Autor Thema: Mein schwarzes Orthoplan  (Gelesen 3779 mal)

Bob

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #15 am: Dezember 10, 2019, 21:48:22 Nachmittag »
Hallo Peter,
kann man da die Kondensorapertur- und Leuchtfeldblenden nicht zuziehen, um solche Massenvermehrung zu verhindern?

Viele Grüße,

Bob

Silber_und_Licht

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #16 am: Dezember 10, 2019, 21:55:00 Nachmittag »
Moin!

Aus eigener Anschaung weiß ich, dass das Orthoplan ein recht beliebtes Pathologenmikroskop - nein nicht nur war, sondern hier und da bis heute ist. Es muss sich blendend verkauft haben, denn irgendwo müssen die Unmengen von Stativen ja herkommen, welche sich in Sammlers Räumlichkeiten, Kisten und Kasten befinden  :)

Was die schwarzen Stücke anbetrifft, so kann ich sagen das es zumindest bis 1989 weitere 4 Stücke in Deutschland in Gebrauch waren, dann sind sie im Zuge eine Laborauflösung gemeinsam mit einem grauen solchen, ein oder zwei Ortholuxen und diversem anderen Laborkrempel wie Mikrotome und Sartorius Laborwaagen im Mahagoni-Schränkchen aus der Zwischenkriegszeit u.v.a.m. aus dem zweiten Stock eines Gebäudes in den Schuttcontainer geflogen. Ich habe lediglich eine Sartorius DP3 im letzten Moment dem Entsorger aus den Händen nehmen können - fast hätte ich sie unten auffangen müssen. Für die Mikroskope kam jede Hilfe zu spät, unten im Container lag bereits Bauschutt worauf die Mikroskope förmlich zerspritzt sind.

Aber wie sagte Olaf hier schon mal:"Ein Orthoplanstativ ist kein Kulturgut!" oder so ähnlich - leider. Aber ich bin damals ganz ruhig geblieben - äußerlich, innerlich habe ich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Ich habe einfach zu spät davon erfahren ....

Freundliche Grüße zur Nacht!

Wolfgang
« Letzte Änderung: Dezember 10, 2019, 21:59:17 Nachmittag von Silber_und_Licht »
"Du" fänd' ich ganz in Ordnung.

das Schönste: ZEISS Lumipan
das Liebste: LEITZ Panphot II, Ortholux
das Beste: ZEISS Axiomat

eine etwas umständliche Vorstellung: www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=28652.0

Peter V.

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #17 am: Dezember 10, 2019, 22:20:38 Nachmittag »
Hallo Wolfgang,

als Querbeet-Mikroskopsammler habe ich - wie ich denke - aus eigener praktsicher Erfahrung einen ziemlich guten Überblick über alles, was sich so in der Nachkriegszeit auf dem Mikroskopmarkt in Ost und West getan hat. (Was Du zweifelsohne auch hast, wahrscheinlich sogar noch mehr als ich).
Ich bin der festen Überzeugung, dass das Orthoplan in der Summe aller Eigenschaften (Gesamtkonzeption bzw. -philosophie, Ausbaubarkeit, Bedienbarkeit, Solidität) das mit Abstand "beste" Mikroskop ist, das je gebaut wurde. (Damit will ich natürlich keinesfalls sagen,  dass alle anderen Mikroskope schlecht wären). Eine befreundeter Pathologe sagte mir mal, dass ihm ein ehrlicher Leica-Vertreter noch vor ein paar Jahren gesagt habe, dass man doch besser ein schönes Orthoplan warten lassen soll als ein neues DM-LS zu kaufen. Mit dem Hintergedanken: D i e s e Qualität bekommen Sie heute nicht mehr!

Olaf Medenbach erzählt immer gerne die Geschichte aus der Zeit, als Zeiss und Leitz noch quasi benachbarte Messestände bestückten. Während der Leitz-Mitarbeiter in wenigen Minuten das Demo-Ortholux voll funktionsbereit zusammengebaut hatte, war man am benachbarten Zeiss-Stand noch ewig mit Justage-/Einstellarbeiten beschäftigt. Nach dem Motto: "Während in Villariba noch geputzt wird, wird in Villabacho..."  ;)

Aber ich gebe zu: Ein schwarzes Phomi würde ich wahrlich auch nicht aus dem Regal stoßen..  ;)

Herzliche Grüße
Peter

PS @ Bob:

Zitat
Hallo Peter,
kann man da die Kondensorapertur- und Leuchtfeldblenden nicht zuziehen, um solche Massenvermehrung zu verhindern?

Viele Grüße,

Bob

Ja ja, aber kaum vergißt man mal, einen Stopfen in den Fototubus zu stecken, ist die Bescherung da....
« Letzte Änderung: Dezember 10, 2019, 22:34:57 Nachmittag von Peter V. »
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"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Bob

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #18 am: Dezember 10, 2019, 22:49:36 Nachmittag »
Ja ja, aber kaum vergißt man mal, einen Stopfen in den Fototubus zu stecken, ist die Bescherung da....

Na klar, der „Bobbl“ soll wieder Schuld sein! ;D


ortholux

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #19 am: Dezember 10, 2019, 23:05:16 Nachmittag »
Ja ja, aber kaum vergißt man mal, einen Stopfen in den Fototubus zu stecken, ist die Bescherung da....


Das kenne ich eigentlich nur von schwarzen Leitz-Stativen. Daß in den aufgeklärten 70er und 80er Jahren solch eine Pillenknick-Verleugnung herscht, macht mich fassungslos.

Ahhhhlsooo...

Der Vollständigkeit halber, hier das dritte bekannte schwarze Orthoplan in Deutschland:



Wobei auf diesem Foto nicht der originale Langknopf-Tisch montiert ist. Ich habe ihn zwar, bin aber zu faul, das jetzt nochmal zu fotografieren. Dieses Foto hatte ich schon. Diana hat ihn bereits gezeigt.

Achso, liebe Diana - was bei Deinem fehlt, sind die schwarzen knetgummiartigen "Riebele", die man in den gerändelten Ritzen der Triebknöpfe findet. Die wurden sicher damals so ausgeliefert. Deine Knöpfe sind jedoch blank, was niemals original ist. Offensichtlich wurde hier unlauter poliert, gewienert und verfälscht. Ich kann das nur empirisch ermitteln, aber da alle meine Mikroskope diese "Riebele" haben, müssen sie original sein.

Die Unterschiede, die Diana ansprach, möchte ich gerne nochmal verdeutlichen und ergänzen, da ich die Fotos ohnehin schon im Fundus habe.

Plastikumrandung des Leuchtfeldblendenrädchens:



Revolveraufnahme, nebst Gußform:



Triebknöpfe:



Boden:



An Revolvern und Illuminatoren gab es auch eine bescheidene Anzahl schwarze:



Diese wurden auch noch mit dem dunklen Hammerschlag-Ortholplan vertrieben.

Eine letzte Anmerkung: mein Gerät wurde ausgeliefert, als es bereits das dunkle Hammerschlag-Ortholplan mit langen Triebknöpfen gab. Alle anderen bekannten davor. Somit hat meins schon die "Orthoplan"-Gravur:



Abschließend noch die gesammelten Seriennummern, der verschiedenen frühen Orthoplane. Diese Tabelle spricht auch wieder für die Hypothese, daß Seriennummern-Pakte an die einzelnen Fertigungsabteilungen vergeben wurden. Leider habe ich die Auslieferungsdaten nicht.



Eine Anmerkung zu Peters Vorserien-Orthoplan: der erwähnte Tubus nebst, mittels Bajonett-Fassung abnehmbarem Fotostutzen, wurde auch noch mit dem schwarzen Serien-Orthoplan ausgeliefert. Eins davon ist bei einem Sammlerkollegen in USA "gelandet".

Hier nochmal zur Verdeutlichung, worum es sich handelt:








Leitz hatte das Vorkriegs-Ortholux. Von der Ausgangssituation zum Orthoplan zu kommen, ist ja schon ein großer Schritt. Für manchen Kaufinteressenten war dieser offensichtliche Entwicklungssprung bestimmt der entscheidende Kaufanreiz. Andere werden das kantige Design zu ungewohnt gefunden haben.

Ich habe vor rund 7 Jahren eine umfangreiche Ortholux-Pol-Ausrüstung von einem emeritierten Mineralogie-Professor aus Schweden kaufen können. Er sagte mir, er hätte damals auch ein Orthoplan kaufen dürfen. Das ähnelte aber zu sehr einer Küchenmaschine, weshalb er sich für ein Ortholux entschied. Übrigens ein schwarzes, obwohl schon das graue auf dem Markt war. Aber sowas interessiert wohl nur den Sammler:





Viel Spaß
Wolfgang





« Letzte Änderung: Dezember 10, 2019, 23:38:20 Nachmittag von ortholux »

olaf.med

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #20 am: Dezember 11, 2019, 09:56:15 Vormittag »
Lieber Wolfgang,

Zitat
Aber wie sagte Olaf hier schon mal:"Ein Orthoplanstativ ist kein Kulturgut!" oder so ähnlich - leider.

das muss ich doch kommentieren. Ich finde sehr wohl dass das Orthoplan-Konzept ein Kulturgut ist, aber nicht jedes Einzelne der vielen Zehhntausende oder gar Hunderttausende der gebauten Stative. Damals entbrannte eine rege Diskussion wegen der Tatsache, dass ein Mitglied unserer Gemeinschaft ein Orthoplan-Stativ für einen Umbau zersägt hatte. Das würde ich auch tun, wenn erforderlich, da die normalen Stative leicht beschaffbar sind. Selbstverständlich würde ich aber niemals ein schwarzes Orthoplan verstümmeln.

Grundsätzlich bin ich absolut Peters Auffassung, dass das Orthoplan das beste Mikroskop aller Zeiten war. Natürlich gibt es modernere Optiken, die lestungfähiger sind als die aus der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts, aber die perfekte Modultechnik und Universalität des Orthoplan wurde nie übertroffen. Das gilt insbesondere für die Polarisations-Mikroskopie!

Liebe Diana,

herzlichen Glückwunsch zu dieser wirklich beeindruckenden Orthoplan-Sammlung und die sehr gelungene Darstellung Deines schwarzen Stativs. Deine Orthoplan-Parade rief bei mir Erinnerungen an die zweite Hälfte der 1960er Jahre wach, als ich als Werks-Schüler und später Werks-Student bei Leitz arbeitete. Im Verwaltungsgebäude, heute Rathaus der Stadt Wetzlar, waren auf der Empore im ersten Stock zahlreiche Orthoplane in allen Ausbaustufen aufgebaut, die für Demonstationen und Schulungen genutzt wurden. Das Ambiente war schon anders als bei Dir - eher Bauhaus-mäßig der Architektur des Gebäudes angepasst - aber Deine eher historische Umgebung finde ich besonders reizvoll.

Nochmals herzlichen Glückwunsch und meine Hochachtung!

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
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Peter V.

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #21 am: Dezember 11, 2019, 11:17:23 Vormittag »
Lieber Olaf,

der Sägemeister aus Teisendorf hatte sich aber damals kein Orthoplan "vorgenommen", sondern eines der deutlich rareren großen "Metalloplan"-Stative! Das war einfach schade, weil es für seine Zwecke ein Allerwelts-Orthoplan-Stativ genau so getan hätte. Ich habe bis heute kein gescheites "Metalloplan"-Stativ (was zeigt, dass sie doch selten sind  ;)). Hätte er gar Hand an ein schwarzes Orthoplan legen wollen - ich wäre persönlich ins Berchtesgadener Land gefahren und hätte ihm das Stromkabel der Säge durchtrennt  ;)

Zitat
Natürlich gibt es modernere Optiken, die lestungfähiger sind als die aus der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts,]Natürlich gibt es modernere Optiken, die lestungfähiger sind als die aus der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts,
Worauf beziehst Du das? Außer für hochspezialisierte Anwendungen (Laserscanning etc.) glaube ich kaum, dass ein modernes gutes Durchschnittsobjektiv (das ja allein schon mhr kostet els ein komplett ausgestattetes Orthoplan)  selbst der "Großen" wie Leica, Olympus, Zeiss "leistungsfähiger" in Bezug auf Auflösung, Farbbrillanz etc. ist als ein NPL-Fluotar oder Planapo der letzten Generationen von Leitz.

Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Dezember 11, 2019, 11:25:05 Vormittag von Peter V. »
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Reinhard

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #22 am: Dezember 11, 2019, 11:54:56 Vormittag »
Liebe Diana,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner großartigen Leitz-Sammlung und zum Fang des Schwarzen Orthoplan.
Wenn Dein Avatar nicht täuscht, hast Du ja auch noch geraume Zeit, Dich an diesen Schätzen zu erfreuen; es
sei denn, eines der Mikros würde mal eben zu unvorsichtig auf die Kante eines höheren Schrankes gestellt (worden sein),
um einem weiteren Schwarzen Platz zu machen.   :o :o :'(
Desweiteren mache ich mir nun Gedanken über die hier postulierte Möglichkeit einer (nächtlichen?) Vermehrung durch Zeugung.
A. Woran erkennt man den Unterschied zwischen Weibchen und Rüden (Bullen?) bei Mikroskopen?
B. Würden Platiküberzüge das Schlimmste verhindern können?
C. Was würde wohl dabei herauskommen, wenn man ein Schwarzes Phomi und ein dazu geselltes Schwarzes Orthoplan einige Zeit
    unbeaufsichtigt lassen würde?

Fragen über Fragen

Viele Grüße
Reinhard
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olaf.med

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #23 am: Dezember 11, 2019, 12:28:13 Nachmittag »
Lieber Peter,

ich dachte eigentlich schon, dass sich durch Einsatz neuer Gläser und Computer-Technologien einiges seit 1970 getan hat, es fehlen mir jedoch gute Vergleiche. Neulich hatte ich einmal ein modernes Olympus 1x-Übersichtsobjektiv in den Händen und das jedenfalls war um Größenordnungen besser als das alte Leitz 1x/0.07. Auch bei modernerer Unendlich-Auflichtoptik meinte ich eine bessere Abbildung gesehen zu haben. Vielleicht gilt das nur für spezielle Objektive und bei den anderen ist alles gleich geblieben - Du hast da jedenfalls den viel besseren Überblick.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

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Peter V.

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #24 am: Dezember 11, 2019, 13:14:22 Nachmittag »
Lieber Reinhard,

Zitat
C. Was würde wohl dabei herauskommen, wenn man ein Schwarzes Phomi und ein dazu geselltes Schwarzes Orthoplan einige Zeit unbeaufsichtigt lassen würde?

Ich glaube, dass da nicht wirklich viel passieren würde. Wenn wir das einmal mit dem Menschlichen vergleichen wollen, wäre es etwa so:
Das Orthoplan wäre selbstverständlich sofort bereit, aber das Phomi würde sich zieren, müsste umständlich überredet werden, man bekäme dann schon den Verschluß des BHs nicht geöffnet, der Reißverschluss der Hose oder des Rocks würde klemmen und daruter gäbe es dann neben einem Korsett noch diverse andere Schichten Miederware. Und wenn diese Hürden überwunden wäre, hätte es bestimmt noch seine Tage oder Kopschmerzen. Und wenn das Phomi dann noch seine Hilflinse aufsetzt... Ich fürchte, spätestens dann hätte das Orthoplan längst die Lust verloren, da helfen auch die üppigen Rundungen des Phomi nicht mehr!  ;)

Aber wenn Du magst, können wir das gerne auf einen Versuch ankommen lassen - ich würde Dein schwarzes Phomi selbstverständlich auch für eine Langzeitbeziehung neben meinem schwarzen Orthoplan wohnen lassen.

Hezrliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Dezember 11, 2019, 13:26:37 Nachmittag von Peter V. »
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Reinhard

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #25 am: Dezember 11, 2019, 14:41:59 Nachmittag »
Lieber Peter,

und wenn es dann doch wider Erwarten gut funktioniert?...
Ich habe ja gesehen, Deine Arsenale sind randvoll;
....nicht auszudenken!

Sorry... ;) ;)

Reinhard
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Dr. Jekyll

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #26 am: Dezember 11, 2019, 15:45:16 Nachmittag »
Hallo Reinhard, hallo Peter,

nur zur Klärung: ein Phomi und ein Orthoplan lassen sich nicht kreuzen. Es handelt sich um unterschiedliche Arten. Im besten Falle würden unfruchtbare Hybride resultieren.
Soweit ich das beobachten konnte ist auch das Balzverhalten inkompatibel.
Beste Grüße
Harald

Peter V.

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #27 am: Dezember 11, 2019, 16:04:53 Nachmittag »
Hallo Harald,

Danke für die Aufklärung in Sachen Mikro-Biologie! Recht hast Du natürlich!!!

Herzliche Grüße
Peter
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Alex H.

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #28 am: Dezember 11, 2019, 16:24:24 Nachmittag »
Hallo Diana,

Glückwunsch zu diesem sehr schönen Gerät!

Für mich sind meine Mikroskope bisher nur Mittel zum Zweck, aber als Liebhaber alter Mopedroller aus den 50ern und 60ern und Sammler von antikem Dampfspielzeug kann ich die Begeisterung für solche ehrwürdigen Mikroskope, ganz abgesehen von der hohen Qualität, sehr gut nachvollziehen. Schön finde ich, dass du die beiden Aufkleber, die etwas über die Geschichte deines Orthoplan erzählen, oben belassen hast. Ich finde auch dass diese das Gerät als Sammelobjekt weiter aufwerten!

Grüße
Alex
Ich befasse mich mit der Botanik, vorrangig mit der Morphologie der Blüten, Samen und Früchte der Spermatophyta und mit Kryptogamen.
Stereolupe: LZOS MBS-10; Mikroskop: bressergelabeltes, gut ausgestattetes LOMO Biolam

Silber_und_Licht

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Re: Mein schwarzes Orthoplan
« Antwort #29 am: Dezember 11, 2019, 18:51:36 Nachmittag »
Lieber Peter,

da bin ich aber doch ziemlich anderer Meinung. Ganz jenseits aller Spezial-Optik für zum Beispiel die Lasermikroskopie, darf ich doch aus eigener Anschauung sagen dass alleine im visuellen Bild zwischen den Hochleistungsprodukten von Leitz/Zeiss aus den 1970er Jahren und den aktuellen Objektiven der obersten Leistungsklasse ein sofort sichtbarer Unterschied besteht. Ich kenne und besitze durchaus attraktive Optik zum Ortholux/-plan aus den Zeiten der 160er Tubuslänge und auch vergleichbares aus der Zeiss'schen Fertigung und selbstverständlich sind das immer noch erstklassige Linsen die bis heute auch gehobene Ansprüche befriedigen. Erst Recht den Ansprüchen eines Amateurs genügen - mehr als nur genügen. Aber wenn Du dann das selbe Präparat unter ein modernes Leica- oder Zeiss-Mikroskop, in der gleichen Klasse in der einstmals das Orthoplan rangierte natürlich, dann brauchst Du eigentlich kein zweites Mal gucken. Zu augenfällig sind die Unterschiede in der Kontrastleistung. Das Bild im Tubus ist einfach besser, knackiger, eindeutiger. Keine Frage, die Auflösung bringen die alten Linsen auch, das taten sie aber auch schon sehr viel früher. Das mikroskopische Bild das sich dem Betrachter bietet ist hingegen - ach, da wird einem manchmal ganz warm um's Herz des Mikroskopikers .... von den enormen Verbesserungen der Optik für die heute in Biologie und Medizin dominanten Fluoreszenzmikroskopie mal ganz abgesehen.

.... und, nein, es liegt keineswegs am "weniger Glas" im Strahlengang. Es liegt an den ganz wesentlich effektiveren Vergütungen, neuen Gläsern besserer Transparenz, manch neuer Rechnung und - bei neuen Mikroskopen normal - entschieden weniger Dreck auf den Glas- und Spiegelflächen, als auf den alten 40 und mehr Jahre alten Gurken.

Ein wieder aufgelegtes Stativ Orthoplan mit der aktuellen HCX Optik, das wär's. Ich habe da ein 100/1,46 Öl in der Schublade und 63/1,3 Wasser .... jaaahh doooch.  :)
« Letzte Änderung: Dezember 11, 2019, 20:12:12 Nachmittag von Silber_und_Licht »
"Du" fänd' ich ganz in Ordnung.

das Schönste: ZEISS Lumipan
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