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Pediastrum boryanum

Begonnen von Johannes Kropiunig, August 25, 2012, 15:52:11 NACHMITTAGS

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Johannes Kropiunig

Hallo,

ich möchte euch Heute ein paar Bilder von einem Pediastrum boryanum in verschiedenen Kontrast-/Beleuchtungsarten zeigen.
Diese sind zum Teil sehr improvisiert, nach meinen Möglichkeiten eben.

Hellfeld:


Schiefe Beleuchtung:


Grenzdunkelfeld ?:


Dunkelfeld:


Polarisation:


Durchlicht Fluoreszenz:


Auflicht Fluoreszenz:


Herzliche Grüße,
Johannes 
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Klaus Herrmann

Hallo Johannes,

auch wenn improvisiert - aber dennoch verblüffend im Infogehalt und der Schönheit. DF und Pol gefallen mir am Besten!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Monsti

Hallo Johannes,

mir persönlich würde das Schieflicht-Bild am besten gefallen, käme das Licht aus einer anderen Richtung. Habe mir Dein Foto mal vorgeknöpft und es einfach gedreht, so dass das Licht von oben links einfällt. Ich meine, so sieht die Alge noch plastischer aus:



Kürzlich schrieb Klaus Henkel etwas dazu --> https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=13350.0

Liebe Grüße
Angie

ruhop

Hallo, Johannes.

Schöne Bilder!

Mich würde noch interessieren, mit welchem Objektiv Du gearbeitet hast. Außerdem ist bei den Bildern Grenzdunkelfeld und Dunkelfeld eine Fadenalge zu sehen, die ich als Cyanophycee einschätze. Hast Du in dieser Probe weitere Cyanophyceen?

Schönen Gruß aus dem Hintertaunus

Holger

Johannes Kropiunig

Hallo,

zuerst einmal Danke für euer Lob.
Ich habe einfach nur versucht das umzusetzen, was ich hier im laufe eines Jahres, hier gelernt habe.   ;)

Über den Informationsgehalt, war ich selbst überrascht, vor allem bei der eine Zelle auf der 11Uhr Position.   
Für mich richtig seltsam, ist aber der Umstand dass, bei der Auflichfluoreszenz auch noch andere von der Norm abweichen.
Sind das verschiedene Stadien der Zellauflösung ?

Angie, du hast natürlich recht, so würde sie wirklich besser Aussehen, beim nächsten mal dann..
Ich gelobe Besserung.   ;D

Tja, lieber Holger, für dich habe ich mal schnell nachgeguckt, für mich sehen die alle nach der selben Art aus, aber ich bin da nicht so bewandert, was Cyanophycee angeht  :-[, vielleicht können dir diese Bilder eine Antwort liefern ?

Plan 40x


Plan 40x

Ist das da eine Symbiose mit Scenedesmus ?

Plan 40x

Für die Bilder des Pediastrum, habe ich ausschließlich ein 25xPlan verwendet, nur damit ging die improvisierte AL-Fluoreszenz, mit einem Lieberkühn Spiegel, noch halbwegs.
Um sie dennoch Formatfüllend zu bekommen, habe ich einen Teilausschnitt aus dem Original verwendet, und dieses dann noch, weiter auf Forumstandard verkleinert.
Der Durchmesser der Alge beträgt übrigens 125µm.
Ich hoffe, ich konnte deine Fragen damit beantworten.

Viele Grüße,
Johannes
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Michael Plewka

hallo zusammen,

auch ich möchte nochmals auf den Umstand hinweisen und vertiefen, den Johannes schon beschrieben hat:
während im HF  die grünen Pediastrum-Zellen  auf den ersten Blick scheinbar alle "gleich" aussehen; zeigt die von Johannes angesprochene Zelle bei 11 Uhr in der DL-Fluoreszenz einen Unterschied zu den anderen Zellen. Wie ist dahingehend der Befund in der AL-Fluoreszenz zu interpretieren, bei der 6 Zellen keine bzw. deutlich weniger Fluoreszenz zeigen?
Kann das jemand von den Fluoreszenz-Experten interpretieren?
beste Grüße Michael Plewka

koestlfr

Hallo Johannes!

Schöne Bilder, toll improvisiert!

Ich würde noch eine Variante dazutun, die ich recht gerne schnell mal mache, das UV-Durchlicht-Dunkelfeld! das hat besonders bei LED-UV und geringen Vergrößerungen, d.h. geringen Aperturen den Vorteil, dass der Kondensor die Apertur definiert und der Bildhintergrund schön schwarz wird.

Liebe Grüße
Franz
Liebe Grüße
Franz

Klaus Herrmann

Hallo Michael,

ZitatKann das jemand von den Fluoreszenz-Experten interpretieren?

den "Experten" würde ich für mich mal modifizieren in intensiven Anwender ;)
Ich wage mal eine Interpretation: in der DL-Variante wird die Fluoreszenz aller Schichten von unten bis oben integral angezeigt. Im AL dagegen stärker selektiert, aber auf jeden Fall oberflächenbetont. Und da kann es natürlich Unterschiede geben. So würde ich mal meinen, dass die beiden Methoden sich ergänzen in der gelieferten Information.
Interessant wäre eine AL-Aufnahme des auf den Kopf gestellten Präparates - wenn die dann erhöhte DG-Dicke nicht ein Problem darstellt - aber dafür hat der versierte Mikroskopiker Objektive mit DG-Korrektur 0,17-2,0  ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Rolf-Dieter Müller

Zitat von: Klaus Herrmann in August 26, 2012, 11:10:12 VORMITTAG
...
ZitatKann das jemand von den Fluoreszenz-Experten interpretieren?

den "Experten" würde ich für mich mal modifizieren in intensiven Anwender...

Klaus, ich würde mich gerne in dieser erlauchten Runde als gelegentlicher aber sehr interessierter Anwender einreihen und die gezeigten Unterschiede als Zersetzungserscheinung interpretieren.

Johannes hat zuerst die Durchlichtfluoreszenz-Aufnahme gemacht und dann nach 35 Minuten das gezeigte Auflichtfluoreszenz-Bild mit den teilweise nicht mehr lebenden Chlorophyll.

Zwischen den beiden Aufnahmen liegt somit eine nicht unerhebliche Zeitspanne in der viel kaputt gehen kann. Dazu kommt noch die zerstörerische Wirkung des intensiven Anregungslichts, was gerade bei Primärfluoreszenz erforderlich ist.

Erst kürzlich konnte ich dieses anhand einer Mondalge (Closterium spec) zeigen. Eine Aufnahmereihe, die eine lebende Alge zeigt und dann wie sie nach ca. 3 Minuten nur noch totes Chlorophyll enthält, ist auf der Webseite des Mikroskopischen Kollegiums Bonn eingestellt: http://www.mikroskopie-bonn.de/berichte_von_treffen_und_aktionen/tuempeln_ganz_privat/index.html . Zur Aufnahmereihe bis zur Seitenmitte scrollen.

Eine weitere nicht veröffentlichte Aufnahmereihe mit einer Kieselalge war sogar noch eindrucksvoller. Hier konnte beobachtet werden, wie die Inhaltsstoffe in wenigen Sekunden aus der Alge geflossen sind. Diatomeen-Spezialisten hätte es gefreut, denn so ließe sich die Alge leichter bestimmen. Ich wollte sie aber lebend darstellen, insofern ist das nicht besonders glücklich gelaufen.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter

Johannes Kropiunig

Hallo,

Für die Fluoreszenzaufnahmen wurden eine normale, weiße LED und einen Schott BG 12 Blaufilter als Anregungsfilter , bei der DL-Fluoreszenz, ein Schott KV 550, und bei der AF-Fluoreszenz, ein Schott OG 515 als Sperrfilter verwendet.
Die 35 Minuten wurden leider notwendig, da wegen der langen Belichtungszeit für die AF-Fluoreszenzaufnahme, mehrere Versuche notwendig waren, um ein, wenigstens halbwegs brauchbares, Bild zu bekommen.
Grund: während der Aufnahme trocknete das Wasser, und das Pediastrum sank ständig aus dem Fokus.
Mein erster Verdacht, der Tisch könnte von alleine absinken, hat sich, Gott sei Dank, nicht bestätigt.
Eventuell hilft die Info, das kein UV-Licht, und 2 verschiedene Sperrfilter verwendet wurden weiter ?

Bei der Gelegenheit möchte ich mich nochmal, bei Bernd (Nomarski) für die Filter, und Herrn Joachim Schwanbeck, für die tolle LED-Adaption, und eure Geduld mit mir, bedanken.
Danke!

Viele Grüße,
Johannes


Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse