Autor Thema: Hochbrechendes Einbettmittel im Test  (Gelesen 3624 mal)

anne

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Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« am: Februar 15, 2021, 20:02:03 Nachmittag »
Hallo Auflösungsfans,
ich habe derzeit ein Einbettharz zum Test mit einem sagenhaften Brechungsindex von 1,7412!!!
Es ist noch nicht veröffentlicht, daher darf ich derzeit weder zur Quelle noch zum Namen etwas sagen.
Nur soviel, es löst sich im anwenderfreundlichen Aceton, es ist unglaublich einfach zu verarbeiten und es wird sicherlich bald für jeden verfügbar sein.
Ich bin begeistert und zeige Euch daher kurz meine ersten schnellen Bilder mit dem Einbettharz aus einem Legepräparat.
Für alle Diatomisten, es ist ein helles Licht am Ende des Tunnels!

100er DIC, Triceratium favus


Kittonia elaborata 100er DIC


Stictodiscus californicus 40er DIC und 100er DIC





lg
anne

bernd552

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #1 am: Februar 15, 2021, 20:08:59 Nachmittag »
Mensch Anne,

du bist aber innovativ und immer vorne auf der Neuigkeitswelle!

Wenn du so weiter machst, tausche ich mein REM gegen dein Kow How und ein Photonenmikroskop ;)

LG
Bernd

p.s. für eine andere Anwendung wäre dieses Teufelszeug auch für mich interessant

Peter Reil

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #2 am: Februar 15, 2021, 20:31:10 Nachmittag »
Hallo anne,

sieht super aus - meine Neugierde ist entfacht!  :D

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, Olympus CHK, Olympus SZ 30

Jürgen Boschert

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #3 am: Februar 15, 2021, 20:37:59 Nachmittag »
Liebe Anne,

traumhaft !

Ich freue mich für Dich (und uns). Du wirst uns sicher -sobald möglich- berichten, wie Du daran gekommen bist, ja und, wo man das Supermedium bekommen kann.
Beste Grüße !

JB

Carsten Wieczorrek

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #4 am: Februar 15, 2021, 20:56:16 Nachmittag »
Hallo,
so ein Zufall, habe gerade mit Ralf N. telefoniert und unter anderem über Brechungsindizes und Eindeckmittel gesprochen.

Das werde ich mir merken.

Carsten
Für's grobe : CZJ GSZ 1
Zum Durchsehen : CZJ Amplival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Draufsehen : CZJ Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Drauf- und Durchsehen: CZJ Epival Hellfeld
Für psychedelische Farben : CZJ Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : CZJ Epival Interphako

deBult

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #5 am: Februar 15, 2021, 21:21:15 Nachmittag »
This is progress ... in “art” !

Best, Maarten
Reading the German language is OK for me, writing is a different matter though: my apologies.

Olympus BH2, CH2 plus an Oly HSC mono for travel.
The correct number of scopes to own is N+1 (Where N is the number currently owned).

Bob

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #6 am: Februar 15, 2021, 21:28:50 Nachmittag »
Hallo Anne,
das ist ja eine interessante Nachricht! Die Fotos sind auf jeden Fall klasse - aber tolle Fotos bekommst Du bestimmt schon mit Brechungsindex 1,6 hin.
Kannst/darfst Du schon etwas sagen zur Benetzungsfreudigkeit, Kompatibilität zu Legemethoden und zum Potential für Langzeitstabilität?

Viele Grüße,

Bob

Bernd Miggel

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #7 am: Februar 15, 2021, 22:02:33 Nachmittag »
Liebe Anne,

das ist doch wohl kein vorgezogener Aprilscherz? ;)
Die Sache interessiert mich brennend!

Herzlichen Gruß
Bernd

bernd552

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #8 am: Februar 15, 2021, 22:35:33 Nachmittag »
Dijodmethan?

LG
Bernd

anne

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #9 am: Februar 15, 2021, 22:46:42 Nachmittag »
Hallo zusammen,
das rege Interesse freut mich!
Ich bin aber tatsächlich nur die Person, die die Eignung für Diatomeenpräparate getestet hat.
Ich kann nichts zur genauen Zusammensetzung sagen.
Bob: es ist in der Anwendung wie andere Harze für Diatomeen, man kann Luft mit dem Lösemittel Aceton austreiben oder mit höher verdünntem Harz. Da das Aceton einen Siedepunkt von 59Grad Celsius hat, trocknet es recht schnell und gut. Ich habe noch nie so schnell Streupräparate gemacht.
Es verträgt sich mit den gängigen Legetechniken, der Klebegrund muss beständig gegen Aceton sein.
Vom Hersteller habe ich die Info, dass die Langzeitstabilität kein Problem sein dürfte, für mich war die Zeit zu kurz, hierzu Aussagen zu machen.
Bernd: wenn hier jemand innovativ ist, dann bist das wohl Du! Aber Du kennst mich ja, an irgendetwas brüte ich zumeist rum.
Es ist schön, dass soviel Feedback dazu kommt!
lg
Anne

RainerTeubner

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #10 am: Februar 16, 2021, 09:11:39 Vormittag »
Hallo Anne,

 ich bin auch sehr gespannt, welche Chemie sich hinter dem neuen, hochbrechenden Diatomeen-Einschlußmittel verbirgt.

Wann wird denn das Geheimnis gelüftet werden und ab wann ist es erhältlich?

Viele Grüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Bob

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #11 am: Februar 16, 2021, 09:22:01 Vormittag »
Hallo Anne,
eine Frage habe ich noch zur Verarbeitung: Bei Pleurax verdampft man (ich) ja das Eindeckmittel und bringt Deckglas und Objektträger zusammen, wenn das Pleurax frei von Lösungsmittel aber weich ist. Das sollte für empfindliche Diatomeen günstig sein, weil es nachträglich nur noch minimal zu Schrumpfung durch Abkühlung kommt, nicht aber zu Schrumpfung durch Verdunstung. Wie sieht das beim neuen Eindeckmittel aus?

Pleurax finde ich schon ganz gut, aber die hohe Verarbeitungstemperatur stört ein Bisschen und das Ergebnis des Herstellungprozesses ist wohl auch nicht ganz einheitlich.

Viele Grüße,

Bob

Carlos

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #12 am: Februar 16, 2021, 09:57:09 Vormittag »
Hallo Anne,
Wie immer von Dir,
Super Diatomeen-Bilder! Und stets interessante Neuigkeiten!
Danke dafür!
Du schreibst:
ich habe derzeit ein Einbettharz zum Test mit einem sagenhaften Brechungsindex von 1,7412!
Einige Fragen stellen sich mir hierzu: Auf welchen  Wellenlängenbereich bezieht sich der gemessene Brechungsindex? Wie ist die Durchlässigkeit in Abhängigkeit von der Wellenlänge?
Auf der HP von Peter-H findet man eine ausführliche Abhandlung über unterschiedliche Eindeckmittel /Einbettharze und deren Brechungsindex. Danach hat Pleurax bisher den höchsten Brechungsindex (von 1,74! ), ist aber für kurzwelliges Licht praktisch nicht einsetzbar. Daher meine Fragen.
Hier der Link,
http://www.mikroskopie-ph.de/
Gruß Carlos

peter-h

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #13 am: Februar 16, 2021, 10:15:25 Vormittag »
Hallo Anne,

es freut mich zu lesen, dass es Neuigkeiten gibt. Es wird doch nicht das gelbe Medium in gebleichter Version sein  ;D ;D ;D
Weiter viel Erfolg ! Wie sieht eine Amphipleura p. aus ?  ::)

LG
Peter

anne

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #14 am: Februar 16, 2021, 10:34:28 Vormittag »
Hallo zusammen,
aus rechtlichen Gründen darf ich derzeit leider keine weiteren Auskünfte dazu geben, daher bitte ich um Geduld.
Nur so viel, es wird in den nächsten Wochen verfügbar sein!

Hallo Bob, es ist in der Verabeitung ähnlich wie Pleurax, braucht aber nicht diese hohen Temperaturen, ich konnte kein Schrumpfen beobachten.

lg
anne