Autor Thema: Hochbrechendes Einbettmittel im Test  (Gelesen 3796 mal)

Rene

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #15 am: Februar 16, 2021, 10:39:44 Vormittag »
Next progress will be embedding in diamond  ;D

Looking forward to the revelation of the new redmount!

Best wishes, René

martin_hu

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #16 am: Februar 16, 2021, 11:51:48 Vormittag »
Hallo

konnte das Medium schon testen,
die Streifen von AP sind schon visuell schwach sichtbar, hier ein Bild ohne schiefe Beleuchtung
mit einem breitbandigen Grünfilter.

Gruss Martin

« Letzte Änderung: Februar 16, 2021, 11:53:55 Vormittag von martin_hu »

Carlos

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #17 am: Februar 16, 2021, 14:30:46 Nachmittag »
Hallo Martin,
Unglaublich! Das ist das beste Bild einer A.p., aufgenommen im sichtbaren Licht und ohne schiefe Beleuchtung! Nicht nur die Streifen sind klar sichtbar sondern sogar die Poren in den Streifen! Offensichtlich ein fantastisches „Medium“!
Danke fürs Zeigen,
Gruß Carlos

martin_hu

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #18 am: Februar 16, 2021, 14:47:29 Nachmittag »
Hallo Carlos

danke für die Rückmeldung, das ist ein sehr! gutes Medium,
hier noch der zweite Test einer Pleurosigma angulatum.
Die Eignung im UV müsste ich noch testen, aber im Grünen
ist es ja schon sehr gut! Die drei Schichten der Stege bei der Pa sind
schon eindeutig sichtbar.

Viele Grüsse

Martin


Ralf N.

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #19 am: Februar 16, 2021, 15:28:20 Nachmittag »


        Neugierig bin ich schon und vermute es könnte sich um solch ein "Harz" handeln.   :o

       

        Eventuell erhältlich als MR-174 beim Optiker deines Vertrauens.  ;)

       @peter-h:  Schwefel ist auch dabei.  ;D

       Grüße
       Ralf.N

Carsten Wieczorrek

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #20 am: Februar 16, 2021, 15:38:46 Nachmittag »
Hallo Ralf,
ich muss also nur meine Billiglesehilfe +2D in etwas Aceton auflösen und fertig?😎
Carsten
Für's grobe : CZJ GSZ 1
Zum Durchsehen : CZJ Amplival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Draufsehen : CZJ Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Drauf- und Durchsehen: CZJ Epival Hellfeld
Für psychedelische Farben : CZJ Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : CZJ Epival Interphako

mikropit

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #21 am: Februar 16, 2021, 16:00:50 Nachmittag »
Hallo Anne, ich bin sehr gespannt

vG Peter - mikropit

mikropit

sushidelic

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #22 am: Februar 16, 2021, 16:24:57 Nachmittag »
Oh Mann, das macht einen wieder ganz wuschig...
Bin gespannt!

LG Michael

Ralf N.

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #23 am: Februar 16, 2021, 20:26:40 Nachmittag »
Hallo Carsten,
wenn die "Gläser" von MITSUI CHEMICALS, INC. stammen und aus  MR 174 sind, wahrscheinlich klappt es. ;)
Gruß Ralf N.

jochen53

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #24 am: Februar 17, 2021, 09:48:07 Vormittag »
Hallo,

hier eine Dissertation zu dem Thema: https://d-nb.info/1109790198/34

Gruß, Jochen

anne

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #25 am: Februar 17, 2021, 11:11:40 Vormittag »
Hallo zusammen,
 mit den "high index" Gläsern hatte ich mich auch schon vor Jahren beschäftigt, da gibt es viele Patente dazu.
Die Problematik liegt ja nicht darin, dass es Medien mit solchen Brechungsindizes nicht gibt, wie man in der Doktorarbeit gut erkennen kann, sogar eine recht breite Palette.
Die eigentliche Problematik liegt darin, dass es eine Firma braucht, die die Herstellung eines solchen Einbettharzes für einen doch recht überschaubaren Kundenkreis zu einem vernünftigen Preis anbieten kann.
Und zu dem noch in einer Form abgeben zu können, die der aktuellen Gesetzeslage entspricht und nicht irgendwelche Chemikalien enthält, die den Vertrieb einschränken.
Damit durchbricht man natürlich die "Geheimniskrämermentalität" der Diatomisten, aber ich freue mich, RI 1,7412 für alle, das ist doch toll!

lg
anne

RainerTeubner

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #26 am: Februar 17, 2021, 12:01:03 Nachmittag »
Hallo Anne,

 Du sprichst in Deinem letzten Beitrag die "Geheimniskrämerei der Diatomisten" an, eine Sitte, die mich als Amateur schon arg stört. Aber glücklicherweise ist die chemische Natur des hochbrechenden Einschlußharzes in groben Zügen geklärt.

"Warum sollte der Chemiker die Arbeit seines Geistes nicht substantiell verwerthen, wie es der Schriftsteller oder der Künstler thut? Ueber den einzuschlagenden Weg kann man allerdings verschiedener Ansicht sein. Wenn aber ein Chemiker sich entschließt, die Natur seiner Entdeckung geheimzuhalten, während er den Gegenstand derselben auf den Markt bringt, so daß ihn Jeder kaufen kann, so darf er sich schließlich nicht wundern, wenn das Geheimnis von ephemerer Dauer ist. Die Zeit der Arcanisten ist vorüber. Wer in dem letzten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts seinen Fachgenossen ein chemisches Räthsel aufgeben will, der muß sich auch schon darauf gefaßt machen, daß dieses Räthsel früher oder später gerathen wird.“

Das sagt August Wilhelm Hofmann 1877.

Viele Grüße

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

peter-h

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #27 am: Februar 17, 2021, 15:26:25 Nachmittag »
Liebe Diatomisten,

an eine "Geheimniskrämerei der Diatomisten"  glaube ich nicht. Ist es nicht eine Vorsicht in heutiger Zeit? Wer in einer Apotheke nach KMnO4 , H2O2 , NKO3 oder ähnlichen Chemikalien fragt wird doch gleich in eine bestimmte Ecke gestellt. Harmlose und gründliche Reinigung von Diatomeen habe ich immer nur mit den "harten" Mitteln hinbekommen. Ich habe schon vor Jahren mir verkiffen solche Rezepte zu veröffentlichen. Geheimnis ? Nein ! Es besteht leider eine gewisse Gefahr, dass unerwünschter Besuch ins Haus steht. Manch einer lächelt über diese Einstellung, aber lieber belächelt als ....
Es werden heute Strassenzüge abgesperrt wenn in einer alten Flasche mit Chemikalien aus der SW-Fotografie noch wenige mL gefunden werden. Ist so geschehen !!!

Ich würde also das Wort Geheimniskrämerei nicht verwenden, sondern eher Vorsicht.

Ein weiterer Punkt ist das Einschlußmedium. Es macht wirklich Hoffnung, wenn Anne durch ihr Engagement ein verfügbares Medium in Aussicht stellt. Die schönen alten Substanzen sind nur noch über Freundschaften zu bekommen. Wieder eine Geheimniskrämerei, aber wie will ich 100 mL Caedax gerecht verteilen und anbieten? Vermutlich mache ich mich sogar strafbar, da Caedax giftig und krebserregend ist.

Ich bin der Meinung, dass es bei den Diatomisten keine Geheimniskrämerei ist, sondern nur Vorsicht und Zurückhaltung. Göke hatte u.a. in einem Artikel beschrieben wie man Foraminiferen mit Flußsäure transparent macht. In einem Satz hat er zur Vorsicht aufgerufen.
Würde ein solcher Beitrag heute noch mit einer Anleitung dazu gedruckt?

Geheimniskrämerei - NEIN - die Zeiten haben sich verändert und was vor 50 Jahren noch für Lacherfolge gut war wird heute mit einer Straftat geahndet.

Also freuen wir uns auf ein neues Medium, was verfügbar, handhabbar, bezahlbar und mit weiteren guten Eigenschaften versehen ist. Zudem ohne Geheiminskrämerei !

Einen schönen Aschermittwoch
Peter

anne

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #28 am: Februar 17, 2021, 15:56:44 Nachmittag »
Lieber Peter,
na so ein bißchen was ist da schon dran. Nicht umsonst wird gesagt, dass das Rezept des Klebegrundes von Klaus Kemp in einem Tresor verwahrt wird bis zu seinem Tod und Stefano Barone (diatomshop.com) würde niemals das Rezept seines selbst entwickelten Einschlußmittels preisgeben, geschweige denn einen Milliliter davon verkaufen.
Gut hier handelt es sich um 2 gewerbliche Verkäufer, das könnte ein Unterschied sein. Aber es gibt sicherlich noch mehr Beispiele.

Göke hat hier mit seinen Leitfäden fantastische Arbeit geleistet, die für jeden Anfänger Gold wert sind.

lg
anne

Wutsdorff Peter

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Re: Hochbrechendes Einbettmittel im Test
« Antwort #29 am: Februar 17, 2021, 16:18:58 Nachmittag »
Ein Gruß an die Experten,
irgend wo habe ich gelesen, daß das Einbettmittel   den gleichen Brechungsindex haben sollte wie das Glas des Objektivs . Wozu benötigt man  also hochbrechendes Eindeckmittel? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Gruß Peter