Mikroskop auswahl für Spin-off-unternehmen

Begonnen von x3oo, August 25, 2010, 02:55:39 VORMITTAG

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x3oo

Hallo,
ich möchte mich aus meinen Erfahrungen an der Uni selbständig machen. es soll nur ein kleines unternehmen werden das mein studium finanzieren soll...
im endeffekt geht es um halbleitertechnik und neue materialien. Anfangs kann ich wohl das Mikroskop aus dem Unilabor benutzen aber mittelfristig müsste ich wohl ein eigenes anschaffen.

also ich habe folgende Anforderungen an das Mikroskop: 400-500, 200 und 100 fache vergrößerung, kreuztisch mit dem ich zumindest bei 200 facher gut navigieren kann, bei 500 brauch ich nur korrekturen, bei 200 muss ich die proben eher abscannen(rastern). außerdem brauch ich eine möglichkeit um digitale fotos zu schießen möglichst hochauflösen(3MPixel und mehr wären nicht schlecht) Es muss natürlich Auflicht sein.

kann mir jemand dabei helfen? Die Mikroskope an der uni kann ich mir sicherlich nciht leisten. Ich nehme auch sehr gerne gebrauchtes und für Fotos auch irgendwelche Adapter von Dritten. Habe leider absoulut keine Ahnung von Mikroskopen und möchte eins so günstig wie möglich haben was meine anforderungen erfüllt, damit ich es einfach refinanzieren kann. Es wäre denkbar, eins für 500 euro in ein-zwei monaten komplett finanziert zu bekommen. Ein restrisiko bleibt natürlich falls es schief geht, deswegen dacht ich so an 500 euro + kamera + kameradapter
also konkrete fragen wären:
wie schwer wird es brauchbare fotos hinzubekommen?
wo kann ich welche kaufen, günstig, unter umständen gebraucht?
bin ich mit 500 euro zu niedrig?
welche ausstattungsmerkmale  brauch ich noch um meine ausgangsvoraussetzungen zu erfüllen?
ich möchte das mikroskop wirklich so schnell wie möglich refinanzieren damit ich kein großes risiko eingehe.

Bin dankbar für tipps
gruß x3oo

aktualisierung: mmh ich werd wohl nciht mit 500 auskommen, eher so 1700-2000 euro wie? wo find ich welche gebraucht?


CMB

Moin,

zwei Hinweise:

Auflichtmikroskopie ist nicht trivial, deshalb ist eine gründliche Einarbeitung nötig, bevor ein Kauf ins Auge gefasst werden sollte.... also Zeit lassen.

Die Anforderungen werden z.B. von einem für die Prüfung von Halbleitermaterial ausgestatteten Epignost von Zeiss Jena erfüllt, wie es häufiger bei eBay angeboten wird.

Gruß
CMB

Werner Jülich

#3
Ich würde erst einmal versuchen, die Mikroskopausstattung im Institut zu benutzen, eventuell durch Kostenbeteiligung.
Dann sammeln Sie Erfahrungen und können sich danach entsprechend zielgerichtet nach dem geeigneten Auflichtmikroskop umschaun.
Werner Jülich

Klaus Herrmann

#4
Hallo,

Zitatich möchte mich aus meinen Erfahrungen an der Uni selbständig machen

wenn ich das lese und ein paar Zeilen weiter unten:

Zitatleider absoulut keine Ahnung von Mikroskopen

und ebenso:

Zitatein kleines unternehmen werden das mein studium finanzieren soll...

dann habe ich heftige Zweifel, ob dieses Ziel ohne weiteres erreicht werden kann. (ist "studium" und "unternehmen" mit Bedacht "klein" geschrieben?  ;D )

Ist denn das Mikroskop, das an der Uni genutzt wird auch so ein "Spielzeug" wie das im Link gezeigte?

Wohlgemerkt: der Ausdruck "Spielzeug" ist in diesem Zusammenhang zu werten mit dem beabsichtigten Einsatz: Untersuchung von neuen Werkstoffen und Halbleitern!

Wie Herr Jülich schon richtig angemerkt hat: erst mal ein wenig Erfahrung sammeln! Nach meiner Einschätzung reicht auch der erweiterte Kostenrahmen bei Weitem nicht aus!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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x3oo

#5
mmh naja also viel gebracht hat mir das jetzt aber nciht...
also wir haben verschiedene mikroskope, ein richtiges inspektionsmodell was aus der insolvenz von qimonda stammt. es ist von leica und da steht 300 mit irgendwas drauf. ist ein riesending mit zwei verschiedenen leuchtquellen, uv kamera etc....

wir benutzen aber auch wesentlich kleinere mikroskope die natürlich nicht so gut sind aber mehr als ausreichend.
es geht um graphene und das ist unterm mikroskop sehr gut zu erkenne, die strukturen sind ca von 10-70 µm groß, marker auf dem substrat 6µm.
ich kann einfach sehr große grapheneflakes herstellen womit sich viele unis schwer tun, es ist aber vergleichsweise einfach und billig, abgesehen von dem mikroskop...
die ansprüche an das mikroskop sind wirklich nicht hoch aber ich weiß trotzdem nicht welche mikroskop genügt.
danke im voraus für weitere antworten

also das schlechteste mikroskop was wir benutzen sieht ungefähr so aus wie dieses hier, es hat nur mehr objektivhalter aber sonst....

Werner Jülich

Mir ist unerklärlich, wie man bei Ihrer angedachten Anwendung und vorgegebenen Erfahrung so wenig Ahnung von Mikroskopen haben kann. Sie müssen doch irgendeine Art Einweisung gehabt haben, oder läßt man Sie an teuren Geräten ohne Erläuterung herumspielen?

Werner Jülich

Peter V.

#7
Hallo!

Vorweg: ich habe zwar auch ein Auflichtmikroskop ( Olympus Vanox mit HF/DF-Neo-Objektiven ), bin aber keine Experte für Auflichtanwendungen.
Dennoch wundert mich, dass Sie so wenig Detalliertes zu Ihren Anforderungen sagen können. So fehlt mir zum Beispiel schon die einfache Aussage, ob Sie mit Auflicht-Hellfeld auskommen oder auch Dunkelfeld benötigen.
Und wie eilig Sie es haben.
Es werden immer wieder einmal bei ebay ehemals sehr hochwertige Auflichtmikroskope für metallurgische Anwendungen oder aus der Halbleitertechnik angeboten, oft z.B. Leitz Ortholuxe etc. Die meisten dieser Mikroskope haben aber kein Dunkelfeld.
Bei einfachsten Anforderungen ( anscheinend haben Sie die ja nur ) können Sie sicherlich jedes z.B. bei ebay angebotene "neue" Auflichtmikroskop verwenden. Zawr bekommen Sie gebraucht für den gleichen Preis ungleich Besseres, aber es ist eben die Frage, wie eilig Sie es haben.
Und da sich sicher kaum jemand Ihr Anwedungsgebiet genau vorstellen kann, ist es schwer, Ihnen hier konkret zu raten.
Sie werden hier ziemlich sicher keine besseren Aussagen bekommen ( können! ).

Ansonsten kann ich Herrn Jülichs Einwurf ziemlich gut nachvollziehen. Sie beherrschen eine Technologie,
Zitatwomit sich viele unis schwer tun
, wissen aber von Ihrem bisherigen Arbeitsgerät nicht viel mehr zu sagen, als
Zitatdass es ist von leica und da steht 300 mit irgendwas drauf.
Darüber bin ich auch etwas irritiert..... na ja, geht mich ja nichts an.


Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Herrmann

Hallo,

ich musste auch erst mal nachschauen; in Wikipedia steht:

ZitatDie für Graphenuntersuchungen interessanten Schichten, welche dünner als 50 nm sind, sind optisch fast transparent. Die zusätzliche Schicht verändert die Reflexionseigenschaften des Substrates, so dass sich die durch Interferenzeffekte bedingte violette Farbe der Siliciumdioxidschicht nach blau verändert. An den Rändern dieser 50-nm-Schichten kann man dann mit dem Rastertunnel- oder Rasterkraftmikroskop nach dünnerem Graphen suchen.

Was untersucht man da dann lichtmikroskopisch?

Ich wundere mich wirklich: wenn man Mikroskope mit
Zitatleica und da steht 300 mit irgendwas drauf. ist ein riesending
charakterisiert, dann hört sich das für mich sehr schmalspurig an. Auf dieser Erfahrungs- und Wissensbasis ein Kleinunternehmen aufbauen zu wollen halte ich für reichlich blauäugig.

Oder sollen wir hier auf den Arm genommen werden?

Man hilft hier gerne, aber irgend wie muss erkennbar sein, dass der Fragende etwas mehr Fleisch an die Fragen bringt!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Herne

Hallo, liebe Mikronauten,
wenn ihr euch möglicherweise auf den Arm genommen fühlt, warum geht ihr dann so explizit auf unpräzise gestellte Fragen ( wie z.B. : bei 500 brauch ich nur korrekturen ) ein?
Wenn der Hr. / die Dame X300 auch wirklich auf dem angegebenen Sachgebiet auf dem von ihm behaupteten Niveau tätig sein sollte, so fällt doch schon in den initialen Fragestellungen die völlige Missachtung orthographischer und grammatikalischer Grundregeln unangenehm auf. Um von der gebotenen, aber abwesenden Höflichkeit noch ganz zu schweigen.
In mir keimte sofort ein Verdacht ...  ;)
Vorschlag:
Wir schenken X300 eine deutsche Grammatik der Sekundarstufe und eine Streubüchse mit Punkten und Kommata. Ein Pülleken Groß-Schreibungswürze fügen wir auch noch hinzu. Vielleicht kommt dann ja ein Süppchen heraus, das die notwendige Achtung, Höflichkeit und Ernsthaftigkeit erkennen lässt und das zudem auch noch lesbar ist.
Und uns schenken wir solche Fragestellungen.  ;D

Mit freundlichem Gruß
Herne-Tr
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
G. Chr. Lichtenberg

Bernhard Kaiser

#10
Hallo,

bereits der Nachsatz im ersten Beitrag:
Zitataktualisierung: mmh ich werd wohl nciht mit 500 auskommen, eher so 1700-2000 euro wie? wo find ich welche gebraucht?
und
Zitates ist von leica und da steht 300 mit irgendwas drauf. ist ein riesending

zeigen doch schon was hier abläuft.

Ich wundere mich immer wieder, daß hier solche albernen Fragen überhaupt beantwortet werden.

Klaus Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.  
ZitatOder sollen wir hier auf den Arm genommen werden?

Freundliche Grüße
Bernhard Kaiser

Werner Jülich

Ein kluger Mensch hat mal geschrieben, Deutschlands Rohstoffe wären gut ausgebildete und leistungsfähige Menschen.
Ich habe manchmal den Verdacht, dass die Ergiebigkeit der "Fundstellen" langsam nachläßt.
Werner Jülich

Peter V.

Hallo!

Was ist übrigens ein "Spinnoff"-Unternehmen? Klingt irgendwie russisch.....
Oder ist ein "Spin-off" gemeint?

Irritirte Grüße
Peter

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x3oo

#13
Aufgrund reichlicher Kritik möchte ich mich für die schlampigen Beiträge entschuldigen.
Der zitierte Wikipediaeintrag ist falsch. Bei einer Substratdicke(SiO2) von 300nm ist es ohne weiteres möglich Graphene unter einem Hellfeldmikroskop zu beobachten. Aufnahmen von höchstens Bilayern können sie hier bestaunen: http://www.dropbox.com/gallery/520723/1/graphene?h=3f965f
Die hellgraue Schicht die sie da sehen ist 70µm lang und höchstens 2 Atomlagen dick. Die Ramanmessung wurde noch nicht gemacht. Es sieht eher aus wie ein Monolayer. Man kann auch durch eine kalibrierte Kontrastanalyse die dicke sicher bestimmen. Ich brauche nur ein Brightfieldmikroskop, weder dic noch df oder anderes.
Auch wurde dieses Foto mit nem ziemlich einfachen Mikroskop aufgenommen, ich gucke heute mal genau nach wie das heißt.
Ja es ist ein spin-off.
Dass ich keine Ahnung von Mikroskopen habe, heißt, dass ich nicht in der Lage bin die Qualität zu beurteilen, was nicht offensichtliche Dinge angeht, wie df, dic oder ob es einen Kondensor hat und bei 400-facher Vergrößerung das Bild viel zu dunkel wird. Deswegen frage ich mich warum dieses Mikroskop:
http://cgi.ebay.de/Aufllicht-Mikroskop-MBL3300-A-Kruss-Optronic-B-Ware-/250515095384?pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik ungeeignet sein sollte da es scheinbar mit dem alleinigen nachteil von maximal nur 400-facher Vergrößerung, eigentlich alle Anforderungen erfüllt. Oder anders gefragt: Worauf sollte ich noch achten oder was sollte ich noch wissen?
Und ja ich habe Zeit auf ein gebrauchtes bei ebay zu warten, aber ich habe überhaupt keine Ahnung was ich dann da nehmen sollte. Die bisher empfohlenen haben keine möglichkeit Fotos zu machen, die Funktion ist aber ungeheuer wichtig um die Kontrastanalyse zu machen.

gruß anton

Werner Jülich

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Ich habe ein solches Mikroskop, wie Ihr ebay Angebot schon einmal untersucht. Es ist wirklich nicht gut.
Werner Jülich