Kaufhilfe für professionelles Mikroskop gesucht! Pilze mykologie !

Begonnen von AlexG, September 17, 2018, 18:00:16 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

AlexG

Moin...

Diesen Thread habe ich für einen Freund gestartet der ein Mikroskop sucht und ca. 3000€ zur Verfügung hat. Das Mikroskop dient dem mikroskopieren von Pilzen und deren Sporen und Strukturen.
Folgende Vorraussetzungen:
100x Öl
Fototubus
LED Beleuchtung
Nicht zu alt
Bevorzugt Olympus ...

Ich hätte ihm ein Olympus BX 40 empfohlen.
Olympus Objektive Plan 4x/10x/40x/HI100x
Olympus Okulare WHN 10x/ 22 (Brille)
hoehenverstellbarer Kondensor 1,25

Habt ihr eine Idee?

DANKE !!!

Alex

A. Büschlen

Hallo Alex,

denke an das Messokular und ich würde noch ein Objektiv 20 zwischen das 10er und 40er montieren.
Hier eine wertvolle Info: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=21688.0

Soll das Mikroskop regelmässig transportiert werden können?

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

AlexG

Moin Arnold,

Klar ... ein messokular sollte auch vorhanden sein ... könnte auch kaum ohne, da es ein erfahrener Mykologe ist, der mal was professionelleres möchte, aber davon genau so viel Ahnung hat wie ich
Momentan wird mit einem alten Olympus BH mikroskopiert.

Alex

Gerd Schmahl

Hallo Alex,
kömmte sein, dass die richtigen Pilzer diesen Beitrag erst lesen, wenn da "Mikroskop für mykologische Untersuchungen" oder soetwas im Betreff steht. Ich werde auch nicht so ganz schlau, was Du wirklich möchtest: Eine Empfehlung zu MIkroskoptyp und Ausstattung oder ist das ein Kaufgesuch. Im letzteren Fall gehört es in den Mikromarkt. Im ersten Fall finden sich in der "Kaufberatung - was muss ein Mikroskop für die Pilzbestimmung können" erste Antworten.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

AlexG

Moin Gerd,

Danke erstmal für deine Antwort ...
Ich glaube es wird eine Gretchenfrage... wie ist die Optik von Olympus im Gegensatz zu Leica beispielsweise? Momentan schwanken wir zwischen einem Olympus BX 40 und einem Leica DM3000...

Alex

Lungu

Hallo Alex,

Olympus oder Leica? Ich möchte nach Italien fahren, soll ich da besser einen BMW, oder Mercedes kaufen? Kleiner Tipp: die Italiener stehen auf Audi.


Grüße Lungu


Grüße Lungu

A. Büschlen

Hallo Alex,

ZitatKlar ... ein messokular sollte auch vorhanden sein ... könnte auch kaum ohne, da es ein erfahrener Mykologe ist, der mal was professionelleres möchte, aber davon genau so viel Ahnung hat wie ich
Momentan wird mit einem alten Olympus BH mikroskopiert.

Wenn ihr das Olympus BX40 und das Leica DM 3000 auf dem Radar habt, dann nehmt doch noch das Zeiss AxioLab A1 dazu und macht einen Vergleich bei einem Anbieter wie z.b. bei http://www.mikroskopie.de/

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

sushidelic

#7
Hallo Alex,

sorry, wenn ich den Thread mal so unverholen für eigene Zwecke nutze... Ich habe noch ein BX50 abzugeben, dass ich auch unbedingt einem BX40 vorziehen würde (100w etc.)...
Das Basisstativ mit einigen Anbauteilen habe ich im Mikromarkt ja schon inseriert, aber ich könnte da evtl. was Komplettes zusammenstricken. Fehlen würden die 4x, 10x, und 20x Objektive, dafür würde ich ein 40er und 100er UPlanFL reinpacken, das sind dann schon klasse Objektive, drüber sind nur die Apos. Den "einfachen" 1.25 Kondensor habe ich auch noch rumliegen, und einen Objekttisch könnte ich evtl. auch abzwacken, wenn es auch einer mit linker Steuerung sein darf. Lampenhäuser habe ich auch einige, wollte ich zwar behalten, aber eines notfalls zwischen meinen BXen zu tauschen ist auch kein riesen Aufwand. Wenn ich den Fluoreszenzilluminator separat verkaufe und den Rest komplettiere, kann ich ja mal zusammenrechnen, wo ich preislich landen würde, aber ich denke, sicher unter 3k. Dann müsste man noch sehen, wie man an die "kleineren" UPlanFLs kommt, aber das 10er und das 4er sind eh die günstigsten, die Planachromaten wären nochmal preiswerter
In einen Glaubenskrieg "Zeiss-Leica-Olympus und alle anderen Konsorten" möchte ich mich nicht einmischen, aber das BX50 wäre auf jeden Fall ein ordentliches Mikroskop.
Edit: LED-Beleuchtung wäre es dann leider nicht, sondern 100w-Halogen.

LG Michael

PS - Ich habe as absichtlich nicht per PN gemacht, so können auch andere dem Threadersteller zu- oder abraten, da stelle ich mich gerne der Diskussion.

Florian D.

Bei 3000 Euro würde ich auch differentiellen Interferenzkontrasr (DIK) in Betracht ziehen. Die Mykologen, die ich kenne, haben das alle währen ihrer Promotion gebraucht.
Gruss,
Florian

Peter V.

#9
Hallo,

ich muss zugeben, dass ich etwas erstaunt bin: Normalerweise kennen wir eher Anfragen mit Preislimits, die ungefähr einem Zehntel des hier genannten entsprechen. 3000 EUR ist ja schon eine Hausnummer für ein Mikroskop, das nur Hellfeld können und "nur" für die Mykologie eingesetzt werden soll. Muss es tatsächlich ein so teures Mikroskop sein? "Geeignete" Mikroskope gibt es gebraucht sicher schon für deutlich(!) weniger Geld, und zwar von allen Firmen, egal ob Leitz, Zeiss oder Olympus. Qualitativ haben alle Unternehmen Spitzenoptik. Ich könnte für den Preis sogar ein Axioskop mit Phasenkontrast-Neofluaren und Fluoreszenz anbieten. Nur als Beispiel.
Wie kommt ihr denn auf die doch recht teuren Mikroskope BX40 und Leica DM3000? Ist das für den Anwendungsbereich (und vermutlich handelt es sich doch um ein Hobby) nicht etwas überzogen? Wäre es nicht sinnvoller, in ein preiswerteres Stativ und dafür höherwertige (z.B. planapochromatische) Optik zu investieren?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

A. Büschlen

Lieber Peter,

Auf das Risiko hin ziemlich hefftig Prügel zu erhalten, schreibe ich auf deine Zeilen hin ...
Vor vielen Jahren war das Olympus BH 2 " das Mikroskop" in der Hobby Pilzlerszene. Es kostete damals sehr viel Geld. Aber man kaufte es. Heute kostet ein Zeiss Axiolab A1 auch einige Tausender aber es wird von den Hobby Pilzlern gekauft.
Tatsächlich ist es so, dass noch viele sehr gute gebrauchte Stative und Optiken aus der endlich Zeit im Angebot stehen. Aber es gibt z.B. Für die Adaption einer C-mount Kamera kaum optimale Adapter auf dem Markt oder wer kann zu einem Zeiss Mikroskop aus der Standard Reihe einfach so ein original Zeiss Messokular ohne Delamination und mit eingelegter Mikrometerplatte anbieten?

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Peter V.

Lieber Arnold,

die Vorliebe der Pilzler für Olympus ist ja rational nicht zu erklären. Zweifelsohne sind es sehr gute Mkroskope, aber die haben natürlich alle anderen Hersteller auch. Mir kommt es fast so vor wie folgende Geschichte, die mir vopn einem verkäufer berichtet wurde:  Ein ausländisches Uni-Institut suchte relativ dringend ein Ortholux pol und war bereit, dafür erstaunlich viel Geld auszugeben (mehr als den üblichen Marktwert).  Hauptsache, es war ein Ortholux pol. Andere (auch viel moderne und ggf. "bessere") Polmikroskope kamen nicht in Frage, weil in einer Beschreibung eines Untersuchungsganges stand, dass diese mit dem Ortholux pol durchgeführt wurde und man daher dort der Ansicht war, dass man diese dann NUR mit eben einem Ortholux pol durchführen könne (Es handelte sich um eine absolut übliche Untersuchungsmethode im polarisierten Licht). Nun ja.....
Pilzler haben meiner Erfahrung nach - ich hoffe, es nimmt mir niemand übel - ohnehin oft recht "spezielle" Vorstellungen und Ansprüche an ein Mikroskop (damit meine ich jetzt nicht das Messokular etc.).
Klar: Wenn Geld keine Rolle spielt - warum kein Olympus BX oder Leica DM......? Aber hohe Qualität bekommt man auch locker für weniger als ein Drittel des genannten Betrages. Und wer bereit ist, für einen c-mount-Adapter eines recht neuen Mikroskops allein bereit den Betrag auszugeben, den ein komplettes einfacheres gebrauchtes Endlich-Mikroskop kosten würde, der darf es natürlich tun. Natürlich darf man sich auch ein BMW SUV kaufen, um damit zum Bäcker zu fahren  ;)

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter Reil

Hallo,

letztendlich dürfte es ziemlich egal sein, ob es ein Olympus oder Leica wird. Beide Mikroskope (und noch viel andere mehr) werden ausreichend gute Voraussetzungen für die Pilzmikroskopie liefern.

Gerade wir hier sollten Verständnis aufbringen, dass man sich (zu?) teure Mikroskope anschafft, die eigentlich gar nicht nötig wären. Es soll ja sogar Personen geben, die mehrere ihr eigen nennen....  ;)

Es bleibt wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks, für welches Modell man sich entscheidet.

Viel wichtiger als das Mikroskop ist - gerade bei den Pilzlern - gute Präparate herzustellen. Dazu kommt die korrekte Handhabung der Technik (Kondensorstellung, Blende, Licht, etc.).
Wenn man dann noch saubere Fotos machen will, sind hochaperturige Öl-Objektive (100 und 40, am besten Planapos) eine hilfreiche Ergänzung.

Den größten Einfluss auf die Ergebnisse hat wohl die Person hinter den Okularen.

Feundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Florian D.

Zitat von: Peter Reil in September 18, 2018, 09:27:34 VORMITTAG

Den größten Einfluss auf die Ergebnisse hat wohl die Person hinter den Okularen.


...und entsprechend auch ein hochaperturiger immergierbarer Kondensor.

Herbert Dietrich

Hallo,

Zitat von Peter Reil:  "Es soll ja sogar Personen geben, die mehrere ihr eigen nennen....  ;)"

davon habe ich auch schon gehört, aber Schuld sind diejenigen, die so wunderschöne Mikroskope wie Ortholux, Orthoplan, Zeiss WL und Phomi
oft unverschämt günstig anbieten. Da regen sich dann urzeitliche Triebe :)

Herbert