Lichtfleck auf Mikrofoto

Begonnen von micros45, April 14, 2013, 08:42:31 VORMITTAG

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Heino Lauer

Hallo Werner,

leider kenne ich das Bresser AL nicht im Detail. Zuerst würde ich den Beleuchtungsstrahlengang überprüfen. Ist da irgendetwas justierbar?
Ist eine Mattscheibe auf dem Lichtaustritt? Wenn nicht, was verändert sich, wenn Du eine einfügst? Hat das Instrument einen Kondensor?
Was passiert, wenn Du, falls möglich, dessen Höhe veränderst? Nicht jede Ungleichmäßigkeit, die man auf dem Foto sieht, ist auch bei visueller
Beobachtung wahrnehmbar.

Diese Aufzählung ist nicht vollständig, soll Dir nur als Anregung dienen, das ganze systematisch zu untersuchen. Wenn Du mit Änderungen im Beleuchtungsstahlengang, so allgemein das jetzt auch formuliert ist, nichts erreichten kannst, gehst Du eine Etage höher und untersuchst den Tubus,
viellicht sind es ja Lichtreflexe, wie Florian eingangs vermutet hat. Ohne systematisches Untersuchen  kommst Du vermutlich nicht weiter.

Viele Grüße

Heino

Peter V.

#16
Hallo,



Der rote Rahmen stellt den Kamerasensor bzw. das Bild auf dem Monitor dar.

Aber ich bin kein Ingenieur, nur Mediziner. Falls meine laienhafte Logik falsch ist, erklärt es mir bitte.

Falls ich aber wider Erwarten doch richtig liegen sollte, kommen als Ursache der Kamerachip oder eine Art Hot Spot, verursacht durch das Kameraokular, infrage. Sollte es sich um einen solchen durch das Okular bedingten Hot Spot handeln, wird man wohl nicht allzu viel machen können. Da gibt es vielfältige optische Ursachen (Reflexionen innrhalb des Okulars, evtl. an einem eingebauten IR Filter etc.). Ist denn das Okular der Kamera abschraubbar?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

beamish

Hallo Werner,

als erstes würde ich versuchen, eine zusammengerollte Röhre aus mattschwarzem Karton entsprechender Länge in den Tubus zu schieben und zu sehen, ob das Problem damit vielleicht schon gelöst ist. Auch einen Blick in den Okulartubus der Kamera werfen (das Stück, das du in den Mikroskoptubus versenkst). Auch hier sollte alles Mattschwarz sein. 

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Peter V.

#18
Hallo,

kennt Ihr den?

Kommt ein Mann zum Psychiater: "Niemand beachtet mich".
Sagt der Psychiater: "Der Nächste bitte"

So fühle ich mich gerade - kann damit aber gut leben  ;)

Hezrliche Grüße
Peter
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beamish

Hallo Peter,

pusten wir nicht in das gleiche Rohr? Bei Mikroskop und Kamera handelt es sich wohl darum:
http://src.discounto.de/pics/Angebote/2010-12/99906/123437_Lidl-Shop-BRESSER-Biolux-AL-Mikroskop-mit-PC-Anschluss_xxl.jpg
Wenn es sich um einen Lichtreflex handelt, sollte man doch als erstes im Tubus suchen und zwar auch in dem der Kamera. Mit deiner aufwändigen Grafik kann man allerdings schon prima beurteilen, in welchem der beiden Tuben sich das abspielt!

Herzlich

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Peter V.

#20
Hallo Martin,

Du hast sicher Recht! Eine fehlende Innenschwärzung des Tubus kann eine (von sehr vielen!) Ursachen sein. Allerdings würde sich dann der Fleck auch mitdrehen, wenn die Kamera samt Okular  im Tubus  gedreht wird. Fest steht: Wenn sich die Störung nicht mitdreht, liegt die Ursache der Störung in den Teilen, die alle gedreht wurden. Also in der Kamera oder dem (fest mit der Kamera verbundenen) Okular. Beide Teile werden ja relativ zum Mikroskop gedreht. Der Tubus kommt damit nach meiner Logik nicht primär als Ursache in Betracht. Aber Versuch macht ja bekanntlich kluch  ;)

Herzliche Grüße
Peter
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Oecoprotonucli

Hallo,

nur mal 'ne ganz blöde Frage: Ist das Mikroskop sauber, die Objektivlinse?

(Auch so ein Schritt den man anschauen sollte, bevor man eingehend philosophiert und komplizierteste Testverfahren einleitet.)

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Peter V.

#22
ZitatHallo,

nur mal 'ne ganz blöde Frage: Ist das Mikroskop sauber, die Objektivlinse?

(Auch so ein Schritt den man anschauen sollte, bevor man eingehend philosophiert und komplizierteste Testverfahren einleitet.)

Viele Grüße

Sebastian

???

Ich gebe auf!  :-\

Herzliche Grüße
Peter
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peter-h

Liebe Lichtreflexler,

was Peter (V) schreibt ist absolut richtig ! Es liegt auch nicht an Billigheimer, denn selbst das Teil von Zeiss Winkel


war absolut unbrauchbar !!! Der Fotoausgang war Messing poliert. Bitte nicht behaupten, dass ein Vorgänger das so machte. Auch matt schwarze Farbe brachte keine Abhilfe. Erst eine fummelige Blendenkonstruktion an richtiger Stelle brachte Erfolg. Es gäbe jetzt noch weitere Beispiele von anderen Firmen welche das Thema sehr stiefmütterlich behandelt haben.
Vorbildlich ist der Astrobereich, wo selbst billigste Fernrohre mit einem guten Blendensystem versehen sind.

Nochmal : Was Peter (V) beschrieben hat ist richtig , Punkt.

Grüße
Peter (H)

Peter V.

#24
Lieber Peter,

Danke, Danke, Danke!

Ich dachte schon, daß mich hier niemand versteht....oder vestehen will :-\

Herzliche Grüße
Peter
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Alfons Renz

Lieber Peter (H),

"Erst eine fummelige Blendenkonstruktion an richtiger Stelle...."

Es geht auch ganz einfach: Bei mir brachte eine oben in den senkrechten Tubus eingeworfene Unterlegscheibe die nötige Blendenwirkung. Nach meiner Erfahrung war es (bislang immer) eine reflektierende Fläche im Tubus, die für einen Lichtfleck verantwortlich gewesen ist. Oft an der Stelle, die normalerweise durch das Okular bedeckt wird. Man erkennt solche Spiegelungen sofort, wenn man von oben in den Tubus blickt.

Der seltenen V-Tubus von Zeiss diente wahrscheinlich gar nicht pimär als Phototubus. Meiner stammt von einem speziellen Prüfmikroskop aus der Qualitätskontrolle. Da trat die Spiegelung nicht nachteilig in Erscheinung.

Herzliche Grüße - und Dank für das Creek-Präparat!

Alfons


-JS-

Lieber Peter,

Du schreibst über Deinen schwarzen Junior-Fototubus:
ZitatAuch matt schwarze Farbe brachte keine Abhilfe. Erst eine fummelige Blendenkonstruktion an richtiger Stelle brachte Erfolg.
Könntest Du bitte, wenn es möglich ist, eine kleine Skizze dieser 'fummeligen Blendenkonstruktion' zeigen?
Der Vorschlag von Alfons mit der
Zitatoben in den senkrechten Tubus eingeworfene(n) Unterlegscheibe
erscheint mir nämlich ein wenig zu brachial  ;D, obschon er sich in der Tat sehr einfach anhört...

Viele Grüße
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Werner

... die richtige Stelle für eine Blende ist relativ einfach grafisch zu lösen. Man zeichnet ein vergrößertes Bild des Tubus und dann die Randstrahlen der Eintrittslinse sowie den Lichtkegel zur Okular-Bildebene. Alle Strahlen zur Tubuswand werden im gleichen Winkel reflektiert. So kann man die richtige Stelle der Blende sofort erkennen. Eine eingeworfene Unterlegscheibe hilft da tatsächlich, auch das ist grafisch zu belegen.
Die grafische Methode wird auch in Astro-Foren beschrieben.

Ich habe Teile eines alten Hettich-Hufeisenmikroskops, da mißt der Tubus 5 cm im Durchmesser. Da gibt es kein Streulicht.
Ein rundes Rohr als Tubus ist so ziemlich die dümmste Lösung, aber das hat Tradition und die pflegen wir halt...
Alles Streulicht wird irgendwie wieder Richtung Mitte reflektiert - Zylinderspiegel.

Die zweitbeste Lösung ist ein quadratischer Tubus mit runden Blenden - da läuft sich das Streulicht tot. Am besten aus schwarzem blanken Plexiglas, so werden Lichtfallen gebaut.
Aber sogar poliertes Aluminium-Vierkantprofil mit runder Blende hilft gewaltig - poliert, damit Einfalls- und Ausfallswinkel auch gleich sind.
Die beste Lösung wäre ein Dreikant-Profil mit runden Blenden, aber das ist schwierig zu fertigen und sieht blöd aus...

Lit: Naumann/Schröder, Bauelemente der Optik (Optik für Konstrukteure) - keine zu alte Ausgabe (ich finde meine gerade nicht)!

Gruß   -   Werner

Oecoprotonucli

#28
Zitat von: Peter V. in April 15, 2013, 09:13:25 VORMITTAG
Ich gebe auf!  :-\

Lieber Peter,

bitte nicht aufgeben, sondern verzeihen: Ich habe irgendwie diesen "kleinen, schmalen"  ;) Kommentar von Werner hier übersehen. Jetzt habe ich ihn gefunden. Ohne Kamera sieht er klar, schon gut. Also kein dreckiges Objektiv.

Um Vergebung bittend  :)

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Rawfoto

Guten Abend

Leica hat früher in seine variablen Zwischenringe sogar einen Blagen eingebaut um die Streuungen in den Griff zu bekommen. Es geht aber auch mit Rillen die die glatte Oberfläche brechen und zwei Blenden in gleicher Qualität. Ich habe auch so einen tollen Tubus aus China, vorne RMS und hinten M42 - ideal für die Adaptierung eines Lupenobjektives an den Balgen. Nur Leider, ausser Streulicht nichts gewesen. Da hilft auch der Balgen danach nicht ...

Wieder einmal ein Umbauprojekt ...

Liebe Grüße

Gerhard

PS: die Chinesen haben schon hunderte davon verkauft und waren entsetzt weil ich ihnen gesagt habe was für ein unbrauchbares Teil sie da produzieren ==> 0 Verständnis, alle anderen haben kein Problem mit dem Teil ...

Naja, in Österreich sagt man wengweng zu so einem Schrott ==> kostet wenig & taugt wenig ist die Übersetzung :-))
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...