Autor Thema: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz  (Gelesen 5348 mal)

Ralf

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Hallo,

habe letzte Woche trotz eisiger Kälte mal wieder getümpelt und dabei ein paar Algen im Hellfeld fotografiert sowie die entsprechenden Aufnahmen der Chlorophyll-Autofluoreszenz gemacht. Alles nicht neu, aber den direkten Vergleich sieht man doch eher selten.
Anregung mit einer Nichia UV LED (365 nm) ohne Anregungsfilter, nach dem Objekt dann ein LP 519,6 IF Filter. Alle Aufnahmen sind stark mit GIMP nachbearbeitet.

- Merismopedia spec., aus Torfmoos gepresst:



- Fragilaria spec.,:



- Bambusina spec.:





Frank Fox

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Re: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz
« Antwort #1 am: April 02, 2013, 23:49:41 Nachmittag »
Hallo Ralf,

Dein direkter Vergleich ist Dir gut gelungen !
Sehr interessant.
Danke fürs Zeigen.

Herzliche Grüße
Frank

Rolf-Dieter Müller

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Re: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz
« Antwort #2 am: April 03, 2013, 08:13:59 Vormittag »
Lieber Ralf,

ich möchte mich Frank anschließen, die Gegenüberstellung von Hellfeld zu Fluoreszenz ist sehr interessant, besonders weil es oft sehr schwierig zu fotografieren ist.

Je nach Planktonart kann das Chlorophyll durch das Anregungslicht schneller zersört werden als man zuschauen kann. Diese leidvolle Erfahrung mußte ich schon bei einem Anregungslicht von "nur" 470 nm machen.

Sehr schöne Zusammenstellungen.

Viele Grüße
Rolf-Dieter

Ralf

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Re: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz
« Antwort #3 am: April 03, 2013, 20:30:05 Nachmittag »
Lieber Frank, lieber Rolf-Dieter,

danke für eure positive Reaktion. Man muss in der Tat recht schnell sein, ansonsten können die Algen durch das UV-Licht zerstört werden oder aber Sie verhalten sich unkooperativ. So ist es mir bisher nicht gelungen, eine Pinnularia in der von mir gewünschten Gürtelbandansicht sowohl im Hellfeld als auch Fluoreszenz abzulichten. Kein Problem bei der Hellfeldaufnahme, aber sobald man zum UV wechselt, wechselt die Pinnularia ebenfalls, nämlich in die Schalenansicht. Und das bisher reproduzierbar bei 5 verschieden Versuchsobjekten. Aber vielleicht habe ich ja noch mal Glück......

Bernhard Lebeda

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Re: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz
« Antwort #4 am: April 03, 2013, 22:34:08 Nachmittag »


Je nach Planktonart kann das Chlorophyll durch das Anregungslicht schneller zersört werden als man zuschauen kann. Diese leidvolle Erfahrung mußte ich schon bei einem Anregungslicht von "nur" 470 nm machen.



...genau das meinte ich ja neulich in der Diskussion mit Eckhard! Seine Cyanos scheinen da entspannter zu sein. Auch bei Moosblättchen in AL Fluoreszenz kann ich zusehen wie die Chloroplasten vor meinen Augen zerbröseln!

@Ralf, um Dich zu zitieren: "COOL"  ;)


LG Bernhard
« Letzte Änderung: April 04, 2013, 16:17:15 Nachmittag von Bernhard Lebeda »
Ich bevorzuge das "DU"

Vorstellung

reblaus

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Re: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz
« Antwort #5 am: April 03, 2013, 22:43:05 Nachmittag »
Hallo -

außerdem gilt es  noch zwischen der variablen Chlorophyllfluoreszenz (Kautsky-Effekt: nur wenn das Chlorophyll noch korrekt in die Elektronentransportkette des Fotosynthesesystems eingebaut ist) und der Fluoreszenz des Chlorophylls in Lösung (nach Zerstörung dieses Systems) zu unterscheiden.

Gruß

Rolf


Rawfoto

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Re: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz
« Antwort #6 am: April 04, 2013, 15:09:15 Nachmittag »
Hallo Ralf

Danke für den Vergleich, die Gegenüberstellung ist sehr lehrreich ....

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Ralf

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Re: Algen im Hellfeld und dazu im UV Durchlicht die Chlorophyll Autofluoreszenz
« Antwort #7 am: April 04, 2013, 19:57:27 Nachmittag »
außerdem gilt es  noch zwischen der variablen Chlorophyllfluoreszenz (Kautsky-Effekt: nur wenn das Chlorophyll noch korrekt in die Elektronentransportkette des Fotosynthesesystems eingebaut ist) und der Fluoreszenz des Chlorophylls in Lösung (nach Zerstörung dieses Systems) zu unterscheiden.


Hallo Rolf,

kann man diesen Unterschied denn lichtmikroskopisch erkennen?

@Bernhard: Dank der in Cyanobakterien enthaltenen Phycobiline können diese einen größeren Teil des Lichtspektrums nutzen (keine Grünlücke). Ich könnte mir vorstellen, dass diese zusätzlichen photoaktiven Pigmente auch für eine gewise Stabilisierung des Chlorophylls gegen UV Strahlung sorgen. Dieser Effekt der sogenannten UV Absorber wird zum Beispiel in Kunstoffen genutzt, um diese etwas UV beständiger zu machen. Eventuell sind die Cyanos dadurch dann stabiler im UV als Grünalgen, die diese zusätzlichen UV Absorber nicht enthalten.



@Gerhard: Freut mich, dass der Beitrag dir gefällt.