Autor Thema: Eine besondere Diatomee aus Barbados - 3D  (Gelesen 937 mal)

anne

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Re: Eine besondere Diatomee aus Barbados - 3D
« Antwort #15 am: April 19, 2021, 19:03:09 Nachmittag »
Hallo Hubert,
ja das sind natürlich tolle Bilder, die Du da verlinkt hast!
Meine Diatomee ist in ZRAX eingebettet.
Sie liegt schief und ist im DIC aufgenommenn.
Bei Gelegenheit mach ich noch Hellfeld Bilder.
Die Bilder waren ja ursprünglich nur für eine Präsentation in einer Mikroskopievereinigung gedacht.
Da aber einige Teilnehmer, die z.T. nur mit einem Auge sehen aufgrund des tollen gifs von Heribert ein "Aha" Erlebnis hatten, und einen räumlichen Eindruck gewonnen haben, wollten wir das den anderen hier nicht vorenthalten.
lg
anne

Carsten Wieczorrek

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Re: Eine besondere Diatomee aus Barbados - 3D
« Antwort #16 am: April 19, 2021, 20:20:24 Nachmittag »
Danke Hubert, geht jetzt.
Ein wirklich beeindruckendes Bild.

Carsten
Für's grobe : CZJ GSZ 1
Zum Durchsehen : CZJ Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO
Zum Draufsehen : CZJ Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Drauf- und Durchsehen: CZJ Epival Hellfeld
Für psychedelische Farben : CZJ Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : CZJ Epival Interphako

CMB

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Re: Eine besondere Diatomee aus Barbados - 3D
« Antwort #17 am: April 20, 2021, 10:37:31 Vormittag »
Hallo Anne,

eine wirklich gut strukturierte Aufnahme. Dank an Dich und an die digitalen Mitstreiter für dieses tolle Ergebnis.

Grüße in die Runde

CMB


Jürgen Boschert

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Re: Eine besondere Diatomee aus Barbados - 3D
« Antwort #18 am: April 20, 2021, 13:43:22 Nachmittag »
Hallo zusammen,

also ich finde, Annes Bilder müssen sich durchaus nicht hinter den verlinkten verstecken.

@Hubert: Ich stehe irgendwie auf dem Schlauch. Die Hexagone kann ich in Annes DIC-Bild klar erkennen, die sind nur nicht so gleichschenkelig wie in dem von Dir als 2. verlinkten Bild.
Beste Grüße !

JB

Lupus

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Re: Eine besondere Diatomee aus Barbados - 3D
« Antwort #19 am: April 20, 2021, 18:25:41 Nachmittag »
Hallo Jürgen,

ich wollte jetzt keine Grundsatzdiskussion über die Schönheit der Diatomeenfotos anzetteln, da habe ich nichts kritisiert.  ;)
Ich betrachte die Mikroskopie aber meist von einem nüchternen wissenschaftlichen Standpunkt. Und da gilt, dass das Bild reale Strukturen wiedergeben soll oder zumindest zur Interpretation physikalischer Eigenschaften dient.
Eine Diatomeenschale hat Strukturen wie Stege, Löcher usw., meist regelmäßig und periodisch geformt. Und die will man normalerweise sehen. Zumindest bei den beiden von mir verlinkten Diatomeen sind die Stege zwischen den hexagonalen Öffnungen so breit, dass sie innerhalb der Auflösungsgrenze liegen und dann auch als solche erkennbar sein sollten. Annes Diatomee scheint eine andere Art zu sein da es eine 180°-Symmetrie besitzt, die anderen eine 120°-Symmetrie. Möglicherweise sind daher die Dimensionen auch anders und die Stege schwieriger abzubilden (auch in ihrer Breite, leider fehlt der Maßstab).

Natürlich kann man in dem Bild die Hexagonstruktur erkennen, aber nicht die Stege als aufgelöste Objekte. Wenn der Brechungsindexunterschied zwischen Einbettmittel und Diatomee wie hier ziemlich hoch bei etwa 0.25 bis 0.3 liegt, und die Strukturen möglicherweise eine Dicke bis zu 1 μm haben, dann erreicht die Phasenverschiebung des Lichtes zwischen Lücke und Steg bereits einen Wert im Bereich einer halben Wellenlänge, also nahezu 180°. Das sind hohe Werte, für die Phasenkontrastverfahren zur objektnahen Abbildung weniger geeignet sind.

Hubert