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Kamera

Begonnen von mikroskop, August 29, 2016, 19:51:06 NACHMITTAGS

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Peter V.

#45
Hallo Carlos,

ZitatDu hast in allem recht. ja, es ist ein "schlecht gefärbtes" Präparat, das "Billig Mikroskopen" zugelegt wird. Die Kamera kann natürlich nicht die "Qualität" des "schlechten Präparats" aufwerten. Das ist m.E nicht die Aufgabe einer Kamera, wenn überfärbt, soll auch die Kamera das zeigen! Alle nachträglichen Manipulation des Kamerabildes sind doch nichts anderes als "Verfälschung des gesehenen Bildes"

Stimmt! Dennoch ist ein derart schlechtes Präparat gänzlich ungeeignet, die Leistungsfähigkeit einer Kamera zu zeigen. Wenn es um Farbdarstellung geht, sollten auch entsprechende Farben im Objekt vorhanden sein. Wenn das Objekt aber nur ein fahles Grün und ein völlig abgesoffenes Braunschwarz statt Rot beinhaltet, kann man nicht beuntreilen, ob die unterirdische "Farbe" nun eben so im Präparat ist oder durch die Kamera verursacht wird. Es wäre ja auch kontraproduktiv, zur Beurteilung der Schärfe einer normalen Kamera eine Landschaft im Nebel aufzunehmen. Oder zur Beurteilung der Farbwiedergabe eine nicht sanierte Häuserfront in der ehemaligen DDR.  ;) Und natürlich sollte man einen Weißabgleich vornehmen, denn durch einen falschen Weißabgleich sieht das Bild noch mißratener aus. Wenn man einen "Test" durchführt, müssen auch die Testobjekte geeignet sein.

Ich kenne solche Katarophenpräparate, aber nicht jeder weiss, dass sie so aussehen. Man könnte also durchaus vermuten, dass dieses fürchterliche schmutzige Braunschwarz der eigentlich rot gefärbten Anteile nur deshalb so aussieht, weil die Dynamik der Kamera nicht ausreicht. Ich kenne durchaus Kameras, bei denen das so ist, z.B. die alte Euromex CMEX 1300. Da sahen auch gute Präparate genau so aus.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

the_playstation

Hallo Peter.

Aus meinen ersten Mikrotagen habe ich auch solche Präperate. Man will halt was sehen und kauft sich dann so ein Zeug. Und man hatte nichts anderes und war froh, überhaupt etwas zu haben. Als ich dann die richtig prof. Präperate in den Archiven / der kleinen Sammlung der Mikrogruppe betrachten durfte, wußte ich erst, was für ein Murks die anfangs gekauften Präperate waren. Ein absoluter Augenöffner war z.B. das hervorragende Präperat der Nervenzellen vom menschlichen Großhirn mit einer Färbung, die heute kaum mehr verwendet wird.

Wer allerdings bisher nicht das Glück hatte, solche Präperate sehen zu dürfen, und der keinen Zugang zu Ihnen hat, dem kann man nicht übel nehmen, wenn Er das nehmen muß, was er hat.

Carlos. Wenn Du die Möglichkeit hast, in der Nähe eine Mikrogruppe / Verein, ... zu finden, nutze es. Die Präperate dort sind in der Regel viel besser und man lernt vieleicht mit der Zeit, eigene, bessere Präperate herzustellen.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Carlos

Hallo Peter, hallo Jorrit,
Das Einzige, was einen objektiven Farbtest bei Optik und Kamera eines Mikroskop erlauben würde, wären "genormte Farbtest-Päparate". (Ich habe keine Angebote hierzu im IN gefunden.)
Aber, selbst wenn es sie gäbe, wären sie sicher "schweinisch-teuer" und keiner hätte sie.
Gruß Carlos

the_playstation

Hallo Carlos.

Alternativ vieleicht farbige Mikrokristalle züchten.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

peter-h

Hallo Carlos,

für "bunte" Präparate kann ich Dir aus meiner Sammlung 2 Tests anbieten.
1. Thuja mit Wackerfärbung (Eigenpräparat)


auch schön für Dunkelfeld


2. ein dünner Schnitt durch das kleine Springkraut, leider mit Fehlstellen


Kamera : eine kleine CMOS 5 MP von ImagingSource DFK72 mit zugehöriger SW.
Falls Interesse, bitte über PN nachfragen.
Gruß
Peter (H)

Rolf-Dieter Müller

Zitat von: peter-h in September 02, 2016, 17:55:18 NACHMITTAGS
... 2. ein dünner Schnitt durch das kleine Springkraut, leider mit Fehlstellen ...

Hallo Peter,

was für Fehlstellen sind gemeint? Das Präparat ist doch in Ordnung. Schnitt und Färbung sind einwandfrei.

Und das ausgerissene Markparenchym habe ich teilweise auch bei meinen Schnitten. Das ist ganz natürlich.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter

Peter V.

Hallo Carlos,

Zitat von: Carlos in September 02, 2016, 16:56:52 NACHMITTAGS
Hallo Peter, hallo Jorrit,
Das Einzige, was einen objektiven Farbtest bei Optik und Kamera eines Mikroskop erlauben würde, wären "genormte Farbtest-Päparate". (Ich habe keine Angebote hierzu im IN gefunden.)
Aber, selbst wenn es sie gäbe, wären sie sicher "schweinisch-teuer" und keiner hätte sie.
Gruß Carlos

nun lass aber mal die Kirche im Dorf. Natürlich braucht man KEINE genormten Farbtestpräparate, um die Qualität einer Kamera zu beurteilen. Zumindest nicht in dem Rahmen, den wir hier diskutieren. Es geht hier nicht um Feinheiten und keline Unterschiede zwischen einzelenen Kameras, sondern darum, ob die Kamera grundsätzlich ein brauchbares Bild liefert. Ich dachte, ich hätte es mit meinen beispielen "Landschaft im Nebel" und "DDR-Häuser" hinreichend verständlich erklärt. In diesem Fall reicht einfach ein "normales" Präparat. Das von Dir gewählte Präparat ist aber derart schlecht, dass es gar keine Aussage zulässt.

Herzliche Grüße
Peter
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Peter V.

Hallo Nicol,

leider kann ich Dir meine Mailadresse nicht übermitteln, weil aus irgendeinem Grund die PN zu Dir nicht "durchgeht". Du müsstest mir also einmal Deine Mailadresse per PN mitteilen.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

mikroskop

langsam zweifel ich an mir. ich habe in mein mikroskop okulare 10x20 weitfeld. welches objektiv ist am besten um Diatomeen und Protozoen zu beobachten. ich glaube langsam es liegt an der Obtik  und nicht an der Kamera. Objektive habe ich  folgende im Mikroskop 40/0.65, 10/0.75, 4/0.10.
Gruß
Nicol :'(

peter-h

Hallo Nicol,

für kleine Diatomeen ist ein Objektiv 40/0,65 schon richtig. Das 10er ist sicher ein 10/0,25 und nicht 0,75  ;D
Für die Übersicht und große Diatomeen kann man auch das 10er nehmen.

Gruß
Peter

the_playstation

Hallo Nicole.

Ich benutze hauptsächlich das 10x und 40x weil ich hier nicht zwischen Trocken und Öl wechseln muß. Bist Du sicher, daß 10x/0,75 stimmt? Da es seltene, teure 20x / 0,85 er gibt, mag es vieleicht auch 10x / 0,75 geben. Das hätte ich dann auch gerne.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

mikroskop


Carlos

Hallo Peter H.,
Danke für Dein Angebot. Natürlich bin ich an Deinem Angebot sehr interessiert! Ich schreibe Dir in den nächsten Tagen eine PN mit einer Erklärung, wofür ich es verwenden will.
Hallo Peter V.,
Zitatnun lass aber mal die Kirche im Dorf. Natürlich braucht man KEINE genormten Farbtestpräparate, um die Qualität einer Kamera zu beurteilen. Zumindest nicht in dem Rahmen, den wir hier diskutieren. Es geht hier nicht um Feinheiten und keline Unterschiede zwischen einzelenen Kameras, sondern darum, ob die Kamera grundsätzlich ein brauchbares Bild liefert. Ich dachte, ich hätte es mit meinen beispielen "Landschaft im Nebel" und "DDR-Häuser" hinreichend verständlich erklärt.
Ja, dem stimme ich voll zu.
ZitatIn diesem Fall reicht einfach ein "normales" Präparat. Das von Dir gewählte Präparat ist aber derart schlecht, dass es gar keine Aussage zulässt.
Dem kann ich leider nicht zustimmen.
Dazu müsste für jedermann klar sein, was ein ,,normales" Präparat ist. (,,Normal" bedeutet doch wohl in diesem Zusammenhang: ,,nicht von der üblichen Norm abweichend") Wie Du selbst vorher geschrieben hast, werden derart schlechte Präparate, wie das von mir gewählte, vielfach ,,Billig-Mikroskopen" beigelegt. Also gibt es sie recht häufig.
Die Präparate sind zwar ,,grotten schlecht" aber, im Vergleich zu ,,Tümpel-Proben/Präparaten, die den gezeigten Bildern von Nicol zugrunde liegen, ,,schön bunt". Nicol beklagt aber:
ZitatAlso das Problem ist das alle Bilder mit der Kamera keine Farben haben. Die Bilder sehen alle Grünlich aus, wenn ich das Bild durch Okular betrachte ist es Scharf und hat Farben aber mit der Kamera nicht.
Die von mir eingestellten Bilder sollten nur zeigen, dass die Kamera auch ,,schön bunt" und ,,scharf" kann, mehr nicht. Das zeigen m.E. die Bilder hinreichend. 
Ein weiterer Grund:
Auf Fehler bei der Einstellung der Parameter zur richtigen Farbwiedergabe jedenfalls reagiert die Toolkraft-Software bei derartigen Bildern sehr massiv und unübersehbar. Das gilt auch für die Einstellung des ,,Belichtungsziels", insbesondere bei Dunkelfeld-Aufnahmen. (Deshalb Bild 1)

Nun noch ein paar Worte: zu ,,normierte Farb-Testpräparate". Zugegeben etwas OT. Ansatz dieses Gedankens waren die ,,Testbilder", die die ARD und das ZDF in den programmfreien Zeiten ausstrahlten, damit man sein Fernseh-röhrengerät richtig einstellen konnte. Anleitungen hierzu gab es in den ,,Bedienungsanleitungen" der jeweiligen Fernsehgeräte. Diese Testbilder waren genormt und für jedermann verfügbar.
Im digitalen Zeitalter werden solche Aufgaben m. W. von Zusatzprogrammen in den unterschiedlichsten Bereichen erledigt, auch in der Bilderfassung. Frei verfügbar? Aus gutem Grund natürlich nicht!  Aber das ist ein anderes Thema.
Gruß Carlos 

mikroskop

Hallo erst einmal an alle ein großes Danke schön für die tollen Typs. Die Bilder sind etwas besser geworden wenn ich den Weißabgleich Manuell einstelle. Aber ich habe die gleiche Kamera wie Carlos und meine Bilder sind mit den Bildern von Carlos nicht zu vergleichen. Ich bin am Ende meines Latein. Nun stellt sich für mich die Frage wenn ich mir eine neue Kamera zulege ob dann die Bilder wirklich besser werden oder ich was falsch mache. Und dann stellt sich die Frage welche Kamera soll man sich zulegen mehr als 200 euro will ich nicht für eine Kamera nicht ausgeben.
Welche Kamera mir vor schwebt ist diese hier.

http://www.bresser.de/Mikroskopie/Zubehoer/Kameras/BRESSER-MikroCam-1-3-MP-Mikroskopkamera.html
Gruß
Nicol

Detlef Kramer

Hallo Nicol oder wer immer Du bist,

vergiss die Bresser! Gibt es denn in deiner Nähe niemand, der Dir direkt helfen könnte?

Gruß, Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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