Autor Thema: Schallplattenoberfläche und Abtastnadel  (Gelesen 1640 mal)

Nochnmikroskop

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Schallplattenoberfläche und Abtastnadel
« am: Dezember 18, 2022, 11:46:19 Vormittag »
Hallo zusammen,
eine alte gespendet Single Schallplatte musste für das Auflichmitkroskop herhalten.
Interessant wie filigran die Bahnen für die Abtastung sind. Immerhin sind die ersten Platten aus Schelllack schon um das Jahr 1900 entstanden. https://de.wikipedia.org/wiki/Schallplatte

Mein gespendetes Muster ist schon stark verschmutzt und weist auch einige Kratzer auf. So etwas animiert natürlich mal in die Tiefen der Rille vorzudringen.  ;D

Viel Vergnügen beim Betrachten.

LG Frank
« Letzte Änderung: Dezember 19, 2022, 20:49:18 Nachmittag von Nochnmikroskop »
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SNoK

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #1 am: Dezember 18, 2022, 14:16:08 Nachmittag »
Und was wird gespielt?

Stephan
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cesarius

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #2 am: Dezember 18, 2022, 15:03:34 Nachmittag »
Und was wird gespielt?

Hallo Stephan,

theoretisch könntest Du Dir die Frage sogar selbst beantworten. Ein israelischer Student, Ofer Springer, hatte dazu mal adhoc ein Code entwickelt mit dem er hochauflösende Bilder einer Schallplatte (oder Teile einer Schallplatte) in Ton umwandeln konnte.
Weitere Infos findest Du dazu hier: https://ofersp.github.io/digital_needle/

Beste Grüße,
Marcel
     
« Letzte Änderung: Dezember 18, 2022, 15:11:30 Nachmittag von cesarius »

witweb

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #3 am: Dezember 18, 2022, 15:36:28 Nachmittag »
Hallo Frank,

sehr schön! Besonders gefällt mir die 3D-Aufnahme, toll!
Ich hatte mal als Jugendlicher auf dem Dachboden ein Grammophon incl. einiger Platten gefunden. War schon beeindruckend, was da aus diesen Rillen, ganz ohne Elektronik, herauszuholen war.

Viele Grüße

Michael

 

Thomas Böder

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #4 am: Dezember 18, 2022, 16:17:37 Nachmittag »
Habe ein paar Grammophone zuhause.
Und reichlich Platten.  :D

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Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #5 am: Dezember 18, 2022, 16:35:12 Nachmittag »
Hallo Stephan,

Cocon, ist irgend so ein Sprechgesang, kenne ich nicht. Ist wie geschrieben eine gespendete Platte, selber spiele ich keine Platten mehr ab.

Hallo Michael,
so ein Plattennachschneidegerät  ;D habe ich nicht, war früher mit Nassabspielen lieber auf der vorsichtigen Seite. Andererseits sehen die Grammophone schon cool aus, das muss ich zugeben.

Hallo Thomas,
was man nicht alles so sammelt ... Schönes Teil, hat aber einen ziemlch kleinen Trichter, oder? (Anm. habe keine Ahnung davon)

LG Frank
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Thomas Böder

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #6 am: Dezember 18, 2022, 16:43:56 Nachmittag »
Hallo Frank,
das ist ein His Masters Voice 102.
Quasi der Mercedes unter den Koffergrammophonen.
Und diese 102er klingen verdammt gut!

Grüße, Thomas.
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Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #7 am: Dezember 18, 2022, 16:54:42 Nachmittag »
Hallo Thomas,

Danke für die Spezifizierung. Wenn man den Plattenteller abnimmt kommt einiges an Mechanik ans Tageslich (Bildersuche)! Schon toll was man früher schon alles gebaut hat.
Übrigens: die Nadel eines Grammophons wäre auch mal nett etwas vergrößert anzusehen. Kann man die einfach ausbauen / wechseln?

LG Frank
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Thomas Böder

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #8 am: Dezember 18, 2022, 17:03:12 Nachmittag »
Die Nadel muss(!) nach jeder(!) Plattenseite gewechselt werden.
Macht man das nicht, fängt sie an die Rille zu zerstören.
Nadel wechseln geht ganz leicht und es gibt sie immer noch in verschiedenen Lautstärken zu kaufen.
Je dicker die Nadel, desto lauter der Ton.
Nadeln sind übrigens eher preiswert.

Und hier noch deine gewünschten Aufnahmen.
Vorher und nach dem Abspielen einer Seite!

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Rawfoto

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #9 am: Dezember 18, 2022, 17:30:43 Nachmittag »
Hallo Plattenfreunde

Es gab ja zwei unterschiedliche Herstellungsverfahren bei den Platten meiner Jugend, die gepressten und die direkt geschnittenen (Dark Side von Pink Floyd hatte ich z.B. als Direktschnitt). Die haben damals unter dem Mikroskop auch unterschiedlich ausgesehen ...

Das Preis war der Zehnfache  ;)

Liebe Grüße

Gerhard

PS: ob die oben gezeigte eine direkt geschnittene ist oder eine gepresste wäre noch interessant
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #10 am: Dezember 18, 2022, 17:31:49 Nachmittag »
Ahh Thomas, sehr interessant.
Also kauft man die Nadeln lieber im Dutzend.  ;D

LG Frank
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Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #11 am: Dezember 18, 2022, 17:36:44 Nachmittag »
Hallo Gerhard,

die Platte sollte derzeit 4 Euro kosten, wenn die denn neu wäre. Insofern wird es eine gepresste Neuauflage sein.

Allerdings kenne ich nicht den Unterschied, und meine einzige Direktschnitt-LP kommt mir nicht unters Mikro.

LG Frank
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jcs

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #12 am: Dezember 18, 2022, 17:57:48 Nachmittag »
So etwas animiert natürlich mal in die Tiefen der Rille vorzudringen.  ;D
Hallo Frank,

sehr schöne und interessante Aufnahmen! Hast Du das mit dem Keyence gemacht? Ein schwarzes Material mit relativ kontourloser Oberfläche ist ja durchaus herausfordernd für z-Stacking mit Auflichtmikroskopie. Offenbar hat das Keyence da einiges zu bieten.

LG

Jürgen

Nochnmikroskop

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #13 am: Dezember 18, 2022, 18:20:42 Nachmittag »
Hallo Jürgen,

ja, die Aufnahmen habe ich mit meinem Keyence Mikroskop gemacht. Ich hätte es auch schon schreiben sollen, dass hier die koaxiale Beleuchtung durch das Objektiv verwendet wurde.
Bei den größeren Vergrößerungen wurden 35 bis 80 Aufnahmen gestackt.

In den Tiefen der Rillen sind durchgehende Spuren erkennbar, das könnten die Kratzspuren einer Plattennadel sein, schätze ich. Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders.

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Heiko

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Re: Schallplattenoberfläche
« Antwort #14 am: Dezember 18, 2022, 22:51:09 Nachmittag »
Hallo Frank,

finde auch, dass Dir die Aufnahmen inspirierend gut gelungen sind.

Viele Grüße,
Heiko