Autor Thema: In den Wind gesprochen...  (Gelesen 21469 mal)

beamish

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #15 am: Januar 25, 2010, 21:47:56 Nachmittag »
Was ist denn jetzt aktuell richtig? Zeiss, Zeiß, zeiss oder zeiß??? Oder darf man jetzt schon Zais schreiben (Hauptsache man/f(F)rau weiß(ss), was gemeint ist...)?

Der nervenzerüttete Vater von Schulkindern, die da mir Unbegreifliches beigebracht bekommen.

Herzlich,

Martin

Lieber Martin

Eigennamen - und Zeiss ist einer! - sind grundsätzlich von jeder Art von Rechtschreib-Reglementierung ausgenommen!! Auch auf dem Ortsschild meines Nachbardorfes steht - nach wie vor richtig: Nußdorf, und nicht "Nussdorf".

Beste Grüße!
Gunther Chmela

War auch nur ein, zugegebenermaßen schwacher, Versuch das Thema aus dem OT-Bereich zu heben  ;D

Herzlich,

Martin Bemmann
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Peter V.

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #16 am: Januar 25, 2010, 23:35:12 Nachmittag »
Hallo!

Ich habe mir früher einmal eingebildet, die deutsche Schriftsprache sehr gut zu beherrschen. Zu meiner Schüler- und Studentenzeit war das noch Voraussetzung für meine journalistische Nebentätigkeit in einer Lokalredaktion. Tatsächlich ist es so, dass ich mir nicht nur durch die Lektüre des Forums, sondern auch von ebay-Angeboten und - sic! - seit einigen Jahren auch der regionalen Tageszeitung ( WAZ ) in der letzten Zeit oft nicht mehr sicher bin. Gewisse ( auch nach den aktuellen Dudenregeln - wenn man sie denn überhaupt noch "Regeln" nennen kann ) weiterhin eindeutig fehlerhafte Schreibweisen finden sich mittlerweile derart häufig, dass ich selbst vielfach überlegen muß, ob meine ( intuitive ) Schreibweise noch richtig ist. Der "Standart" ist ja quasi schon zum Standard geworden, wofür mir eigentlich das Verständnis fehlt, welches ich übrigens fast mehrheitlich als Verständniss lese. Tatsächlich ertappe ich mich dabei, mittlerweile immer häufiger derartige gängige Falschschreibungen im Kopf zu haben, dass ich selbst nachdenken muss, was jetzt eigentlich richtig ist.

Das war der einzige "Vorteil" in der Vor-Internet-Ära: Wer partout nicht schreiben konnte, schrieb in der Regel auch nicht viel ( und schon gar nicht öffentlich ) und konnte insofern seine fehlerhafte Schreibung nicht so sehr in die Köpfe der korrekt Schreibenden "implantieren".  Das hat sich in Zeiten von Foren, Chats und ähnlichen Plattformen gewaltig geändert.

Zum Glück ist "das" und "dass" so fest in meinem Gehirn engraphiert, dass mich die heutzutage eher nach Regeln der Statistik gefallene Wahl auf das jeweilige "das(s)" nicht verunsichern kann.

Hinzu kommt jedoch die Verunsicherung durch die Rechtschreibrefomen, die bei mir dazu geführt hat, dass ich mittlerweile ein Mischmasch aus alter und neuer Rechtschreibung schreibe.
Mal denke ich daran und möchte mich modern geben, dann schreibe ich zusammengesetzte Verben auseinander und schrecke auch vor "aufwändig" nicht zurück, selbst,  wenn es meinem 40 Jahre geprägten Empfinden für die Schriftsprache widerspricht. Denke ich hingegen nicht bewusst daran, schreibe ich diese Verben weiterhin zusammen und habe dabei irgendwie ein besseres Gefühl, im anderen Falle kommt mir mein eigenes Geschreibsel oft fremd vor.
Andererseits möchte man sich ja auf lange Sicht auch nicht immer gleich durch seine "altmodische" Schreibweise als "alter Sack" outen, so wie die Generation, die sich nie von Sütterlin auf die lateinische Schrift umstellen konnte.

Ansonsten denke ich, dass wir - typisch für uns Deutsche - immer noch ziemlich verkrampft mit dem Thema "Rechtschreibung" umgehen und wir immer noch unter den Folgen der in den Siebzigern oder Achtzigern aufgekommenen Mode, der Rechtschreibung keinerlei Bedeutung mehr beizumessen, leiden. Es gilt nicht nur als spießig, sondern regelrecht als politisch unkorrekt, selbst auf ärgste und gehäufte Rechtschreibfehler oder selbst gröbste stilistische und oder grammatikalische Fehler hinzuweisen.

Warum eigentlich?

Würde ich morgen schreiben: Das 8-fache Okular und das 40er-Objektiv erzeugen eine 450-fache Vergrößerung, würde man mich vermutlich relativ schnell auf meinen Rechenfehler hinweisen. Niemand würde sagen: Oh, der Arme hat bestimmt "Regasthenie"  ;), er kann halt nicht rechnen, ist aber nicht schlimm, und es gehört sich schon gar nicht, ihn darauf hinzuweisen! Und bei Häufung solcher Fehler würde man vermutlich recht bald den Gebrauch eines Hilfsmittels namens Taschenrchner anmahnen.
Bei unserer Schriftpsrache hingegen nehmen wir jede noch so üble Verhunzung hin - political correctness!!??

Ich will hier gewiss nicht päpstlicher sein als der Papst, gerade ich gehöre zu Jenen, die extrem schnell im Zweifingersystem schreiben und dessen Texte vor Tippfehlern und Buchstabendrehern nur so wimmeln. Und natürlich unterlaufen auch mir orthographische ( orthografische? ) Fehler. Wie vermutlich fast jedem Schreibenden früher oder später.
In der Hoffnung, mit meinem oben Gesagten nicht missverstanden zu werden: Ich bin weit davon entfernt, meine Mitmenschen auf konkrete Schreibfehler hinweisen zu wollen und möchte auch selbst nicht ständig darauf hingewiesen werden.
Aber auf manche Sprachverunstaltungsexzesse sollte man durchaus ( zumindst in allgemeiner Form ) reagieren dürfen. Und z.B. auf konstante Fehler wie z.B. besagten "Standart".

Allerdings: @ Herrn Chemla: Die von Ihnen hier konkret genannte fehlerhafte getrennte Schreibung zusammengesetzter Hauptwörter ist mir als allgemeines und sich verbreitendes Übel eigentlich noch nicht aufgefallen. Wo stoßen Sie auf diese Schreibweise außer vielleicht im Einzelfall in "Mandy's Nagelstudio"? ;D

Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Januar 26, 2010, 08:20:49 Vormittag von Peter Voigt »
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Gunther Chmela

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #17 am: Januar 26, 2010, 00:31:07 Vormittag »
Allerdings: @ Herrn Chemla: Die von Ihnen hier konkret genannte fehlerhafte getrennte Schreibung zusammengesetzter Hauptwörter ist mir als allgemeines und sich verbreitendes Übel eigentlich noch nicht aufgefallen. Wo stoßen Sie auf diese Schreibweise außer vielleicht im Einzelfall in "Mandy's Nagelstudio"? ;D

Lieber Peter Voigt,

ich werde niemals, so groß mein Zorn über den Niedergang der Sprache auch sein mag, konkret auf irgendeinen Beitrag oder irgendeinen Schreiber hinweisen, wenn ich sprachliche Mängel anprangere. Aber aus „Mandy’s Nagelstudio“ (übrigens wohl besser „Nagel Studio“) stammt die Ursache für meinen Beitrag bestimmt nicht. Dort (!) ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

Nein, nein, das von mir benannte Problem ist hier im Forum durchaus häufig genug, um aufzufallen. Sonst hätte ich nicht geschrieben.

Aber um es noch einmal deutlich zu sagen: Es geht mir nicht um Rechtschreibkleinigkeiten wie „aufwändig“ vs. „aufwendig“ oder „Gemse“ vs. „Gämse“***), sondern nur und ausschließlich um jene Fehler, die das Wesen der deutschen Sprache betreffen. Dazu gehört allerdings auch das Problem der Getrennt- oder Zusammenschreibung von zusammengesetzten Zeitwörtern (siehe meine Antwort an Detlef Kramer hier in diesem Thread). Oder aber auch um den Import der englischen Grammatik in die ohnehin bereits mit englischen Wörtern durchsetzte deutsche Sprache („gestacked“ anstatt „gestackt“, oder „Hobbies“ anstatt „Hobbys“.)

Ich bin kein Beckmesser. Ich liebe nur unsere deutsche Sprache, das ist alles.

Beste Grüße!
Gunther Chmela

***) Übrigens (und jetzt wirklich themenfremd): Als Bayer hab ich mich bei der Begründung der Duden-Kommission für die „Gämse“ sehr gewundert. Die Begründung lautet sinngemäß: „Gämse“ deswegen, weil es im Bairischen „Gams“ heißt (übrigens „der“ und nicht „die“). Soso. Dann müsste man aber auch „Sänse“ statt „Sense“ schreiben, denn die heißt im Bairischen „Sans“ (eigentlich „Sàns“ mit überhellem und nasaliertem „à“, genau wie bei „Gàms“). So viel zur Kompetenz des Duden. Nix fia unguad!

reblaus

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #18 am: Januar 26, 2010, 00:44:40 Vormittag »
Hello everybody,

als altem Sack haben mir ja viele aus der Seele gesprochen (ich sage ja nicht genau wer). Es gibt zwar Rechenregeln und Naturgesetze, die man bekanntlich nicht demokratisch per Mehrheitsentscheid festlegen sollte. Hingegen ist die Rechtschreibung bekanntlich eine Sache der Übereinkunft und die ändert sich halt im Laufe der Zeit.
Die Engländer machen mit ihrer historischen Schreibweise (z.B. rough) auch nur die Germanisten glücklich, von denen bei der letzten Rechtschreibereform eine Mehrheit das "h" am "rauh" entfernt hat. Die Italiener sind uns da noch weit voraus und habe schon vor hunderten von Jahren alle komischen, nichtgesprochenen Reste entfernt: Wir schreiben immer noch "Hydro" und sind stolz darauf - bei unseren südlichen Nachbarn heißt es halt "idro" weil das dumme "h" dort eh niemand ausspricht.
Ich war glücklich, dass man bei uns das das dumme "ß" beim dass entfernt hat und unterscheide freudig "das" von "dass". Vor 300 Jahren war das aber noch gar nicht üblich. Trotzdem ärgert es mich, wenn nun jemand (die Kollegen aus der Schweiz mögen verzeihen), Masse und Maße verwechselt.
Also alles subjektiv und ein Übung von Toleranz. Übrigens stört mich auch die Kleinschreibung im Deutschen und trotzdem lese ich Texte in anderen Sprachen mühelos ....

"So isch nor au wieder" sagt der Schwabe, aber der kann sowoeso kein Hochdeitsch

Gruß an alle Kämpfer für die Reinheit der Sprache!

Rolf
RB
Rolf Blaich
etc.

Jürgen Boschert

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #19 am: Januar 26, 2010, 11:44:53 Vormittag »
Hallo Herr Blaich,

Zitat
das dumme "ß" beim dass entfernt hat und unterscheide freudig "das" von "dass". Vor 300 Jahren war das aber noch gar nicht üblich. Trotzdem ärgert es mich, wenn nun jemand (die Kollegen aus der Schweiz mögen verzeihen), Masse und Maße verwechselt.

Sorry, aber diese beiden Begriffe werden auch nach der Rechtschreibreform noch unterschiedlich geschrieben. Hier gibt es in der Tat eine recht einfache Regel: geht ein langer Vokal voraus, so wird ß geschrieben, bei einem kurzen Vokal hingegen ss: daher auch z.B. Fluss, aber fließen.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

Oliver S.

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #20 am: Januar 26, 2010, 18:27:26 Nachmittag »
[für das ß] gibt es in der Tat eine recht einfache Regel: geht ein langer Vokal voraus, so wird ß geschrieben, bei einem kurzen Vokal hingegen ss: daher auch z.B. Fluss, aber fließen.

Gruß !

JB

Hallo,
ich finde, wenigstens beim "ß" hätten man sich hier an unseren südlichen Nachbarn, den Deutschschweizern, orientieren können. Die kommen nämlich schon länger ganz ohne diese Kuriosität aus und scheinen sie nicht zu vermissen.

Generell glaube ich, dass es mit dem Erlernen von Rechtschreibregeln wie mit dem Erlernen von allem ist: Es ist eine Bereitschaft auf Seiten des Lehrenden aber noch mehr auf Seiten des Lernenden unabdingbar. Dazu gehört neben einer grundsätzlichen Fähigkeit etwas zu lernen, auch die Motivation zur Umsetzung. Diese kann man aber nicht als selbstverständlich voraussetzen.
Gerade bei Erwachsenen ist die Motivation irgendjemanden als Lehrer oder gar Erzieher zu akzeptieren doch eher beschränkt. Daher finde ich es nicht so erstaunlich, dass das oben beschriebene Phänomen zu beobachten ist:

Zitat:
"Leider ist es (ich meine. vor allem bei uns in Deutschland) so, dass der, der auf Fehler hinweist, meist als "Übeltäter" beschimpft wird - und nicht der, der den Fehler gemacht hat."
Zitatende

(Ich frage mich, ob so ein Verhalten auch gegenüber einem akzeptierten oder gar selbst gewählten Trainer, Ausbilder oder Lehrer an den Tag gelegt würde.)

Könnte es sein,  dass das zitierte Phänomen einfach dadurch zu erklären wäre, dass es vielleicht in Deutschland mehr selbst ernannte "Oberlehrer" als anderswo gibt?

Ich denke aber, wer sicher sein kann, dass er als Lehrer willkommen oder wenigstens akzeptiert ist, kann auch darauf hoffen, dass Bemühungen um Verbesserungen nicht in den Wind gesprochen sind.



Herzliche Grüsse,
Oliver (natürlich selber Lehrer  ;D ;D ;D)




« Letzte Änderung: Januar 27, 2010, 09:07:05 Vormittag von Oliver S. »
(gern per "Du" )

Gunther Chmela

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #21 am: Januar 26, 2010, 21:26:32 Nachmittag »
@ Oliver S.

Lieber Oliver,

eigentlich wollte ich zu diesem Thema jetzt schweigen, doch zur Klarstellung muss ich doch noch einmal in die Tasten greifen. Der zitierte Satz von mir

"Leider ist es (ich meine. vor allem bei uns in Deutschland) so, dass der, der auf Fehler hinweist, meist als "Übeltäter" beschimpft wird - und nicht der, der den Fehler gemacht hat."

bezog sich ausschließlich auf Sprache und Rechtschreibung, auf nichts sonst! Dies festzustellen scheint mir besonders wichtig, da ja gerade in diesem Forum in Sachen Mikroskopie so gut wie jeder von jedem lernt, und zwar gerne!

Und noch etwas: Mit meinem Eröffnungsbeitrag wollte ich gar nicht als "Lehrer" auftreten. Wenn das so verstanden wurde, dann tut es mir leid. Der Beitrag war eher als ein Appell gedacht - ein Appell an erwachsene, mündige Mitmenschen, sich bitte daran zu erinnern, das unsere Sprache ein schützenswertes Gut ist.

Beste Grüße!
Gunther Chmela

beamish

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #22 am: Januar 26, 2010, 22:06:47 Nachmittag »
Der Beitrag war eher als ein Appell gedacht - ein Appell an erwachsene, mündige Mitmenschen, sich bitte daran zu erinnern, das unsere Sprache ein schützenswertes Gut ist.


den ich auch gerne unterschreiben möchte, auch wenn ich da flapsig "dazwischengequatscht" habe!

Herzlich
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
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beide mit Canon EOS 500D

Oliver S.

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #23 am: Januar 27, 2010, 00:21:31 Vormittag »
Lieber Gunther,
Appelle sind halt meist auch nur (ungebetene!) Versuche, Einstellungs- oder Verhaltensänderungen bei anderen zu bewirken und daher in der Tat meist in den Wind gesprochen, falls es keinen weiteren Motivator gibt. Dessenungeachtet wollte ich Dir mit meinem extra allgemein gehaltenen Statement natürlich nicht persönlich zu nahe treten. Dies, zumal ich unsere Sprache natürlich auch für ein wichtiges Kulturgut halte, allerdings eines, bei dem wohl (oder übel) von einer dynamischen Entwicklung auszugehen ist; sonst könnten wir ja heute noch das http://www.babespace.de/merseb.jpg oder gar die http://www.br-online.de/content/cms/Universalseite/2008/02/26/cumulus/BR-online-Publikation--104058-20080326095530.jpg verstehen.
Hier gibt es wohl einfach einen fließenden Wechsel von einem zum nächsten Kulturgut und das ist doch auch gut so.

πάντα ῥεῖ und herzliche Grüße,
Oliver
(gern per "Du" )

Gunther Chmela

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #24 am: Januar 27, 2010, 10:40:29 Vormittag »
Lieber Gunther,
Appelle sind halt meist auch nur (ungebetene!) Versuche, Einstellungs- oder Verhaltensänderungen bei anderen zu bewirken und daher in der Tat meist in den Wind gesprochen, falls es keinen weiteren Motivator gibt. Dessenungeachtet wollte ich Dir mit meinem extra allgemein gehaltenen Statement natürlich nicht persönlich zu nahe treten. Dies, zumal ich unsere Sprache natürlich auch für ein wichtiges Kulturgut halte, allerdings eines, bei dem wohl (oder übel) von einer dynamischen Entwicklung auszugehen ist; sonst könnten wir ja heute noch das http://www.babespace.de/merseb.jpg oder gar die http://www.br-online.de/content/cms/Universalseite/2008/02/26/cumulus/BR-online-Publikation--104058-20080326095530.jpg verstehen.
Hier gibt es wohl einfach einen fließenden Wechsel von einem zum nächsten Kulturgut und das ist doch auch gut so.

πάντα ῥεῖ und herzliche Grüße,
Oliver

Na gut, dann bemühen wir uns, in Zukunft hinter jedem Schreibfehler das Wirken eines schöpferischen Genius zu erkennen, das die flotte Weiterentwicklung der Sprache antreibt!

Gunther Chmela

Klaus Herrmann

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #25 am: Januar 27, 2010, 10:42:28 Vormittag »
Hallo Oliver,

das ist auch so ein Allgemeinplatz, der auf unseren Abfluss in der Küche seit gestern in keiner Weise zutrifft!

Zitat
πάντα ῥεῖ
  ;D

#Lieber Gunther,

danke für Deinen Appell, sicher in den Wind... aber auch mal wieder gut, wenn einer wie Du mit seriösem Hintergrund daran erinnert mit unserer Sprache pfleglich umzugehen. Im Le Naturaliste achtet der gute Jean sehr darauf, dass die Sprache Molières nicht verhunzt wird. Er zieht die jungen Kandidaten an den Ohren, wenn die im flapsigen SMS-Stil schreiben. Und Legasthenikern - die gibt es auch dort - empfiehlt er einfach das Rechtschreibprogramm und etwas mehr Sorgfalt vor dem Abschicken. Und jetzt gerade versagt die Rechtschribprüfung hier - da hoffe ich auf möglicht wenige nicht erkannte Fehler! ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Oliver S.

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #26 am: Januar 27, 2010, 11:29:30 Vormittag »
Hallo Oliver,

das ist auch so ein Allgemeinplatz, der auf unseren Abfluss in der Küche seit gestern in keiner Weise zutrifft!

Zitat
πάντα ῥεῖ
  ;D


Hallo Klaus,
tut mir leid, dass sich dein Abfluss gerade nicht an diese allgemeingültige Regel hält aber du weißt doch: Ausnahmen bestätigen die Regel  ;D und auf die Sprache trifft dies ganz gewiss zu (auch im Lande Moliers hat  man früher ja ganz anders geredet...)
Gruß, Oliver
(gern per "Du" )

Oliver S.

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #27 am: Januar 27, 2010, 13:20:07 Nachmittag »

Na gut, dann bemühen wir uns, in Zukunft hinter jedem Schreibfehler das Wirken eines schöpferischen Genius zu erkennen, das die flotte Weiterentwicklung der Sprache antreibt!

Gunther Chmela

Hallo Gunther,
die lebendige Natur scheint übrigens weniger mit genialen Coups als mit dem Zufall zu arbeiten und zu schauen, was sich  behaupten kann. So, denke ich, ist es auch bei einer lebendigen Sprache:

Manche doofen Fehler...
[Zitat Gunther] "
...werden kopiert und wieder kopiert – so lange, bis auch der Letzte davon überzeugt ist, dass es keine Fehler seien."

[Zitatende]
... dann kommt aber u. U. der nächste Depp, machts einfach ein bisschen anders und das Spiel geht von vorn los...

Wenn die Bauern in Gallien alle geniale Sprachenlerner (und Bewahrer) gewesen wären, würde man in Frankreich heute vermutlich Latein (oder gar keltisch oder fränkisch?) aber sicher kein Molièr-Französisch sprechen.
Gruß, Oliver
« Letzte Änderung: Januar 27, 2010, 13:39:01 Nachmittag von Oliver S. »
(gern per "Du" )

Peter V.

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #28 am: Januar 27, 2010, 14:55:04 Nachmittag »
Hallo!

Ob nun im Einzelfall mal eine Unsicherheit bezüglich "ss" vrsus "ß" besteht, ist mir eigentlich recht gleichgültig.

Aber wen wiehier die Schrift Sprache mal verhunzt wird so komplet wie in diehsen Bei Spiel ich es zeige ist das Mars aber voll und tollerieren mus man daß nicht mehr. ;D  ;D  ;D

Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Januar 27, 2010, 14:57:09 Nachmittag von Peter Voigt »
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Klaus Henkel

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Re: In den Wind gesprochen...
« Antwort #29 am: Januar 27, 2010, 15:27:01 Nachmittag »
Hallo!

Ob nun im Einzelfall mal eine Unsicherheit bezüglich "ss" vrsus "ß" besteht, ist mir eigentlich recht gleichgültig.

Aber wen wiehier die Schrift Sprache mal verhunzt wird so komplet wie in diehsen Bei Spiel ich es zeige ist das Mars aber voll und tollerieren mus man daß nicht mehr. ;D  ;D  ;D

Herzliche Grüße
Peter


Herr Lich! Wunder Voll!
KH