Autor Thema: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel  (Gelesen 1641 mal)

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #15 am: Dezember 19, 2022, 06:23:46 Vormittag »
Hallo Heiko,

schön dass Dir die Aufnahmen gefallen, danke für Deine Rückmeldung.

Neben den vielen reizvollen Themen um die wunderbare Natur, gibt es auch mal interessantes aus der menschengemachten Welt.

LG Frank
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liftboy

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #16 am: Dezember 19, 2022, 10:57:20 Vormittag »
Hallo Gerhard,

Zitat
Dark Side von Pink Floyd hatte ich z.B. als Direktschnitt

da hast Du aber was ganz Feines! (Neid). Zeugt von gutem Geschmack :-) hast Du auch den passenden "Abkratzer" dazu? Meiner einer fährt einen guten Thorens.

Grüße
Wolfgang
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Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
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Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #17 am: Dezember 19, 2022, 20:52:35 Nachmittag »
... hast Du auch den passenden "Abkratzer" dazu?


Hallo Wolfgang,

sehr nett, Abkratzer, habe ich bisher auch noch nicht gehört / gelesen, ganz nach meinem Geschmack.

LG Frank
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Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #18 am: Dezember 19, 2022, 21:01:44 Nachmittag »
Nabend zusammen,

ich habe den Titel etwas erweitert und möchte nun auch den Versuch der aufliegenden Abtastnadel zeigen.
Das ganze war dann doch nicht so einfach, da der Spalt zwischen Gehäuse und Plattenoberfläche nur ca. 3 mm beträgt.

Zuerst die Darstellung des zerlegten Tonabnehmers. Die Nadel kann man dann noch einmal entfernen.
Danach kommt die Mikroskop-Einstellung, das Objektiv musste für optimale Bilder auf 30° abgewinkelt werden.
Dann kommen noch ein paar Bilder mit Auflicht und eines mit Koaxiallicht.

LG Frank
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Stuessi

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #19 am: Dezember 20, 2022, 12:20:12 Nachmittag »
Hallo Frank,

eine Schallplatte passt nicht unter jedes Mikroskop, zur Hälfte aber unter mein Ergolux.





Bildbreite 294 µm
Rillenbreite ca. 50 µm
Rillentiefe bis zu 20 µm
Die Einzelbilder wurden aus einem Video extrahiert, mit Helicon Focus zusammengefügt.

Von links nach rechts sieht man eine Leerrille, einen Sinuston von ca. 7000 Hz, einen Sinuston von geringerer Frequenz.











Viele Grüße,
Rolf
« Letzte Änderung: Dezember 20, 2022, 12:25:56 Nachmittag von Stuessi »

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #20 am: Dezember 20, 2022, 17:04:49 Nachmittag »
Hallo Rolf,

schöne Ergänzung, danke fürs Zeigen.

Unter mein Mikroskop passt auch nur ein Teil der Single, die würde bei Dir vermutlich komplett drunter passen.

Bei dem geringen Spalt zum 50x ist ja kaum Licht hinzubringen, wie hast Du beleuchtet, doch wohl nicht mit dem Laser?

Platte Grüße vom Frank
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Stuessi

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #21 am: Dezember 20, 2022, 18:34:22 Nachmittag »
Hallo Frank,

das Ergolux ist ein Auflichtmikroskop mit Hell- und Dunkelfeld Beleuchtung, elektrischem Tisch und Autofokus, entwickelt Ende der 80-er Jahre zur Kontrolle von Wafern. Noch funktioniert die knapp 50 Jahre alte  Elektronik...

Hier noch ein 6,8 cm breiter Bereich. Die Frequenz nimmt von unten nach oben von ca. 50 Hz bis 500 Hz zu.



Viele Grüße,
Rolf

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #22 am: Dezember 20, 2022, 20:00:07 Nachmittag »
Hallo Rolf,

sehr interessante Platte. Der breite Bereich zeigt ja wirklich schön, das man die "Musik" wirklich "lesen" kann. Scheinen alles reine Sinustöne zu sein, oder?

Das Ergolux trägt man vermutlich auch nicht mal eben in den Keller, was wiegt so ein Teil?

LG Frank
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Stuessi

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #23 am: Dezember 20, 2022, 20:29:45 Nachmittag »
Hallo Frank,

es ist noch tragbar, bleibt aber an seinem Platz, solange es funktioniert.
Es wiegt etwas über 30 kg. Dazu kommen mehr als 10 kg für die Steuerung incl. Netzteil.
Dieses Bild zeigt eine der Platinen aus der Steuerung.


Die Sinustöne auf der AUDIO FIDELITY STEREO DEMONSTRATION Platte aus dem Jahr 1959 gehen von 50 Hz bis 25.000 Hz.

Herzliche Grüße,
Rolf
« Letzte Änderung: Dezember 20, 2022, 20:58:31 Nachmittag von Stuessi »

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #24 am: Dezember 20, 2022, 21:45:52 Nachmittag »
Hallo Rolf,

hatte ich mir doch gedacht, nix für die Uhrkette.  8)
Die Platine hält bestimmt noch länger durch, die Bauteile sehen noch sehr sauber aus.

Ich hänge mal noch ein Bild mit Canon MP-E65 und Jansjö LED an, ein Übersichtsfoto 5:1.
Ich finde mit einer Schallplatte könnte man doch demnächst mal Sahara-Sand sammeln, der Staub bleibt da gut in den Rillen hängen.  ;D ;D

LG Frank
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Stuessi

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #25 am: Dezember 21, 2022, 15:12:58 Nachmittag »
Hallo Frank,

nun habe ich die Platte auch noch unter mein Metalloplan gelegt.





Herzliche Grüße,
Rolf

bernd552

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #26 am: Dezember 21, 2022, 17:05:44 Nachmittag »
Hallo an die Rillenfreunde,

zu dem Thema kann ich euch folgenden Link empfehlen, besonders für die Garagen-Technik-Affinen unter euch ;)

https://www.youtube.com/watch?v=GuCdsyCWmt8  .... so bei 4:30 sec

LG
Bernd

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #27 am: Dezember 21, 2022, 17:55:32 Nachmittag »
Hallo Rolf,

die Oberfläche der Platte ist ja knackscharf abgebildet, aber die Tiefen hast Du nicht ganz erwischt, oder sind die so glatt wie poliert?
Bei meiner Platte schien die Nadel undefinierte Gräben gezogen zu haben, zumindest soweit ich das erkennen konnte.

Hallo Bernd,
ja die REM Aufnahmen sind natürlich nochmal was ganz anderes, danke für den Link.
Und das man die CD-Oberfläche mit gutem Klebeband abziehen kann ist interessant. Da muss ich auch nochmal Versuche durchführen.

LG Frank
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Stuessi

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #28 am: Dezember 22, 2022, 11:04:07 Vormittag »
Hallo Rolf,
die Oberfläche der Platte ist ja knackscharf abgebildet, aber die Tiefen hast Du nicht ganz erwischt, oder sind die so glatt wie poliert?
Bei meiner Platte schien die Nadel undefinierte Gräben gezogen zu haben, zumindest soweit ich das erkennen konnte.
LG Frank

Hallo Frank,

die Platte habe ich nach dem Kauf vor ca. 50 Jahren weniger als 10-mal abgespielt, deshalb sind keine starken Riefen zu sehen.
Zur Kontrolle habe ich noch einen Stack gemacht, der wieder nur oberflächige Schäden zeigt.






Bei richtiger Beleuchtung und lotrechtem Blick auf eine Seitenwand einer Rille bin ich aber doch fündig geworden. Dazu habe ich die Platte um 45° gekippt und mit meinem ULWD MSPlan 50x /0,55 Objektiv bei Beleuchtung aus unterschiedlichen Richtungen untersucht.




Nur der Steg reflektiert das Licht. Die Seitenwand einer Rille bleibt dunkel.



Die Riefen sind erkennbar.





Hier sieht man sowohl den Steg und als auch "Riefen" auf der einen Rillenflanke. Auf der anderen Rillenflanke sind nämlich "für die Sinustöne" kleine Mulden entstanden, die wie Hohlspiegel wirken und das Licht auf die "Riefen" werfen.



Ich wünsche frohe Festtage!
Viele Grüße,
Rolf


« Letzte Änderung: Dezember 22, 2022, 13:24:28 Nachmittag von Stuessi »

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« Antwort #29 am: Januar 17, 2023, 20:24:43 Nachmittag »
Hallo zusammen,

nachdem Rolf auch versucht hat die Riefe in der Rillenmitte darzustellen, hänge ich auch noch einmal ein 3D Bild an. Die Riefe scheint mir herstellungsbedingt zu sein.
Genau konnte ich diese nicht messen, aber es ist ungefähr ein Radius von 0,7 µm bis 1µm.
Meine alte Plattenspielernadel hat unten an der Spitze einen Radius von 12,5µm, da sollte es ausgeschlossen sein damit  derartige Riefen zu produzieren.

Dann habe ich mich entschlossen diese "wertvolle" Single zu zerschneiden, um erstens den Querschnitt anzusehen und zweitens mal mein Ultraschallbad auszuprobieren.
Die Schnittkanten der Schere mussten noch geglättet werden. Erst habe ich grobes Schleifpapier verwendet, das hat aber die Rillenenden verstopft. Das Abschälen mit scharfer Abbrechklinge funktionierte für Details, für breitere Betrachtung habe ich noch mit 1000er Schleifstein nachgeschliffen um wieder eine glatte, breite Querschnittsfläche zu bekommen. Für den letzten Schliff wurde das Stück leicht schräg gehalten, damit sollte eine scharfe Kante erreicht werden --> dieses war aber noch nicht optimal, zeige aber trotzdem erste Ergebnisse.

LG Frank
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