Autor Thema: Oechsle Esslingen  (Gelesen 21307 mal)

Klaus Herrmann

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #15 am: Februar 17, 2013, 15:37:15 Nachmittag »
Zitat
Wenn ich das mal richtig verstanden habe, kauft Klaus solche Mikroskope sehr gerne auf 


Nein, das hast du falsch verstanden: das Grün würde ich abbeizen.

Also wenn ich mich mit dem ollen Ding abmühen sollte, dann wäre es mir lieber es bliebe im Original Zustand!  ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Dypsis

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #16 am: Februar 17, 2013, 15:53:30 Nachmittag »
 :D :D :D schwabbel schwabbel schwabbel :P

Hallo die Herrn,

eigentlich sollte jetzt ein Ordungsruf erfolgen in dem Sinne:
"Wenn das ein völliger Laie mitliest, dann nimmt er es vielleicht als Empfehlung und macht es wirklich!" Tja und was machen wir dann??
Wer fischt all die Leichen aus Rhein, Main, Donau oder sonstigen Gewässern?

Etwas Beifang war wohl wirkliich dabei:
ich glaube nicht, dass die Objektive(?) zu meinem Schatz gehören. Irgendjemanden müssten sie aber ja fehlen.
Also, bitte melden.









« Letzte Änderung: Februar 26, 2015, 10:34:49 Vormittag von Dypsis »
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beamish

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #17 am: Februar 17, 2013, 16:49:24 Nachmittag »
Hallo Thomas,

sau- nein, trüffelschweineschönes Gerät! Ich hoffe, daß Timo Mappes uns noch was dazu erzählen kann.
Hier übrigens ein ähnliches Instrument aus der Sammlung von Herrn Woitzik:
http://www.mikroskop-online.de/DSCN0856.JPG von Körner, Jena.

Grüße

Martin
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Dypsis

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #18 am: Februar 17, 2013, 17:04:52 Nachmittag »
Hallo Martin,

ja, da hoff ich auch drauf.

Das Gerät, das Du verlinkt hast, hat ja wirklich ein sehr ähnliches Konzept. Dazu ließe sich bestimmt was allgemeingültiges sagen. Dann wüsste ich ja auch schon einiges mehr.
Vielen Dank für Deinen Link. Hattes Du das im Hinterkopf abgespeichert, das dort so ein ähnliches Gerät steht??? Alle Achtung!

herzliche Grüße
Thomas
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Klaus Herrmann

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #19 am: Februar 17, 2013, 17:09:26 Nachmittag »
Also gut Thomas,

benehmen wir uns wieder!  :D

Wieso sollten die Objektive nicht dazu gehören. Das sind Teile eines Satzes, die hinter einander geschraubt werden, so etwas habe ich auch an alten Messingmikroskopen. Passt denn das Gewinde? Wenn du damit kein ordentliche Bild bekommst könnte es daran liegen, dass Glieder dazwischen fehlen.

Darf man fragen, wo du das schöne Instrument gefunden hast? Nach dem Preis will ich gar nicht fagen, das verkraftet mein Herz sicher nicht, dass in Kleinanzeigen unter "Messingschrott" angeboten war. :(
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Alfons Renz

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #20 am: Februar 17, 2013, 17:09:58 Nachmittag »
Hallo Thomas,

Das ist ein wirklich sehr schön erhaltenes und äusserst seltenes Mikroskop des Esslinger Herstellers Carl Oechsle. An der hiesigen Universität gibt es eine 'Ruine' eines solchen Geräts:



Zu Oechsle selbst gibt es zwei Publikationen von Boegehold ca. 1940. Kopien hätte ich und könnte diese Ihnen zukommen lassen.

Ernst Leitz hat bei dem Pforzheimer Mechaniker Oechsle (=> Oechslewaage) gelernt, bevor er in die Schweiz ging und später vom Tübinger Mechanikus Belthle in Wetzlar angestellt wurde.

Da am Tübinger Mikroskop die Linsen (Okular) fehlen, wäre ich zumindest an den Linsen und dem Okular (zu Vergleichszwecken) sehr interessiert!

Mit freundlichen Mikroskopikergrüßen,

Alfons

« Letzte Änderung: Februar 17, 2013, 17:15:52 Nachmittag von Alfons Renz »

Dypsis

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #21 am: Februar 17, 2013, 17:16:36 Nachmittag »
Hallo Alfons,

klasse, schon wieder ein Puzzleteil mehr. Also um eine Kopie der Publikation wäre ich natürlich sehr sehr froh!!!
Mittlerweile beschleicht mich immer mehr das Gefühl, dass meine Objektive nicht mehr vollstäding sind. Es ist zwar eine Nummer auf der Frontseite eingraviert, dennoch, sie sehen so unvollständig aus.

Ob Objektive, die noch in der Kiste lagen Oechsle sind, kann ich nicht sagen. An meines passen sie, soweit ich das sehe, an keine Stelle.
Hat es Sinn, dass ich sie mal ausmesse?

Änderung:
Blöde Frage eigentlich: Der Durchmesser des Außengewindes beträgt 19,65 mm. Das eine Objektiv trägt die Bezeichnung A das andere ZA. Auf dem ZA ist eine Kappe aufgeschraubt, die mich an eine Immersionskappe erinnert. Sie passt auf beide Objektive. Dieses Gewinde hat einen Durchmesser von 14,9 mm



Herzliche Grüße
Thomas
« Letzte Änderung: Februar 17, 2013, 17:24:35 Nachmittag von Dypsis »
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Dypsis

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #22 am: Februar 17, 2013, 17:34:00 Nachmittag »
...Heureka!!!!!!!

man kann die Linsen ja einfach voreinanderschrauben und schon wir ein Ojektiv daraus. Bin ich froh. Wär ja mehr als herb, wenn die Optik nicht mehr vollstädnig wäre.

Uff bzw. Oink
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beamish

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #23 am: Februar 17, 2013, 17:35:19 Nachmittag »
Hallo Thomas,

nein, das hatte ich nicht im Hinterkopf, nur die Orte, wo ich in so einem Fall nachschaue...
Ein im "Konzept" ähnliches Mikroskop findest du auch hier in der Sammlung von Herrn Mappes: http://www.musoptin.com/fraunhofer_mikroskop.html
Beachte besonders den Abschnitt über "Einige Bemerkungen über den Gebrauch des Mikroskops!". Da ist auch der Objekthalter/Pinzette beschrieben, der in seinem Exemplar nicht erhalten ist.

Grüße

Martin
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Michael L.

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #24 am: Februar 17, 2013, 18:27:30 Nachmittag »
Hallo Thomas,

Glückwunsch zu dem tollen Fang. Um Gottes willen keinerlei "Aufbesserungen"
ist doch perfekt erhalten.

Gruß Michael

Klaus Herrmann

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #25 am: Februar 17, 2013, 18:37:19 Nachmittag »
Hallo Thomas

εὕρηκα heißt  "ich habs gefunden" Eigentlich solltest du aber ausrufen: "ich habs probiert, nachdem mich der liebe Klaus drauf gebracht hat, und es funktioniert"!:  ;)

Zitat
Wieso sollten die Objektive nicht dazu gehören. Das sind Teile eines Satzes, die hinter einander geschraubt werden, so etwas habe ich auch an alten Messingmikroskopen. Passt denn das Gewinde? Wenn du damit kein ordentliche Bild bekommst könnte es daran liegen, dass Glieder dazwischen fehlen.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Jürgen Ibs

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #26 am: Februar 17, 2013, 18:50:05 Nachmittag »
Hallo,

nach D.Gerlach, Geschichte der Mikroskopie, S. 162, gründete Carl Oechsle 1809 in Esslingen eine Werkstatt, ob Johann Heinrich Tiedemann (1742-1811) aus Stuttgart sein Lehrmeister war, sei ungewiss.Oechsle lieferte u.a. Fernrohre und Mikroskope. 1812 erhielt er den Titel "Hofmechanikus". Zusammengesetzte Mikroskope  lieferte er ab  1824, zunächst nur mit einer Kronglaslinse, aber drei Jahre später mit Achromaten nach dem Vorbild Frauenhofers. Bereits seit 1816 arbeitet er mit J.G.F.v.Bohnenberger zusammen, angeblich um optische Berechnungen durchzuführen. Der Magistrat der Stadt Esslingen soll öffentlich erklärt haben, dass Oechsle die Stadt in den gleichen Rang wie London und München erhoben habe.
Soweit Gerlach.
Man höre und staune, Esslingen und London. London  war sicher zu der Zeit nicht nur die Weltstadt Europas, sondern auch das Mekka aller Mikroskopiker. Die Schwaben habens eben drauf.

Viele Grüße

Jürgen

Jürgen
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Meine Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34.0

Dypsis

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #27 am: Februar 17, 2013, 18:50:51 Nachmittag »
Lieber Klaus,

nein, ich hab´s selbst gefunden. Ich hatte Deinen Beitrag nicht gelesen. Dennoch vielen Dank dafür, denn hätte ich es nicht SELBST entdeckt, dann hätte ich immer noch Dich im Ärmel gehabt.

Die Objektive die ich meine, gehören wirklich nicht dazu. Es sind drei Objektive die man ineinander bzw. aneinander schrauben kann, die passen und sie haben auch ein Fach in der Kiste und dann sind da eben noch zwei überschüssige, die weder vom Gewinde her noch von der Zaponierungsart her passen.
Nachdem ich die Objektive aneinandergeschraubt hatte, gab´s auch Bilder.

Herzliche Grüße
Thomas

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Dypsis

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #28 am: Februar 17, 2013, 18:54:53 Nachmittag »
Hallo Michael,

nein nein, das war doch nur Spaß!!!!!! Im Leben nicht würde ich an dem schönen Stück irgendetwas machen. Ich schraub ja für mein Leben gern, doch das werde ich hier ausnahmsweise mal zu 100% unterlassen. Wozu auch schrauben, es ist einfach perfekt erhalten.

Danke für den Glückwunsch und herzliche Grüße
Thomas
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Herbert Dietrich

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #29 am: Februar 17, 2013, 19:37:47 Nachmittag »
Hallo Thomas,

einen nachbarlichen Glückwunsch zu Deinen letzten Errungenschaften.
Du wolltest doch  e i n  Mikroskop für Deine Baumfarne und jetzt hast Du schon zig!
Ich kenne das, aber im Herbst gehen wir in den "Westlichen Wäldern" in die Pilze, mit Dir
finde ich garantiert Trüffeln.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück bei der Schatzsuche

herzliche Grüße
Herbert