Autor Thema: Oechsle Esslingen  (Gelesen 21295 mal)

Klaus Henkel

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #30 am: Februar 18, 2013, 00:10:45 Vormittag »
Hallo Thomas,

Das ist ein wirklich sehr schön erhaltenes und äusserst seltenes Mikroskop des Esslinger Herstellers Carl Oechsle. An der hiesigen Universität gibt es eine 'Ruine' eines solchen Geräts: [...]
Zu Oechsle selbst gibt es zwei Publikationen von Boegehold ca. 1940. Kopien hätte ich und könnte diese Ihnen zukommen lassen.

Ernst Leitz hat bei dem Pforzheimer Mechaniker Oechsle (=> Oechslewaage) gelernt, bevor er in die Schweiz ging und später vom Tübinger Mechanikus Belthle in Wetzlar angestellt wurde.


Lieber Herr Renz,
jetzt haben Sie den falschen Oechsle erwischt!

Ernst Leitz d. Ä. war nicht bei Carl Oechsle in Esslingen (Oechslesche Mostwaage) in der Lehre, sondern bei dessen Sohn Christian Ludwig Oechsle in Pforzheim. Der Vater hatte hatte aber auch schon zweistufige Mikroskope gebaut, in Zusammenarbeit mit Fraunhofer. Beim Sohn hat übrigens damals auch Carl Reichert, der Gründer von Reichert in Wien, gearbeitet. In Wetzlar hat Reichert dann Ernst Leitz' Schwägerin Jeannette Löhr geheiratet.

(1854 heiratete übrigens Moritz Hensoldt in Wetzlar Christine Ohlenburger, eine Kusine von Karl Kellner, dem Vorgänger von Ernst Leitz in Wetzlar. --- Alles eine große Familie, die Optiker damals.)

Grüße! KH

Klaus Herrmann

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #31 am: Februar 18, 2013, 00:14:01 Vormittag »
Hallo Jürgen, Jürgen,

Zitat
Die Schwaben habens eben drauf.

Dagegen ist im Prinzip kaum was einzuwenden! ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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hebi19

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #32 am: Februar 18, 2013, 07:16:12 Vormittag »

Du wolltest doch  e i n  Mikroskop für Deine Baumfarne und jetzt hast Du schon zig!
Ich kenne das, ........

Ein Merkmal von vielen Hobbys. Die meisten Laien denken, dass sich beim Fische züchten die Fische vermehren - auch ein Trugschluß, denn vornehmlich vermehren sich beim Aquarianer die Aquarien......

Martin
Grüße von
Martin alias hebi19

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Herbert Dietrich

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #33 am: Februar 18, 2013, 09:35:57 Vormittag »
Hallo Thomas,

meine nachbarlichen herzlichen Glückwunsch.
Du wolltest Doch eion Mikroskop für Deine Baumfarne. Jetzt mußt Du bald Deine Baumfarne ausquartieren,
damit Platz für die Mikroskope wird.

Mit Dir gehe ich im Herbst in den "Westlichen" Pilzesammeln, wenn Du dabei bist finden wir bestimmt Trüffeln.

Ich freu mich für Dich.

Herzliche Grüße
Herbert

Alfons Renz

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #34 am: Februar 18, 2013, 09:54:12 Vormittag »
Lieber Herr Henkel,

"Ernst Leitz hat bei dem Pforzheimer Mechaniker Oechsle (=> Oechslewaage) gelernt, bevor er in die Schweiz ging und später vom Tübinger Mechanikus Belthle in Wetzlar angestellt wurde."


Lieber Herr Renz,
jetzt haben Sie den falschen Oechsle erwischt!


Wirklich???

... Was die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Oechsles in Esslingen (Carl, Optiker und Hersteller von Fernrohren, Mikroskopen etc.) und dem Pforzheimer (Christian Ludwig, Mostwaage und großes Angebot an feinmechanischen Geräten) anbetrifft, so habe ich dazu keine Angaben finden können. Es wäre hoch interessiert, eine Verwandtschaft genealogisch belegen zu können. Jedoch hat weder Boegehold (1937) noch ein heutiger Nachfahre der Esslinger Oechsles diese mögliche Verwandtschaft bestätigen können. Jedenfalls nicht bis vor circa 5 Jahren, als ich mich damit etwas intensiver beschäftigt habe. Umso interessanter wären die heutigen Informationen zur Verwandtschaft der Oechsles und der Initialzündung der Mikroskopproduktion in Esslingen. Ein spannendes Thema!

Mit herzlichen Grüßen nach München, das Carl Oechsle damals noch als 'fremdes Ausland' bezeichnete.

Alfons

Klaus Henkel

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #35 am: Februar 18, 2013, 10:41:56 Vormittag »

jetzt haben Sie den falschen Oechsle erwischt![/color]

Wirklich???

... Was die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Oechsles in Esslingen (Carl, Optiker und Hersteller von Fernrohren, Mikroskopen etc.) und dem Pforzheimer (Christian Ludwig, Mostwaage und großes Angebot an feinmechanischen Geräten) anbetrifft, so habe ich dazu keine Angaben finden können. Es wäre hoch interessiert, eine Verwandtschaft genealogisch belegen zu können. Jedoch hat weder Boegehold (1937) noch ein heutiger Nachfahre der Esslinger Oechsles diese mögliche Verwandtschaft bestätigen können. Jedenfalls nicht bis vor circa 5 Jahren, als ich mich damit etwas intensiver beschäftigt habe. Umso interessanter wären die heutigen Informationen zur Verwandtschaft der Oechsles und der Initialzündung der Mikroskopproduktion in Esslingen. Ein spannendes Thema!

Alfons

Lieber Herr Renz!
Meine Quellen sind:

1. Gerlach 2009, Seiten 1017, 162, 367, 371.
Da ich Gerlach noch nie bei fehlerhaft interpretierten Quellen "erwischt" habe, vertraue ich ihm stark. Er hatte seinerzeit Einblick ins Leitz-Archiv.

Beck, Rolf: Der Wegbereiter der optischen Indistrie Deutschlands. Zum 150. Geburtstag von Ernst Leitz I. In: Mikrokosmos 82, 1993, Seite 327 unten.

Gruß KH

beamish

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #36 am: Februar 18, 2013, 12:21:35 Nachmittag »
Der Most- und der Mikro-Oechsle sing übrigens nicht unbedingt direkt verwandt: http://www.s-line.de/homepages/oechsle_dieter/p0006.html (siehe pforzheimer und esslinger Linie)
Die beiden waren praktisch gleich alt.

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Alfons Renz

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Re: Oechsle Esslingen
« Antwort #37 am: Februar 18, 2013, 13:18:57 Nachmittag »
Hallo Martin,

  Mit eben diesem Herrn Dieter Oechsle habe ich im Juli 2005 die mögliche Verwandtschaft der beiden Linien erörtert (und damals auch mit Herrn Gerlach korresponiert). Laut der von Ihnen zitierten Webseite hat sich an dieser unsicheren Verwandtschaftsbeziehung offenbar nichts wesentliches geändert.

Mit freundlichen Grüßen,

Alfons