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Eschenbachmikroskop

Begonnen von siporax, Oktober 14, 2012, 21:39:29 NACHMITTAGS

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siporax

Hallo
Bin neu hier und bauche mal einen Ratschlag zu meinem Eschenbauchmiroskop.


Möchte damit bei Fischen Parasiten bestimmen,sollte doch ausreichen dafür oder?
Welche Okulare passt in das Modell ?
brauche eins 40x oder 50x.
Danke mal im Voraus für die Antworten dazu.

Nomarski

Hallo,

ZitatWelche Okulare passt in das Modell ?
brauche eins 40x oder 50x.

ich behaupte mal, die gewünschten 40x oder 50x-Okulare wird es für dieses Mikroskop nicht geben.
In der Regel haben Okulare eine 10-fache Vergrößerung, manchmal auch 16-fach oder maximal 25-fach.
Solche Okulare kommen aber nur zum Einsatz, wenn man was zählen will, weniger für die allgemeine Beobachtung, da man sonst sehr schnell in der Leervergrößerung landet.

liftboy

Hallo,  ( ein Name wäre nicht schlecht)

das Gerät ist im Grunde tauglich, wenn man:
Top Objektive hat, und die entsprechenden Okulare (7x und 15x reichen)
Für die Ektoparasiten (Fischläuse, Egel, etc.) brauchst Du eher Makroobjektive,
für die Endoparasien hochwertige Tocken- und Ölobjektive;
dazu das nötige Fachwissen.
( Und ohne sehr gute Beleuchtung geht sowieso nichts)
Erzähl uns also ein bischen mehr über Dein Gerät, und was genau Du damit vorhast.

Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Klaus Herrmann

Hallo,

ZitatBin neu hier und bauche mal einen Ratschlag zu meinem Eschenbauchmiroskop.

Also so rein aus dem Bauch raus würde ich sagen, dass vielleicht Okulare mit Objektiven verwechselt werden ;D

Und welche Parasiten der Fische sollen denn bestimmt werden? Wie groß sind die? Welche Literatur wird denn benutzt. Oder machst du die Bestimmung aus Erfahrung?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

siporax

#4
Im übrigen meinet ich wirklich Objektive !


Also die Angaben habe ich erhalten zu Mikroskop


Binokularer Tubus, einseitig verstellbarer Dioptrienausgleich,

10 x vergr. Weitwinkel Okulare,

Objektive : 4X , 10X , 20X , 60x

XY und höhenverstellbarer Kreuztisch

Grob- und Feintrieb

LEITZ WETZLAR Kondensor , 2 fach verstellbare Apertur (Schwenkmechanismus), Irisblende

Stufenlos regelbare Beleuchtung, dazu vom Mikroskop trennbares Netzteil mit (Steckverbindung)

Untersuchen möchte ich an Fischen/Koi

Über einen Hautabstrich z.B

Hautwürmer
Karpfenlaus
Costia
Trchodina
Hautflagelaten

Dazu brauche ich maximal eine 400 Vergrößerung soweit ich das weis.

Die sollten ja alles zu Ektoparasiten gehören.

Also sind dann Makroobjektive angesagt bei mir oder wie ist das damit genau ?
Und welche Objektive sind bei mir den verbaut ?

Nomarski

ZitatDazu brauche ich maximal eine 400 Vergrößerung soweit ich das weis.

Mit deinem 60er Objektiv kommst du sogar auf eine 600-fache Vergrößerung!

siporax

Ja mit den 600 ist mir klar gewesen.
Möchte halt die 400 haben weil sie oft angegeben werden.

knipser009

hallo  - Name? -

Die Gesamtvergrößerung eines Mikroskopes ergibt sich nach :

V ( gesamt) = V ( Okular ) x V ( Objektiv )

Mit Deinem Zubehör ist folglich 400x nicht darstellbar - aber man kann ja zukaufen, wobei ich ein 40er Objektiv empfehlen würde.

Wolfgang
Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

hebi19

#8
Hallo lieber SIPORAX    (by the way - ich glaub, ich hab auch noch 1 Kg SIPORAX auf dem Dachboden)

Unabhängig der bisher gegebenen Antworten mal als erstes folgender Vergleich:
Jemand stellt ein ein Forum das Bild von einem mittelhochwertigen elektronischen Keyboard und schreibt, er will darauf die Mondscheinsonate von Beethoven spielen, ob das Keyboard geeignet ist - Antwort also:

Man kann auf dem Keyboard diese (und andere Sonaten) spielen- grundsätzlich. Um die Mondscheinsonate darauf spielen zu können, muss man aber einigermaßen Klavier spielen können und jeder Klavierspieler und durchschnittlicher Klavierhöhrer wird ob des Ergebnisses sagen: erkennbar schon, aber schön ist was anderes!
Zum guten Klang der Mondscheinsonate gehört ein gutes Klavier und nicht nur der elektronische Klaviersound aus einem Keyboard. Ausserdem ist die Sonate in den ersten Jahren des Klavierspielen lernens wohl noch nicht einmal richtig erkennbar.

Übertragen auf deine Frage:  man kann mit deinem Mikroskop Fischparasiten ansehen und wohl z.T. bestimmen, aber: es gibt dazu deutlich bessere Geräte, man muss auf alle Fälle dazu mit dem Mikroskop umgehen können UND man muss sich bei den Parasiten und der dazugehörigen Bestimmung GUT auskennen.

Zur Gerätetechnik:  Wie immer der Hinweis, die Mikrofibel durchzulesen - dann kannst Du z.B. die Angaben auf Deinen Objektiven interpretieren und erkennst, dass die Aussage 60x eigentlich nichts sagt. Entscheidend ist diese N.A. (numerische Apertur). Wieder ein Vergleich: Kann ich das auf einem 20 Zoll Monitor erkennen oder nehm ich einen 24 Zoll - der wird halt meistens empfohlen......hier entscheidet im Normalfall auch mehr die Pixelzahl als die mechanische Größe.

Zu "mit dem Mikroskop umgehen": es ist NICHT so ganz einfach. Zu einem aussagekräftigen Bild in den Okularen muss man das Präparat sachgemäß gewinnen und zur Untersuchung vorbereiten - dann muss man die Beleuchtung einstellen, gerade bei kleinen Parasitten (z.B. Flagellaten, Bakterien) muss die Beleuchtung ganz exakt passen - nicht, weils sonst dunkel ist, sondern weil sonst die Auflösung zu gering ist (siehe z.B. Köhler-Beleuchtung in der Mikrofibel)

Zum Dritten - Auskennen bei den Parasiten: Es gibt DEUTLICH mehr Arten MIKRO-Lebewesen als MAKRO-Lebewesen (sowohl bei den Pflanzen wie den Tieren, PLUS die Reiche, die es nur im Mikrobereich gibt). Du kannst viel finden auf Fischen - nur weil es in einem Abstrich vorkommt ist es nicht unbedingt ein Parasit. Ein paar Seiten Fotos in einer Koi-Fachzeitschrift reichen keineswegs für eine Bestimmung. Ist ungefähr so, wie wenn ich jemand das Foto von 3 Käferarten in die Hand drücke und sage: geh mal ne 1/2 Stunde in den Wald dort drüben, und guck, obs die Käfer dort gibt....

So würde ich den Rat geben: fang zu mikroskopieren an, hangel dich dabei durch die Mikrofibel und ein Einsteigerbuch (z.B. das große Kosmosbuch der Mikroskopie) und in ein paar Wochen wirst Du vielleicht die ersten ERFOLGREICHEN Abstriche von deinen Kois machen und untersuchen können. Bis dorthin hast Du dann auch verstanden, dass ein neues Objektiv deutlich besser geeignet sein kann und vor allem WARUM. Zusätzlich kannst Du dann auch beurteilen, welches neue Objektiv für dein aktuelles Mikroskop geeignet wäre.

Es tut mir leid, dass der Weg nicht einfacher und kürzer ist....

Martin

edit: Rechtschreibung
Grüße von
Martin alias hebi19

Motic BA-300, div Lomo, Stereo-Mikroskop noname

ruhop

Hallo, Siporax.

Wenn man neu in ein Forum kommt, um dort Hilfe zu erhalten, sollte man erst einmal einen ordentlichen Ton anschlagen ("Coolness" ist nicht überall beeindruckend) und die normalen Formen mitteleuropäischer Höflichkeit einhalten. Ich empfinde Ihren Ton und Ihren Auftritt in diesem Fall als zumindest unangemessen.

Nun aber zu Ihren Fragen. Sie haben beim Kauf Ihres Mikroskops (eBay, nehme ich an) mehrere Fehler gemacht.

1. Sie haben ein Gerät gekauft, von dessen Anwendung Sie nur eine rudimentäre Ahnung haben, ohne sich vorher fachlichen Rat einzuholen.
2. Sie haben von der Untersuchungstechnik für das von Ihnen angestrebte Gebiet wahrscheinlich keine Ahnung (Fachstudenten machen dafür intensive Praktika und Übungen).

Bevor Sie also an Ihrem Mikroskop etwas ändern oder dazu kaufen, sollten Sie sich zum Gebiet erst einmal "schlau" machen. Fachlich weiterführenden Rat können Sie dann hier im Forum einholen. Die Mitglieder sind alle sehr hilfsbereit. Aber der Ton macht die Musik.

1. Lesen Sie die Mikrofibel (können Sie im Forum herunterladen).
2. Besorgen Sie sich das schon genannte Kosmos-Buch zur Mikroskopie, damit Sie ein Gefühl für Untersuchungstechniken, inklusive der Vorbereitungen, bekommen.
3. Besorgen Sie sich ein gutes Lehrbuch zu den Fischkrankheiten (z. B. Reichenbach Klinke), mit dessen Hilfe Sie Fischparasiten bestimmen können.

Glauben Sie mir, der Weg zur "Fitness" in Ihrem angestrebten Bereich erfordert einiges an Arbeit und Übung. Das passende Mikroskop ist dabei nur eine Sache.

Viel Erfolg

Holger

Klaus Henkel

Zitat von: ruhop in Oktober 15, 2012, 11:07:36 VORMITTAG
1. Lesen Sie die Mikrofibel (können Sie im Forum herunterladen).
Holger

Hallo Holger!
Es wäre mir angenehm zu erfahren, wo Sie einen Link "im Forum" zum Herunterladen der Mikrofibel entdeckt haben.
Danke im voraus.
Gruß KH

siporax

#11
Als erste abe ich mich vorher schlau gemacht bei andere Koifreunde welche vorausetzungen man braucht.

Gesagt wurde umbedingt ein Markenmikroskop auszusuchen mit Durchlicht z.B Zeiss;Eschenbach;Leitz.
Ein Kreuzisch mit YX Achse
Maximale vergößer bis 400 langt
Regelbares Licht
Und alle würden nur noch ein Binokular Version kaufen,nach Möglichkeit.Were einfach besser zu händeln.

Denke das alles habe ich berücksichtig bei meinem Kauf oder ?Mir ist schon klar das ich am Anfang nichts sehen werde auf dem Abstrich ,da mir die übung fehlt.
Lass mir aber über die Schulter sehen am Anfang um gewise Techniken zu lernen.

Möchte nur etwas über die Okulare und Objektiv erfahren welche ich verwenden kann,fals ich doch etwas veränder will .

Und im übrigen hat jeder mal angefagen und war Anfänger,soory wenn es in den Fragen halt die Unwissenheit mit durch kommt.

Detlef Kramer

Lieber Klaus Henkel,

ZitatEs wäre mir angenehm zu erfahren, wo Sie einen Link "im Forum" zum Herunterladen der Mikrofibel entdeckt haben.
Der Link ist in der Tat verschwunden. Ich werde Christian Linkenheld bitten, ihn wieder an hervorgehobener Stelle zu platzieren. Der Link wird unter Ihren/Deinen Freunden immer persönlich weiter gereicht.

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Detlef Kramer

Hallo Safari,

ZitatAchte auf die Abgleichlänge, da gibt es 160 mm und 170 mm. Damit solltest Du gut klar kommen
Das ist nicht die Abgleichlänge, sondern die Tubuslänge. Die ist in dem Fall gar nicht so wichtig, die Abgleichlänge aber schon! Ich habe keine Ahnung, welche dieses Eschenbach hat, 37 oder 45. Das wäre aber wichtig, wenn sich "Siporax" ein Objektiv zukaufen wollte.

Gruß
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Florian Stellmacher

Hallo siporax,

160 mm bzw. 170 mm sind die Tubuslänge. Ob Dein älteres Eschenbach eine TL von 160 oder von 170 mm hat, weiß ich nicht, ich tippe aber mal auf 160 mm. Die Abgleichlänge ist etwas völlig Anderes, diese dürfte bei Deinen Objektiven 37 mm betragen, somit würde ich Dir entweder ein 40er Eschenbach-Objektiv oder entsprechende 37 mm-Objektive z.B. von Euromex oder Will empfehlen. Soetwas gibt es immer mal für wenig Geld auf Ebay. Vorsicht: Alle diese Firmen haben auch 45 mm-Objektive im Angebot!
Leitz-Objektive sind für ein TL von 170 mm konstruiert, ältere Olympus-Objektive haben z.T. auch 37 mm Abgleich, auch da sollte man sich aber ein bisschen auskennen, um nicht versehentlich 45 mm zu ergattern.

Zunächst würde ich aber mal gucken, ob Du nicht mit dem 20er hinkommst. Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass eine Anzeige im Mikromarkt schnell Erfolg zeigt.

Viele Grüße,
Florian

EDIT: Detlef war schneller!
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)