Meine ersten herzeigbaren Mikrofotos

Begonnen von Alex H., Oktober 05, 2019, 14:36:38 NACHMITTAGS

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konsonant

hallo ,
ich vermute bei den Doppelkonturen eher eine transparente Gallerthülle um die Sporen , die es aber nicht bei jedem Körnchen bis in die Fokusebene geschafft hat .

Einen Oberflächenspiegel findet man in der Spiegelreflexkamera , sehr empfindliche Oberfläche , ist aber meist nicht erforderlich . Auch in einem 90°Grad Umlenkprisma hätte man keine Doppelreflektion , und an einer schwarzen Glasscheibe reflektiert auch nur die Oberfläche , oder Chrom .
Das Biolam ist ein praktisches Mikroskop , es hat über 5cm Fokustriebstrecke , da kriegt man alles drunter und an Objektiven dran und reicht für etwas Stacken sicher aus , es ist nur ein bisschen wackelig . 
gruß konsonant
schreibrecht unbegrenzt gesperrt. danke dem zuspruch. https://www.fip.fr/

Alex H.

#31
Hallo miteinander,

ich möchte euch mein neuestes Foto zeigen.

Es zeigt Pollen, die ich vor ein paar Tagen von der Oberfläche einer auf unserer Terrasse stehenden Couch genommen habe. Ich habe die Pollen mit Speiseöl eingedeckt und mit einem Lackrand versehen. Entstanden ist das Bild wieder mit dem Smartphone, welches ich auf mein bressergelabeltes Lomo Biolam adaptierte. Als Objektiv wählte ich ein 40x 0,65 (Lomo oder Bresser?) und als Okular ein Periplan 10x/18 Brille von Leitz Wetzlar. Als Beleuchtung verwendete ich eine LED Fahrradleuchte, deren Licht ich mittels Mikroskopspiegel durch das Präparat lenkte.

Das Bild besteht aus 6 Einzelbildern, die ich mittels picolay gestackt habe. Ich habe bisher immer Abstand davon genommen, da ich mir nicht gedacht habe, dass stacking auch mittels Smartphonefotos funktioniert.



Für Dokumentationszwecke doch recht brauchbar, oder?

Nochmals vielen Dank an alle die mir bisher mit Tipps und Ratschlägen zur Seite gestanden haben!

Grüße
Alex

EDIT: Satzbau und Tippfehler korrigiert 
Botanik, vorrangig heimische Wildpflanzen, die Morphologie der Sporen, Pollen, Blüten, Früchte und Samen, Blütenökologie, Kryptogamen im Allgemeinen;
mikroskopische Hilfsmittel: optimiertes LZOS MBS-10 und ein angepasstes LOMO Biolam;

Gerd Schmahl

Hallo Alex,
das sieht doch schon ganz brauchbar aus. Wie hast Du den Maßstab ermittelt? Über die Pixelzahl?
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Alex H.

Hallo Gerd,

ich hab' den Pollen rechts unten mit dem Messokular nachgemessen. Dieser hat einen Durchmesser von gut 75µm. Dann habe ich - ganz unprofessionell - den Pollen auf dem Foto am Computerbildschirm abgemessen (70 mm), und dann umgerechnet wie lange der Messbalken sein muss damit ich ihn mit 20µm anschreiben kann.

Grüße
Alex
Botanik, vorrangig heimische Wildpflanzen, die Morphologie der Sporen, Pollen, Blüten, Früchte und Samen, Blütenökologie, Kryptogamen im Allgemeinen;
mikroskopische Hilfsmittel: optimiertes LZOS MBS-10 und ein angepasstes LOMO Biolam;

A. Büschlen

Hallo Alex,

dein Bild zeigt, dass mit dem Smartphone am Mikroskop durchaus gute und brauchbare Bilder möglich sind.-

Ich habe eine Frage zum Speiseöl als Eindeckmedium: hast du dich dabei an einem Methodenbeschrieb orientiert? Wenn ja, kannst du dazu eine Quellenangabe machen?

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Gerd Schmahl

Hallo Alex,
Zitatich hab' den Pollen rechts unten mit dem Messokular nachgemessen. Dieser hat einen Durchmesser von gut 75µm. Dann habe ich - ganz unprofessionell - den Pollen auf dem Foto am Computerbildschirm abgemessen (70 mm), und dann umgerechnet wie lange der Messbalken sein muss damit ich ihn mit 20µm anschreiben kann.
Das finde ich keineswegs unprofessionell, wenn das Meßokular mit einem Objektmikrometer normiert wurde. Meistens macht man das ja, indem man ein Objektmikrometer fotografiert und sich an Hand dieses Fotos einen Meßbalken macht, den man dann in die Fotos einfügt, die unter den gleichen Bedingungen gemacht wurden (gleiches Objektiv, gleiches Okular, gleiche Kameraeinstellung). Beim Fotografieren mit dem Händy ist letzteres aber schon schwer. Dazu kommt noch die Fehlerquelle des Stakings, bei der der Abbildungsmaßstab sich verändern kann, beim Zusammenrechnen der Bilder, die aus verschiedenen Entfernungen zum Objekt gemacht wurden. Ich denke fast, dass Deine Methode in diesem Fall sogar weniger fehlerbehaftet ist, als die übliche über die Pixelzahl.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Alex H.

#36
Hallo zusammen,

@Arnold,

ich habe mich an keinen Methodenbeschrieb orientiert, sondern den Tipp mit dem Speiseöl hier im Forum erhalten.
Beim Eindecken bin ich wie folgt vorgegangen: nach dem ich den OT sanft auf die Oberfläche der Couch auf unserer Terasse gedrückt und so einige Pollen aufgenommen habe, gab ich einen kleinen Tropfen Speiseöl auf dessen Mitte. Ich habe nur einen kleinen Tropfen aufgetragen, da ich vermeiden wollte dass Speiseöl unter dem Deckglas herausgedrückt wird, um nachher einen Lackrand auf den sauberen OT auftragen zu können. Das aufgelegte Deckglas habe ich mit einer Mutter beschwert und die Ecken des Deckglases mit Nagellack fixiert. Nach dem Eintrocknen des Nagellacks habe ich die Mutter entfernt und den Rand des Deckglases mit Nagellack rundherum versiegelt.

@Gerd,

ich habe mir mal eine Liste erstellt aus der hervor geht wie viele µm einem Teilstrich der Messskale meines Messokulars bei der Verwendung eines bestimmten Objektivs entsprechen. Zur Ermittlung verwendete ich einen Objektmikrometer.
Ein Beispiel: bei der Verwendung meines 40x Objektivs entsprechen 220µm am Objektmikrometer 80 Teilstriche im Okularmikrometer. Daher entspricht ein Teilstrich im Messokular 2,75µm am Objekt.
Der Nachteil meiner Methode besteht darin, dass ich die Größe eines abgebildeten Objekts kennen - also abmessen - muss um die richtige Länge des Messbalkens ermitteln zu können.

Grüße
Alex

Botanik, vorrangig heimische Wildpflanzen, die Morphologie der Sporen, Pollen, Blüten, Früchte und Samen, Blütenökologie, Kryptogamen im Allgemeinen;
mikroskopische Hilfsmittel: optimiertes LZOS MBS-10 und ein angepasstes LOMO Biolam;

A. Büschlen

Hallo Alex,

ob Speiseoel sich als Endeckmittel für Pollen eignet entzieht sich meiner Kenntnis. Als geeignetes Eindeckmittel wird in der Regel immer Glycerin-Gelatine erwähnt. Hier noch ein Link: https://www.klaus-henkel.de/pollen.pdf

Gruss Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Alex H.

Hallo Arnold,

Pollen sollen in Speiseöl zumindest ein paar Jahre halten, wie ich auch hier aus dem Forum entnehmen konnte.
Vielen Dank für den Link!

Grüße
Alex
Botanik, vorrangig heimische Wildpflanzen, die Morphologie der Sporen, Pollen, Blüten, Früchte und Samen, Blütenökologie, Kryptogamen im Allgemeinen;
mikroskopische Hilfsmittel: optimiertes LZOS MBS-10 und ein angepasstes LOMO Biolam;