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Frage zu einem Objektiv

Begonnen von Monsti, Februar 20, 2012, 21:51:12 NACHMITTAGS

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HDD

Lieber Lothar

Du hast was vergessen !

Nämlich : 3, 2, 1,  Anpfiff !!

Peter V.

#166
Zitat@hallo alle,
Brauche ich anstatt NPL ein NPL Fluotar oder wie hieße das Pendant zu Monstis Wunderwaffe bei Leitz unendlich

Boah, Loddar - wat willst Duuuu?? Nun quengel doch hier nicht so rum.....  ;D  ;D  ;D

Kauf Dir ne Tubus Elemex, da ist genug Fluorit drin!  ;)

Also, Spaß beiseite:

Sprechen wir von Auf- oder Durchlicht? Meine Erfahrungen beziehen sich primär auf Durchlicht. Ich habe Deinen Gerätepark immer noch nicht so recht überblickt, aber Du hast doch für Dein Orthoplan oder -lux auch einen normalen Durchlichtrevolver für "endlich", oder?
Das Gegenstück zu den Neofluaren von Zeiss sind in der Tat die Fluotare von Leitz. So, wie soll ich es nach dem Monsti-Thred korrekt ausdrücken, ohne von unseren Messexperten eins auf den Deckel zu bekommen...?  ;)
Nach meiner Erfahrung (aber Du weißt ja, wie subjektiv das alles ist) liefern die NPL-Fluotare ein - um es mal umgangssprachlich zu sagen - "saugeiles" Bild, was den/die Farbsättigung / Farbkontrast oder wie auch immer man das nun nennen soll, betrifft.  Ich müsste mal konkret unter diesem Aspekt 160er Leitz Planapos, PL-Fluotare und NPL-Fluotare vergleichen, da ich nicht ad hoc sagen kann, ob PL-Fluotare und Planapos qualitativ viele anders sind (mir ist es bislang nicht aufgefallen). NPLs sind sicher bis SFZ 18 geebnet, PLs bis 20 oder 22.  Aber auf jeden Fall machst Du mit den 160mm NPL-Fluotaren nichts falsch und preislich werden die wirklich im Hobbyistenbudegtbereich gehandelt.
Bevor Du nun gleich bei Ebay "wild" wirst - erst genau gucken, dann kaufen  ;)
Es sind diese Objektive mit dem Rändel, mit der Bezeichung 160/- für niedrige Vergrößerungen oder 160/0,17 für die höheren Vergrößerungen.
Wenn Du die kaufst, liegst Du schon richtig.
Wenn ich Zeit habe, vergleiche ich nochmal NPL- und PL-Fluotare.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Jürgen Boschert

Hallo Peter,

kleine Korrektur: NPLs sind bis SFZ 20, PLs bis SFZ 28 gerechnet. Beide sind natürlich Planobjektive, was gegnüber den Neofluaren eine "Steigerung " darstellt, die ja nicht geebnet sind. Der Kontrast erscheint mir -wieder sehr subjektiv, aber von vielen anderen auch so berichtet- bei den Neofluaren "knackiger" als bei den NPL- und PL-Fluotaren. Es wird insgesamt immer wieder berichtet, dass die 160er Objektive bei Zeiss ein Tick kontrastreicher zeichnen im Vgl. zu den Leitz-Pendents.

Betse Grüße !

JB
Beste Grüße !

JB

Lothar Gutjahr

Lieber Peter,

für das Orthoplan/Metalloplan habe ich nur den Revolver mit den 5 NPL-Objektiven. Für das alte Ortholux habe ich einen Revolver mit abziehbarer Tubuslinse. Aber wäre da ein NPL Fluotar 10x nicht gleichzeitig ein Lupenobjektiv, wenn da die verdammte Tubuslinse nicht wieder fehlen würde. Als unendlich würde so etwas ja auch wieder an den Revolver passen.

Gruß Lothar

Nomarski

Liebe Angie,

ZitatEiniges ist aber auch schlicht und einfach Geschmacksache. So bastelte ich heute stundenlang daran, an meinem Zeiss ein ansprechendes Schieflicht hinzukriegen. Ich bin schier verzweifelt, um schließlich eine denkbar simple Lösung zu finden: Ich schnitt mir einen schwarzen Papierstreifen auf ca. 6 cm Länge und 2 cm Breite zurecht, positionierte ihn zwischen dem Filterhalter und der Aperturblende und schob ihn solange umher, bis ich endlich ein plastisch wirkendes Bild hatte. In dieser Position klebte ich den Streifen an der Aperturblende fest. Darüber mögen viele zwar milde lächeln, doch habe ich jetzt einen (für mich) herrlichen "Durchblick":

Weißt du was: Bau doch die Lamellen einfach aus und setze dafür die passende Mondblende ein für das Schieflicht. Das ist kein Witz, das funktioniert tatsächlich, ich habe es schließlich bei einem Kondensor ausprobiert, wo die Irislamellen ohnehin gefehlt haben.
Die Irislamellen brauchst du nicht mehr, du kannst sie einzeln für viel Geld verkaufen und dir dafür ein weiteres Neofluar leisten. Oder sogar mehrere!  ;)

Viele Grüße
Bernd

Peter V.

#170
Zitat von: Jürgen Boschert in Februar 29, 2012, 23:12:18 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

kleine Korrektur: NPLs sind bis SFZ 20, PLs bis SFZ 28 gerechnet. Beide sind natürlich Planobjektive, was gegnüber den Neofluaren eine "Steigerung " darstellt, die ja nicht geebnet sind. Der Kontrast erscheint mir -wieder sehr subjektiv, aber von vielen anderen auch so berichtet- bei den Neofluaren "knackiger" als bei den NPL- und PL-Fluotaren. Es wird insgesamt immer wieder berichtet, dass die 160er Objektive bei Zeiss ein Tick kontrastreicher zeichnen im Vgl. zu den Leitz-Pendents.

Betse Grüße !

JB

Hallo Jürgen,

nicht ganz!  ;)
Ich habe gerade nochmal in Leitz-Prospekten nachgeschaut:

NPL Fluotar vollständig geebnet bis SFZ 20
PL Fluotar vollständig geebnet bis SFZ25
PL APO vollständig geebnet bis SFZ 28

Mein gerade nochmal durchgeführter hochsubjektiver-quick-and-dirty-Vergleich am Dialux erbringt:
Neofluar und NPL-Fluotar ohne für mich erkennbaren Unterschied, PL Fluotar etwas, wirklich nur erahnbar(!) weniger kontrastreich.

@Lothar: Versteh das nicht so ganz: Am metallpolan wird ja vermutlich ein Revolver bzw. Auflichtkondensor mit Tubuslinse sitzen, also "unendlich".
Am alten Ortholux ein Revolver mit "abziehbarer Tubuslinse"? Gibts das? Wie sieht das Ding denn aus?

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

-JS-

Lieber Lothar,
so wie ich das bisher verstanden habe, wurden Unendlich-Objektive u.A. konstuiert, damit im
objekt-abgewandten Bereich diverse Zusatzoptiken eingebaut werden können, ohne daß erst
(wie dies bei den Endlich-Optiken ja der Fall ist) kompliziert mittels einer ersten Telan-Linse der
optische Weg auf unendlich 'umgebogen' werden muß, dann die Zusatzoptiken montiert werden
können und anschließend mittels zweiter Telanlinse der optische Weg wieder auf 'endlich'
zurückverändert wird.
Dies alles entfällt ja bei Unendlich-Optik, die Tubuslinse muss demzufolge meiner subjektiven
Meinung nach irgendwo ein Stück weit weg von der Hinterlinse des jew. Objektives montiert sein,
damit im freiwerdenden Raum evtl. verwendete Zusatzoptiken genutzt werden können.
So möchte ich mich der Frage von Peter V. anschließen und ganz gern wissen, wie die von
Dir beschriebene 'abziehbare Tubuslinse' denn aussieht ?
Wenn diese Tubuslinse allerdings irgendwo auf einem zwischengesetzten Zusatzmodul wieder
aufgesteckt werden kann, und im Modul Zusatzoptiken (Vergrößerungswechsler, Ploemopak u.Ä.)
eingebaut werden können, o.k., dann wäre die Welt für mich wieder (subjektiv) völlig in Ordnung.
Viele Grüße
Joachim
(...Ihr seht schon janz objektiv: ich habe von Leitz-Mikroskopen nicht soooo sehr viel Kenntnisse  ;D).
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Lothar Gutjahr

Guten Morgen Peter und Joachim,

Jetzt habe ich selbst Zweifel, ob man das Tubuslinse nennen soll oder ob das vielleicht eine Korrektur für andere Objektive ist um an die Tubuslänge anzupassen ? Die aus zwei Linsen bestehende "Hülse" sitzt wenn eingesteckt cirka 30 mm hinter dem Objektiv und verschiebt herausgenommen beim durchschauen mit meiner Gleitsichtbrille etwa um minus 1 bis 1,5 Dioptrien (subjektiv erlebt; Buchstaben auf dem Monitor werden kleiner).

Bis jetzt dachte ich , daß Tubuslinsen eine positive definierte Brennweite haben. Habe mal eben mit dem Revolver ein CZJ Planapochromat 4/0.16  160/- ausprobiert und der liefert ein sauberes Bild. ( auch wieder subjektiv) Ohne diese Hülse schwindet der Betrachtungsabstand auf kurz vor das Objektiv. ( Jetzt müßte man die Messuhr am Tisch haben um genaueres zu sagen)
Aus purer Neugier habe ich den Tubus des Orthoplan zerlegt und da sitzt auch ein mehrlinsiges System, welches aber eine Brennweite in Richtung Okular von etwa 18 cm hat. Das trägt die Bezeichnung L 615 und ist mit einem etwa 2mm starken Ring unterlegt.
Könnte dieser Ring schuld sein, daß ich mit dem NPL 100x/0.90 nicht mit Deckglas arbeiten kann ? Müßte ich vielleicht mal probieren und draussen lassen.

Lieben Gruß

Lothar

Peter V.

#173
Lieber Lothar,

ZitatBis jetzt dachte ich , daß Tubuslinsen eine positive definierte Brennweite haben. Habe mal eben mit dem Revolver ein CZJ Planapochromat 4/0.16  160/- ausprobiert und der liefert ein sauberes Bild. ( auch wieder subjektiv) Ohne diese Hülse schwindet der Betrachtungsabstand auf kurz vor das Objektiv. ( Jetzt müßte man die Messuhr am Tisch haben um genaueres zu sagen)
Aus purer Neugier habe ich den Tubus des Orthoplan zerlegt und da sitzt auch ein mehrlinsiges System, welches aber eine Brennweite in Richtung Okular von etwa 18 cm hat. Das trägt die Bezeichnung L 615 und ist mit einem etwa 2mm starken Ring unterlegt.
Könnte dieser Ring schuld sein, daß ich mit dem NPL 100x/0.90 nicht mit Deckglas arbeiten kann ? Müßte ich vielleicht mal probieren und draussen lassen.


Ähhhhh.......ja! Also, wir im Ruhrpott sind hier ja offen und "frei raus". Also mal Tacheles: Hier versteht - vermute ich - niemand mehr etwas davon, was Du eigentlich hast und suchst (und ich glaube manchmal, Du weißt es selbst nicht richtig, stimmt's?  ;) )
Das geht ja hier mit endlich-unendlich-Auflicht-Durchlicht-Tubuslinse-Fluotar-rauf-und -runter  munter durcheinander. Aber hier wird man ja geholfen, deshlab mache ich Dir mal einen Vorschlag:

Du fotografierst mal Deine kompletten Mikroskope und vielleicht noch einmal die Objektivrevolver einzeln und stellst davon Fotos ein. Dann schauen wir doch mal, was genau Du eigentlich hast. Dann sagst Du uns mal, was Du eigentlich womit zu mikroskopieren gedenkst und dann, lieber Lothar, können wir Dir vernünftige Ratschläge geben. Und selbst, wenn Du keine spezielle Anwedung hast, sondern einfach nur mal mit den Geräten aus Interesse herumspielen möchtest, ist es doch sinnvoll, genau zu wissen, was man da eigentlich hat und was dazu kompatibel ist. Zumal wir hier ganz kompetente Leitzianer wie den Ortholux-Wolfgang haben, der jedes Teil, auf dem Leitz steht, persönlich mit Vornamen kennt.
Ist das ein Vorschlag?

Herzliche Grüße
Peter
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Florian Stellmacher

Lieber Lothar,

Peters Idee finde ich wirklich gut. Du könntst Deine Mikroskope doch in separten Threads á la "Mikroskopiker stellen ihr Mikroskop vor" beschreiben.

Ich fänd's super!

Herzliche rüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Monsti

Lieber Bernd,

ZitatBau doch die Lamellen einfach aus und setze dafür die passende Mondblende ein für das Schieflicht.

Das ist eine gute Idee, und ich kann mir gut vorstellen, dass es auch funktioniert. Die Mondblende im Filterhalter bringt jedenfalls gar nichts, weil dieser zu tief sitzt. Die Irisblende benötige ich bei Schieflicht eh nicht.

Meine Ergebnisse werden nun immer besser, schau:



Okay, ich habe den Hintergrund gesäubert, das Bild ist aber nicht gestackt.

Herzliche Grüße
Angie

Nomarski

Liebe Angie,

ZitatDas ist eine gute Idee, und ich kann mir gut vorstellen, dass es auch funktioniert. Die Mondblende im Filterhalter bringt jedenfalls gar nichts, weil dieser zu tief sitzt. Die Irisblende benötige ich bei Schieflicht eh nicht.
Daher kann ich dir nur empfehlen, einen PH-Kondensor zuzulegen, auch wenn du keinen Phasenkontrast machst.
Der hat auch eine Iris, wenn du das Karussel aber etwas verdrehst, hast du auch sowas wie eine Mondblende und brauchst nichts weiter basteln. ;)

ZitatMeine Ergebnisse werden nun immer besser, schau:
Sieht doch gar nicht so schlecht aus!

ZitatOkay, ich habe den Hintergrund gesäubert, das Bild ist aber nicht gestackt.
Und das natürliche Ambiente mußte auch der Sterilität weichen.  ;D
Klapp die Hilfslinse raus und öffne die Leuchtfeldblende und bring den Kondensor in die richtige Höhe, dann kannst du dir das Putzen sparen. ;)

Viele Grüße
Bernd

-JS-

Hallo Monsti,
ich kann (was wirklich *selten* vorkommt  ;D ;D) die Ausführungen von NOMARSKI uneingeschränkt
unterstützen (nix für ungut, lieber Bernd...). Ein Phasenkontrast-Kondensor ist ganz zweifellos
das Mittel der Wahl für Schräglichtbeleuchtung. Du kannst zwischen filigraner, nahezu pastellartiger
Reliefbildung bis hin zu schweren (naja, fast...) Schlagschatten alles im wahrsten Sinne des Wortes
mit nur einem Dreh hinbekommen.
Einen Vorzug hätte das Ganze auch noch: Vielleicht kommst Du dereinst einmal auch auf den
Geschmack von 'richtigem' Phasenkontrast, das entsprechenden Objektiv natürlich vorausgesetzt
(meist reicht ein Achro 40Ph für den Anfang aus). Es ist nämlich absolut kein
Zitatnoch sonstige(n)r Firlefanz
wie Du eingangs einmal formuliert hast, sondern meiner (subjektiven  ;D) Meinung nach gerade
für die Tümpelei ein äusserst interessantes und hinsichtlich der Untersuchung feiner und besonders
im Hellfeld kontrastschwacher Strukturen absolut nützliches Werkzeug.
Viele Grüße nach Tyrol...
Joachim

... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Peter V.

#178
Hallo Angie,

zu Bernd und Joachims Äußerung:

Joooo....wo sie Recht haben, haben sie Recht! Auch ich kann Dir den Phakokondensor nur ans Herz legen, habe gerade auch noch mal damit am Standard  herumgespielt, er hat wirklich den Charme, den Reliefeffekt stufelos nach Geschmack einstellen zu können. Unabhängig vom Phako.

Ob einem letztlich auch Phako gefällt, ob man ihn als Tümpler "braucht", das sei einmal dahgingetsellt. Nützlich kann er aber durchaus sein und Firlefanz ist er ganz sicher nicht.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Nomarski

...und nochwas zum Phasenkontrast-Kondensor, liebe Angie:

mit dem Phasenblenden 2 und 3 läßt sich mit schwächeren Objektiven außerdem damit noch schönes Dunkelfeld machen. Und wenn man den in den Leerfeldern noch ein wenig tunt mit Spezial-Zentralblenden, geht Dunkelfeld damit sogar bis zum 40er! Desweiteren mit der Doppelblende sogar  der Vario-Effekt vom Heine-Kondensor.

Nur sind diese Phasenkontrast-Kondensoren oft sehr verharzt, daß man die Revolverscheibe nur schwer betätigen kann, ohne daß sich gleich das ganze Standard auf dem Tisch mitdreht. In dem Fall aber nicht den Öffner für Einmachgläser zu Hilfe nehmen wegen des Hebelarmes, sondern lieber neu abschmieren lassen. Dann kannst du ihn auch alleine betätigen, ohne daß eine Hilfsperson gegenhalten muß. ;D

Viele Grüße
Bernd