Autor Thema: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld  (Gelesen 9585 mal)

witweb

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #90 am: November 19, 2022, 19:36:23 Nachmittag »
Salicylsäure:

Salicylsäure sublimiert schon ab 76 °C. Dafür reicht schon mancher USB-Tassenwärmer.
Hier ein paar Bilder. Interessant, die Röhren. Das konnte ich schon bei Salicylsäure während der Kristallbildung aus Lösung (Ethanol) beobachten. Stichwort Skelettwachstum, haben wir ja gerade im Zusammenhang mit Salzpyramiden diskutiert.

Viele Grüße

Michael

Bild 1: Salicylsäure, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 1,3 mm
Bild 2: Salicylsäure, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 0,85 mm
Bild 3: Salicylsäure, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 0,15 mm

witweb

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #91 am: November 22, 2022, 11:29:18 Vormittag »
Hallo,

ich habe nochmal das Resorcin hervorgeholt. Vor einem Jahr hatte ich mit Lösungen und Schmelze experimentiert, jetzt habe ich es mit Sublimation versucht. Temperatur ca. 110 °C.
Bild 1 und 2 zeigen Kristalle, die sich auf einem Objektträger abgeschieden haben, Bild 1 zur Übersicht im polarisierten Licht, Bild 2 Details im Auflicht-Dunkelfeld.
Auf Bild 3 sind Nadeln zu sehen, die sich an der Spitze eines Stahldrahtes gebildet haben.

Viele Grüße

Michael

Bild 1: Resorcin, Sublimation, polarisiertes Licht, Bildbreite 3,4 mm
Bild 2: Resorcin, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 0,85 mm
Bild 3: Resorcin, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 1,6 mm

witweb

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #92 am: November 23, 2022, 19:25:07 Nachmittag »
Noch zwei Bilder. Resorcin (Sublimation) einmal im Auflicht-Dunkelfeld, einmal im polarisierten Licht, gleicher Bereich.

Beste Grüße

Michael

Bild 1: Resorcin, Sublimation, polarisiertes Licht, Bildbreite 0,35 mm
Bild 2: Resorcin, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 0,35 mm

witweb

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #93 am: November 27, 2022, 10:52:52 Vormittag »
Hallo,

auch Menthol lässt sich für Sublimationsversuche verwenden. Mit einem Schmelzpunkt um die 40 °C und einer Sublimationstemperatur von etwa 50 °C (lt. Mayrhofer) ist Menthol unkompliziert zu handhaben. Allerdings sublimiert Menthol auch schon bei Raumtemperatur, so dass man sich beim Anschauen und Fotografieren etwas beeilen muss. Nach einer Nacht waren meine OT wie blankgeputzt, keine Spur mehr vom Menthol des Vortages. Als Entschädigung gab es dafür einen Duft, der irgendwo zwischen Mundwasser und Badezusatz liegt.  :)

Die zu kaufenden Menthol-Kristalle sind recht groß (Bild1). Eine Dateilaufnahme der Oberfläche zeigt Bild 2.

Das sublimierte Menthol hat sich auf einem Objektträger in Form von Tröpfchen abgeschieden, die im Auflicht-Dunkelfeld zunächst kaum zu erkennen waren. Im polarisierten Durchlicht  kann man diese Tröpfchen aber gut erkennen. Nach wenigen Minuten beginnen sich aus den Tröpfchen an vielen Stellen nadelförmige Kristalle zu bilden (Bild 3). Das kann man gut verfolgen. Das Endergebnis ist dann, wieder im Auflicht-Dunkelfeld, im Bild 4 zu sehen.

Die Tröpfchen scheiden sich auch an meiner Stahlwolle ab, um kurz darauf unzählige nadelförmige Kristalle zu bilden – Bild 5.

Den Rest Menthol vom Sublimationsversuch habe ich auf dem Objektträger ohne DG abkühlen lassen – Bild 6.

Viele Grüße

Michael


Bild 1: Menthol, wie es aus der Dose kommt
Bild 2: Menthol-Kristall, Detail, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 1,7 mm
Bild 3: Menthol, Sublimation, polarisiertes Licht, Bildbreite 1,7 mm
Bild 4: Menthol, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 1,7 mm
Bild 5: Menthol, Sublimation, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 1,5 mm
Bild 6: Menthol, Schmelze, ohne Deckglas, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 0,35 mm
« Letzte Änderung: November 27, 2022, 10:55:39 Vormittag von witweb »

lsolbach

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #94 am: November 27, 2022, 11:50:35 Vormittag »
Hallo Michael,

wow, wieder sehr schöne Fotos. Besonders Bild 2 ist sehr gelungen. Das sieht aus wie eine düstere Landschaftsaufnahme mit dunklen Regenwolken.
Aber auch der Rest sieht sehr interessant aus.

Ich hoffe, ich komme auch bald wieder zum experimentieren und fotografieren. Immerhin sammeln sich hier schon Chemikalien zum testen.

Viele Grüße
Ludger

Heiko

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #95 am: November 27, 2022, 13:27:44 Nachmittag »
Hallo Michael,

der Flüchtigkeit wegen scheint das Menthol eher für schlecht temperierte Mikroskopierstuben geeignet.  ;)
Unter dem Deckglas lassen sich aber auch „südliche Effekte“ generieren.  ;D

Viele Grüße,
Heiko

witweb

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #96 am: November 27, 2022, 17:09:58 Nachmittag »
Hallo,

ich danke euch!

@Heiko - Natürlich kann man von Menthol auch Schmelzpräparate mit DG machen. Das hatte ich vor einiger Zeit auch schon gemacht. War aber alles nicht so schön, wie deine "Sonne". Interessant, die feinen Nadeln sind bei dir auch mit dabei.

Ich habe das jetzt auch noch mal versucht. Und was soll ich sagen, ich glaube, Menthol mag mich:
« Letzte Änderung: November 27, 2022, 17:13:59 Nachmittag von witweb »

Heiko

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #97 am: November 27, 2022, 18:08:30 Nachmittag »
Ganz offenbar.  :)

lsolbach

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #98 am: November 27, 2022, 23:22:09 Nachmittag »
Hallo Ihr beiden,

Sehr psychedelisch, dieses Menthol. Wahrscheinlich wird das deshalb geraucht. ;)

Ludger

witweb

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Re: Mikrokristalle im Auflicht-Dunkelfeld
« Antwort #99 am: November 28, 2022, 15:41:15 Nachmittag »
Hallo Ludger,

man weiß es nicht... 8)

Nur der Vollständigkeit wegen. Nach Sublimation und Schmelze habe ich noch eine Lösung von Menthol in Alkohol auf einem Objektträger kristallisieren lassen. Dabei bilden sich zunächst kleine "Inseln", die dann wieder die bekannten Kristallnadeln hervorbringen. Hier eine Momentaufnahme.

Viele Grüße

Michael

Bild 1: Menthol aus Lösung, polarisiertes Licht, Bildbreite 1,7 mm
Bild 4: Menthol aus Lösung, Auflicht-Dunkelfeld, Bildbreite 1,7 mm