Olympus BH2 mit Sony ZV1 Systemkamera

Begonnen von Cheapsunday, Juli 02, 2024, 10:44:16 VORMITTAG

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Cheapsunday

Hi zusammen,

ich heiße Jannis bin 30 und Bioingenieur. Ich habe mir ein Olympus BH2 zugelegt und das ganze Gebiet der Optik ist mir noch recht fremd. Wäre super, wenn mir jemand helfen kann. Auf den Bildern ist mein Aufbau zu sehen. Wie man auf dem Kamerabild erkennen kann funktioniert das so nicht. Brauche ich da noch irgendeinen Adapter damit ich die Mikroskopiebilder filmen kann? Falls ja welchen. Sollte das mit der Systemkamera gar nicht realisierbar sein, würde es mit einer solche Kamera funktionieren? Kamera Wäre super wenn mir jemand genau die Teile beschreiben könnte, welche ich benötige.

Liebe Grüße
Jannis

K. B.

Hallo Jannis,

um eine System-, DSLR- oder Vollformat-Kamera an das BH2 zu adaptieren braucht man eine Zwischenoptik, am besten ein NFK 2.5 oder 3.3 Projektiv und den OM Adapter von Olympus Bzw. einen selbstgebauten Adapter der die Kamera in die richtige Position bringt. Für c-mount Kameras gibt es auch einen speziellen Adapter.

Evtl. funktioniert auch ein Kamera-Tubus Adapter mit integrierter Optik, da ist das Bild aber selten synchron mit den Okularen und das Bild dürfte Farbfehler haben.

Auf dieser Seite https://www.alanwood.net/olympus/microscopes.html findest du nahezu alles was es an wissenswerten Tricks und Anleitungen für das BH2 so zu finden gibt.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Peter Reil

Hallo Janis,

Glückwunsch zum (wirklich guten) Mikroskop! Leider sind Objektive dran, die da gar nicht hingehören. Durch diesen Mix wirst du ziemliche Probleme beim Umschwenken in die nächste Vergrößerung haben.  ;)

Die Kamera lässt sich auf diese Weise adaptieren (falls man deren Objektiv abnehmen kann): https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=10981.0
Die Teile sind auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich, wenn man manchmal auch etwas suchen muss. Der Mikromarkt im Forum ist meist eine gute Quelle.

Die von dir verlinkte Kamera wird nicht zufriedenstellend funktionieren. Das liegt an der wenig stabilisierten Halogenbeleuchtung im Mikroskop. Du wirst (fast) immer Streifen im Bild erhalten. Dann brauchst du noch eine Adaption, die genauso teuer ist wie bei der SONY. Ob die Kamera auch eine ordentliche Software beinhaltet, da hätte ich meine Zweifel.

Meine Tipp: Die (nicht zum BH2 gehörende) Auflichtbeleuchtung herunter nehmen. Ohne gibt es schon mal ein bedeutend besseres Bild.
Dann zueinander passende Objektive besorgen.
Anschließend viel mikroskopieren!
Erste Fotos mit der Kamera (mit Objektiv) durch ein Okular machen.
Im Anschluss sich um die Adaption kümmern.  :)

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

K. B.


Hallo Jannis,

meine Kameraadaption sieht so aus, der Photo-Adapter ist 3D gedruckt(viel günstiger als das Orginal), oben am Adapter ist ein M42 Gewinde auf das alle M42-Kameraadapter geschraubt werden können.
Das Projektiv ist orginal von Olympus, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat das 3.3 Projektiv, das 2.5 ist besser aber meistens teuer, es gibt noch ein besseres Projektiv, aber das kostet meistens so viel wie ein gutes Mikroskop.
IMG_20240702_161105_912.jpgIMG_20240702_161114_016.jpgIMG_20240702_160758_319.jpg
Falls du Interesse an so einem Adapter hättest könnte ich sicher einen günstig herstellen.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
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Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Peter V.

#4
Hallo Jannis,

ich habe zunächst einmal Fragen zu dem Mikroskop und Deinem Verwendungszweck an sich: Arbeitest Du eher mit Auflicht oder Durchlicht? Wenn ich es recht sehe, hast Du auch die Auflichtbeleuchtung in Betrieb. Wie wir die mit Strom versorgt? Wenn ich das Kabel unten sehe, würde ich fast vermuten, dass da einer LED-Belechtung von Stephan Hiller im Spiel ist.

Tatsächlich wäre die eleganteste Kameraadaption die, die auch schon mehrfach gezeigt wurde: Ein Projektiv (=Projektionsokular) in den Fototubus, darüber kommt der sogenannte "L-Tubus", der um 100 - 150 EUR bei Ebay gehandelt wird, eigentlich aber nicht anderes ist als ein leeres Rohr. Kay hat davon eine 3D-gedurckte Version gezeigt. Daran wird mittels eines T2-Adapters die Kamera OHNE Objektiv angeschlossen, also eine DSLR oder DSLM.
An besten geeignet ist das Projektiv NFK 1.67, das aber stets "irre" teuer gehandelt wird, unter 500 ist es kaum zu bekommen, eher muss man noch mehr dafür auf den Tisch legen. Preiswertere Projektive (z.B. 2.5) führen dann dazu, dass man einen duetlich kleinere Bildausschnitt bekommt.

Alternativ kann man in den Fotostutzen des Trinotubus auch ein gewöhnliches Okular (10x) einstecken und dann eine Kamera MIT Objektiv (meist 40 mm Festbrennweite) adaptieren. Das setzt in der Regel aber einen speziellen Adapter voraus, der von einem Mechanicus anzufertigen wäre, so etwas gibt es nicht von der Stange.

Das sind die einzigen beiden Möglichkeiten, eine Kamera anzuschließen.

Soll eine c-mount-Kamera angeschlossen werden, benötigst Du neben den bereits erwähnten Projektiven noch einen Olympus "MTV-3"-Adapter.

Herzliche Grüße
Peter


Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter Reil

Zitat von: Peter V. in Juli 02, 2024, 19:04:54 NACHMITTAGSDas sind die einzigen beiden Möglichkeiten, eine Kamera anzuschließen.


Na, na, na, Peter,

da gibt es schon noch mehr.  ;)  Und sogar genau so gute.
Viele Wege führen nach (Kamera-) Rom.

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Peter V.

Hallo Peter (Reil),

ja ja ja - schon klar. Ich weiß - Hybridokulare etc. Das sind nun aber wirklich "Sonderwege".

So kommen wir letztlich vom Hundertesten in Tausendste. Hinterher ist der Fragesteller noch verwirrter als vorher und weiß gar nicht mehr, wonach er suchen soll  ;)

Herzliche Grüße
Peter
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Cheapsunday

Hi zusammen,

viel Dank für die ganzen Kommentare und die Hilfe.
@K. B. habe dem Post mit dem selbstgedruckten Adapter zu spät gesehen. Habe jetzt ein NFK 3.3 und den Adapter. Habe mir jetzt eine Canon 500D günstig besorgt und bin gespannt ob das so klappt.

@Peter V. ich würde gerne mein Blut anschauen. Ich hatte letztes Jahr eine Zecke und bin seit dem Krank. Der Verdacht Borreliose steht im Raum, hatte auch schon 2 Antibiosen, bin leider immernoch krank. Ich habe nun auch schon Bakterien im Blut gefunden und ich bilde mir auch ein Borrelien, also zumindest Spirochäten.Ich mag die Fotographieren damit ich weiter kommen.

@Peter Reil danke für die Glückwünsche, für den Tipp mit ins Okular fotografieren und auch für die vielen Quellen. Das mit dem ins Okular fotografieren klappt relativ gut.Was meinst du mit den falschen Objektiven? Mir  wurde das Mikroskop so verkauft, dass ich sowohl Hellfeld als auch Dunkelfeldmikroskopie betreiben kann. Die Objektive Neo 5, 10, 20 40 streuen wohl das Auflicht von der Seite für die Dunkelfeldmikroskopie. Klappt so semi würde ich sagen. Im Blut erkenne ich wohl meine Eritrocyten vor schwarzem Hintergrund, die Baktieren aber nur wenn ich Durchlicht zuschalte. Nun habe ich mir für die 100x Vergrößerung noch ein Plan 100 Objektiv gekauft. Mit diesem klappt die Dunkelfeldgeschichte allerdings nicht.

@alle habt ihr sonst noch Tipps wie ich vorallem im Dunkelfeldbereich mit diesem Aufbau arbeiten kann. Welches 100x Objektiv würde sich in dem genannten Aufbau eignen. Ein Neo 100x habe ich nicht gefunden.

Viele Grüße
Jannis



K. B.

Hallo Jannis,

der Aufbau mit NFK, Adapter und Canon sollte funktionieren, da müsste dann auch das ansehen auf dem PC live über die Canon Software funktionieren oder das anschließen an einen Bildschirm.

Baktereien sieht man besser im Phasenkontrast und gefärbt, nur durch das Aussehen kann man aber fast nie eine genaue Identifikation durchführen und bei unsteriler Arbeitsweise können die unterschiedlichsten Bakterien in der Probe zu finden sein.
Eine Selbstdiagnose per Mikroskop macht auch selten Sinn und verunsichert mehr als sie hilft.

Für das BH2 sind die D-Plan und S-Plan Objektive der Stadard, die NEO Objektive sind für die älteren Olympus Mikroskope und auserdem eher für Materialuntersuchungen (Metall oder Gesteinsschliffe und Oberflächen)gedacht.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
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Peter V.

#9
Hallo Jannis,

Die Neo-Objektive sind AUFLICHT-Objektive, die nur beingt im Durchlicht nutzbar sind. Spätestens ab dem 40er dürfte die Bildqualität grenzwertig werden. Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass Du einfach das für Dich "falsche" bzw. falsch ausgestattete Mikroskop gekauft hast.
Blut z.B. mikroskopiert man nie im Auflicht, sondern im Durchlicht. Auflichtuntersuchungen werden eigentlich NUR in den Materialwissenschaften durchgeführt, nicht bei biologischen Fragestellung.

Zitat@Peter V. ich würde gerne mein Blut anschauen. Ich hatte letztes Jahr eine Zecke und bin seit dem Krank. Der Verdacht Borreliose steht im Raum, hatte auch schon 2 Antibiosen, bin leider immernoch krank. Ich habe nun auch schon Bakterien im Blut gefunden und ich bilde mir auch ein Borrelien, also zumindest Spirochäten.Ich mag die Fotographieren damit ich weiter kommen.

Wie hast Du denn das Blut untersucht? Generell halte ich es für nahezu ausgeschlossen, Borrelien im Blut mikroskpisch zu sehen, selbst wenn kunstgerecht ein Ausstrich angefertigt und gefärbt wurde (was Du ja vermutlich nicht hast). Die Mikroskppie hat in der seriösen Diagnostik solcher Erkrankungen überhaupt keinen Stellenwert und wird auch nirgendwo durchgeführt (außer vielleicht beim Heilkomiker ;-) ). Die Diangose stellt man ausschließlich serologisch.

Ich hoffe, Du hast das Mikroskop nicht nur zu Eigendiagnostik erworben... :o

Ob Du wirklich eine Borreliose hast, solltest Du ausschließlich von Ärzten klären lassen. Leider ist die Borreliose - warum auch immer - zu einer Projektionsfläche für alle möglichen physischen, psychsichen und psychsomatischen Beschwerden geworden, sicher sind nur die wenigstens Fälle, in denen die Patienten glauben, an den Folgen einer Borreliose zu leiden, wirklich hierdurch verursacht. Mit der Erkrankung wird auch viel Schindluder getrieben.


Bitte schau Dir mal die von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie mit einem Preis bedachte Doku "Der Zeckenkrieg" an.

https://www.youtube.com/watch?v=Y0B5vYu2n5o

Mit dem NFK 3.3 wirst Du aber nur einen sehr kleinen Ausschnitt des Okularbildes auf den Kamerachip bekommen.

Herzliche Grüße
Peter



Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Cheapsunday

Hi zusammen,

Ja bei Borreliose rutscht man schnell in einen Grenzbereich in der Medizin. Das ist aber dem geschuldet dass die klassische Medizin hier deutliche Lücken aufweist und sich förmlich querstellt. Ich habe sämtliche Ärzte und Tests durch, 2 Antibiosen und laut Igm Igg und Symptombild immernoch Borreliose. Allerdings gibt es auch Ärzte die sagen es sei keine. Man kann eigentlich mit 50 50 zum Arzt gehen. Es gibt einige Videos auf Youtube die Borrelien im Dunkelfeld zeigen, bzw Spirochäten die Borrelien sein sollen. Ich habe auf meinen Aufnahemn auch lange Fadenbakterien gefunden. Ob das Borrelien sind weiß ich nicht aber in Blutproben von Freunden die ich gleich behandelt habe konnte ich diese bis jetzt nicht beobachten.... An sich finde ich Freunde am Mikroskopieren und bleibe dabei. Das mit dem Dunkelfeld interessiert mich jetzt aber td. Wie muss ich mein BH2 umbauen dass ich es auch im DF verwenden kann? Es gibt DPlan und Neo DPlan Objektive. Gibt es eine Möglichkeit im Durchlicht Hellfeld und Dunkelfeld zu betrachten oder muss ich dann Fenster Kondensor umbauen. Wenn ja welchen brauche ich für Dunkelfeld. Funktionieren die Dplan bzw neo dplan dann für beide Anwendungen? Sorry für die vielen Fragen ist noch alles neu für mich. Viele Grüße
Jannis

deBult

#11
Olympus has 2 specialist dark field condensors the BH2-DCW immersion oil variant (for high NA objectives / high magnification) and the BH2-DCD dry variant (objectives with low NA / 10-40* magnification). Thats all that is required.
Both condensors are often available on .bay, the BH2-DCW often has stiff pricing (600 dollar plus shipping and taxes). The DPlan objectives are perfectly OK for DF use.

To my understanding the Neo DPlan objectives are aimed at reflected light microscopy (metallurgical etc.) not normal bright field (e.g. blood smears etc.). They require a specialist revolving nosepiece with different sized turret and a vertical illuminator as well.

More info:

https://www.alanwood.net/downloads/olympus-bh-2-bhs-bht-brochure.pdf

Best, Maarten.
Reading the German language is OK for me, writing is a different matter though: my apologies.

A few Olympus BH2 and CH2 stands with DIC and phase optics.
I used to say "The correct number of scopes to own is N+1 (With N is the number currently owned)", as a pensioner the target has changed in n-1.

K. B.

Hallo Jannis,

was du suchst ist so ein Kondensor, der kann Phasenkontrast(mit passenden Objektiven), Hellfeld und Dunkelfeld.
IMG_20240714_081813_226.jpg

Ich glaube es gab aber auch einen Kondensor der fast genau so aussieht ohne Dunkelfeld.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
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Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Peter Reil

Hallo Jannis,

ich kann an deinem Mikroskop nichts erkennen, mit dem du Dunkelfeld haben solltest.

Ich wiederhole mich:
1) Die (nicht zum BH2 gehörende) Auflichtbeleuchtung herunter nehmen. Ohne gibt es schon mal ein bedeutend besseres Bild.
2) Dann zueinander passende Objektive besorgen. Die einfachsten genügen, alle im Prospekt gezeigten passen und sind gut genug.
Hier findest du alles: http://www.mikroskopie.de/olydocs/OLY_BHS_BHT_200dpi.pdf
3) Dann viel mikroskopieren - egal was. Mache dich erstmal mit dem Mikroskop vertraut.
Da ist eine Anleitung dazu: http://www.mikroskopie.de/olydocs/inst_BH2_D.pdf

Wenn du tatsächlich auf diese Schiene "mein Blut ansehen, Bakterien und Borrelien finden" aufsteigen möchtest - dann viel Spaß. Du wirst keine finden!
Wenn du vorher viel anderes mikroskopiert hast, wirst du einschätzen können, dass in deinem Blut nichts davon zu sehen ist.

Zur Ausrüstung für 100x Dunkelfeld brauchst du unbedingt:
- Kondensor BH2-DCW (Prospekt S. 9)
- Dunkelfeldobjektiv 100x mit Iris, z. B. SPlanApo 100x Iris oder A100x mit Iris (vorletzte S. im Prospekt, A100x fehlt dort)

Der Kondensor muss immergiert werden (mit Öl), ebenso das Objektiv. Ohne das gibt es kein Bild.

Wenn du das Mikroskop aufgerüstet hast (da müssen einige hundert Euros fließen), diesen ganzen Aufwand betrieben hast und dein Blut nun tatsächlich im Dunkelfeld siehst, bist du genauso weit wie jetzt. Da wirst du nichts finden.

Du musst mir natürlich nicht glauben.

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Peter V.

#14
Hallo Peter,

da bin ich ja beruhigt  ;)  Ich wusste nicht, ob ich an mir oder an Dir zweifeln soll. Warum? Weil ich mich wunderte, was Du dem Fragesteller wohl geantwortet haben magst, da er ja schrieb, dass du ihm auch Unterlagen zur Verfügung gestellt hast - und er dann offenbar fröhlich mit dieser seltsamen Zusammenstellung an diesem Mikroskop weitermacht.  :o  8)  Ich dachte mir: Das kann doch nicht auf Peter Reils Vorschlägen fußen!?

Du bist ja d e r (Endlich)-Olympus-Experte hier im Forum, aber ich mit meinen Olympus-Kenntnissen sehe doch auch, dass diese Zusammenstellung in keiner Weise für das Vorhaben des Fragestellers geeignet ist.

Zum Vorhaben selbst: Ich habe inzwischen auch aufgegeben, Fragesteller von dem Unsinn der Selbstdiagnose und Bakteriensuche abzubringen. Das ploppt hier immer wieder auf und es glaubt einem ja doch niemand....
Ich frage mich nur immer, wie man auf die Idee kommen kann, völlig kenntnisfrei etwas im Blut entdecken zu wollen und dabei zu treffsichereren Erkenntnissen zu kommen als Abertausende Ärzte, Labormediziner etc. mit wahrlich ausgefeilteren Diagnoseverfahren als einem simplen Mikroskop.

Zitat. Die Objektive Neo 5, 10, 20 40 streuen wohl das Auflicht von der Seite für die Dunkelfeldmikroskopie. Klappt so semi würde ich sagen. Im Blut erkenne ich wohl meine Eritrocyten vor schwarzem Hintergrund, die Baktieren aber nur wenn ich Durchlicht zuschalte.

Ich fürchte, dass es wenig sinnvoll ist, weitere Mühen in eine Beratung zu stecken, wenn Jannis meint, mit dieser Ausrüstung "im Blut" (was auch immer, Ausstrich? Frischpräparat?) Bakterien gesehen zu haben. Da dürfte wohl viel freie Assoziation mit im Spiel sein.

Zur Klarstellung: Eine tatsächliche Borreliose kann zweifellos eine unangenehme Erkrankung sein und natürlich möchte ich auch die ggf. Beschwerden von Jannis nicht kleinreden, die durch eine Borreliose verursacht sein KÖNNEN (oder auch nicht!).
Aber mit einem untauglichen Mikroskop (bzw. untauglicher Ausstattung des Mikroskops) und ohne Kenntnisse der Mikroskopie, der Mikroskoptechnik und der Labormedizin versuchen zu wollen, Borrelien im Blut nachzuweisen, kommt mir so vor, als würde jemand versuchen, einen Elektronikdefekt an einem modernen Fahrzeug mit einem Maurerhammer und einer Kelle reparieren zu wollen.

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.