Gemeinsamkeit. Wenn ich mir´s  recht überlege, finde ich dort einen Gegenstand aber schneller als in Schiebern mit Pseudoordnung. Will meinen, erst ab einer kritischen Anzahl neuer Beiträge ist Untergliederung sinnvoll. Vorausgesetzt, der ´Betreff´ kennzeichnet den Inhalt eines Beitrages ausreichend.
Gruß - EFH

Lothar Gutjahr

Hallo Markus,

Na ich weiß nicht so recht, ob man sich Foren nur nach dem Fachgebiet aussuchen sollte ?
du schreibst:
ZitatHätte ich mir eine Kamera (DSLR) gekauft um mit z.B. einer Nahlinse oder einem Makro-Objektiv Makrofotos zu erstellen, dann wäre ich vermutlich einem anderen Forum beigetreten um professionelle Hilfe zu bekommen.

Ich horte hier neben mehreren digitalen SLR´s noch etwa ein Dutzend Minolta SLR´s von rein mechanisch bis doppelmikroprozessorgesteuert. Ich hatte aber nie das Bedürfnis, mich deswegen in ein Kameraforum zu begeben. Anlass mich hier anzumelden, waren Fragen zum Ortholuxzubehör.

Es hat sich dann so ergeben, hier ein anspruchsvolleres Fachforum vorzufinden, wo man mit Freude ( nicht immer ungetrübt; aber wo menschelt es nicht) lernen, fachsimpeln und wenn es mal sein muß auch etwas vorsichtig blödeln kann. Wenn man kann, hilft man auch gerne selbst mal. Also aus meiner Sicht:

>>>>>>>>>>>>>>>>>> ******never change a good running system****** <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Oder wollen wir denn soweit kommen, daß hier nur noch Olympiade für "nice and clean"- Mikroaufnahmen angesagt ist ? O.K. mancheiner traut sich nicht mehr richtig etwas eigenes zu posten, weil der "Standard" hier inzwischen etwas arg hoch liegt. Aber wenn wir mal herausstellen, daß manche Aufnahmen ihr properes Aussehen zu einem sehr hohen Prozentsatz der Nacharbeit mittels Bildverarbeitung verdanken, dann müßte man ja da auch schon wieder einen extra Strich ziehen.
Meine wenigen Schrottaufnahmen habe ich bis vor Kurzem immer so gezeigt wie sie im Rohzustand entstanden sind. Die dürften somit auch nicht im gleichen Unterforum auftauchen.
Daß man sich die Mühe macht Objektive und Anzahl der verwendeten Bilder zu benennen, halte ich für richtig und wichtig. Ob das langezogene, feinfühlig verstellbare schwarze Loch, welches man landläufig als Mikroskop bezeichnet, zwischen Objektiv und Sensor oder weiterer Optik nun aus einem festen Rohrstück besteht oder von einem Balgengerät plus Adapterstücken gebildet wird, sollte meiner Meinung nach kein Kriterium sein, zwischen Mikro und Makro zu unterscheiden.

Langer Rede kurzer Sinn: Mir gefällt es so, wie es ist !

Gruß Lothar


Kurt Wirz

Hallo
Ich fühle mich angesprochen, da ich seit 2010 hier im Forum nur Auflicht Mikroskopie Bilder zeige.
Zum Glück hat man mich nicht verscheucht sondern anerkennend aufgenommen. Vielen Dank.
Die Auflicht Mikroskopie wird hier eher selten betrieben, obwohl sie, wie schon erwähnt,
mit dem Binokular professionell und als Hobby oft angewendet wird, Materialprüfung in der Produktion,
beim Restaurieren von Bildern und anderen Kunstobjekten, in der Vorbereitung bei der Herstellung von
elektronischen Bauteilen (Chip usw.), Numismatik (auch Geldscheinfotografie), Mineralogie und in vielen anderen Bereichen.
In der heutigen Mikroskopie verwendet man vorwiegend ein Mikrotom, Färb- und spezielle Durchlicht Beleuchtungsmethoden.
Seltener ist die Auflicht Mikroskopie mit Mikroskop Objektiven, dies aus verständlichen Gründen, den bei einem
dreidimensionalen Objekt ist die Schärfentiefe derart gering, dass ein Bild selten viel aussagt und auch künstlerisch wenig wertvoll ist.
Bedingt durch die digitale Fotografie und speziell durch die Möglichkeit des Stackens von den Schärfebereichen wurde
die Mikroskopische Auflicht Fotografie wissenschaftlich und künstlerisch und somit auch als Hobby interessant.

Allgemein finde ich folgende Äusserung von Manfred P. Kage beachtenswert.

Der Mainstream der Wissenschaftsfotografie geht heute in Richtung Life-Sciences, Fluoreszenzmikrofotografie mit Hilfe des Laser-scanner-Verfahrens
und dokumentarischer REM-Fotografie. Dies erkennt man auch, wenn man die Kalender von Zeiss, Leica und Olympus anschaut.
Nur einige wenige Personen betreiben wissenschaftliche Fotografie noch mit einem künstlerischen Aspekt. Dies aber meist nur an einem Gerät, dem REM.
Die gesamte Bandbreite der Lichtmikroskopie mit all ihren Beleuchtungsverfahren gerät immer mehr in Vergessenheit und hat sich teilweise
auf Liebhaber einiger mikroskopischer Gesellschaften verlagert. Nur wenige Spezialisten weltweit beherrschen noch die gesamte Bandbreite,
die eigentlich von der Aussage und der Ästhetik her für die wissenschaftliche Dokumentation unverzichtbar ist.
Wissenschaftsfotografie quo vadis? Schwer zu sagen.
Wenn vielleicht eines Tages die Lust am "nur Bedienen aus dem Internet" vergangen ist, wird es vielleicht auch für Wissenschaftsfotografen
wieder mehr Aufträge geben, Neues zu dokumentieren und dies dann vielleicht auch künstlerisch zu präsentieren.
Im Hause Kage werden die gesamten Künste der wissenschaftlichen Fotografie - einschleßlich 3-D-,
Endoskop- und Mikrovideoaufnahmen gepflegt und bereits an die nächste Generation weitergegeben.

Zitat Ende.

Ich empfehle das Buch "MIKRO FOTOGRAFIE Schönheit jenseits des Sichtbaren".

Gut Stack

Kurt

Peter V.

#26
Hallo,

also, ein Forum mit ausschließlich Pillersee-Bestimmungsanfragen fände ich eher langweilig.... ;)

Hezrliche (und über diese "Sommerlochfrage" leicht schmunzelnde) Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Rolf-Dieter Müller

Zitat von: Monsti in August 08, 2012, 22:09:20 NACHMITTAGS
...
seit einiger Zeit häufen sich im Mikrofotoforum Bilder, die zwar z.T. genial schön sind, doch eigentlich nicht zur Mikro-, sondern zur Makrofotografie gehören.
...
Bin auf Eure Meinung gespannt ...

Hallo Angie,

Du sprichst ein wirklich interessantes Thema an, was einem über die Abgrenzung von Mikrofotos zu Makrofotos und deren Überschneidungen nachdenken lässt. Es ist aber schwierig zu einem Ergebnis zu kommen, besonders bei den hier gezeigten schönen Makrofotos, die machen das wirklich nicht einfach.

Aber Du fragst nach Meinungen und meine Meinung ist an dem Thema dieses Forums orientiert, was zu Diskussionen und Beiträgen rund um die Mikroskopie einlädt. Daraus leite ich einfach ab, das auch Mikrobilder erwünscht sind und zu deren Erläuterung und Unterstützung durchaus das eine oder andere Makrofoto mit eingestellt werden könnte, was aber nicht nur auf Makrofotos eingeschränkt bleiben sollte.

Denn die schönsten Beiträge sind doch, wenn uns Leser und mitlesende Gäste auf eine Reise begleiten, die vielleicht mit einem selbsterklärenden Übersichtsbild beginnt und dann in die wunderbare Mikrowelt führt. Beispiele hierfür gibt es im Mikrofoto-Forum genügend.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter

rheinweib

#28
Hallo zusammen,
nun auch noch meine bescheidene Meinung.
Ich bin halt der Ansicht, die Bilder werden mit Mikroskopen gemacht, also gehören sie auch in ein Mikroskopforum.
Simpel und einfach  :) und sie sind ja nicht nur schön anzuschauen, sondern auch informativ, besonders für Entomologen.

Gruss
Heike

achja, eh ichs vergesse, die Argiope bruennichi ist weder geschützt, noch als gefährdet eingestuft. Ich würde nie im Leben
ein geschütztes Exemplar der Natur entnehmen. Habe mich vorher informiert, ob die unter Schutz steht.

Ralf

Zitat von: Safari in August 09, 2012, 12:43:02 NACHMITTAGS

Na, da hat ja wieder eine Naturschutzbehörde bewiesen  wie wichtig sie ist.
Soll ich die Viecher jetzt erst bestimmen bevor ich sie totschlage. Ich glaube es ist besser ein paar Verordnungen ersatzlos zu streichen.


Hallo Safari,

vielleicht in diesem thread etwas OT, aber ich möchte nur sagen, dass ich hier vollständig deiner Meinung bin. Es gibt einfach zu viele (oftmals unsinnige) Naturschutzverordnungen in Deutschland.