Delamination..ein ewiges Thema

Begonnen von zooey, März 21, 2015, 14:09:26 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Wutsdorff Peter

Sehr geehrter Herr Teubner,
sehr geehrter  Herr Henkel,

es ist in der Tat "nur" ein Apo 40/0,95 , 160/0,17 mm, Abgleichlänge 45 mm  mit der Nummer 320 044. Deckglaskorr-ring 0,12 - 0,20, RMS-Gew.
Ich benutze ein Leica CME mit 160mm Tub.länge, mit einem No-Name-Trino (von einem Forumskollegen gekauft). Okulare: Zeiss West Kpl W 10x Brille.
An den Okularen kann es nicht liegen, denn die Ergebnisse sind mit Foto und mit Okul.-betrachtung identisch.
Die Fotos folgen separat.

Vielen Dank im Voraus
                                                           Peter aus Lorsch

Wutsdorff Peter

Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger  Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030

Klaus Henkel

Zitat von: Wutsdorff in April 14, 2015, 11:01:43 VORMITTAG
Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger  Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030

Lieber Herr Wutsdorff!
Wir mißverstehen uns total. - Oder: Sie wollen mich auf den Arm nehmen! Geben Sie es zu!

Was soll ich mit Fabrikationsnummern, wenn ich das Fabrikat und das Mik-Modell nicht kenne, also Hersteller und Baujahr. Ich kann mir nicht die Mühe machen, für Sie herauszufinden WANN das Mikroskop in etwa hergestellt wurde. Das ist wichtig, weil nicht wenige Hersteller hin und wieder die mech. Tubuslänge ihrer Instrumente geändert haben. Z.B. Leitz/Leica von 170 auf 160 mm, aber auch andere Hersteller. Bei hochaperturigen Obj. ist das wichtig, da genügen bei der Tubuslänge 5 mm Unterschied und ein Deckglas mit nicht exakter Dicke - und schon ist das Bild flau und evtl auch unscharf.

Bei Objektiven habe ich immer gerne zwei Fotos: Alle Gravuren, einschließlich, und besonders wichtig, des Firmenlogos, weil auch das im Lauf der Firmenhistorie gelegentlich geändert wurde. Hinsichtlich der Angaben für Objektivbezeichnung, Apertur, Tubuslänge, Deckglas-Angabe usw. verlasse ich mich lieber auf meine eigenen Augen als auf die Fähigkeiten von Biologen oder Inschinören, drei Zahlen richtig abzuschreiben.

Schön wäre auch eine Lupenaufnahme im schrägen Auflicht von der Objektiv-Frontlinse, damit man erkennt, ob da ein kontrastmindernder Fingerabdruck sichtbar ist. (Ich wurde gelegentlich in dem großen deutschen Elektrounternehmen, in welchem ich arbeitete, von der Betriebsärztlichen Dienststelle angerufen, wenn eines oder einige Mikroskope keine guten Bilder mehr zeigten. In allen Fällen war es entweder Wimperntusche auf den Okularen oder Fingerabdrücke von den mit Schutzcreme eingeschmierten Händen. Meist auf dem Hunderter.)

Und weil ich heute mal wieder ganz humorlos bin. füge ich noch hinzu. Ich mag keine hundert Meter langen Threads (Diskussionsfäden) die enden, wie das Hornberger Schießen: Viel Aufwand und Mühe, weil viele Mißverständnisse, und nach Wochen null Ergebnis. Alle frustriert. Deshalb erbitte ich, daß sich Fragesteller hinsichtlich ihrer Angaben mindestens so viel Mühe machen, wie die Recherchen für die Antwort kosten.

Und noch etwas, wenn ich schon mal dabei bin:
Liebe Mikroskopiker (nicht nur Anfänger oder Neulinge hier im Forum!). Geben sie bei allen Fragen, die ins Technische gehen, immer an, mit welchem Mikroskop Sie arbeiten (Hersteller und Modellbezeichnung), auch Okulare und Objektiv(e). Es ist nicht zumutbar, daß man so etwas essentielles erst beim siebzehnten Frage und Anwortwechsel nebenbei erfährt, anstatt bei der allerersten Frage. Neulich erhielt ich zur Antwort: Aber das habe ich doch in irgendeinem Beitrag vor etwa einem halben Jahr schon geschrieben. O sancta simplicitas! Bitte bei JEDER Frage immer angeben! Aber nicht in einer Fußnote unter der Grußformel in winziger Schrift, sondern am Anfang eines Fragetextes.

Lieber Herr Wutsdorff, verzeihen Sie mir, daß ich jetzt Ihren Antwortbeitrag auf meine Frage mißbraucht habe, um eine allgemeine Schelte und Predigt loszuwerden. Aber es lag mir aus gegebenem Anlaß gerade auf der Zunge.

Herzlichen Gruß
KH

Michael L.

Allmächtiger da zittern ja die Wände.

Gruß

ML

Klaus Henkel

Zitat von: Michael L. in April 14, 2015, 14:34:44 NACHMITTAGS
Allmächtiger da zittern ja die Wände.

Ja, so mag ich das: Kurze, sachbezogene, wertvolle Beiträge. - Danke!
KH

Wutsdorff Peter

Sehr geehrter Herr Henkel,
es lag und liegt mir fern, Sie als Mikrofachmenn und annerkannter Experte im Forum "auf den Arm" zu nehmen.
Ihr Rüge nehme ich zur Kenntnis. Auch mit 75 muß man eben manchmal etwas einstecken.
Sollte ich in  irgend einer Weise Ihnen zu nahe getreten zu sein, bitte ich hiermit in aller Form um Entschuldigung!
Vielen Dank auch, daß Sie sich mit dem ausführlichen Text so viel Zeit genommen haben.
Ich gehe nicht auf Einzelheiten Ihres Beitrages ein.
Da Sie kurze Beiträge bevorzugen, schlage ich vor, unsere Diskussion hiermit abzubrechen.

Mit freundlichen Grüßen

                    vom Inschinör Peter aus Lorsch

MikroMatt

#36
Zitat von: Klaus Henkel in April 14, 2015, 13:56:16 NACHMITTAGS
Zitat von: Wutsdorff in April 14, 2015, 11:01:43 VORMITTAG
Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger  Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030

...Hinsichtlich der Angaben für Objektivbezeichnung, Apertur, Tubuslänge, Deckglas-Angabe usw. verlasse ich mich lieber auf meine eigenen Augen als auf die Fähigkeiten von Biologen oder Inschinören, drei Zahlen richtig abzuschreiben. ...


Sorry Herr Henkel, aber das finde ich unangemessen. Sie mögen ja Biologen und Ingenieure mit falscher Brillenstärke kennen. Dies zu verallgemeinern finde ich - gerade auch von Ihnen - äußerst gewöhnungsbedürftig.
Gruß

Matthias

Klaus Henkel

Zitat von: MikroMatt in April 14, 2015, 19:27:43 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Henkel in April 14, 2015, 13:56:16 NACHMITTAGS
Zitat von: Wutsdorff in April 14, 2015, 11:01:43 VORMITTAG
Ergänzung: Mikroskopbauj.: ca 2000, Mod.: 1349522X, zugehöriger  Kond. 0,9/1,25 Öl No.: 13493030

...Hinsichtlich der Angaben für Objektivbezeichnung, Apertur, Tubuslänge, Deckglas-Angabe usw. verlasse ich mich lieber auf meine eigenen Augen als auf die Fähigkeiten von Biologen oder Inschinören, drei Zahlen richtig abzuschreiben. ...

Sorry Herr Henkel, aber das finde ich unangemessen. Sie mögen ja Biologen und Ingenieure mit falscher Brillenstärke kennen. Dies zu verallgemeinern finde ich - gerade auch von Ihnen - äußerst gewöhnungsbedürftig.

Ich schreibe und lese jetzt nahezu 15 Jahre hier im Forum, deshalb berufe ich mich einfach auf meine Erfahrung, auch wenn ich keine Statistik habe, um Sie zu überzeugen. Wie oft bin ich in meinen "Aktenkeller" hiuntergestiegen, um langwierig in alten Listen zu suchen, habe in Büchern geblättert usw. Nicht selten hat mich die Sucherei einen halben Tag gekostet, bis ich eine Frage beantworten konnte. Sie können das nicht wissen, weil Sie noch nicht so lange dabei sind.  Dann die Antwort: Ach jetzt sehe ich es, daß es ja doch kein Photar 12,5 ist, sondern ein Ph. 4. Und es war auch nicht am Mikroskop oder einer Kamera, sondern an einem großen Mikroprojektor.

So oft erlebe ich so etwas hier, daß es doch mal wieder etwas deutlicher als üblich gesagt werden sollte.

Nichts für ungut.
KH

Carsten Wieczorrek

Hallo,

ich wage mal ein Experiment. Alleine, mir fehlt die Ausrüstung. Ich habe hier ein CZJ Phv 40/0,65, das zumindest unter Pol-Licht deutliche Risse im Kitt zeigt. Ich habe mir hier über das Forum auch schon ersatz besorgt. Es ist also quasi "übrig". Mangels Betrand-Linse kann ich den Schaden nicht ablichten. Ich würde dieses Objektiv für einen Veruch zur Verfügung stellen,

a) Foto der Hinterlinse mit Pol
b) LANGSAMES aufheizen auf die hier irgendwo gennanten 80 °C
c) mehrerer Stunden temperm
d) LANGSAMES abkühlen auf RT
e) neues Foto der Hinterlinse.

Ich wage es, wer wagt mit? Bitte nur ein Kreuz....

Carsten

P.S.: Nach Ende des Experimentes bitte an mich zurück.
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako

MikroMatt

Lieber Herr Henkel,

in der Sache kann ich Ihre Verärgerung vollständig nachvollziehen. Ganze Berufsstände in dieser Weise anzugehen finde ich - wie gesagt - gewöhnungsbedürftig. Vor allem da mir für (gefühlt) weniger (meinerseits eine Retourkutsche für eine völlig unqualifizierte und diffamierende Antwort) eine Sperrung meiner Schreibrechte angedroht wurde.
Ihre Reputation, nicht nur der Mikrofibel wegen in allen Ehren, aber das haben Sie doch gar nicht nötig.
Gruß

Matthias

rhamvossen

#40
Hallo  Klaus,

Zitatie oft bin ich in meinen "Aktenkeller" hiuntergestiegen, um langwierig in alten Listen zu suchen, habe in Büchern geblättert usw. Nicht selten hat mich die Sucherei einen halben Tag gekostet, bis ich eine Frage beantworten konnte

Es zwingt sie ja niemand dazu, das entscheiden sie doch selber ob sie das machen oder? Und wenn es ein halben Tag kostet wurde ich fast denken, sie hätten nichts besseres zu tun. Um gute Foto' s und Experimenten zu machen und im Forum ein zu stellen, das kosttet auch Zeit. Vielen machen es und jammern nicht wenn nicht genug Komentare auf die manchmal umfangreiche Beitragen kommen. Beste Grüsse,

Rolf

Klaus Herrmann

Hallo zusammen,

bei der Überschrift stimmt auf jeden Fall noch der Nachsatz: ... ein ewiges Thema" ;)
Aber jetzt geht es um ein anderes Thema. Nämlicht die zu Recht geforderte Präzision der technischen Angaben, wenn jemand Hilfe braucht. Normalerweise kann ein Hilfesuchender sicher sein, dass er überschüttet wird von oft guten, zielführenden, bisweilen auch nur gut gemeinten Ratschlägen.
Ich finde ebenso wie Klaus Henkel, dass sich ein Hilfesuchender bemühen muss möglichst präzise ausreichend umfängliche Angaben zu machen, damit man schon im ersten Ansatz ein klares Bild hat. Und nicht erst nach der 5. Nachfrage!

Also die Angabe: ich habe hier ein Objektiv mit der Nummer 3789924 das ist an einem Mikroskop mit der Nummer 122234 und das ist irgendwie flau. Ist das kaputt? Da fehlt dann nur noch die Frage: wann wurde das ungefähr gebaut?  ::)  ::)
Klar ein ziemlich übertriebenes fiktives Beispiel. Aber manchmal geht es schon in die Richtung! Und genau in diese Richtung zielt nach meinem Gefühl die sicher sehr pointierte Kritik von Klaus Henkel. Und jetzt zu sagen: warum regt er sich auf? Keiner zwingt ihn lange Recherchen zu machen, offensichtlich hat er eh nix besseres zu tun! Das ist eine Aussage, die für mich grenzwertig ist. Denn wenn jetzt alle Experten - und ich zähle ihn mal zu diesen - sich zurücklehnen und sagen: lass sie mal wurschteln! Dann fehlt hier eine ganz essentielle Funktion, nämlich die schnelle und präzise Hilfe.

Also gilt auch meine freundliche Bitte an alle Hilfesuchende: Präzision bei der Beschreibung des Problems ist erste Bürgerpflicht!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

rhamvossen

#42
Hallo Klaus,

ZitatAlso gilt auch meine freundliche Bitte an alle Hilfesuchende: Präzision bei der Beschreibung des Problems ist erste Bürgerpflicht!

Ich stimme zu. Aber leider ist es so das bestimmte Leute nicht in der Lage sind auf Freundliche weise zu reagieren auf die Beschreibungen, die sicherlich oft nicht komplett sind. Und wenn solche negative Reaktionen immer wieder passieren, dan ist das für mich grenzwertig. Beste Grüsse,

Rolf

Wutsdorff Peter

Hallo  Klaus,
hier die gewünschten Daten, sofern nicht schon angegeben:
Mikro. Leica CME, 2004 gekauft, wann gebaut ,weiß ich nicht. 160mm Tubusl.

es folgen die gewünschten Bilder, die sicherlich nicht perfekt sind.

Man erkennt , hoffentlich am Rande die Delam.-Spuren


jetzt die Frontlinse, unter der Lupe keine Fettspuren zu erkennen

     

und die Gravuren:
             
           
     

Ich glaube als ehem. Turbinenversuchsinscheinör habe ich die Zahlen richtig abgelesen.

Gruß Peter aus Lorsch

Klaus Herrmann

Lieber Peter,

da es 2 Kläuse gibt, die hier mitmischen antworte ich schon mal. Richtig ist: die Bilder sind nur begrenzt hilfreich. Ich versuch mal Kaffeesatz zu lesen: das erste mit der Delamination ist m. E. keine! Aber eine sichere Aussage würde ich erst wagen, wenn ich das Objektiv hier bei mir hätte. Das 2. Bild hilft mir gar nicht, vielleicht kann ein Experte was dazu sagen - ich kanns nicht. Und ich mach mal eine Prognose: ohne, dass jemand das Objektiv nach den Regeln der Mikrokunst untersucht hat gibt es keine zuverlässige Beurteilung!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken