Mit welches Mikroskop habt ihr angefangen?

Begonnen von rhamvossen, Februar 11, 2014, 18:06:48 NACHMITTAGS

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Alfons Renz


wilfried48

Hallo Rolf, danke für dieses Thema, das sind ja durchweg interessante Geschichten,

1963 als auf dem Gymnasium für mich der Physikunterricht begann hat mein Schulfreund von seinen Eltern verschiedene Kosmos Experimentierkästen
geschenkt bekommen unter anderem auch den Kosmos Optikus mit dem sich auch ein einfaches zusammengesetztes Mikroskop bauen lies.
Das war von der Physik her sehr interessant, aber vom Seherlebnis doch mehr als bescheiden. Auch das Kaufhausmikroskop mit "bis zu 2000 facher Vergrösserung", das er geschenkt bekam, war naturgemäss sehr bescheiden, sodass mein "Schülertraum" das "grosse Russische Forschungsmikroskop"
aus dem Neckermann Katalog blieb, das aber während meiner Schulzeit aus finanziellen Gründen ein Traum blieb. Auch während der Studentenzeit blieb ein solides eigenes Mikroskop anfangs ein Traum, zumal sich durch die Teilnahme an einem Praktikum für Wissenschaftliche Mikroskopie die Ansprüche auch noch etwas angehoben hatten (ein Markengerät mit Köhlerscher Beleuchtung sollte es schon sein). Mit den ersten als Diplomand verdienten HIWI Geldern und dem Referendariatsgehalt meiner Frau wurde es dann 1974 ein Zeiss Standard 14 Mono, mit Köhlerscher Beleuchtung. Kreuztisch und Ölimmersion wurden erst später nachgerüstet. Das Gerät habe ich heute noch unverändert, obwohl sich inzwischen zuhause eine etwas gössere "Sammlung" eingefunden hat und ich auch beruflich das eine oder andere "Schätzchen" beschaffen und kennenlernen durfte.

viele Grüsse
Wilfried

P.S.: Lieber Alfons, da ich unlängst bei dir einen Zeiss Axiomaten bewundern durfte müsstest du deine Vorstellung aktualisieren. Für dich ist er kein Traum mehr, umso mehr allerdings für mich  ;D
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

purkinje

Hallo ich reihe mich mal ein
• mit 7 Jahren Mikromann (Kosmos Selbstbau-Mikroskop) hab ich noch  ;D von meinem Vater
• mit 10J Leitz Hufeisen (Geschenk einer alten Ärztin) da fällt mir ein das es bei meinem Cousin im Arbeitszimmer vor sich hin staubt
mit Kasten alter (Komos) Prof Sigmund / Dr Materna Präparate (dürften mind 80 Jahre alt sein was ich dem Rosenbauer entnahm)
• mit 15 J Leitz Laborlux III (ausgemustert aus dem Labor des Krankenhauses in dem ich einen Ferienjob hatte)

hach* ich riech noch förmlich als mir mit ca 7 Jahren die Glyceringelantine  auf dem Objektträger angebrannt war und sehe wie die Finger voll Eosinlösung waren....

nostalgische Grüße

Hagen v.T.

Das ist schon erstaunlich bei wie vielen es ein "Kosmos" war. Bei mir auch, allerdings war es nicht meines, sondern das was mein Bruder zu Weihnachten/Geburtstag (?)  bekommen hatte. Ich glaube er hat nie durchgesehen...;nicht weil ich es ihm sofort weggenommen hätte (mein Bruder war größer und stärker) - er hatte einfach kein Interesse daran.....und das hat sich bei uns beiden bis heute nicht geändert: mein Bruder ist Computer-Fuzzi (was aus mir geworden ist wisst Ihr ja)

Dann kam ein einfaches Monokular (Marke weiß ich nicht mehr, das war vom Flohmarkt, war aber gar nicht schlecht, Metall, gute Objektive etc. pp.)

Gruß mal wieder an Euch alle !

Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter.  frei nach Albert Einstein

Manfred Kretzschmar

Hallo,
mein erstes Mikroskop, ein Schülermikroskop der Versandfirma Quelle, bekam ich ca. 1970 von meinen Eltern geschenkt. Voller Begeisterung untersuchte ich alles, was ich in die Finger bekam. Speziell Insekten, Steine, Kristalle und auch das Leben im Wassertropfen wurden untersucht. Aus heutiger Sicht war das Bild grottenschlecht, aber das Mikroskop wurde über viele Jahre immer wieder benutzt. Wo es abgeblieben ist, weiß ich leider nicht mehr. Vermutlich befindet es sich in einer verstaubten Kiste auf dem Dachboden meines Elternhauses :-)
Mein zweites Mikroskop erwarb ich ca. 1981 aus dem Nachlass eines Arztes. Dabei handelte es sich um ein schwarzes Hufeisenmikroskop von Carl Zeiss Jena (die genaue Modellbezeichnung ist mir nicht mehr bekannt). Nach Aussage der Witwe wurde es nach 1930 gebaut und war mit ihrem Mann im Einsatz in einem Feldlazarett während des Zweiten Weltkrieges. Das Mikroskop hatte einen wechselbaren Mono- und Binokulartubus, vier Okulare und fünf Objektive mit Kondensor und Beleuchtung über einen Spiegel. Das Mikroskop war optisch und mechanisch wertig und erzeugte für ein Mikroskop der damaligen Bauzeit ein erstaunlich gutes Bild. Zu dem Mikroskop gab es noch ein umfangreiches Mikroskopbesteck und ein Besteck zur Wundbehandlung in einem Blechkasten/Leinenrolle. Ich habe sehr intensiv mit dem Mikroskop gearbeitet, bis ich es nach vielen Jahren an einen Studenten weiterverkauft habe (leider!!!).
Mein drittes Mikroskop ist ein Zeiss Ultraphot von 1963. Ich erwarb es 1995/96 von einem privaten Händler. Das Mikroskop hat eine gute Ausstattungstiefe: Auflicht-/Durchlicht, Phasenkontrast, Polarisation und Luminarausrüstung. Es zeigte sich aber, dass das Mikroskop in einem schlechten Zustand war. Durch Hilfe und Rat verständnisvoller Zeiss-Mitarbeiter konnte ich das Mikroskop wieder in einen voll funktionstüchtigen Zustand bringen und benutze es bis heute sehr gerne. Durch die Restaurierung und den Rat der Zeiss-Mitarbeiter habe ich einen tiefen Einblick in die optischen und mechanischen Zubehörteile/Funktionen eines Lichtmikroskops bekommen. Dieses Mikroskop steht am Beginn meiner intensiven mikroskopischen Sammel- und Einsatzleidenschaft am Mikroskop bis heute.

Ich wünsche allen ein hoffentlich mikroskopisch-schönes Wochenende!!!

LG Manfred Kretzschmar

Peter V.

#20
Hallo liebe Nostalgiker,

im Foto-Film-Optik Zusatzkatalog von Neckermann aus dem Jahre 1975 gibt es zwei Seiten mit Mikroskop-Angeboten.
Den Neckermann-Katalog erwartete ich als Jugendlicher sehnlichst, erhielt er doch recht viele interessante Artikel für "Jungs" - also, Heimwerkerbedarf, Motorräder, Foto, Hifi, Spielwaren etc. Ähnlich im Quelle-Katalog, wenn auch weniger. Baader, Otto und Klingel hingegen überließ ich gerne meiner Mutter, enthielte diese Kataloge doch nur "doofe Klamotten für Frauen". Abende saß ich über dem Neckermann-Katalog und blätterte ihn sehnsuchtsvoll durch.
Besonders hatte es mir das alljährlich dort angebotene "Große russische Forschungsmikroskop" angetan, das Lomo Biolam (schon eckig, aber noch mit metallenem Feintriebknopf und nicht mit der Feintriebscheibe). Das war aber für uns völlig unerschwinglich (Bedauerndes "Ohhhhhhhhhhh" jetzt bitte!).
So blieb es nur beim einfachsten BOB mit "Labor" (wohl identisch mit dem COC), das im örtlichen Spielwarenladen erworben wurde. Ich kann mich lediglich daran erinnern, die Luftblasen im Speichel als hübsch bunte Kringel gesehen zu haben. An weitere erwähnenswerte Forschungsergebnisse mit diesem Mikroskop habe ich keine Erinnerung.

Hier einmal ein paar Preise aus dem 25-jährigen Neckermann-Jubiläumskatalog von 1975:

Einfachstes COC-Mikroskop, Spiegel und kleine Batterieleuchte, 14-tgl. Zubehör (incl. dem heute politisch völlig unkorrekten Schmetterling  :o): 24.50 DM
Externe Mikroskopierleuchte: 27.50 DM
Größeres COC Mikroskop mit 40-tlg. Zubehör und Netzanschlußadapter: 119 DM


Großes monokulares russisches Forschungsmikroskop mit Spiegel, dreh- und zentrierbarer Objekttisch, Objektive 8, 40, 90 Öl:  448 DM
Wenn man diesem Währungsrechner glauben darf, entspricht das heute einer Kaufkraft von 603 EUR.
Es erschien mir damals "riesig". Tatsächlich ist es aus heutiger Sicht ja eher ein "Mikrosköpchen". Sicher aber für den, der es damals gekauft hat, keine Fehlinvestition, sondern ein wirklich gutes Mikroskop. Interessant hierbei: Dieses Mikroskop wird - im Wesentlichen wohl technisch unverändert - nach wie vor von Lomo produziert und verkauft. Die Frage ist nur: Wo? Leider habe ich keinen aktuellen Verkäufer oder Preis im Internet gefunden.
Zubehör:
Kreuztisch: 79 DM
Binokularaufsatz: 199 DM


Leider traue ich mich aus Urheberrechtsgründen nicht, den Scan der Katalog-Doppelseite zu zeigen. Wer als 70er-Nostalgiker Interesse hat, möge mich per PN kontaktieren und mir seine Mailadresse mitteilen.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Post wurde CO2-neutral erstellt und ist vegan. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

D. Zollondz

Mein erstes Mikroskop war ähnlich wie das von "liftboy" Wolfgang abgebildete. Es lag 1965 unterm Weihnachtsbaum. Zunächst hatte ich wenig Interesse und der Styropor-Kasten mit dem Gerät und diversen Zubehör lag "in der Ecke". Dann entdeckte ich ca. 1 Jahr später in unserer Schulbücherei das Buch "Was ist Was - Das Mikroskop", das damals noch auf dem Umschlag ein ähnliches Mikroskop wie meines bzw. Wolfgangs zeigte. Hiernach holte ich das Weihnachtsgeschenk wieder vor und das Interesse an der Mikroskopie war geweckt. Leider war die Optik grottenschlecht. 1 Jahr später gab es dann, wieder zu Weihnachten, ein Studienmikroskop von Quelle. Ausgerüstet mit einem Feintrieb und Lochscheiben unter dem Objekttisch (mit einer ähnlichen Aufgabe wie sie ein Kondensor hat) und max. 600facher Vergrößerung mit 3 Objektiven und 2 Okularen. Das war schon ein Fortschritt!
Jeden Morgen auf dem Schulweg zu dieser Zeit kam ich an einem Krankenhaus vorbei. Das Labor war im Erdgeschoss und konnte bei geöffneten Fenster (manchmal im Sommer) von außen eingesehen werden. In der Nähe des Fensters stand ein schwarzes Standard GFL (zum Greifen nahe....). Das habe ich immer einige Minuten heimlich bewundert.

Später dann ruhte das Interesse lange Jahre bis Anfang der 2000er Jahre. Da entdeckte ich das Forum hier. Nicht nur das Forum, auch das "Große Kosmos Buch der Mikroskopie". Ich war begeistert von den Abbildungen und holte das Studienmikroskop wieder vor. Leider mußte ich feststellen, dass die Optik nunmehr nicht mehr meinen Ansprüchen genügte und das nächste Mik. war ein neues Zeiss Axiostar plus, später kam noch das vor ca. 40 Jahren vielbewunderte schwarze Zeiss/Winkel Standard dazu (das war mehr psychologisch, das mußte einfach sein). Die letzte Anschaffung war ein Zeiss Standard 14 mit Phasenkontrast. Ein gebrauchtes Gerät von Herrn Immel.

Bis dahin
Dieter Z.  ;D

Michael L.

Hallo Mikroskopikergemeinde,

als ich mein schon lange nicht mehr vorhandenes, erstes Mikroskopmodell in der Bucht sah musste ich es einfach erwerben. Ich bekam das Teil ursprünglich an meinem 15ten Geburtstag geschenkt und ich werde niemals vergessen wie auf einem alten Camembert, den mein Vater in einer versteckten Ecke vorher kultiviert hatte, zahlreiche Käsemilben zu entdecken waren. Das war der Beginn einer langen Begeisterung für die Mikroskopie. Der Junge auf dem Deckel des Aufbewahrungskartons erinnert mich nun wirklich an alte Bilder im Familienalbum. Das Büchlein das dem Kasten beigefügt war habe ich heute noch, es wurde wohl millionenmale mit diversen Mikroskopen an den interessierten Nachwuchswissenschaftler gebracht. Zwei Bücher aus der folgenden ,,Aufbauzeit" habe ich auch noch und finde Sie nach wie vor brauchbar. Das nächste Modell, ein ,,richtiges" Mikroskop von Zeiss, das mal der Großvater besessen hatte, folgte später allerdings erlag es irgendwann dem Forscherdrang und wurde leider unwiderruflich zerlegt. In der Zwischenzeit sind halt ein paar neue Instrumente dazugekommen an denen man sich für ein ganzes Leben lang erfreuen kann. Wie schön ist doch die Mikroskopie!

Viele Grüße

Michael

http://i1319.photobucket.com/albums/t664/DrMichael_Luettgen/Mikroforum/ccb8afd6-ebbe-425d-acb2-8bd8aa11a29a_zps7174a188.jpg

beamish

Hallo,

ich traus mich ja kaum zu sagen, aber ich hatte es ja schon in einem Beitrag vor Jahren gesagt, den ich nicht wiederfinde: mein erstes Mikroskop war ein Gundlach-Messingstativ, das mir mein Vater so ca. zum 15. Geburtstag schenkte. Es stammt aus der Familie (da war irgendwann mal ein Arzt) und ich habe es heute noch, mitsamt seinem Mahagonikasten. Damals war ich (angespornt vom Biologie-Unterricht) ein begeisterter Tümpler. Danach hat sich das lange gegeben, bis ich jetzt durch mein Interesse an Kleinpilzen wieder "mitten drin" bin. Färbemittel usw. gabs damals übrigens ganz einfach nicht nur in der Apotheke sondern sogar in der Drogerie (die ihre Bezeichnung offenbar noch verdiente).

Herzlich
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Max Berek

#24
Mein "Erstes" war im Jahre 1987 ein von der Charité ausgesondertes monokulares LgOG 1 von Carl Zeiss Jena, das mir ein wohlmeinender Onkel aus der damaligen DDR zum Kurs der Histologie verehrte. Das Mikroskop war Lichtjahre besser als die uralten, ausgeleierten Vor-Kriegs C-Modelle von Leitz, die es damals in der Bonner Anatomie zum Mikroskopieren gab. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir im Rahmen des "Freien Mikroskopierens" in den Fluren des Anatomischen Instituts auf den Fensterbänken die Spiegel ausgerichtet haben. Zog eine Wolke vorüber wurde es erst einmal dunkel. Im Histo-Kurs mikroskopierten wir mit denselben alten Zossen auf den Sektionstischen, die man schon vom Präparierkurs im Wintersemester kannte. Wenigstens konnte man hier seinen Spiegel auf eine in der Mitte des Tisches aufgestellte Leuchtstoffröhre ausrichten.  Das Wichtigste war immer das "schöne" Zeichnen.
Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18519.0

Mikroskope:
1. Carl Zeiss Jena, LgOG1, 1960
2. Steindorff Berlin, "Arztmikroskop", 1970
3. Leitz Wetzlar, Ortholux I, 1969

Peter V.

#25
Hallo Sven,

ZitatDas Mikroskop war Lichtjahre besser als die uralten, ausgeleierten Vor-Kriegs C-Modelle von Leitz, die es damals in der Bonner Anatomie zum Mikroskopieren gab.

Wann war das denn?

Da sah es aber in den beginnenden 80ern im Essener Histokurs schon etwas moderner aus. Schöne graue binokulare SM-Luxe mit Objektführer und natürlich elektrisch beleuchtet. Falls sie in den letzten Jahren nicht irgendeinem "Wir-müssen-unbedingt-die-Studiengebühren-verbraten"-Wahnsinn zum Opfer gefallen und durch "moderne" Chinesen ersetzt worden sind, werden sie vermutlich noch heute einwandfrei ihren Dienst tun. Mir erschienen sie damals ziemlich modern und konfortabel.
Und die Sektionstische wurden für den Histokurs aus dem Präpsaal entfernt und dafür ganz normale vernünftige Tischreihen zum Mikroskopieren aufgestellt.



Herzliche Grüße
Peter
Dieses Post wurde CO2-neutral erstellt und ist vegan. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Max Berek

Das war im Jahre des Herrn 1987! Damals war die Fassade des ansonsten sehr schönen Anatomie Gebäudes außerdem so baufällig, daß sie wegen Steinschlag zum Schutz der Passanten über Jahre eingerüstet war.

Die damaligen Professoren zeichneten sich zudem durch einen völligen Verzicht auf jedwedes didaktische Konzept aus. Der einzige Lichtblick meiner Anatomie-Zeit war die legendäre "Schneider-Klause" gegenüber der Anatomie :). Da wir nachmittags für 4 Stunden zu 8 eine Leichenhälfte präparieren konnten (vormittags hatten 8 andere Kommilitonen die Gelegenheit, die andere Hälfte zu bearbeiten) wurde erwartet, daß für 2 Stunden 4 Kommilitonen in die "Schneider-Klause" zum Biertrinken gingen und zur Halbzeit sich mit den restlichen 4 abwechselten. Da Anatomie ohnehin nicht mein Fall war, bin ich meistens in der "Schneider-Klause" sitzen geblíeben.

Die Praktika der Physiologie und der Physiologischen Chemie waren dagegen wesentlich besser und interessanter. Da ich damals schon wußte, daß ich Arzt und nicht Chirurg werden wollte, war das für mich OK.
Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=18519.0

Mikroskope:
1. Carl Zeiss Jena, LgOG1, 1960
2. Steindorff Berlin, "Arztmikroskop", 1970
3. Leitz Wetzlar, Ortholux I, 1969

Peter V.

#27
Hallo,

oh je - da hatten wir es ja 1985 richtig gut. 10 Studenten pro Tisch im Präpkurs im 3. Semester, täglich vormittags und kein Zwei-Schichten-Betrieb. Und der Histokurs war eigentlich didaktisch ganz o.k. Ich habe beide Kurse gerne gemacht, aber die Essener Prüfungen bei Professor Blank (gerne morgens um 6.00 angesetzt) waren schon arg gefürchtet..... Da sind einige Kommilitonen verzweifelt in Richtung Düsseldorf zu Professor Rosenbauer (der Name ist vielleicht nicht ganz unbekannt  ;)) geflüchtet.

Jetzt aber "OT off" und zurück zum Thema.... ;)

Herzliche Grüße
Peter
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Maik B.

Mein erstes Mikroskop war ein Rathenower Kleinmikroskop C, das ich mir irgendwann in den 80ern von meinen Eltern gewünscht hatte. Keine Ahnung, wie sie das Geld (immerhin 105 Mark der DDR) zusammen bekamen aber ich bekam es zum Geburtstag. Danach habe ich für einige Zeit so ziemlich alles halbwegs Interessante mikroskopiert und manchmal auch gezeichnet.

Aufgrund einer Interessenverlagerung stand der Karton nach der Wiedervereinigung eine ganze Zeit ungenutzt in der Ecke und fand in den frühen Zweitausendern in meinem Neffen einen dankbaren Abnehmer.

Seit ca. einem Jahr habe ich nun wieder ein eigenes Mikroskop (Zeiss Standard Junior in der BW Version). Aber trotzdem wird das Kleinmikroskop immer einen Platz in meinem Herzen behalten.

Rawfoto

Guten Abend

Meine ersten Berührungen mit dem Mikroskop waren beruflich als Projektleitung in der Mikroprozessorentwicklung und bei meinem Meistervater in der Fotografie.
Das erste eigene Mikroskop war dann ein Olympus BH mit Trino und Fotoadaption für die Olympus OM2N und Hasselblad V. Parallel ein Wild STEMI M3 B, welches es noch immer gibt.

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...